Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch liefert Ihnen Denkanstöße zur Konzipierung einer Zukunftsvision für Deutschland

Die Herausgeberin Marion Weissenberger-Eibl zeigt Ihnen in diesem Buch eine andere Zukunftsvision für Deutschland und ordnet das deutsche Innovationssystem hinsichtlich Fortschritt und Wohlstand in den europäischen Kontext ein. Ein besonderes Augenmerk legt sie dabei auf die folgenden gesellschaftlichen Bereiche, die sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet:
Resiliente Gesellschaft
Leadership
Unternehmensentwicklung
Nachhaltigkeit
Wohlstand

Durch Einzelbeiträge von maßgeblichen Experten und Expertinnen vertieft dieses Buch spezifische Facetten einer Zukunftsvision Deutschlands exemplarisch an konkreten Unternehmensbeispielen oder an branchenspezifischen Entwicklungspfaden. Die einzelnen Beiträge fußen auf Interviews und Studien über verschiedene Akteure der Wirtschaft wie:
Start-ups
Börsennotierte Unternehmen
Klein- und Mittelständische Unternehmen
Verbände
Kammern

Durch die Vielfalt der Beiträge und Autoren stößt dieser Herausgeberband einen Diskurs mit Stakeholdern an und schlägt Themen für die Entwicklung eines „gesunden“ Deutschlands vor, das sich durch Innovationskraft und Zukunftsorientierung auszeichnet. Zudem liefert Ihnen das Buch „Zukunftsvision Deutschland“ Empfehlungen für das Top-Management der Wirtschaft, die Politik und die Wissenschaft, mit denen die Zukunftsfähigkeit der hiesigen Gesellschaft gesichert werden kann.

Beleuchtung unterschiedlicher Aspekte

Als Auftakt erläutert dieses Buch, warum Deutschland überhaupt eine Zukunftsvision braucht. Daneben beleuchtet es folgende Aspekte:
Meinungsbilder der Deutschen zum Wandel in der Arbeitswelt
Strukturwandel durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz
Leadership im Wandel
Disruptives als Management-Kompetenz
Politikberatung im Kontext der Nachhaltigkeit

Von der Gegenwart erfolgreich in die Zukunft


Durch diesen thematischen Rundumschlag liefert Ihnen dieser Band Impulse für Zukunftsvisionen, welche Deutschlands Wirtschaftsakteure als Entwicklungsgrundlage für Führungs- und Unternehmensstrategien nutzen können, um so die Innovationsfähigkeit in einem immer komplexeren Umfeld, geprägt von tiefgreifenden Veränderungen, zu sichern. Das Buch „Zukunftsvisionen Deutschland“ richtet sich speziell an Praktiker und Experten folgender Bereiche:
ManagementStrategie
Personal- und Unternehmensentwicklung

Weitere Bände sind in Planung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

Der Weg in die Zukunft

Warum Deutschland eine Zukunftsvision braucht
Zusammenfassung
Der vorliegende Band bietet eine Perspektive auf das Morgen und soll einer der Bausteine sein, die die Diskussion um eine Zukunftsvision für Deutschland anstoßen. Dafür werden fünf gesellschaftliche Bereiche aus unterschiedlichen Blickrichtungen beleuchtet. Ein zentraler Schritt hin zu einem zukunftsfähigen Deutschland ist eine resiliente Gesellschaft. Die anstehenden Herausforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen erfordern auch neue Konzepte wie Leadership sowie weitere Sichtweisen auf das Thema Unternehmensentwicklung. Ebenso wichtig ist, dass sich Deutschland über Nachhaltigkeit in allen ihren Dimensionen Gedanken macht, auch – und nicht nur – um Deutschlands zukünftigen Wohlstand zu sichern. Praktikerinnen und Praktiker aus etablierten Unternehmen und Start-ups, aus kleinen und mittleren Unternehmen wie auch Großkonzernen bringen genauso ihre Erfahrungen in diesen Band ein wie Wissenschaftler aus Universität und Forschung. Das Einleitungskapitel spannt eine Klammer über die Beiträge und zielt darauf ab, Impulse zu setzen und Denkrichtungen aufzuzeigen. Dies eröffnet eine möglichst umfassende Perspektive.
Daniela Beyer, Meike Schiek, Marion A. Weissenberger-Eibl

