Zwischen Wissen und Nichtwissen
Moderne Unternehmensführung aus Sicht von Wissenschaft und Praxis
- 2026
- Buch
- Herausgegeben von
- Sebastian Herzog
- Kim Michelle Staufenbiel
- Tobias Volkmer
- Olga Metzger-Volkmer
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Diese Festschrift ist Prof. Dr. Thomas Spengler gewidmet und damit einem Wissenschaftler, dessen Werk über mehr als drei Jahrzehnte hinweg durch eine beeindruckende thematische Breite und zugleich durch eine konsequente methodische Ausrichtung geprägt ist. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen stets Fragen der Unternehmensführung und Organisation. Insbesondere die methodische Fundierung von Entscheidungen unter Unbestimmtheit ist charakteristisch für seine Werke.
Der Raum zwischen Wissen und Nichtwissen bildet den Gegenstand und zugleich den Titel der vorliegenden Festschrift. Er steht sinnbildlich für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Grenzen des Wissens und u. a. der Suche nach tragfähigen Bewertungs- und Entscheidungsgrundlagen trotz bestehender Unbestimmtheiten.
Insgesamt 37 Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter tragen in dem vorliegenden Werk in 21 Beiträgen ihre Perspektiven, Gedanken und Themen zur vorliegenden Festschrift bei.
Inhaltsverzeichnis
-
Frontmatter
-
Teil I: Generelle Perspektive der Unternehmensführung
-
Frontmatter
-
Das wissenschaftliche Erbe von Thomas Spengler: Beiträge zur Betriebswirtschaftslehre als entscheidungsorientierte Realwissenschaft
Tobias Volkmer, Olga Metzger-VolkmerDas Kapitel widmet sich dem wissenschaftlichen Erbe von Thomas Spengler und dessen Beiträgen zur Betriebswirtschaftslehre als entscheidungsorientierte Realwissenschaft. Es beginnt mit einer Reflexion über die wissenschaftliche Relevanz betriebswirtschaftlicher Forschung und betont die Bedeutung von Spenglers Arbeiten für die Praxis. Der Text analysiert die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre als Realwissenschaft und hebt die Bedeutung von Theorie und Praxis hervor. Ein zentraler Fokus liegt auf der entscheidungsorientierten Herangehensweise und der Entwicklung von Modellen zur Unterstützung rationaler Entscheidungen. Praktische Beispiele aus der Personalführung und Personalplanung verdeutlichen die Relevanz von Spenglers Ansätzen. Abschließend wird die Bedeutung von (modell-)theoretischem Vorgehen und kritischem Diskurs für die betriebswirtschaftliche Praxis betont. Das Kapitel zeigt auf, wie Spenglers Forschung die Praxis bereichert und welche langfristigen Auswirkungen seine Arbeiten haben. Es bietet einen detaillierten Einblick in die theoretischen Grundlagen und deren praktische Anwendung, was für Professionals in der Betriebswirtschaftslehre von großem Interesse ist.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungAm Ende einer wissenschaftlichen Karriere lohnt es sich aus vielerlei Gründen, den Blick zurück zu wagen und die eigenen Leistungen Revue passieren zu lassen. Insbesondere die Frage der Relevanz des eigenen Schaffens für die Unternehmenspraxis beschäftigt jeden betriebswirtschaftlichen Forscher als Akteur einer entscheidungsorientierten Realwissenschaft. Um die wissenschaftlichen Werke von Thomas Spengler in diesem Zusammenhang zu würdigen, zeigen wir in diesem Beitrag anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis deren Relevanz und ökonomischen Mehrwert auf. Diesen Versuch unternehmen wir exemplarisch in den zwei von ihm wesentlich geprägten Bereichen der Personalführung und Personalplanung und erläutern die Relevanz der entsprechenden Ansätze an teils in Kooperation mit Thomas Spengler durchgeführten Praxisprojekten. Dabei gehen wir im Speziellen vertiefend auf das stets modelltheoretisch fundierte Vorgehen in seinen Arbeiten ein und verdeutlichen, dass jeder Praktiker gut beraten ist, seine Entscheidungen ebenfalls auf diese Weise zu fundieren. -
Entscheidungen theoretisch fundiert treffen und Veränderungen in der Praxis erfolgreich sichern
