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Über dieses Buch

Wo bislang eine schwimmende Eisschicht das Meer der Arktis zwischen Sibirien, Alaska, Kanada, Grönland und dem Norden Skandinaviens ganzjährig bedeckte, werden sich in absehbarer Zukunft neue Seewege für den Welthandel öffnen und der Zugriff auf bislang unerreichbare Bodenschätze unter dem Meeresgrund möglich sein. Diese Perspektiven haben eine Debatte darüber ausgelöst, ob der Klimawandel im Hohen Norden nicht nur ökologische, sondern auch brisante politische Folgen mit sich bringen wird: Droht ein Konflikt der arktischen Küstenstaaten um Territorien und Schürfrechte? Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Gefahr eskalierender Spannungen zwischen den Anrainern aus verschiedenen Gründen wesentlich geringer ist, als oftmals in der öffentlichen Diskussion vermutet wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Naturraum und Geschichte der Arktis

Zusammenfassung
Die Arktis besteht überwiegend aus Seegebiet. Ihre Entdeckung und Kartierung dauerte mehrere Jahrhunderte. Acht Staaten sind geografisch arktisch, jedoch nur fünf von ihnen haben als Küstenstaaten des Nordpolarmeeres direkten Zugang zur zentralen Arktisregion.
Golo M. Bartsch

2. Der arktische Klimawandel

Zusammenfassung
In der Arktis schreitet der Klimawandel doppelt so schnell und doppelt so intensiv wie an anderen Orten der Welt voran. Vermutlich bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts wird das Polarmeer im Sommer annähernd eisfrei sein.
Golo M. Bartsch

3. Vom Ende der Welt zum Fokus der Aufmerksamkeit: Unser Bild von der Arktis in Medien und Wissenschaft

Zusammenfassung
Die tauende Arktis liefert scheinbar besten Stoff für einen regelrechten Politkrimi. In der öffentlichen Wahrnehmung der internationalen Arktispolitik führt dies bisweilen zu Verzerrungen. Vier Fragen zur politischen Zukunft der Region stellen sich.
Golo M. Bartsch

4. Kein neuer Goldrausch: Die Ressourcen der Arktis und ihre wirtschaftliche Nutzbarkeit

Zusammenfassung
Die Arktis ist vermutlich reich an verschiedenen begehrten Ressourcen. Ihre rentable Nutzbarkeit ist jedoch nicht vorprogrammiert, sondern abhängig von weltwirtschaftlichen Entwicklungen. Der hohe Erschließungsaufwand stimuliert bislang statt etwaiger Konflikte viel eher die Bereitschaft der Interessenten zur Kooperation.
Golo M. Bartsch

5. Kein rechtsfreier Raum: Die Institutionalisierung der Arktis

Zusammenfassung
Seerecht, Arktischer Rat und eine Vielzahl von Einzelabkommen regeln territoriale Ansprüche und menschliche Aktivität in der Arktis verbindlich und bisher erfolgreich.
Golo M. Bartsch

6. Keine offensive Militarisierung: Die Streitkräftepräsenz der Anrainerstaaten in der Arktis

Zusammenfassung
Die militärische Präsenz der Küstenstaaten in der Arktis hat seit der Jahrtausendwende wieder zugenommen. Verstärkte Präsenz heißt aber nicht gleich Aggression. Vier Aspekte relativieren ihre Bedeutung.
Golo M. Bartsch

7. Vom Partner zum Unsicherheitsfaktor? Russische Arktispolitik in Zeiten der Ukraine-Krise

Zusammenfassung
Die russische Arktispolitik vermengt wirtschaftliches Kooperationsbedürfnis mit nationalistischer Symbolpolitik. Die Gefahr einer russischen Aggression in der Arktis ist gleichwohl gering.
Golo M. Bartsch

8. Zukunftsperspektiven für die Arktis

Zusammenfassung
Eisrückgang und globale Rohstoffpreise werden weiterhin das Interesse an der Arktis unmittelbar bestimmen. Politisch ist die Region jedoch stabil. Die Institutionen der Arktis sind in der Lage, die menschliche Aktivität vor Ort friedlich und verbindlich zu regeln. Der Klimawandel wird den arktischen Naturraum tiefgreifend und wahrscheinlich unumkehrbar verändern.
Golo M. Bartsch

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