Empirische Ergebnisse

Frontmatter

Zwischen Zukunftsangst und Zuversicht

40 Meinungsbilder der Deutschen zum Wandel der Arbeitswelt
Zusammenfassung
Nach einer kurzen Einführung in das Leistungsspektrum der zukunftsbezogenen Forschung und den Stellenwert von repräsentativen Befragungen in diesem Forschungstypus werden 40 prospektive Meinungsbilder der Deutschen zu acht thematischen Schwerpunkten vorgestellt und kurz theoriegeleitet kommentiert. Diese Themen beziehen sich vor allem auf die für viele Menschen relevanten Zukunftsfragen des Alltags der Arbeitswelt. Zukunftsbilder zur Digitalisierung der Arbeitswelt, zur Rolle von Frauen, jungen Menschen und älteren Menschen in der Arbeitswelt, zum Übergang vom Berufsleben in das nachberufliche Leben, zur Entwicklung der Arbeitszeit und der zeitlichen Flexibilisierung der Arbeitswelt, zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit, zur betrieblichen Gesundheitsförderung sowie zur berufsbezogenen Bildung. Die Auswertung der Ergebnisse der repräsentativen Befragung und die graphische Darstellung (33 Grafiken) bezieht sich vor allem auf die Meinungsbilder der unterschiedlichen Altersgruppen bzw. Generationen (Babyboomer, X, Y, Z, …). In einem kurzen abschließenden Abschnitt wird die Bedeutung der repräsentativen Erhebung von Zukunftsbildern als wichtige Grundlage für die Zukunftsgestaltung in der Wirtschaft und der Politik hervorgehoben. Die sprachliche Gestaltung des vorliegenden Beitrags erfolgt nach dem Motto: „Wissenschaftlich fundiert – allgemein verständlich formuliert.“.
Reinhold Popp, Ulrich Reinhardt

Resiliente Gesellschaft

Frontmatter

Strukturwandel durch künstliche Intelligenz – Herausforderungen und Chancen sowie der Einfluss der Rahmenbedingungen regionaler Gründungsökosysteme auf die Auswirkungen für die Gesellschaft

Zusammenfassung
Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) wurde in den vergangenen Jahren ein neuer Reifegrad der zugrunde liegenden technologischen Voraussetzungen erreicht. Diese sind zum Treiber autonomer Systeme in allen Lebensbereichen geworden und haben das Potenzial einer Wertschöpfungssteigerung in erheblichem Ausmaß. Über zukünftige Auswirkungen konnten bis jetzt noch keine belastbaren Vorhersagen getroffen werden und Befürchtungen eines dramatischen Einschnitts in die Arbeitswelt mit Implikationen für die Gesellschaft werden intensiv diskutiert. Aufgrund dieser Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung ist es wichtig die Rahmenbedingungen des lokalen Ökosystems krisensicher und risikominimierend zu gestalten. Die Konzepte der resilienten Gesellschaft sowie der Transformation greifen diese Überlegungen auf. Neugründungen setzen etablierte Unternehmen unter permanenten Innovationsdruck und sind entscheidend für den innovationsgetriebenen Strukturwandel und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze. Darüber hinaus üben die Rahmenbedingungen eines Gründungsökosystem einen signifikanten Einfluss auf den Erfolg der Gründungsaktivitäten aus. Aktuelle Beispiele aus der KI-basierten Gründungsszene in Karlsruhe werden zum Verständnis möglicher Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Gesellschaft in Fallstudien herangezogen.
Ralph Henn, Orestis Terzidis

Das resiliente Unternehmen im Mittelstand – Am Beispiel der Neumüller Unternehmensgruppe

