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2016 | Buch

Zur Entgeltregulierung der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer

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Über dieses Buch

Erik Lehmann untersucht die Honorarsituation von Wirtschaftsprüfern bei freier Preisbildung und analysiert darauf aufbauend Gebührenordnungen ausgewählter Freier Berufe, um die resultierenden Erkenntnisse auf die Qualitätsproblematik der Wirtschaftsprüfer zu projizieren. Der Autor entwickelt darüber hinaus einen Kriterienkatalog, welcher bei der Konzeption einer Gebührenordnung berücksichtigt werden könnte, um eine Qualitätssicherung bestmöglich zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
I.. Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung
Zusammenfassung
Das Selbstverständnis der Wirtschaftsprüfer1 hat sich im Laufe der Zeit von einem Anbieter mit ausschließlicher Rechnungslegungs- und Prüfungskompetenz hin zu einem professionellen, breit aufgestellten Dienstleistungsunternehmen entwickelt.2 Das Berufsbild der Wirtschaftsprüfer unterliegt in diesem Zusammenhang verstärkt wirtschaftlich getriebenen Interessen,3 welche auf einen Antagonismus zwischen Berufsethik und unternehmerischer Gewinnmaximierung der Wirtschaftsprüfer zurückgeführt wird.
Erik Lehmann
II.. Wirtschaftsprüfer als Freier Beruf im Kontext der Theorie öffentlicher Güter
Zusammenfassung
Grundsätzlich steht den privaten Wirtschaftssubjekten in einer Marktwirtschaft die freie Entscheidung zu, Güter und Dienstleistungen anzubieten. Übersteigt der zu erwartende Preis die zu erwarteten Kosten, erfolgt ein Angebot am Markt.38 In den Besitz des Gutes kommen jedoch nur Nachfrager, welche in Abhängigkeit ihrer Kaufbereitschaft bereit sind, den Marktpreis zu zahlen; die übrigen Individuen werden vom Besitz ausgeschlossen.39 In diesem Szenario führt der Marktmechanismus mit seinen knappheitsbedingten relativen Preisen zu einer präferenzgemäßen Allokation der Güter und Dienstleistungen.40
Erik Lehmann
III.. Freie Preisbildung versus Entgeltregulierung für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer in Anbetracht des öffentlichen Auftrages
Zusammenfassung
Zur Verdeutlichung der aktuellen Honorarproblematik sind zwei Perspektiven von Bedeutung, welche jedoch nicht unabhängig voneinander zu betrachten sind: auf der Angebotsseite die strategische Preissetzung durch den Prüfer und auf der Seite der Nachfrager die ex ante äußerst schwierige Beurteilbarkeit der Qualität des Prüfers durch den Mandanten und die damit verbundene eingeschränkte Abgrenzungsfähigkeit hinsichtlich dieser gegenüber den Konkurrenten.571 Dies sind die wesentlichen Gründe für den vorherrschenden honorardrückenden Preiswettbewerb auf dem Markt für Abschlussprüfungsleistungen, welcher an die Stelle eines im Interesse des öffentlichen Auftrages zweckdienlicheren Qualitätswettbewerbs tritt.572
Erik Lehmann
IV.. Zusammenfassung
Zusammenfassung
Die Honorar- und Wettbewerbssituation im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer wird aufgrund eines hohen Wettbewerbs und daraus resultierender leistungsmindernder Preisunterbietungen kritisch hinsichtlich der Erfüllung des öffentlichen Auftrages gesehen. Ein angemessenes Entgelt ist jedoch notwendig, um eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung zu gewährleisten. Der Prüfer muss dabei in der Lage sein, die Bereitstellung zeitlicher, fachlicher und personeller Ressourcen sicherzustellen, um eine normenkonforme Prüfung zu gewährleisten. Ein wesentliches Unterscheidungskriterium von anderen Freien Berufen mit öffentlichem Auftrag ist die freiberuflich untypische Nichtexistenz einer verbindlichen Gebühren- bzw. Honorarordnung.
Erik Lehmann
Backmatter
Metadaten
Titel
Zur Entgeltregulierung der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer
verfasst von
Erik Lehmann
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden
Electronic ISBN
978-3-658-11876-1
Print ISBN
978-3-658-11875-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-11876-1

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