Frank KieperIn diesem Kapitel wird die Bedeutung von Operations Research (OR) und Change Management für fundierte Entscheidungen und erfolgreiche Veränderungen in Organisationen untersucht. Es wird gezeigt, wie mathematische Modelle und Theorien wie die Fuzzy Set Theorie sowie künstliche Intelligenz dabei helfen können, Unsicherheiten zu bewältigen und optimale Entscheidungen zu treffen. Der Text beleuchtet die Historie der Nutzung von OR in der Praxis und stellt verschiedene Entscheidungsmodelle vor, die in der Personalwirtschaft und anderen Bereichen eingesetzt werden können. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Change Management für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen, wobei das Bedingungsoktagon nach Spengler als ein zentrales Instrument zur Sicherstellung des Erfolgs von Veränderungen dient. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass die Herausforderungen der dynamischen Entwicklungen in Organisationen mit Hilfe formaler Entscheidungsmodelle und erfolgssicherndem Change Management gemeistert werden können.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDie Thematisierung formaler Entscheidungsmodelle und deren praxisgerechte Implementierung zieht sich wie ein roter Faden durch die Vitae von Thomas Spengler und Frank Kieper, dem Autor dieses Beitrags. Als besonders gewichtig anzusehen sind Spenglers Arbeiten zum Einbezug der Fuzzy Set Theorie in modellgestützte Organisations- und Personalplanungen, aber auch seine wissenschaftliche Beschäftigung mit betrieblichen Veränderungsprozessen. Der Impuls, Erkenntnisse der Wissenschaft in die betriebliche Praxis zu übertragen, inspirierte über mehrere Jahrzehnte lang sowohl Spengler, als auch die Kieper Organisationsberatung. Spengler engagierte sich mehrfach als wissenschaftlicher Berater in digitalen Transformationsprojekten der Kieper Organisationsberatung. Er postulierte, dass bestimmte Bedingungen für organisatorische Veränderungen erfüllt sein müssen, um Projekterfolge zu sichern. Spengler stellte dafür das sog. Bedingungsoktagon als Bedingungskatalog auf. Das in der Theorie entwickelte und in der Praxis zum Einsatz gelangte Bedingungsoktagon erwies sich wirkmächtig, um effektives und effizientes Change Management sicherzustellen – Spengler fungierte als „Mechaniker“ (nomen est omen) seines Bedingungsoktagons und fand damit in der Praxis unbestritten Anerkennung. -
Bewertung von unternehmerischen Handlungsflexibilitäten im Lichte von Unschärfe: Eine realoptionsbasierte Betrachtung
Elmar Lukas, Natalie NowakIn diesem Fachbeitrag wird die Bewertung von unternehmerischen Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit mithilfe von Realoptionsmodellen untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Integration von unscharfen Informationen durch die Fuzzy-Logik, um die Realität unternehmerischer Entscheidungsprozesse besser abzubilden. Der Beitrag analysiert, wie Marktrisiko und Technologierisiko den Investitionszeitpunkt und den Optionswert beeinflussen. Es wird gezeigt, dass die Berücksichtigung von Unschärfe zu einer weiteren Erhöhung des Investitionsschwellenwertes führt, was auf eine ausgeprägtere Tendenz zum strategischen Abwarten hindeutet. Die Analyse basiert auf einem fuzzy-stochastischen Warteoptionsmodell, das subjektive Einschätzungen des Managements explizit berücksichtigt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Einsatz fuzzy-logischer Methoden einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Realoptionsbewertung leisten kann.