Zusammenfassung
Der Beitrag widmet sich verschiedenen Zugängen zum Thema Resilienz und verbindet bestehende Konzepte und Managementansätze am Beispiel eines mittelständischen Familienunternehmens. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen: Welche Bedeutung hat hier das Leitkonzept Resilienz? Welche Rolle spielen dabei Lernfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Gestaltungsfähigkeit? Welche Veränderungsmöglichkeiten (Resilienzlernen, kulturelle Kompetenzen, Innovationsfähigkeit) haben Unternehmen, um die Zukunftsvision Deutschland nicht aus dem Blick zu verlieren und robust gegenüber turbulenten Rahmenbedingungen zu ein? Welche Rolle spielt dabei die Nachhaltigkeitsbewegung und deren strategische Koordination? Aufbauend auf dem Stand der Forschung wird aus Unternehmenssicht argumentiert, dass Resilienz nach den Erfahrungen der Finanz- und Wirtschaftskrise eine immer wichtigere Rolle im Arbeits- und Unternehmenskontext spielt. Zudem wird am Beispiel der Neumüller Unternehmen dargestellt, dass Resilienz in Unternehmen ein werteorientiertes Management als Kernelement der Unternehmenskultur voraussetzt, und dass organisationale Strukturen heute so gestaltet werden müssen, dass sie flexibel auf zukünftige Probleme reagieren können.
Werner Neumüller

Leadership

Frontmatter

Führen mit Sinn – Impulse zur Leadership in einer unruhigen Welt auf Basis einer aktuellen Studie

Zusammenfassung
Angesichts der enormen Unsicherheiten unserer Zeit – genannt seien nur die Klimakatastrophe, die kritische geopolitische Lage, die Neustrukturierung der Welt infolge von Globalisierung und Digitalisierung – entwickelt die Gesellschaft Resilienzkraft auf allen, gerade auch den oberen Ebenen. In den Chefetagen hat man erkannt, dass der Daseinszweck der Unternehmen neu gestiftet werden muss – Rendite und Nachhaltigkeit müssen zusammengedacht werden. Aber noch ist diese Erkenntnis ungewohnt, auch gibt es institutionelle Widerstände. Als erstes ist ein fundamentaler Prozess der Sinnstiftung in Gang zu setzen. Dazu bedarf es starker Persönlichkeiten, die bereit und in der Lage sind, den angestammten Habitus ihres Berufs mit neuen, neugierigen Augen zu betrachten und in beständiger Arbeit an sich selbst auch ihren eigenen Daseinszweck neu zu bestimmen. So gewinnen sie eine innere Haltung, die die Sinnhaftigkeit ihres unternehmerischen Handelns plausibel macht – und zwar sowohl innerhalb wie außerhalb des Unternehmens. Es ist klar, dass dieser Führungstyp die besseren Mitarbeiter findet und bindet und so sein Unternehmen zukunftsfähig macht.
Kati Najipoor-Schütte

Leadership im Wandel

Zusammenfassung
Unternehmen verändern sich mit einer immer höher werdenden Geschwindigkeit und stehen vor vielfältigen Herausforderungen: digitale Transformation, Technologiewandel, Qualifikation der Belegschaften, um nur einige zu nennen. Dies wird nicht nur einige Bereiche, sondern alle Winkel der Unternehmen erfassen. Leadership ist der Motor dieses Wandels und muss den Spagat zwischen dem Managen des operativen Tagesgeschäfts und dem visionären Treiben von Innovationen schaffen. Hierarchien haben in dieser Struktur an vielen Stellen ausgedient und werden durch agile Netzwerke ersetzt. Deren Führung erfordert Kommunikation, Kooperation und die Fähigkeit Diversity zu leben. Erfolgreiche Führungskräfte agieren mit einem moralischen Wertekompass und implementieren ständige Veränderung als Kultur im Unternehmen. Sie agieren als unternehmerische Intrapreneurs und inspirieren ihre Mitarbeiter, Neuerungen nicht ängstlich zu blockieren, sondern begeistert voranzutreiben. Anstatt anzuordnen, wo es lang geht, geben diese Leader ihren Mitarbeitern Raum für ihre Entwicklung und agieren als Coach im Hintergrund. Damit begeistern sie auch die Digital Natives, die – von anderen Werten getragen – wichtige Treiber der digitalen Transformation gerade in der Old Economy sind.
Leader halten sich selbst fit in Körper und Seele. Lebenslanges Lernen muss selbstverständlich werden, über alle Hierarchieebenen hinweg. Nur so gelingt nachhaltiger Erfolg in einer sich dauerhaft im Wandel befindenden Gesellschaft.
Gabriele Sons

