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Über dieses Buch

Namhafte Gesundheitsexpertinnen und -experten aus Wissenschaft und Praxis skizzieren künftige Entwicklungen im österreichischen Gesundheitssektor. Der engagierte und positive Blick auf die Zukunft der Gesundheit und des Gesundheitssystems liefert eine Vielfalt an Ideen für neue Strategien, Maßnahmen und Methoden. Anlässlich eines Zukunftskongresses, initiiert von der Oberösterreichischen Gebiets¬krankenkasse gemeinsam mit dem Institut für Organisation und globale Manage¬mentstudien der Johannes Kepler Universität Linz, haben entscheidende Persönlichkei¬ten und Organisationen des Gesundheitsbereichs ihre Zukunftsentwürfe verglichen und Beiträge für dieses Buch geliefert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

ZUKÜNFTE

Frontmatter

1. Im Reigen von Staat, Profession, Markt und Gemeinschaft: Institutionelle Logiken als Change- Agents im Gesundheitssektor

Verletzungen der physischen und psychischen Integrität sind unmittelbare, intime Erfahrungen — höchst persönlich und unhintergehbar real. Dennoch ist die körperliche und mentale Unversehrtheit keine bloß private Angelegenheit des Individuums. Gesundheit hängt vom sozialen Beziehungsnetzwerk, in das die Person eingebettet ist, ebenso ab wie von den aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Mens sana in corpore sano. Der gesunde Geist im gesunden Körper schwebt als klassisches Ideal hoch über den Dingen, scheinbar unberührt von gesellschaftspolitischer Dynamik. In der täglichen Arbeit im und am Gesundheitssystem aber werden der menschliche Körper und Geist zum umkämpften Territorium, auf dem Interessen kollidieren.
Robert M. Bauer

2. Komplexe Mehrebenensysteme zukunftsorientiert ausrichten und steuern

Von der Gesundheits-Verwaltung zum Gesundheits-Management
Das österreichische Gesundheitssystem umfasst über ein Zehntel der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung, aller Arbeitsplätze und erbringt höchst individualisierte Dienstleistungen für die gesamte Bevölkerung.
Andrea Wesenauer

3. Fortschritt, Innovation und Gesundheit

Ein Essay anlässlich des Zukunftskongresses 2013 der OÖ Gebietskrankenkasse
Neulich an dem Tag nach einem Geschäftsessen: Die Betreuungs-App vom Hausarzt, wo der Schweißsensor auf meinem Smart-Phone den Rest-Alkohol-Gehalt im Blut am Tag danach bestimmt, sperrt logischer Weise das Auto und auch die Kreditkarte auch selektiv für alle Weinläden. Ein solches Ausmaß an Kontrolle wird - und darf es nicht geben. Vielleicht wäre das aber etwas für George Orwell, wenn er heute seine Bücher schreiben würde.
Helmut Brand

3. Zukunft. Facette Gesundheit

Themenwahl und Priorisierung von Zukunftsthemen
Wir beschäftigen uns jeden Tag mit der Zukunft. Planung für das Wochenende, der Traum vom Einfamilienhaus, vielleicht auch die Entwicklung eines Fremdwährungskredits sind Bestandteile des Alltags. Wissenschaftliche Zukunftsforschung stützt sich auf Daten und Analysen. Dieser Beitrag zum vorliegenden Band „Zukunft. Facette Gesundheit“ soll die mögliche Themenwahl und Priorisierung von Zukunftsthemen für die Gesundheit erklären und kann ein Stück weit auch die Zusammenstellung der Beiträge in diesem vorliegenden Band begründen.
Werner Bencic

STRATEGIEN

Frontmatter

4. Sozialversicherung in der Zukunft

Alternde Gesellschaften, Zunahme an chronischen Erkrankungen, unsichere Lebenswege und zurückgehende Geburten üben einen ständigen Druck auf die Sozial- und Gesundheitssysteme der europäischen Länder aus. Die Finanzierbarkeit wird in einem Umfeld wirtschaftlicher Unsicherheit zunehmend zu einer Herausforderung für Politik und Verwaltung. Aber „soziale Sicherheit ist die verlässlichste Grundlage unserer Demokratie“. Mit diesem Zitat von Johannes Böhm möchte ich ein klares Bekenntnis für die Gegenwart und Zukunft der Sozialversicherung abgeben.
Josef Probst

5. Gesundheitsziele, Gesundheitsförderung und Prävention für die Zukunft

Eine Gesundheitspolitik, die den Schwerpunkt auf die Stärkung von Gesundheitspotentialen und in einer Reduktion von gesundheitlichen Belastungen sieht, wurde in den letzten Jahren in unterschiedlichen strategischen Dokumenten in Österreich verankert und auf eine breite politische Basis gestellt. Wenngleich Gesundheitspolitik in Österreich noch immer primär auf Krankenversorgung fokussiert, und vor dem Hintergrund der Finanzierung sowie von Defiziten des Versorgungssystems diskutiert wird, gibt es dennoch vielversprechende Ansätze die Gesundheitsorientierung in Österreich zu stärken. Die Entwicklung der Gesundheitsförderung in Österreich war bisher geprägt durch die föderalen Strukturen und die starke Zergliederung der Zuständigkeiten auf eine Vielzahl von politischen Entscheidungsträgern und Institutionen.
Stefan Spitzbart

