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2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Zur Umsetzbarkeit der Agenda 2030 – Was kann ein Marshallplan mit Afrika beitragen?

verfasst von: Franz Josef Radermacher

Erschienen in: Die Agenda 2030 als Magisches Vieleck der Nachhaltigkeit

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Dieser Beitrag diskutiert die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit den sogenannten Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals/SDGs) und ihre Umsetzungschancen. Er stimmt nicht in den allgemeinen „Lobgesang“ auf die SDGs ein, sondern sieht diese eher als einen Rückschritt gegenüber den Millennium Development Goals (MDGs), weil sie es reichen Ländern erleichtern, sich auf ihre eigenen Probleme zu konzentrieren, statt in internationaler Zusammenarbeit die großen weltweiten Herausforderungen im Nachhaltigkeitsbereich anzugehen. Die Umsetzungschancen für die SDGs werden als nicht gut angesehen. Es wird dann überlegt, ob ein neuer „Marshallplan“ eine Chance bieten würde, die Umsetzung der SDGs voranzubringen, insbesondere am Beispiel Afrika, wo die größten Herausforderungen bestehen. In der Tat bietet ein Marshallplan solche Chancen, allerdings stellt sich auch hier wiederum die Frage, ob ein solcher Plan je zur Umsetzung kommen wird. Mit der jüngst ins Leben gerufenen „Allianz für Entwicklung und Klima“ des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) deutet sich ein Weg an, wie im Rahmen einer Multi-Stakeholder-Initiative möglicherweise ein Ansatz gefunden werden kann, einen Marshallplan mit Afrika und andere, damit zusammenhängende internationale Entwicklungen zu fördern und damit dann auch substanziell zur Umsetzung der SDGs beizutragen. Der Text diskutiert die genannten Themen und damit verbundene Fragestellungen.
Fußnoten
1
Der Earth Overshoot Day ist der Tag, ab dem der Verbrauch natürlicher Ressourcen die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen übersteigt (vgl. Global Footprint Network). Dabei spielen CO2-Emissionen eine wichtige Rolle. Würden diese nicht berücksichtigt, wäre der ökologische Fußabdruck der Menschheit wesentlich geringer.
 
2
Humusbildung und Aufforstung binden massiv CO2 (etwa 10 t pro ha und Jahr) – man spricht hier von sogenannten Negativ-Emissionen. Beide Ansätze erlauben zugleich eine hohe Wertschöpfung im Land und schaffen viele Arbeitsplätze.
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Zur Umsetzbarkeit der Agenda 2030 – Was kann ein Marshallplan mit Afrika beitragen?
verfasst von
Franz Josef Radermacher
Copyright-Jahr
2020
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-25706-4_2

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