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Über dieses Buch

Das Fachbuch konzentriert sich auf die Zukunft des Kompetenzmanagements. Technologische Veränderungen sorgen für einen stetigen Wandel unserer Arbeitswelt. Sie stellen veränderte Anforderungen an Beschäftigte ebenso wie an den betrieblichen Umgang mit deren Fähigkeiten und Fertigkeiten. Gleichzeitig bieten sie neue Potentiale für die Erhöhung der Effektivität und Effizienz der Diagnose- und Steuerungsaufgaben des Kompetenzmanagements. Anhand anschaulicher Fallbeispiele werden sich ändernde Kompetenzprofile in den Bereichen der Spitzentechnologien, Hafenwirtschaft, Logistik sowie der Maschinen- und Dienstleistungsbranche aufgezeigt. Strategien zur Identifikation der neuen Kompetenzbedarfe und der Virtualisierung der Lernumgebungen werden diskutiert, Managementansätze zur digitalen Kompetenzentwicklung unter Berücksichtigung wachsender Flexibilitäts- und Individualisierungsanforderungen vorgestellt. Durch die Einbindung in reale betriebliche Projekte sind die Inhalte nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern entfalten ebenso hohe praktische Relevanz.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Zukünftige Technologien und bedarfsgerechtes Kompetenzmanagement – Herausforderungen und Potenziale

Zusammenfassung
Die fortschreitende Digitalisierung, der demografische Wandel und der damit einhergehende Mangel an Fachkräften, die benötigt werden, um flexibel und erfolgreich auf die sich stetig veränderten Anforderungen in allen Bereichen unseres Lebens zu reagieren, stehen im Fokus des aktuellen Diskurses in Politik und Wirtschaft. Das Zusammenspiel der Faktoren Mensch, Technik und Organisation wird einmal mehr zum Stellhebel unternehmerischen Erfolges und gesellschaftlicher Teilhabe. Auf der Suche nach Bewältigungsstrategien wird betriebliches Kompetenzmanagement zum Instrument für den erfolgreichen Umgang mit Veränderung. Dieses einführende Kapitel legt dar, welche Bedeutung Kompetenzmanagement im Kontext der Digitalisierung und der gesellschaftlichen Entwicklung für Deutschland hat und welche relevanten Forschungsthemen sich heraus ergeben.
Yvonne Heim, Tobias Sanders, Angelika C. Bullinger-Hoffmann

Kapitel 2. Zur Zukunft des Kompetenzmanagements

Zusammenfassung
Neue digitale Entwicklungen, wie Cloud Computing, Big Data oder webbasierte Software verändern unsere Arbeit grundlegend. Dies und der zeitgleiche Wandel der Arbeitsumwelt, wie er im demografischen Wandel und dem fortschreitenden Fachkräftemangel deutlich wird, machen es notwendig, Weiterbildung im betrieblichen Kontext neu zu denken. Dabei kommt dem Kompetenzmanagement eine erhebliche Bedeutung zu, da es nicht wie klassische Weiterbildung das bloße Erreichen curricularer Lernziele zum Gegenstand hat, sondern auf eine Bildung von Handlungsfähigkeit abzielt, die durch die Beschäftigten abstrahiert und in divergierenden Situationen eingesetzt werden kann. Diese neue Form von Handlungsfähigkeit ist gerade unter dem Eindruck der Entwicklung hin zur Arbeit 4.0 von Bedeutung, in der sich technologische Ressourcen und organisationale Bedingungen rasch wandeln.
Annegret Melzer, Yvonne Heim, Tobias Sanders, Angelika C. Bullinger-Hoffmann

