Zukunft denken und verantworten
Herausforderungen für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert
- 2023
- Buch
- Herausgegeben von
- Wolfgang Roters
- Horst Gräf
- Hellmut Wollmann
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Dieses Buch untersucht in einem Querschnitt durch aktuelle und künftig zu erwartende Herausforderungen für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft (Finanzen, Digitales, Kultur, Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr, Bildung, usw.), ob und unter welchen Bedingungen Staat und Politik in der Lage sind, Zukunft zu denken und – noch wichtiger – zu gestalten. Als Referenzraum und -zeit ziehen zahlreiche Autor*innen die Stadtentwicklungspolitik der 1980er und 1990er Jahre in Nordrhein-Westfalen, vor allem für die Agglomeration Ruhr, heran. In der „Zeitenwende“ wurde der Band vor allem in seiner welt- und europapolitischen Dimension aktualisiert und erweitert.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Zukunft denken und verantworten – eine Einleitung
Wolfgang RotersDas Kapitel 'Zukunft denken und verantworten – eine Einleitung' behandelt die zentrale Rolle der Komplexität im 21. Jahrhundert, wie sie von Stephen Hawking beschrieben wird. Es betont, dass die Herausforderungen nicht nur technologischer, sondern auch gesellschaftlicher, kultureller und politischer Natur sind. Die globale Welt wird als komplexe Gesellschaft beschrieben, in der Technologien, ökonomische Verwertung, demografische Entwicklungen und Migrationsströme die Komplexität erhöhen. Die Pandemie wird als Brennglas für diese Komplexität gesehen, das die Verletzlichkeit unserer Lebensweise und die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Zukunftsgestaltung verdeutlicht. Das Kapitel hebt die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft und politischer Kommunikation hervor, um die Komplexität zu verstehen und zu bewältigen. Es betont die Notwendigkeit eines sozial-ökologischen Umbruchs und die Rolle von Demokratie, Wissenschaft und Bildung bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von lokalen und globalen Lernprozessen sowie die Notwendigkeit, Komplexität durch kollektives Lernen und innovative Ansätze zu bewältigen. Das Kapitel schließt mit einem Appell für eine aufgeklärte, offene demokratische Gesellschaft und die Bedeutung von Wissenschaft und Politik bei der Gestaltung der Zukunft.KI-Generiert
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ZusammenfassungStephen Hawking, in einem Interview zu Zeiten der letzten Jahrhundertwende gefragt: „Es gibt Leute, die sagen, das 21. Jahrhundert werde das Jahrhundert der Biologie sein, nachdem das 20. das Jahrhundert der Physik war. Wie sehen Sie das?“ -
Zukunft und Zukünfte
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Frontmatter
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Zukunft 2023. Eine Suche
Harald WelzerDer Beitrag untersucht die aktuelle Wahrnehmung der Zukunft in einer Zeit der Polykrisen. Die Zukunft wird oft negativ besetzt und als eine Fortsetzung der Gegenwart gesehen, was zu einer Stillstandsmentalität führt. Der Text analysiert, wie die Zukunftsvisionen der Vergangenheit, wie sie in Magazinen wie 'hobby' dargestellt wurden, heute noch relevant sind. Es wird gezeigt, dass die aktuellen Krisen und die Angst vor der Zukunft zu einer Verengung des Horizonts führen und innovative Lösungen blockieren. Der Beitrag betont die Notwendigkeit, die Zukunft wieder als Gestaltungskraft zu sehen und neue Wege zu finden, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Dabei wird auch die Verbindung zwischen der sozialen und der sozialökologischen Frage untersucht und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Transformation betont.KI-Generiert
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ZusammenfassungZukunft scheint in einer polykrisenhaften Zeit etwas geworden zu sein, was vor allem Angst macht, ein Zustand, den man nicht anstrebt. Zukunft ist – auch unabsichtliches Ergebnis einer apokalyptischen Klima- und Umweltkommunikation – negativ besetzt: sie wird, so befürchtet man, noch mehr Krisen bringen, gar die „Klimahölle“, und schon hat sich eine Protestgruppierung gebildet, die sich für „Die letzte Generation“ hält. -