Analyse und Wargaming von Disruptives als Management-Kompetenz

Systematische und pragmatische Analyse statt Blicke in die Glaskugel
Zusammenfassung
Ausgerechnet bei der Unternehmensstrategie fällen Manager Entscheidungen in der Regel aus dem Bauch heraus, statt sich – wie in anderen Bereichen der Unternehmensführung – auf quantitative Modelle zu stützen. Insbesondere in Zeiten disruptiver Veränderungen ist dies riskant, drohen doch die rasanten technischen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit ihren vielfältigen Ketten von Wirkungen und Reaktionen das einzelne Unternehmen zu überrollen. Der Wargaming-Modellierungsansatz, der am Institut für Unternehmensführung des KIT entwickelt wurde, bietet eine pragmatische Methode, um eine Vielzahl der möglichen Wirkketten von Aktionen und Reaktionen zu erfassen, Implikationen ihres Eintretens einzuschätzen und sie mithilfe computergestützter Analysen und Simulationen zu verstehen. Basis des Modells ist, die wichtigsten Player im Markt mit ihren Handlungsmöglichkeiten und ihren Präferenzen zu identifizieren sowie zu analysieren und aus den Ergebnissen strategische Empfehlungen abzuleiten. Im Mittelpunkt des vierteiligen Prozesses steht also die Frage: „Wer will eigentlich was?“ Gerade für ein hoch technisiertes Land wie Deutschland ist es zukunftsentscheidend, auf disruptive Veränderungen ebenso schnell wie angemessen zu reagieren. Disruptives-Analyse und Wargaming stellen in diesem volatilen Umfeld passende Modelle zur Entscheidungsfindung zur Verfügung.
Hagen Lindstädt

Unternehmensentwicklung

Frontmatter

Unternehmenskultur

Welchen Beitrag kann die Unternehmenskultur für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens leisten?
Zusammenfassung
Um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen vor dem Hintergrund der globalen Entwicklungen sicherzustellen, kommt der Unternehmenskultur eine wesentliche Rolle zu. Die Kultur die Unternehmen bislang erfolgreich gemacht hat, ist dazu nicht mehr geeignet. Die Umstellung bedeutet aber auch einen Bruch mit etablierten Werten und Strukturen.
Simone Menne

Unternehmensentwicklung aus Sicht von Start-ups und Gründern

Zusammenfassung
Wie entwickeln sich Unternehmen von der Idee bis zum Verkauf? Welches Rüstzeug müssen Gründer mitbringen? Warum brauchen wir mehr Gründungen und wie kann die Gesellschaft und der Staat dieses Wachstum unterstützen? Welche Implikationen hat das Ganze auf die Bildungspolitik? Diese Fragen und mehr versucht das Kapitel „Unternehmensentwicklung aus Sicht von Start-ups und Gründern“ zu beantworten, geschrieben von einem Gründer, der seine Idee umgesetzt, patentiert, in ein Produkt gebracht und an eine große Firma verkauft hat und der auch Vieles bei der Umsetzung der nächsten Idee gelernt hat. Hier in Deutschland mit diesen Bedingungen, Finanziers, Regulierungen, Talenten und Möglichkeiten. Das Kapitel zeigt: Es ist anstrengend, aber es funktioniert. Und: es muss nicht immer Silicon Valley sein.
Ramin Assadollahi