Kompetenzbedarfe analysieren und antizipieren

Frontmatter

Kapitel 3. Identifikation von Kompetenzbedarfen in Spitzentechnologien

Zusammenfassung
Spitzentechnologie als Technik, die dem aktuellen technologischen Entwicklungsstand entspricht, gilt als Beschäftigungsfeld mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften. Allerdings ist das nicht garantiert. Um ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu halten, sind Betriebe in diesem Bereich fortwährend auf sehr gut qualifiziertes Personal angewiesen. Sie sind gefordert, Investitionen in den kontinuierlichen Aus- und Aufbau von Kompetenzen ihrer Fachkräfte zu tätigen. Um eine erfolgsgerechte Kompetenzentwicklung voranzutreiben, ist zuvor eine Identifikation der erforderlichen Bedarfe geboten. Am Beispiel des Clusters Optik Berlin-Brandenburg wird mittels eines mehrstufigen und kombinierten Vorgehens mit qualitativer und quantitativer Datenbasis untersucht, welche Kompetenzen bei den Beschäftigten wesentlich sind, um mit den Anforderungen an die sich stetig weiterentwickelnden Spitzentechnologien Schritt zu halten.
Franziska Scheier, Florian Schramm, Stephan Duschek, Wiebke Kannenberg, Christian Gärtner

Kapitel 4. Identifikation von Kompetenzbedarfen für den Hafen der Zukunft

Zusammenfassung
Die Digitalisierung der Arbeitswelt sowie der demografische Wandel stellen zwei Entwicklungen dar, die erhebliche Herausforderungen für das betriebliche Kompetenzmanagement mit sich bringen. Um für den Hafen der Zukunft das vorhandene Know-how zu erhalten und es gleichzeitig an neu auszubildende Fachkräfte weiterzugeben, sind adäquate Strategien zur innovativen und auf individuelle Bedarfe zugeschnittenen Kompetenzentwicklung in den Betrieben notwendig. Im Vorhaben „Arbeitsprozessbezogene Kompetenzentwicklung für den Hafen der Zukunft“ (ArKoH) wird ein Ansatz zur Identifikation der Kompetenzen für zwei typische Arbeitsprozesse im Hafen durch ein Serious Game erprobt und evaluiert.
Daniela Ahrens, Sven Schulte

Kapitel 5. Voraussetzungen der erfolgreichen Implementierung von Kompetenzmanagement in KMU

Zusammenfassung
Dieses Kapitel verdeutlicht das Potenzial eines betrieblichen Kompetenzmanagements für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einer von steigenden Anforderungen und disruptivem Wandel geprägten Arbeitswelt. Dargestellt werden die Rolle von Kompetenzmodellen zur Verzahnung von Management und Kompetenzentwicklung sowie deren betriebsspezifische Anpassung, vor allem an die Sozialordnung des Unternehmens. Hierbei werden sowohl der Implementierungskontext als auch der Implementierungsprozess in den Blick genommen. Prozessgestaltende Kriterien wurden im Rahmen des Projektes 4C4Learn speziell für KMU empirisch erhoben.
Nicole Sprafke, Saskia Hohagen, Mara Erlinghagen, Alexander Nolte, Philipp Wenig, Andreas Zechmann, Uta Wilkens, Heiner Minssen, Thomas Andreas Herrmann

Kapitel 6. Kompetenzmanagement in der Dienstleistungs- und Maschinenbaubranche – ein Status quo

Zusammenfassung
Die Fähigkeiten des Einzelnen zum selbstständigen, kreativen Handeln werden zum wesentlichen Kriterium für die Sicherung des unternehmerischen Erfolgs. Die veränderten Anforderungen, die damit an die Beschäftigten gestellt werden, erfordern neue Formen des Lernens und der Kompetenzentwicklung. Im Verbundprojekt KM3 wurde unter dieser Zielstellung ein Ansatz zur bedarfsgerechten Entwicklung eines Kompetenzmanagementprozesses erarbeitet. Es wird explorativ beantwortet, welche Bedeutung Lernen und Weiterbildung in den befragten Unternehmen haben, wie Weiterbildungsprozesse in den untersuchten Unternehmen strukturiert sind und welche Methoden zum Kompetenzmanagement bereits genutzt werden. Diese Ergebnisse werden im Rahmen einer empirischen Analyse zu einer Typologie verdichtet, wodurch letztlich beschrieben werden kann, wie verschiedene Lernkulturen sowie die Gestaltung von Weiterbildungs- und Kompetenzmanagementprozessen divergieren.
Tobias Sanders, Yvonne Heim, Annegret Melzer, Angelika C. Bullinger-Hoffmann