Die Zukunft der funktional differenzierten Gesellschaft: Herausforderungen und Gestaltungsoptionen
Dieter GrunowDer Beitrag 'Die Zukunft der funktional differenzierten Gesellschaft: Herausforderungen und Gestaltungsoptionen' untersucht die paradoxe Lage der Weltgesellschaft, die durch eine zunehmende Komplexität und Kontingenz gekennzeichnet ist. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer umfassenden Theorieperspektive, um die gesellschaftliche Zukunft zu gestalten. Sie analysieren, wie die funktionale Differenzierung moderner Gesellschaften die Komplexität reduziert und die Kontingenz bewältigt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle der Menschen und ihrer Kommunikation in den verschiedenen Funktionssystemen geschenkt. Die Digitalisierung und der Klimawandel werden als zentrale Herausforderungen identifiziert, die sowohl die Kommunikationszusammenhänge als auch die gesellschaftliche Struktur bedrohen. Der Beitrag hebt hervor, dass die funktional differenzierte Gesellschaft kein zentrales Steuerungszentrum hat und dass die Funktionssysteme aufeinander angewiesen sind. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer Balancierung der Funktionssysteme und die Bedeutung der Inklusion der Bevölkerung in die gesellschaftlichen Prozesse. Die Analyse zeigt, dass die Globalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen die Gestaltung der Zukunft weiter verkomplizieren. Der Beitrag schließt mit der Empfehlung, dass eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung nur durch eine breite Beteiligung und eine kontinuierliche Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklung möglich ist.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie Weltgesellschaft befindet sich in einer schwierigen, paradoxen Lage. In der Alltagssprache wird dies unter anderem so formuliert: je mehr wir unsere Schritte beschleunigten, desto weiter entfernten wir uns von unserem Ziel. Die Zeitforscher betonen die Notwendigkeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen zu thematisieren, stellen gegenwärtig aber oft das Gegenteil fest und beklagen unter anderem, dass wir mit der „Daten speichernden“ Gegenwart – einer die Menschen oft überfordernden globalen „Synchronwelt“ (Sloterdijk 2017) – die Vergangenheit und die Zukunft „auffressen“. -
Zukunftsfähigkeit und Zukunftsgestaltung aus der Sicht der zwei dominierenden Weltleitbilder
Rolf KreibichDer Beitrag beleuchtet die historischen und aktuellen Aspekte der Zukunftsforschung und -gestaltung, wobei zwei dominierende Weltleitbilder im Fokus stehen: das Wissenschaft-Technik-Industrie-Paradigma (WTI-Paradigma) und das Streben nach einer nachhaltigen Gesellschaft. Die industrielle Revolution markierte einen Wendepunkt in der Befassung mit Zukunftsfragen, da die rasante technische Entwicklung neue Herausforderungen und Chancen mit sich brachte. Die Zukunftsforschung entwickelte sich von spekulativen Methoden hin zu wissenschaftsbasierten Ansätzen, die die Produktivität und Innovation in den Mittelpunkt stellten. Das WTI-Paradigma dominierte die Entwicklung und führte zu einer starken Fokussierung auf wissenschaftlich-technische Lösungen. Trotz der positiven Rückkopplung zwischen Wissenschaft und Technik auf der einen Seite und wirtschaftlichem Wachstum auf der anderen Seite, zeigen sich heute gravierende ökologische und soziale Probleme. Die Nachhaltige Entwicklung wird als zukunftsfähiges Leitbild vorgestellt, das eine Balance zwischen ökonomischem Wachstum und ökologischer Verantwortung anstrebt. Der Beitrag betont die Notwendigkeit, die Zukunftsgestaltung auf eine nachhaltige Basis zu stellen, um die Existenzgrundlagen der Menschheit zu sichern. Die Herausforderungen und Lösungsansätze werden detailliert diskutiert, wobei die Bedeutung einer interdisziplinären Zusammenarbeit und der Einbeziehung der Bürger in den wissenschaftlichen Prozess hervorgehoben wird.KI-Generiert
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ZusammenfassungZukunftsfragen und der Wunsch, zukünftige Ereignisse und Entwicklungen zu erkennen und bewusst zu gestalten, haben zu allen Zeiten die Menschen bewegt. Das war schon in der Antike so, die umfangreiche klassische Literatur legt darüber ein beredtes Zeugnis ab. Das war auch ein zentrales Anliegen in zahlreichen anderen alten Kulturen (Minois 1998). Bis zum Ausgang des Mittelalters versuchten Zukunftsdeuter mit weitgehend spekulativen Mitteln, Erkenntnisse über die Zukunft bzw. zukünftige Entwicklungen zu erlangen. -
Die nachhaltige Gesellschaft
Eine Konkrete Utopie Harald WelzerDas Kapitel 'Die nachhaltige Gesellschaft – Eine Konkrete Utopie' untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen modernen Gesellschaft. Es stellt fest, dass die aktuellen Gesellschaften weniger nachhaltig sind als je zuvor und dass das Wachstumsmodell der letzten Jahrzehnte nicht zukunftsfähig ist. Der Text diskutiert die Reaktionen auf diese Probleme, insbesondere den Rückzug in nationalistische Positionen und die Abkehr vom Universalismus. Es wird betont, dass eine nachhaltige Gesellschaft die zivilisatorischen Standards der Moderne bewahren muss, was eine radikale Reduktion des Ressourcenverbrauchs erfordert. Dabei werden innovative Ansätze und Beispiele für nachhaltiges Bauen und Lebensstil vorgestellt, die auf sozialer und technischer Intelligenz basieren. Das Kapitel fordert eine breite soziale Bewegung und politische Unterstützung für eine Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft, die auf wachstumsbefriedeten Wirtschafts- und Lebensformen basiert. Es schließt mit der Forderung nach einer positiven Vision und einer Ästhetik der reduktiven Moderne, die Zukunftsbilder jenseits des Status quo entwickelt.KI-Generiert
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ZusammenfassungNie war so viel von Nachhaltigkeit die Rede wie heute. Das ist, sozialpsychologisch gesehen, kein Zufall. Denn man redet ja immer über das besonders viel und intensiv, woran es mangelt. Denn nie waren die Gesellschaften der Welt weniger nachhaltig als heute; seit dem Erscheinen der ‚Grenzen des Wachstums‘, das war 1972, hat sich der Ressourcenaufwand vervierfacht; ein Ende der Steigerung ist nicht abzusehen.
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Welt – Europa
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Frontmatter
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Nachdenken über die Zukunftsfähigkeit von Staat und Politik
Klaus TöpferDas Kapitel untersucht die Zukunftsfähigkeit von Staat und Politik im Jahr 2020, einem Jahr der vielfältigen globalen Krisen. Die Coronakrise, die Klimakrise und soziale Ungleichheit stellen die Stabilität und Resilienz der Gesellschaft in einer offenen Demokratie auf die Probe. Die Analyse beleuchtet die pandemischen Auswirkungen dieser Krisen und die Rolle der Wissenschaft im politischen Entscheidungsprozess. Besonders hervorgehoben wird die Machtverschiebung von der Politik hin zu Finanzmärkten und globalen Marktorganisationen sowie die Notwendigkeit einer multilateralen Zusammenarbeit zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Die Krise des Multilateralismus und die Bedrohung durch Fake News und Verschwörungstheorien werden ebenfalls thematisiert. Der Beitrag schließt mit der Frage nach der Zukunftsfähigkeit einer offenen, parlamentarischen Demokratie und den Anforderungen an ihre praktische Realisierung.KI-Generiert
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ZusammenfassungNachdenken über die Zukunft von Staat und Politik – Nachdenken über die damit verbundene Stabilität, Resilienz und Perspektive der Gesellschaft in der offenen Demokratie – Nachdenken im Jahre 2020, dem Jahr der sich überholenden, wechselseitig verstärkenden globalen, bisher in ihrer Dramatik nie erfahrenen und bekämpften Krisen -
Für eine europäische Politik der friedlichen kulturellen Vielfalt
Peter BrandtDas Kapitel beleuchtet die europäische Politik der friedlichen kulturellen Vielfalt und die historischen sowie aktuellen Beziehungen zwischen Europa und Russland. Christoph Zöpel und der Autor diskutieren die deutsch-polnischen Beziehungen und die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze, die in den 1960er Jahren ein zentrales Thema war. Sie analysieren die Rolle Russlands in Europa und die Herausforderungen der Integration Russlands in die Weltwirtschaft. Besonders interessant ist die kritische Betrachtung der westlichen Politik gegenüber Russland und die Diskussion über die Möglichkeiten einer friedlichen Kooperation. Das Kapitel bietet tiefgehende Einblicke in die historischen und aktuellen Dynamiken der europäischen Politik und regt zum Nachdenken über die Zukunft der europäischen Einheit an.KI-Generiert
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ZusammenfassungPB: Christoph Zöpel und ich – wir kennen uns seit vielen Jahren – wollen ein Gespräch über ein Thema führen, das uns beide sehr bewegt: wie es in diesen Zeiten mit Europa weitergehen soll. Dazu werden wir natürlich auch etwas zurückblicken – nicht zu weit, aber zumindest in die Zeit unserer jüngeren Jahre. Ich weiß, dass Christoph Zöpel schon in seinen jungen Jahren nicht nur allgemein politisch engagiert war, sondern speziell auch in der Frage der Deutsch-Polnischen Beziehungen. -
Linksdemokratische Perspektiven in einem Europa ohne Abhängigkeit von Supermächten
Oskar LafontaineDas Kapitel untersucht linksdemokratische Perspektiven für ein Europa, das unabhängig von Supermächten agiert. Es beginnt mit der Reflexion über die Erfahrungen der Autoren während des Kalten Krieges und der aktuellen Krise in der Ukraine. Die Autoren betonen die Notwendigkeit eines Waffenstillstands und Friedensverhandlungen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Sie diskutieren verschiedene Szenarien für die Verhandlungen, einschließlich der Beteiligung der USA und Russlands. Die Rolle der Europäischen Union und der Notwendigkeit einer selbständigen europäischen Außen- und Verteidigungspolitik wird hervorgehoben. Die Autoren argumentieren, dass Europa wirtschaftlich und militärisch stark genug ist, um eine solche Politik zu verfolgen. Sie plädieren für eine Reintegration Großbritanniens in die EU und die Notwendigkeit einer europäischen Friedensbewegung, um linksdemokratische Parteien zu stärken. Abschließend wird die Bedeutung von Internationalismus und Antimilitarismus betont, um langfristig Kriege in Europa und der Welt zu vermeiden.KI-Generiert
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ZusammenfassungCZ: Wir gehören zu einer Generation, die die Folgen des Zweiten Weltkrieges noch erlebt hat, mit Zerstörungen unserer Städte, der Teilung Deutschlands, keinerlei Kontakten zu Osteuropa. Wir haben in unterschiedlichen politischen Positionen daran mitgewirkt, dass das überwunden wurde. Und nun leben wir in einer Situation in Europa, wo ein unbegreifbarer Krieg in der Ukraine stattfindet, auch mit schrecklichen Verlusten für die Zivilbevölkerung, und es stellt sich die Frage: Wie kommen wir in Europa wieder zu Frieden? -
Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein
Oskar LafontaineDas Kapitel beleuchtet die Entspannungspolitik Willy Brandts und deren Erfolg in der Nachkriegszeit, die zu Frieden mit den osteuropäischen Staaten und der Sowjetunion führte. Es wird die Frage gestellt, ob eine solche Politik unter den heutigen Bedingungen möglich wäre, insbesondere angesichts der NATO-Osterweiterung und der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Die Analyse zeigt, wie die Versprechen an Gorbatschow gebrochen wurden und wie Nationalismus und Militarismus zurückgekehrt sind. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der USA, die darauf abzielen, die einzige Weltmacht zu bleiben und potenzielle Rivalen zu schwächen. Der Text betont die Notwendigkeit einer eigenständigen europäischen Verteidigungspolitik und die Rückkehr zu einer Politik des Ausgleichs, um den Frieden in Europa zu sichern.KI-Generiert
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Zusammenfassung„Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein“. Mit diesen Worten beendete der erste sozialdemokratische Bundeskanzler und spätere Friedensnobelpreisträger Willy Brandt seine Regierungserklärung, die er am 28.10.1969 in Bonn vor dem Deutschen Bundestag abgab. Dieses Versprechen war eine kurze und verständliche Zusammenfassung einer Politik, die die erfolgreichste deutsche Außenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg war. -
Weltdemokratie – als Gestaltungsaufgabe dringender denn je
Klaus-Jürgen SchererDer Beitrag beschäftigt sich mit der dringenden Notwendigkeit einer Weltdemokratie, um die globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen. Christoph Zöpel, ein führender Denker in diesem Bereich, hat 2008 ein wegweisendes Werk veröffentlicht, in dem er die Möglichkeiten und Herausforderungen einer Weltgesellschaft untersucht. Er argumentiert, dass die traditionellen nationalstaatlichen Strukturen den aktuellen globalen Problemen nicht mehr gerecht werden und dass ein neues politisches System erforderlich ist, das auf universalen Menschenrechten und globaler Regionalisierung basiert. Zöpel schlägt vor, dass die Weltgesellschaft in neun oder zehn Regionen mit jeweils etwa 660 Millionen Einwohnern organisiert werden sollte, um eine effektive globale Politik zu ermöglichen. Diese Regionen sollten ein globales Parlament bilden und durch eine ausgewogene Finanzierung unterstützt werden. Der Text hebt hervor, dass die Weltgesellschaft bereits Realität ist, aber noch nicht politikfähig. Zöpels Vorschläge bieten eine konkrete Vision für eine zukünftige Weltordnung, die auf Kooperation und gegenseitiger Verantwortung basiert. Der Beitrag ist besonders relevant im Kontext der aktuellen globalen Krisen und der wachsenden Notwendigkeit, gemeinsame Lösungen für globale Probleme zu finden.KI-Generiert
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ZusammenfassungVon Christoph Zöpel stammen wegweisende Impulse zwischen wissenschaftlicher Analyse und politischer Programmatik. Auf ein ganz besonderes Werk von 2008, das das Denken in abgegrenzten Territorien zu überwinden sucht und nach Möglichkeiten der Realisierung von „gutem Leben“ und Demokratie allerorts fragt, will ich in diesem Beitrag hinweisen. Es beschäftigt sich mit der Weltgesellschaft, die bekanntlich keine Utopie, sondern in vieler – längst allerdings nicht in jeder notwendigen – Hinsicht eine Realität ist. -
Kultur der Stadt, Stadt der Kultur
Das Lokale gewinnt an Bedeutung: Außenpolitik braucht eine „Urban Diplomacy“ Michelle MünteferingDer Beitrag beleuchtet die wachsende Bedeutung von Städten in der globalen Politik und die Notwendigkeit einer 'Urban Diplomacy'. Christoph Zöpel, ein ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt, wird als prägende Persönlichkeit vorgestellt, die die Rolle der Städte als Orte der Freiheit und Möglichkeiten betont. Der Text diskutiert die Herausforderungen und Chancen, die mit der Urbanisierung einhergehen, und die Bedeutung des lokalen Handelns in einer globalisierten Welt. Besonders hervorgehoben wird die Rolle von Städten als Akteure in der internationalen Politik und die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Kommunen und nationalen Regierungen. Der Beitrag bietet einen tiefgehenden Einblick in die politischen und sozialen Dynamiken, die die Zukunft der Städte prägen, und regt zum Nachdenken über die Bedeutung von Städten in der globalen Politik an.KI-Generiert
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ZusammenfassungChristoph Zöpel ist sein prüfendes Lächeln ins Gesicht geschrieben. Es empfängt mich jeden Morgen, wenn ich mein Büro im Auswärtigen Amt betrete. Sein Porträt hängt direkt neben meiner Bürotür, auf dem Flur der Staatsminister, neben all denen, die vor mir da waren: Ralf Dahrendorf etwa, Hildegard-Hamm Brücher und Hans-Jürgen Wischnewski. -
Für ein starkes, souveränes und solidarisches Europa – gerade jetzt
Achim PostDer Beitrag untersucht die Bedeutung und die aktuellen Herausforderungen der europäischen Einigung. Es wird betont, dass die europäische Integration trotz Wirtschaftskrisen, Flüchtlingskrisen und politischer Spannungen weiterhin von zentraler Bedeutung ist. Der Text analysiert die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und die daraus resultierenden Herausforderungen für den Zusammenhalt der EU. Es werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, um die europäische Souveränität und Solidarität zu stärken, darunter ein koordiniertes Krisenmanagement, politische und wirtschaftliche Solidarität sowie eine gemeinsame Strategie zur Stärkung der Wirtschaft und Beschäftigung. Der Autor betont die Notwendigkeit, die Handlungsfähigkeit Europas zu stärken und die Abhängigkeiten von anderen Staaten und Weltregionen zu reduzieren. Zudem wird die Bedeutung praktischer Integrationsfortschritte und flexibler Koalitionen integrationswilliger Staaten hervorgehoben. Der Beitrag schließt mit einem Appell, die Zukunft Europas aktiv zu gestalten und die europäische Einheit zu verteidigen und zu stärken.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie europäische Einigung gründet auf einer geradezu phantastischen Idee: Der Überzeugung das Gegeneinander der Nationen in einem politischen Zusammenschluss neuer Art zu überwinden. Einem Zusammenschluss, der über Züge eigener Staatlichkeit verfügt. Der Freiheit, Demokratie, wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Partnerschaft über nationale Grenzen hinweg ermöglicht und letztlich den Nationalstaat in eine transnationale Demokratie einbettet. -
Die Metropolen und Ballungsräume in Polen
Zwischen den Handlungsformen der Kooperation und der Neuorganisation der kommunalen Selbstverwaltung Irena LipowiczDer Beitrag beleuchtet die komplexe Struktur und Verwaltung von Metropolen und Agglomerationen in Polen. Besonders hervorgehoben wird die polyzentrische Struktur des Landes, die eine effiziente Verwaltungsorganisation ermöglicht. Die kommunale Selbstverwaltungsreform von 1990 und 1998 hat eine einheitliche und klare Struktur der Gemeinden, Kreise und Woiwodschaften geschaffen, jedoch die speziellen Bedürfnisse der Großstädte weitgehend ignoriert. Die Handlungsformen, die den Metropolen zur Verfügung gestellt wurden, waren zunächst ausreichend, wurden jedoch als mangelhaft erkannt. Die Notwendigkeit einer gesetzlichen Grundlage für Metropolen wie die schlesische und die Drei-Städte-Metropole wird betont. Verschiedene Modelle der Metropolverwaltung, wie das kooperative Modell und das einheitliche Modell, werden diskutiert. Das kooperative Modell ermöglicht eine flexible Zusammenarbeit, während das einheitliche Modell eine zentralistische Struktur und eine starke Verwaltung vorsieht. Die Herausforderungen der Modernisierung der Verwaltung und die Rolle des europäischen Rechts bei der Bewältigung des konzeptionellen Chaos werden ebenfalls thematisiert. Der Beitrag hebt die Bedeutung einer klaren rechtlichen und institutionellen Rahmens für die Entwicklung der Metropolen hervor und betont die Notwendigkeit einer umfassenden gesetzlichen Regelung.KI-Generiert
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ZusammenfassungEine polyzentrische Struktur des Landes bedeutet eine positive Voraussetzung für die effiziente Verwaltungsorganisation. Polen gehört zu den Staaten, die nicht von einer Metropole – meistens der Hauptstadt – dominiert wurden (Sikora 2018, S. 316–318) In zwölf Großstädten und in drei Agglomerationen (in Warschau und ihrer Umgebung, in Danzigs Metropole und im Ballungsgebiet um Kattowitz) ist eine harmonische Entwicklung zwar möglich, sie braucht aber einen modernen rechtlichen und institutionellen Rahmen. Bei der Durchsetzung der kommunalen Selbstverwaltungsreform, die in zwei Etappen in den Jahren 1990 und 1998 erfolgte, konzentrierte man sich auf eine einheitliche, klare, demokratisch legitimierte Struktur der Gemeinden, Kreise und Wojewodschaften und ihren bedeutenden Aufgabenbereich (Ofiarska 2018). -
The Notion of Migration in Amman
