Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit wird eingeleitet durch die Vorstellung des thematischen Kontextes, in dem sie eingebettet ist. Die anschließenden Abschnitte erläutern den spezifischen Gegenstand der Arbeit und ihrer Ziele, beschreiben die Vorgehensweise und geben einen Überblick zum Stand der Forschung.
María Cristina Blohm

2. Konzepte

Dieses Kapitel widmet sich der Abgrenzung der relevanten Konzepte, indem die themenrelevanten Konzepte einer begrifflichen Diskussion und anschließenden Bestimmung unterzogen werden.
María Cristina Blohm

3. Die Situation der indigenen Völker in Lateinamerika

Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung und Beschreibung der Lage der indigenen Stakeholder in den lateinamerikanischen Staaten. Zu Beginn wird auf die Genese der Fremdbezeichnungen für die autochthone Bevölkerung und auf die Namensgebung des Kontinents im Rahmen der Eroberungsgeschichte eingegangen; daran schließt sich die Analyse der nationalen Zensuserhebungen in Hinblick auf die Problematik der Anerkennung der indigenen Bevölkerung und ihrer Rechte durch die Nationalstaaten an. Der Untersuchung und Beschreibung der Situation isoliert lebender indigener Völker in Lateinamerika ist der nächste Abschnitt gewidmet. In den zwei letzten Abschnitten dieses Kapitels werden die Indigenismus-, und Indianismusdiskussion sowie die indigene Bewegung in der internationalen Arena vorgestellt.
María Cristina Blohm

4. Zugang zu humanen genetischen Ressourcen

Indem genetische Materialien und insbesondere solche menschlichen Ursprungs zu einem besonders wichtigen Ausgangsmaterial für vielfältige Forschungsziele und für die kommerzielle Nutzung geworden sind, dass sie wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung wiederholt als das „Gold unseres Jahrhunderts“ gepriesen werden, finden die Genomforschung und die bio-und gentechnologischen Forschungsprojekte in den Industrienationen eine entsprechend hohe finanzielle Förderung. Dadurch steigen die Nachfrage und die Suche nach geeigneten genetischen Rohstoffen innerhalb und ebenso außerhalb der eigenen nationalen Grenzen. Vor diesem Hintergrund sind zunächst die „Schlüssel-Konzepte“ Zugang zu humanen genetischen Ressourcen und bioprospecting differenziert zu bestimmen. An die begriffliche Auseinandersetzung schließt die Analyse der Rahmenbedingungen des Zugangs auf internationaler, supranationaler und nationaler Ebene an.
María Cristina Blohm

5. Beispiele

Die Untersuchung der Problematik populationsgenetischer Forschungsprojekte bei indigenen Völkern wird in dieser Arbeit an zwei Beispielen von Konfliktfällen zwischen indigenen Rightholdern und Forschungsprojektorganisationen sowie (Sonder-) Organisationen der Vereinten Nationen durchgeführt und veranschaulicht.
María Cristina Blohm

6. Implementierung des Stakeholderansatzes

Die Stakeholderanalyse widmet sich in diesem Kapitel der Untersuchung der Interaktionen zwischen Organisation und den essentiellen Stakeholdern und darauf basierend der Entwicklung von Steuerungsvorschlägen zur Minderung des Konfliktfalls im Zusammenhang mit dem Zugang zu humangenetischen Ressourcen indigener Völker Lateinamerikas.
María Cristina Blohm

7. Schlussbetrachtungen

Das Ziel der Arbeit war es, die Problematik des Zugangs zu und der Nutzung von humangenetischen Ressourcen indigener Völker (Lateinamerikas) zu beschreiben, zu analysieren und Lösungsansätze zur Milderung des Konflikts zu entwickeln. Der Stakeholderansatz erwies sich bei der Untersuchung der heterogenen Konstellation, der an diesem Fall beteiligten Akteure und ihrer Erwartungen, als ein hilfreiches Instrument. Indem sowohl die Personen, Gruppen und Institutionen, die zur Umwelt der Organisation gehören, und der Fokus auf den Interessen und reziproken Beziehungen liegt, trägt der Stakeholderansatz der Komplexität der Organisationswelt wie auch der zu untersuchenden Problematik Rechnung. Die vorliegende Arbeit strukturierte sich entsprechend in mehrere aufeinanderfolgende Schritte. Bei der Durchführung der Identifikation der Stakeholder, zeigte sich allerdings die Schwäche des Ansatzes in der Operationalisierung. Diese wurde umgangen, indem eine Kategorisierung der Beziehungen am definitorischen Merkmal „affect“ (Beeinflussen beziehungsweise Ausgesetzt sein) und am Merkmal „Interesse“ aufgestellt und zur Stakeholderidentifikation herangezogen wurde. Der anschließenden Beschreibung der Biobank beziehungsweise des populationsgenetischen Forschungsprojekts als Organisation folgte eine differenzierte Betrachtung der soziokulturellen Situation der lateinamerikanischen indigenen Anspruchsgruppen insbesondere der vulnerablen isoliert lebenden indigenen Gemeinschaften, die im Mittelpunkt des Interesses genetischer Forschungsinstitutionen stehen. Auf die existentiellen Risiken, die für diese Populationen der Eintritt Fremder in ihre Rückzugsgebiete bedeutet, wurde im Zusammenhang mit Bioprospektierungen hingewiesen. Die begriffliche Auseinandersetzung mit dem Konzept des Zugangs zu genetischen Ressourcen und dem der Bioprospektion/ Bioprospektierung ergab ein Zugangsmodell, das den in der Literatur nicht exakt definierten Zeitpunkt des Zugangbeginns für diese Arbeit festlegte. Die Festlegung ist für die Einordnung der normativen Richtlinien – vor allem für die Beachtung der Rechtzeitigkeit des prior informed consent – außerordentlich wichtig. Der rechtliche und bioethische Rahmen zum Zugang zu genetischen Ressourcen wurde historisch und auf der inter-, supra-und nationalen Ebene erläutert. An den zwei untersuchten Fallbeispielen orientierte sich eine Reflexion der Praxis des Zugangs zu humangenetischen Materialien und Daten indigener Gemeinschaften und der Stakeholderinteraktionen. Für die Analyse entwickelte die Verfasserin ein Werkzeug, das das genannte Zugangsmodell integriert, und somit eine systematische Erfassung der Stakeholderbeziehungen in der Zeit bei Gegenüberstellung der Wahrnehmungen und Handlungen der Organisation und der indigenen Stakeholder ermög licht. Dabei konnten sowohl konfliktfördernde Verhaltensweisen wie auch beziehungsfördernde Haltungen, die Bedeutung von Wahrnehmung einer (Inter-) Aktion und die der Erfahrungen für die Vertrauensbildung oder der Einbuße von Vertrauen identifiziert werden. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend gelang es, das Ziel der Stakeholderanalyse, die Entwicklung normativer Richtlinien zur Sicherung des unternehmerischen Vorhabens durch eine Optimierung der Handhabung der Beziehungen zu den Anspruchsgruppen, zu konkretisieren. Die normativen Lösungsansätze werden durch ein Modell ergänzt, das die Immplementierung der vorgeschlagenen Richtlinien ermöglichen soll.
María Cristina Blohm

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise