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Über dieses Buch

​Florian Follert analysiert die gerichtliche Unternehmensbewertung zu Zwecken der Abfindung von Minderheitsaktionären und zeigt, dass sich die verwendeten Bewertungsmodelle weniger an der Normzweckadäquanz, sondern vielmehr an den Partikularinteressen bestimmter Akteure orientieren. Auf Basis einer empirischen Studie wird ein Ist-Zustand der spruchgerichtlichen Unternehmensbewertung ermittelt, der sich nicht mit dem theoretischen Soll-Zustand deckt. Auf Basis der Neuen Politischen Ökonomie entwirft Florian Follert einen möglichen Erklärungsansatz für diesen Befund. Die Arbeit ist insofern interdisziplinär angelegt, als sie die Betriebswirtschaftslehre und die Nationalökonomie mit der Rechtswissenschaft verbindet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die Königsdisziplin im Einflussbereich der Jurisprudenz

Zusammenfassung
Die Unternehmensbewertung kann mit Fug und Recht als „Königsdisziplin“ der Betriebswirtschaftslehre bezeichnet werden, da sie verschiedenste wirtschaftswissenschaftliche Teildisziplinen miteinander verbindet und so besonders komplexe Fragestellungen aufwirft. Dabei wird kaum ein zweites betriebswirtschaftliches Fachgebiet im Schrifttum derart kontrovers diskutiert wie die Unternehmensbewertung.
Florian Follert

Kapitel 2. Die Unternehmensbewertung als Gegenstand des Gesellschaftsrechts

Zusammenfassung
Unter einer Unternehmensbewertung kann die Zuweisung eines Wertes, der sich in der Regel in einer Geldgröße oder einer Beteiligungsquote ausdrückt, zu einem Unternehmen (Bewertungsobjekt) durch eine Person oder eine Gruppe von Personen (Bewertungssubjekt) verstanden werden. Finanzwirtschaftlich betrachtet konzentriert sich die Unternehmensbewertung auf die Beurteilung eines in der Zukunft zwischen dem Unternehmen und dem Bewertungssubjekt fließenden, unsicheren Zahlungsstroms. Im Kern stellt eine Unternehmensbewertung somit einen speziellen Anwendungsfall der Investitionsrechnung dar.
Florian Follert

Kapitel 3. Die Unternehmensbewertung in Wissenschaft und rechtlicher Anwendung

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel II wurde auf Basis der Vorgaben der Rechtsprechung am Beispiel der §§ 327a ff. AktG ein Normzweck abgeleitet. Sodann wurde mit der funktionalen Unternehmensbewertung ein normzweckadäquates Bewertungskonzept als Soll-Objekt der Unternehmensbewertung zum Zwecke der Abfindungsbemessung ausscheidender Minderheitsgesellschafter identifiziert.
Florian Follert

Kapitel 4. Die interessengeleitete Rechtsprechung

Zusammenfassung
In Abschnitt II.2.3.3.3 wurde die funktionale Unternehmensbewertung als Soll-Zustand der Unternehmensbewertung zu Zwecken der Abfindungsbemessung herausgearbeitet. Es zeigt sich, dass diese Bewertungsschule mit ihrem investitionstheoretischen Fundament die einzige Vorgehensweise ist, welche den vom BVerfG festgestellten Anforderungen gerecht werden kann. Insbesondere berücksichtigt sie das Prinzip der „vollen“ Abfindung und das Gleichbehandlungsprinzip.
Florian Follert

Kapitel 5. Die Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick

Zusammenfassung
Die Unternehmensbewertung beinhaltet neben der betriebswirtschaftlichen auch eine rechtliche Dimension. Insbesondere das deutsche Gesellschaftsrecht sieht Konstellationen vor, in denen von Gesetzes wegen eine Unternehmensbewertung durchgeführt werden muss. Die Unternehmensbewertung wird insbesondere oftmals dann zum Rechtsproblem, wenn ein Eigentümer aus einer Gesellschaft ausscheidet und die Höhe der ihm hierfür zu gewährenden Kompensation eine Bewertung des Unternehmens respektive der Unternehmensanteile voraussetzt. Die Hauptfunktionen der Unternehmensbewertung sind folglich angesprochen, wenn sich die Eigentumsverhältnisse am Bewertungsobjekt ändern.
Florian Follert

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