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Über dieses Buch

Die Gewährung (Anfangsbesteuerung) und die Ausübung (Endbesteuerung) sind mögliche Besteuerungszeitpunkte vergütungshalber gewährter Optionen. Kevin Kinne analysiert, wie sich unterschiedliche Besteuerungszeitpunkte auf die optimale Ausübungsstrategie, erhoben durch ein Simulationsmodell, und das empirische Ausübungsverhalten, erhoben mittels Experiment, in Abhängigkeit von der Risikoneigung auswirken. Hierdurch lässt sich die Frage beantworten, inwieweit sich optimales und empirisches Ausübungsverhalten unterscheiden.

Der Autor:

Kevin Kinne ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung der Technischen Universität Chemnitz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Simulationsmodelle und experimenteller Steuerlehre.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Zahlreiche Beiträge beschäftigen sich zum Teil jährlich wiederkehrend mit der Fragestellung, wie sich die Vergütungsstruktur deutscher börsennotierter Unternehmen zusammensetzt. Die Vergütung von Vorstandsmitgliedern setzt sich im Allgemeinen aus einem Festbetrag und einer variablen Vergütungskomponente zusammen. Zu unterscheiden bezüglich dieser variablen Vergütung ist zwischen der einjährigen variablen Vergütung, der mehrjährigen variablen Vergütung und der aktienbasierten Vergütung.
Kevin Kinne

Kapitel 2. Optionen als Vergütungsinstrument

Zusammenfassung
Optionen geben dem Berechtigten bzw. Arbeitnehmer das Recht, aber nicht die Pflicht, innerhalb der Laufzeit Aktien des Stillhalters bzw. Arbeitgebers zu einem festen Preis (Basispreis) zu erwerben. Für den betrachten Fall des Dienstverhältnisses kommen ausschließlich Kaufoptionen in Betracht. Optionen stellen einen Teil der variablen Vergütung dar und sollen die Motivation steigern und den Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden, das heißt der Arbeitnehmer soll dazu incentiviert werden, auch risikobehaftete Entscheidungen zur Steigerung des Unternehmenswerts zu treffen.
Kevin Kinne

Kapitel 3. Steuergesetzgebung und Rechtsprechung zu derivativen Vergütungsinstrumenten

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden zwei derivative Finanzinstrumente, die Option und die Wandelschuldverschreibung, betrachtet. Im Gegensatz zu Optionen, gewährt der Inhaber einer Wandelschuldverschreibung dem Arbeitgeber zunächst ein Darlehen (Schuldverschreibung), das während der Laufzeit in Aktien des Unternehmens gewandelt werden kann, wodurch die Schuldverschreibung untergeht. Die Schuldverschreibung ist aufgrund des Wandlungsrechts in der Regel niedriger verzinst als marktübliche Schuldverschreibungen.
Kevin Kinne

Kapitel 4. Die optimale Ausübungsstrategie in Abhängigkeit von Steuersystem und Risikoneigung

Zusammenfassung
Um den Effekt dieser unterschiedlichen Steuersystematik auf die optimale Ausübungsstrategie zu untersuchen, werden in diesem Kapitel die Endbesteuerung und die Anfangsbesteuerung jeweils mit dem System ohne Steuern verglichen. Die optimale Ausübungsstrategie wird anhand der Erwartungsnutzentheorie ermittelt. Der Optionsinhaber vergleicht mit dem Ablauf der Sperrfrist den Erwartungsnutzen der verschiedenen Handlungsalternativen und wählt dann die Handlungsalternative mit dem maximalen Erwartungsnutzen, was gleichbedeutend mit dem optimalen Ausübungszeitpunkt ist.
Kevin Kinne

Kapitel 5. Experimentelle Untersuchung des Ausübungsverhalten

Zusammenfassung
Individuen verhalten sich in der Empirie nicht vollkommen rational und treffen ihre Entscheidungen nicht durch die Anwendung von komplexen Risikonutzenfunktionen. Einen der ersten Beiträge, der die von Neumann/Morgenstern entwickelte Nutzentheorie empirisch wiederlegt, liefert Allais 1953, der mit seinem Beitrag als Mitbegründer der experimentellen Verhaltensökonomie gilt. Individuen verwenden vielmehr ein heuristisches Entscheidungsverhalten, wodurch rationale Entscheidungsmodelle empirisches Entscheidungsverhalten nicht erklären können.
Kevin Kinne

Kapitel 6. Fazit

Zusammenfassung
Die Judikative hat sich Schritt für Schritt für die Endbesteuerung von vergütungshalber gewährten Optionen entschieden, also für die Besteuerung des geldwerten Vorteils im Verwendungszeitpunkt der Option. Die Steuerberatungspraxis befürwortete vielfach die Anfangsbesteuerung, also die Besteuerung des geldwerten Vorteils im Ausgabezeitpunkt der Option. Die entscheidende Frage ist, ob die Art der Besteuerung einen Einfluss auf das Ausübungsverhalten entfaltet.
Kevin Kinne

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