6. Reformpotenziale im primären Versorgungsbereich des österreichischen Gesundheitssystems

Nach einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf scheint es so, als ob sich die Primärversorgung in Österreich in der Aufwachphase befindet. Wachgeküsst wurde sie durch die Gesundheitsreform 2013, in der zum ersten Mal nicht die stationäre Hochleistungsmedizin dominiert, sondern eine Primärversorgung - „Primary Health Care“ - flächendeckend umgesetzt und die richtigen Leistung, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, mit der optimalen medizinischen und pflegerischen Qualität, gesamtwirtschaftlich möglichst kostengünstig am „Best Point of Service“ erbracht werden soll. Papier ist bekanntlich geduldig, aber erstmalig in der Geschichte haben sich Bund, Land und Sozialversicherung vertraglich gebunden, den Worten auch Taten folgen zu lassen.
Martin Sprenger

7. Zukunft: Langzeitpflege

Menschen leben immer länger. Der demografische Wandel geht einher mit einer Zunahme chronischer Krankheiten und Pflegedürftigkeit. Damit wächst auch die Anzahl der (älteren) Menschen, die Langzeitpflege und Hilfe benötigen. Die meisten von ihnen leben übrigens zu Hause, nur ein kleiner Teil in stationären Pflegeeinrichtungen. Dies alles sind Tendenzen, auf die das Gesundheits- und Sozialsystem reagieren muss, um die betroffenen Menschen angemessen zu versorgen. Aufgrund dieser Entwicklungen hat sich die Langzeitpflege in den letzten 25 Jahren als eigenständiges Sozialpolitikfeld herausgebildet. Insbesondere wurde der wachsenden Bedeutung dieses Sektors in den letzten 20 Jahren durch die Einführung des Pflegegeldes Rechnung getragen.
Monika Wild

FUNDAMENTE

Frontmatter

8. Gesundheitliche Chancengerechtigkeit

Im 19. Jahrhundert war die Tuberkulose wegen der in Wien besonders hohen Inzidenzrate als „Wiener Krankheit“ bekannt. Die Tuberkulose galt als typische „Proletarierkrankheit“ – so lag die Sterberate bei TBC Anfang des 20. Jahrhunderts im Arbeiterbezirk Favoriten fast sechs Mal höher (63,3/1.000 Einwohner/innen) als im „reichen“ 1. Bezirk (11,4 Promille). Ab 1919 wurden in Wien intensive Maßnahmen zur Bekämpfung der Tuberkulose gesetzt. Innerhalb einer Dekade gelang es die Todesfälle an TBC massiv zu senken (von 35 % im Jahr 1884 auf 13,4 % im Jahr 1923, 9,3 % im Jahr 1932). Ausschlaggebend dafür waren neben einer verbesserten Früherkennung vor allem sozialpolitische Maßnahmen, insbesondere die Verbesserung der Wohn- und Arbeitsbedingungen.
Sabine Haas, Georg Ziniel

9. Gesundheitskompetenz – ein vielversprechender Driver für die Gestaltung der Zukunft des österreichischen Gesundheitssystems

In diesem Buch geht es um die Zukunft der Gesundheit und des Gesundheitssystems in Österreich vor dem Hintergrund globaler Entwicklungen, die auf Österreich und sein Gesundheitssystem einwirken. In diesem Kapitel des Buches soll erörtert werden was das Konzept der Gesundheitskompetenz, das derzeit ausgehend von den USA auch in Europa und Asien und insbesondere auch in Österreich in der Gesundheitspolitik eine Hochkonjunktur erlebt, zum Verständnis und zur Gestaltung künftiger Entwicklungen leisten kann. Die Überschneidungen und Wechselwirkungen mit den Themen anderer Kapitel, wie Chancengleichheit, Gesundheitsberichterstattung, IT und Steuerung sollen dabei zu mindestens angedeutet werden.
Jürgen M. Pelikan

METHODEN

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10. Versorgungsforschung als Methode der Problemdefinition und Evaluation

Versorgungsforschung stellt neben der Grundlagen-, der translationalen und der klinisch-evaluativen Forschung die vierte Stufe des Innovationstransfers in der Gesundheitsversorgung dar. Gleichzeitig bildet die Versorgungsforschung in vielen Fällen die erste Stufe einer Problemdefinition, indem sie in der Versorgung relevante Fragestellungen definiert, beschreibt, operationalisierbar macht, untersucht und eventuell für die anderen Forschungsebenen aufbereitet. Die Versorgungsforschung ist durch Ergebnisorientierung, Multidisziplinarität und –professionalität sowie durch Patientenorientierung charakterisiert. Ihr Gegenstand besteht in der Beschreibung und Analyse der Kontextfaktoren der Gesundheitsleistung, die zusammen die gesamte Versorgungsleistung ergeben.
Matthias Schrappe

11. Aktuelle Trends und mögliche Weiterentwicklungen der Gesundheitsberichterstattung in Österreich

Um die künftigen Entwicklungen der Gesundheitsberichterstattung (GBE) erläutern zu können, soll in einem ersten Schritt der aktuelle Stand der GBE beschrieben werden. Dabei wird vor allem auch auf die Entwicklung, Ziele beziehungsweise Aufgaben, die Zielgruppen und die Datengrundlagen näher eingegangen.
Markus Peböck

12. Performancemessung von und in Gesundheitssystemen

Die Messung der Leistungsfähigkeit (oder Performance) eines öffentlichen Sektors, in diesem Fall des Gesundheitssektors, sowie die Einordnung in einen internationalen Kontext stellt von jeher eine wichtige Arbeit aufgrund des nicht unbeträchtlichen Mitteleinsatzes, aber auch eine Herausforderung an Wissenschaft und Forschung dar. Gründe dafür finden sich einerseits in der großen Komplexität von Gesundheitssystemen sowie der Vielzahl der länderspezifisch unterschiedlichen Ausgestaltungen und der verschieden einflussreichen Stakeholder.
Thomas Czypionka, Clemens Sigl

Backmatter

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