New Perspective in Perceiving Heterogeneous Communities Maram Tawil, Lubna AlawnehDas Kapitel untersucht die Notion der Migration in Amman und wie diese die soziale und wirtschaftliche Struktur der Stadt beeinflusst. Amman hat eine lange Geschichte der Aufnahme von Migranten, insbesondere Flüchtlingen, und hat sich durch verschiedene politische Konflikte und Kriege stark verändert. Die Studie konzentriert sich auf das Viertel Jabal Al-Hussein, das eine reiche Geschichte und eine dynamische Struktur aufweist. Es wird untersucht, wie verschiedene Migrantengruppen in diesem Viertel co-existieren und sich anpassen. Besonders interessant ist die Analyse der sozialen und wirtschaftlichen Implikationen der Migration, einschließlich der Integration von Flüchtlingen und der Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt. Die Studie schlägt innovative Strategien vor, um die Herausforderungen der Migration zu bewältigen und eine harmonische Co-Existenz zu fördern. Dies beinhaltet die Entwicklung neuer Arbeitsmöglichkeiten, die Nutzung von Technologie und die Schaffung flexibler Netzwerke. Die Ergebnisse zeigen die Bereitschaft der lokalen Gemeinschaft, Migranten zu integrieren und zu akzeptieren, und betonen die Notwendigkeit neuer Ansätze in der Stadtplanung, um den sich ständig verändernden Bedingungen gerecht zu werden.KI-Generiert
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AbstractCities are always growing and developing, leading to dynamics in most of its attributes. One of the most influential phenomena for cities is the change in its social structure that may not always be predicted or planned; an example of sudden growth is migration. This phenomenon can be reflected back to many factors (like economic or political ones), and can also have different user typologies (like internal or external migrants). -
Historische Stadtkerne im goldenen Ring, Russland
Gedanken und Erfahrungen aus einer anderen Zeit Friedrich WoltersDer Fachbeitrag behandelt die Erfahrungen und Gedanken einer Delegation aus Nordrhein-Westfalen während einer Reise nach Russland im Jahr 1992. Die Delegation, bestehend aus Vertretern der Landesregierung, Stadtdirektoren und Architekten, reiste nach Moskau und weiter in Städte wie Pskow, Twer, Torshok und Kaschin, um historische Stadtkerne im goldenen Ring zu erforschen. Die Zusammenarbeit mit russischen Planern und die Begegnung mit der russischen Kultur und Geschichte stehen im Mittelpunkt. Besonders hervorgehoben wird die Zusammenarbeit mit Anatoli I. Winogradow, einem renommierten russischen Architekten, der die Delegation begleitete. Die Erfahrungen und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit russischen Planungsbüros und die kulturellen Unterschiede werden detailliert beschrieben. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die politischen und kulturellen Veränderungen in Russland während der 90er Jahre und die Bedeutung der deutsch-russischen Zusammenarbeit in der Stadtplanung. Die Arbeiten der deutschen Büros in verschiedenen russischen Städten und die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der historischen Stadtkerne in Russland werden ebenfalls thematisiert. Der Fachbeitrag zeichnet sich durch seine umfassende Darstellung der historischen und kulturellen Kontexte sowie die detaillierten Beschreibungen der Zusammenarbeit aus, was ihn zu einer wertvollen Lektüre für Fachleute in den Bereichen Stadtplanung und Architektur macht.KI-Generiert
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ZusammenfassungEs war 1992, die Zeit der Umbrüche in Russland. Wir reisten mit einer Delegation der Landesregierung NRW nach Moskau in ein fremdes Land. Beschirmt und beschützt und geleitet. Staatssekretär, Ministerialbeamte, ein Stadtdirektor als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne und zwei Vertreter einigermaßen freier Architektur- und Stadtplanungsbüros.
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- Titel
- Zukunft denken und verantworten
- Herausgegeben von
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Wolfgang Roters
Horst Gräf
Hellmut Wollmann
- Copyright-Jahr
- 2023
- Electronic ISBN
- 978-3-658-41039-1
- Print ISBN
- 978-3-658-41038-4
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-41039-1
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