Nachhaltigkeit

Frontmatter

Politikberatung im Kontext Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Eine erfolgreiche wissenschaftliche Politikberatung unterscheidet sich von den anderen Akteuren im Themenfeld Nachhaltigkeit dadurch, dass durch die wissenschaftliche Community eine Überprüfung wissenschaftlicher Aussagen stattfindet. Dies erfordert die Herausarbeitung spezifischer Kriterien für eine „gute“ Politikberatung, die nicht von disziplinären wissenschaftlichen Erkenntnisinteressen, sondern Problemlösungen getrieben wird. Beispiele aus dem Klimaschutzes zeigen, dass wissenschaftliche Politikberatung in allen Phasen des Politikprozesses erforderlich ist. Auch werden zunehmend Erfordernisse einer grünen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft postuliert, und mit ihnen das Zusammenspiel von Technologien, Institutionen und Verhaltensweisen.
Arbeiten an den Grenzen von Disziplinen, das Bewegen im Spannungsverhältnis von normativen Festlegungen und wissenschaftlichen Arbeiten sowie das Austarieren der unterschiedlichen Systemlogiken von Wissenschaft und Politik sind zentrale Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche wissenschaftliche Politikberatung. All dies erfordert zugleich eine hohe Reflexionsfähigkeit über die eigene Positionierung und die Grenzen der Erkenntnisfähigkeit. Diese Anforderungen sollten nicht als lästige Nebenbedingung, sondern als intellektuelle Herausforderung und Voraussetzung für einen persönlichen Beitrag von Wissenschaftlern zu einer nachhaltigen Entwicklung aufgefasst und entsprechend angegangen werden.
Rainer Walz

Wohlstand

Frontmatter

Starkes Europa mit Leidenschaft für Innovation

Zusammenfassung
Die Erfolgsgeschichte Europas muss weitergeschrieben werden. Zu langsam jedoch stellt sich der Kontinent den neuen Realitäten, zu lange schon ruht er sich auf seinen Errungenschaften aus der Vergangenheit aus. Der internationale Standortwettbewerb wird härter und zahlreiche Länder außerhalb Europas betreiben eine aktive Industriepolitik mit der Förderung kostengünstiger Rohstoffe und mit staatlichen Investitionshilfen. Mit der Folge, dass Europa verliert, wo es führend war: bei Innovationen. Damit wird Europa im Kern angegriffen, denn im Standortwettbewerb kann der Kontinent weder mit günstigen Rohstoffen noch mit Arbeitskosten punkten. Um diese Herausforderung zu bewältigen, muss Europa seine Vorreiterrolle bei Innovationen behaupten. Dafür bedarf es großer Anstrengungen aller Akteure im privaten wie öffentlichen Sektor und einen starken Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zur gemeinsamen Aufgabe gehört auch, ein öffentliches Bewusstsein zu fördern, das Innovationen als Quelle für langfristig gesicherten Wohlstand in Europa versteht. Dafür muss dringend ein Projekt „Innovation Europa“ ins Leben rufen werden, das die Leidenschaft für Innovationen in den Mittelpunkt stellt: ein neuer Zukunftsvertrag, der Innovationen als Teil der DNA Europas festschreibt und so die Stärke Europas sichert.
Martin Brudermüller

KI-Technologieschock und Zukunftsstau

Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft für einen zukunftsoffenen und marktorientierten Zugang zur General Purpose Technologie KI als Wachstumsmotor für Europa
Zusammenfassung
Künstliche Intelligenz als General Purpose Technologie hat einen Zukunftsschock ausgelöst. Deutschland und Europa finden sich in einem Rausch der Forschungsinvestitionen wieder. In der Auseinandersetzung mit dem Thema Künstliche Intelligenz zeigt sich eine Überbetonung von Investitionen in Wissenschaft und Forschung mit bedingter Anbindung an unternehmerische Herausforderungen und Potenziale: Die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft fehlt. Netzwerke mit Unternehmen zur Absorption der Forschung und Anwendung für Innovationen scheinen zum Thema KI nur rudimentär vorhanden und daher erscheint die Förderung von Forschung nur bedingt von Unternehmensinteressen auszugehen und fußt eher auf der Reaktion in Forschung & Technologie investieren zu wollen. Rein wissenschaftlich angestoßene Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung wird nicht dazu führen, dass Deutschland und Europa den ökonomischen Rückstand aufholen. Die Kluft zwischen Forschung und Anwendung erscheint im Fall KI breiter denn je – es fehlen die Netzwerke um State of the Art und Forschung in die Industrie zu transferieren. Leitmotive für Forschung muss die innovationsorientierte Anwendung sein. Dabei kann gerade die förderungsunterstützte Vernetzung von Forschung und Wirtschaft zu Absorptionsnetzwerken zu verknüpfen in Deutschland und Europa dazu führen KI-Future Proof zu werden.
Daniel Jeffrey Koch
Weitere Informationen

Premium Partner

    Bildnachweise