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Über dieses Buch

Warum wir schon beim Frühstück Apps anstarren …

Smartphone und Smart Home: Technik schaltet immer mehr unser Denken ab, weil wir ein bequemes Leben voller Spaß vorziehen. Dafür zahlen wir einen hohen Preis: Verlernen wir durch Lernprogramme das Lernen? Manipuliert uns Facebook, indem es unserer Eitelkeit schmeichelt? Gibt es Schutz vor Shitstorms und Cybermobbing? Wird Technik zum Heilsversprechen? Und das bereits beim Frühstück? Genau diese unbequemen Fragen stellt Zum Frühstück gibt´s Apps, um mehr Durchblick in der digitalen Welt zu schaffen.

Das Buch liefert praktische Tipps, wie Sie digitale Medien bewusst einsetzen. Geschichten aus dem Alltag illustrieren, wo Fallen im Netz lauern und wie Sie ihnen ausweichen. So schaffen Sie Raum für echte Kommunikation zwischen Menschen – und landen nicht in jeder Marketingfalle der IT-Industrie.

Handfeste Informationen in unterhaltsamer Form: Zum Frühstück gibt´s Apps schärft den Blick! Humorvoll, mit analytischer Tiefe!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einblick

Zusammenfassung
Sie tauchen langsam auf, verlassen die Welt der Träume – und ein leises Brutzeln liegt in der Luft. So hört sich Speck an, der in der Bratpfanne schmort. Bereits im Halbschlaf läuft Ihnen das Wasser im Munde zusammen: Aufwachen wie im Paradies der Wurstwaren! Denn Ihr Smartphone erzeugt diese Illusion, es spuckt die verführerischen Töne aus. Mit ihm ist eine kleine schwarze Box verbunden, sie zaubert den Duft des brutzelnden Specks ins Schlafzimmer.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 2. Lüge vom Multitasking

Dampf in allen Gassen – oder wie unser Gehirn verdampft
Zusammenfassung
Während Thomas wild in die Pedale des Mountainbikes tritt, rasen seine Gedanken zurück an die Uni: Was hat er bloß falsch gemacht? Warum hat der Professor ihn durchfallen lassen? „Sie sind dem Marketing eines Versicherungsvertreters auf den Leim gegangen“, hatte Prof. Unrat festgestellt.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 3. Virtueller Rummelplatz

Warum wir Fotos aus Ballons abwerfen – und Facebook und Co. unsere Eitelkeit kitzeln
Zusammenfassung
Matthias scrollt noch schnell durch seine Nachrichten, klickt auf ein Video: Ein junger Mann kuschelt mit seiner Freundin, die am Einschlafen ist … kaum sind ihr die Augen zugefallen, greift er zum Smartphone und checkt die neuesten Mails … Schnitt … glühend roter Sonnenuntergang am Meer, drei junge Leute genießen den romantischen Augenblick – mit einem Blick durch die Linsen ihrer Smartphones … Schnitt … ein Paar sitzt wortlos in der Kneipe; er daddelt auf dem Smartphone, sie daddelt auf dem Smartphone … Schnitt … Matthias ist begeistert, das Video liefert weitere Ideen für seine Kurzgeschichte. Zweimal kurz geklickt, und schon hat das Video ein Like mehr, und Matthias hat es „geteilt“ mit allen 675 „Freunden“, die er bei Facebook gesammelt hat. Teilen – das ist der magische Facebook‐Mechanismus, der explosionsartig Botschaften durchs Internet jagt.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 4. Digitales Partner(un)glück

Nach dem Date ist vor dem Date – oder wie Statistik die Liebe ökonomisiert
Zusammenfassung
„Heute hätte ich dir am liebsten Umberto vorgestellt“, platzt es aus Sandra heraus, kaum dass ihre Freundin Sabine auf dem Stuhl sitzt. Die beiden treffen sich in der Pizzeria Casa di Amore, um sich ein „Update“ aus ihrem Leben zu geben. Legendär dabei Sandras Erfahrungen mit Männern … Die Arzthelferin ist froh, nicht mehr auf Annoncen in Zeitungen antworten zu müssen.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 5. Like-Wahn