Kapitel 7. Identifikation zukünftiger Kompetenzbedarfe in der Logistik

Zusammenfassung
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die zukünftigen Kompetenzbedarfe in der operativen Logistik, die durch die organisatorischen und technologischen Innovationen im Kontext der Industrie 4.0 entstehen. Damit die Beschäftigten auf die Änderungen im Betriebsablauf in technischer, aber auch in sozialer Hinsicht adäquat vorbereitet werden können, ist es essenziell, zukünftige Kompetenzbedarfe frühzeitig zu identifizieren und proaktiv in die betriebliche Weiterbildung zu integrieren. Das domänenspezifische ABEKO-Kompetenzmodell erfasst gegenwärtige sowie zukünftige Anforderungen der Arbeitswelt 4.0 an die Beschäftigten in der operativen Logistik und ermöglicht eine systematische Ableitung notwendiger Entwicklungsbedarfe.
Tobias Hegmanns, Natalia Straub, Sandra Kaczmarek, Dominik May, Monika Radtke, Tobias Haertel, Daniel Neubauer

Kompetenzen technikbasiert managen – aktuelle Anwendungsfälle

Frontmatter

Kapitel 8. Kompetenzmanagement im Spannungsfeld von Kooperation und Wettbewerb

Zusammenfassung
In Wirtschaftsclustern buhlen Unternehmen, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen oftmals um dieselben Fachkräfte. Fachkräftemangel und alternde Belegschaften verschärfen diese Situation. Dieser doppelten Herausforderung – Konkurrenz um Fachkräfte und demografischer Wandel – kann durch ein demografiesensibles Kompetenzmanagement in Clustern begegnet werden. Insbesondere bedarf es neuer Anreiz- und Koordinationsmechanismen, die einen Transfer von explizitem sowie implizitem Wissen auf verschiedenen Ebenen des Clusters fördern und auf diese Weise die Entwicklung von Fachkräften begünstigen.
Stephan Duschek, Christian Gärtner, Wiebke Kannenberg, Florian Schramm, Franziska Scheier

Kapitel 9. Serious Gaming als Instrument zur Kompetenzentwicklung für Hafenfachkräfte

Zusammenfassung
Herausforderungen des „Hafens der Zukunft“ sind die Implementierung vernetzter Technologien der Industrie 4.0 bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Beide Trends verändern die Kompetenzprofile der Hafenarbeiter nachhaltig. In dem Kapitel wird zunächst eine Szenarioanalyse vorgestellt, mit der die Veränderungen auf die Hafenumwelt beschrieben und deren Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation abgeschätzt werden konnten. Aus vier möglichen Szenarien wurde der „Smart Port“ als am wahrscheinlichsten identifiziert. Den Herausforderungen wird dabei durch effiziente Prozesse, integrierte Informationstechnik sowie geschulte Hafenmitarbeiter/-innen, die sich durch Prozessverständnis und einen kompetenten Umgang mit Informationssystemen auszeichnen, begegnet. Hauptaugenmerk liegt auf dem Serious Gaming als Instrument zur Kompetenzentwicklung für Hafenfachkräfte. Potenziale des Ansatzes werden anhand des ArKoH-Hafenspiels dargestellt.
Heiko Duin, Christian Gorldt, Klaus-Dieter Thoben

Kapitel 10. Nachhaltige Implementierung betrieblicher Kompetenzmodelle in KMU durch Unternehmenscoaching und Softwareintegration

Zusammenfassung
Das Kapitel baut auf den in diesem Band dargestellten, spezifischen Kriterien eines Kompetenzmanagements in KMU auf (Kap. 5). Dargestellt wird die Implementierung eines softwareeingebetteten Kompetenzmanagements für KMU im Rahmen des Projektes 4C4Learn. Besondere Betrachtung findet dabei die Umsetzung als begleitendes Unternehmenscoaching, die Ausrichtung an wertschöpfungsrelevanten Prozessen sowie die Bedeutung organisationaler Rahmenbedingungen. Die Erfahrungen und Lessons Learned aus dem Einsatz verschiedener Instrumente werden kritisch reflektiert.
Nicole Sprafke, Saskia Hohagen, Alexander Nolte, Philipp Wenig, Andreas Zechmann, Mara Erlinghagen, Uta Wilkens, Thomas Andreas Herrmann, Heiner Minssen