Profit durch Sucht – wie „soziale“ Medien Kapital aus menschlichen Schwächen schlagen
Zusammenfassung
„Hallo Matthias“, ruft Mike vor der Mensa, „hast du schon deine Kurzgeschichte über Ballonfahrer geschrieben, die Milliarden Fotos über Stadt und Land abwerfen?“ Die Frage stört. Matthias prüft gerade auf seinem Handy, wie viele Likes sein letztes Bild auf Facebook bekommen hat. Diesmal kein exotischer Eisbecher, sondern ein bunter Cocktail, gekrönt durch eine Pyramide aus Ananasstückchen.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 6. Shopping-Himmel

Virtuelle Bequemlichkeit – oder wie wir vom Sofa aus den Konsum anheizen
Zusammenfassung
Kaum ist der Beifall verklungen, stakst schon das nächste Model über den Laufsteg. Pfennigabsätze, rosa Rock und Handtasche – dazu eine Sonnenbrille mit Gläsern so groß wie Kanaldeckel. Doch Sandra sieht viel mehr: Begeistert streckt sie ihr Tablet dem rosa Märchenwesen entgegen; mit der Kamera scannt sie die Frau von Kopf bis Fuß. „Der Rock kostet nur 68,50 EUR“, flüstert sie Sabine zu, die neben ihr sitzt
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 7. Digitaler Knieschuss

Aus allen Clouds gefallen – warum wir uns mit naiver Offenheit selbst schaden
Zusammenfassung
Erst eine triefende Nase, dann großer Ärger in der Firma – so schnell geht das in der Welt der Lattenroste, Betten und Matratzen. Franks Unternehmen heißt Tiefschlaf GmbH; er selbst arbeitet dort halbtags als Buchhalter. Wir haben ihn schon kennengelernt, als kochenden Vater von Thomas, der sein Referat an der Uni vermasselt hatte (Kap. 2).
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 8. Totale Überwachung

Aus dem Spähkästchen geplaudert – und warum Snowden Dinge enthüllt hat, die schon immer zur Datenverarbeitung gehören
Zusammenfassung
Gestern hatte Sandra ihr erstes Date mit einem Apotheker, mit dem sie sich virtuell prima verstanden hat. Das war bei anderen Kandidaten ähnlich, die sich später aber als dumme Nieten voller Testosteron entpuppten. Zum Beispiel der Typ mit dem geborgten Porsche … Das Smartphone des Apothekers liegt auf dem Tisch, er selbst ist für eine Zigarette vor die Tür gegangen
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 9. Terror durch E-Mails

Wie Rousseau uns hilft, der Handy-Sklaverei zu entkommen
Zusammenfassung
Sabine hat die Schnauze gestrichen voll. Sie surft durchs Internet, um dem Internet zu entkommen. So googelt sie die Begriffe „Kloster“ und „Ruhe“ und lernt in der Online‐Ausgabe der ZEIT [1] Bruder Rudolf Leichtfried kennen.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 10. Hardware-Gläubige

Die Jagd nach dem besten Smartphone – und wie wir dabei Raubbau an der Erde betreiben
Zusammenfassung
4.00 Uhr: Mike hatte nicht an lange Unterhosen gedacht. Jetzt friert er schon seit Stunden, eine Wärme‐App ist noch nicht auf dem Markt. Aber Mike befindet sich in bester Gesellschaft: Seit letztem Abend belagert er mit anderen Enthusiasten den Apple‐Store, denn eine Prophezeiung soll sich diese Nacht erfüllen: Apple schenkt der Welt das neue iPhone – und lässt es durch seine Jünger auf allen Kontinenten verteilen.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 11. BILDung durch BILDschirm?