Kapitel 11. Modulares Kompetenzmanagement – prozessuale und softwaregestützte Einführung und Umsetzung strategischen Kompetenzmanagements

Zusammenfassung
Im Vergleich zu großen Unternehmen haben KMU oft Schwierigkeiten, die Ressourcen aufzubringen, die bei der Einführung von digitalem Kompetenzmanagement notwendig sind. Ausschlaggebend dafür ist die Ausrichtung der bislang am Markt vertretenen Kompetenzmanagement-Tools, die als Prinziplösungen ausgelegt sind, also hochgradig standardisiert und äußerst umfangreich im Funktionsumfang. In diesem Kapitel wird das modulare und digitale Kompetenzmanagementsystem KM3 vorgestellt, mit dem es einerseits möglich ist, Kompetenzmanagement angepasst auf die Bedürfnisse des Unternehmens zuzuschneiden, andererseits von den Vorteilen standardisierter Vorgehensmodelle zu profitieren.
Annegret Melzer, Tobias Sanders, Yvonne Heim, Angelika C. Bullinger-Hoffmann

Kapitel 12. Kompetenzmanagement in der Logistik der Zukunft – ein Umsetzungsbeispiel von der Modellierung und Diagnostik zur unternehmensspezifischen und individuellen Kompetenzentwicklung

Zusammenfassung
Das Kapitel beschreibt die Umsetzung des Kompetenzmanagements in der Logistik mithilfe des ABEKO-Kompetenzmanagement-Assistenzsystems anhand des Anwendungsfalls „Distributionslager für Ersatzteile“. Nach einer Einführung zum betrieblichen Kompetenzmanagement und den Herausforderungen in der operativen Logistik im Kontext der Industrie 4.0 werden der Aufbau und die Funktionalität der einzelnen Systemmodule erläutert. Im Modul „Kompetenzmodellierung“ wird der ABEKO-Kompetenzkatalog fokussiert. Während im Modul „Kompetenz-Gap-Analyse“ die Methoden der Kompetenzdiagnostik dargelegt werden, widmet sich das Modul „Kompetenzentwicklung“ beispielhaft demografiesensiblen Lernkonzepten sowie den Ergebnissen einer begleitenden Studie. Abschließend wird der Ansatz zur betriebsspezifischen Einführung und Nutzung des Assistenzsystems dargelegt und dessen Anwendung anhand des Unternehmensbereichs „Kommissionierung“ aufgezeigt.
Tobias Hegmanns, Natalia Straub, Sandra Kaczmarek, Birte Rudolph, Dirk Sobiech, Sören Müller, Johanna Dehler, Tobias Haertel, Dominik May, Monika Radtke, Daniel Neubauer, Adrian Möllmann, Boris Zaremba

Kompetenzmanagement und Zukunftstechnologien – der Blick nach vorn

Frontmatter

Kapitel 13. Von Kompetenzbedarfen zu Kompetenzmanagement unter Unsicherheit

Zusammenfassung
Die in den Verbundprojekten der Fokusgruppe „Zukunftstechnologien und Kompetenzbedarfe im demografischen Wandel“ entstandenen und in den vorausgegangenen Kapiteln dargestellten Ergebnisse werden in diesem Kapitel zusammengefasst und anhand der in Kap. 2 aufgeworfenen Leitfragen reflektiert. Es werden ausgewählte Dimensionen extrahiert, die es ermöglichen, die Erkenntnisse der einzelnen Forschungsbemühungen zu bündeln und hinsichtlich ihres Nutzens für ein Kompetenzmanagement der Zukunft zu bewerten.
Yvonne Heim, Tobias Sanders, Angelika C. Bullinger-Hoffmann
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