Wie wir durch Edutainment verlernen, dicke Bretter zu bohren
Zusammenfassung
Mike blickt verzückt auf sein neues iPhone, während er auf dem Weg zum Hörsaal ist. Die Faszination ist ungebrochen, obwohl Mike schon seit Tagen die neuen 3‐D‐Icons bestaunt. So viel Schönheit! So viel Kraft! Danke Apple, für dieses wunderbare Geschenk! Die Tür zum Hörsaal geht auf – und plötzlich befindet sich Mike in einer noch besseren Welt: Kein Kreidestaub liegt in der Luft, die grüne Schiefertafel ist verschwunden, und das strahlende Weiß eines Smartboards zieht den Studenten in seinen Bann.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 12. Tobender Mob im Netz

Wie Shitstorms wüten und unsere Kinder in die Chatfalle stolpern
Zusammenfassung
Michael ist entsetzt: „Das ist Kommentar Nr. 4321! Der Typ wirft uns vor, Kinder zu fressen und schwarze Messen zu feiern!“ „Und der nächste ist genauso irre“, entgegnet sein Kollege, „hier heißt es, wir würden Leichen ausgraben und Frankenstein‐Experimente machen.“ Längst ist den beiden das Lachen vergangen. Denn der Strom wilder Beschimpfungen reißt nicht ab, seit Tagen ergießt er sich über ihr Unternehmen.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 13. IT-Angriff auf Kinder

Warum Tablets die geistige Entwicklung stören – und nicht in Kindergärten gehören
Zusammenfassung
Der kleine Markus will endlich an die Reihe kommen. Ungeduldig schiebt er seine „Kollegen“ zur Seite, die auch auf ihre Chance hoffen. Ein Kreis aus zehn Kindern, Köpfe nach innen – und ein Tablet in der Mitte.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 14. Kühlschrank und Toaster im Gespräch

Wie das Internet der Dinge zum Hacken einlädt – und uns das Denken abgewöhnt
Zusammenfassung
„Matthias! Matthiiiaaaas!“ – Mike hat auf dem Campus seinen Freund entdeckt, der auf einer Bank sitzt. Langsam geht er auf ihn zu, das Handy gezückt in der Hand. „Hallo, Erde an Raumschiff!“, ruft er dem Freund zu, nachdem er schnell einen Schnappschuss gemacht hat: Matthias mit verklärtem Blick, allen irdischen Dingen entrückt.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 15. Apps gegen Stress

Wie die IT-Industrie Gesundheit verspricht – und wir selbst das Arztgeheimnis aufheben
Zusammenfassung
„Michael! Komm mal in mein Arbeitszimmer“, ruft Nicole, die ihrem Mann neue Ergebnisse ihrer Recherche zeigen will. „Bin gleich da“, antwortet Michael, nimmt den vierjährigen Markus auf den Arm und steigt ein paar Stufen hinauf. Eigentlich beginnt jetzt das Gute‐Nacht‐Ritual, doch Vater und Sohn stehen erst einmal vor Nicoles Rechner.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 16. Digitale Deformation von Unternehmen

Wie sich die Wirtschaft zu Tode optimiert – und Click-Worker zu neuen Sklaven werden
Zusammenfassung
In der Tiefschlaf GmbH träumt Geschäftsführer Dr. Raubein von der digitalen Transformation. Wie es allen Späterweckten dieser Erde geht, ist er nun ein glühender Verfechter der Digitalität – nachdem er jahrelang Apple für einen amerikanischen Apfelsafthersteller gehalten hatte. Davon ist im Strategie‐Meeting nichts mehr zu spüren.
Gerald Lembke, Ingo Leipner

Kapitel 17. Ausblick

Zusammenfassung
Hoffnungen keine Grenzen zu setzen – vor diesem Fehler warnte Machiavelli bereits vor 500 Jahren. Heute ist die Technik den Menschen davongerast, begleitet von hochfliegenden Hoffnungen. Doch unsere Reise durch die digitale Welt zeigt: Solche Hoffnungen werden vor allem geschürt, damit digitale Produkte unseren Alltag durchdringen und milliardenschwere Renditen bringen (Kap. 14).
Gerald Lembke, Ingo Leipner

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