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungUnternehmerische Entscheidungen sind häufig durch eine Überlagerung von Unsicherheit und Unschärfe geprägt. Klassische Bewertungsmethoden stoßen dabei an ihre Grenzen, insbesondere wenn Unsicherheit nicht nur durch stochastische Schwankungen, sondern auch durch vage und unvollständige Informationen bestimmt wird. Die Realoptionstheorie bietet einen Rahmen zur Berücksichtigung von Flexibilitäten im Entscheidungsprozess, während Fuzzy-Ansätze eine Möglichkeit darstellen, Unsicherheit jenseits probabilistischer Konzepte zu modellieren. In diesem Beitrag werden beide Ansätze kombiniert, um eine erweiterte Perspektive auf die Bewertung unternehmerischer Handlungsflexibilitäten zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Fuzzy-Methoden zur Verbesserung der Entscheidungsfindung unter Unsicherheit beitragen und welche Implikationen sich für das Management ergeben. Die Ergebnisse zeigen dabei, dass die Berücksichtigung unscharfer Unsicherheit hinsichtlich Markt- und Technologierisiken zu einer weiteren Erhöhung des Investitionsschwellenwertes führt und somit eine ausgeprägtere Wartehaltung begünstigt. -
Ökonomik im Widerstreit von Vernunft, Ignoranz und Inkompetenz
Horst Gischer, Guido HenkelDer Fachbeitrag untersucht die Spannungen zwischen Vernunft, Ignoranz und Inkompetenz in der Ökonomik. Er beleuchtet die Herausforderungen und Grenzen der ökonomischen Theorie in der Praxis und analysiert die Komplexität der empirischen Sachverhalte. Der Text betont die Notwendigkeit einer empirisch fundierten und praxisnahen Wirtschaftspolitik und kritisiert die unkritische Übertragung theoretischer Modelle auf die Lebenswirklichkeit. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der Vernunft und des Verstandes als notwendige und belastbare Voraussetzungen für eine fundierte Wirtschaftspolitik. Der Beitrag zeigt auf, dass die ökonomische Theorie und Praxis in einem ständigen Wandel begriffen sind und dass die Bereitschaft zur Akzeptanz des Neuen und zur kritischen Auseinandersetzung mit den bestehenden Modellen und Annahmen entscheidend für den Fortschritt in der Ökonomik ist. Der Text richtet sich an Experten mit fortgeschrittenen Fachkenntnissen in Ökonomik und zeichnet sich durch eine tiefgehende Analyse und eine klare, prägnante Sprache aus, die auch komplexe Zusammenhänge verständlich macht.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDer vorliegende Beitrag befasst sich mit dem allgemein wahrnehmbaren Zustand der (wissenschaftlichen) Theorie realwirtschaftlicher Prozesse. Betrachtet wird vornehmlich die praktische Belastbarkeit ausgewählter theoretischer Postulate vor dem Hintergrund (auch) nicht ausschließlich „ökonomischer“ Ziele oder Präferenzen der jeweiligen Akteure bei grundsätzlich begrenzten Ressourcen. Neben einer kursorischen Darstellung der zeitgenössischen Standardargumentation widmen wir insbesondere den bisweilen schwer zugänglichen Verhaltensaxiomen der bis heute grundlegenden Modelle einen ausführlichen Exkurs. Vor diesem Hintergrund werden die (Fehl-)Entwicklungen der Übertragung formal-theoretischer Schlussfolgerungen auf die wirtschaftspolitische Realität skizziert, während auf den gleichzeitig offenkundigen Mangel an praxisnaher ökonomischer Kompetenz verwiesen wird. Allerdings kann auch nicht verborgen bleiben, dass (u. a.) die akademischen Rahmenbedingungen einer realitätsnäheren Prosperität der Ökonomik entgegenstehen. -
Notwendige Bedingungen in der Unternehmensführung: Neue Perspektiven durch die Kombination von Meta-Analyse und Necessary Condition Analysis
Christopher Schlägel, Ida-Anna Thiele, Gerandi MatrakuDie Necessary Condition Analysis (NCA) ist eine statistische Methode, die notwendige Bedingungen für das Eintreten bestimmter Ergebnisse in der Unternehmensführung identifiziert. Im Gegensatz zu traditionellen Analysemethoden, die beitragende Bedingungen betonen, konzentriert sich die NCA auf Faktoren, die zwingend vorhanden sein müssen, damit ein bestimmtes Ergebnis eintreten kann. Die Kombination von Meta-Analyse und NCA ermöglicht eine robustere und generalisierbare Analyse notwendiger Bedingungen. Durch die Integration meta-analytischer Daten wird die Reliabilität der Messungen von unabhängigen und abhängigen Variablen berücksichtigt, was die externe Validität der Ergebnisse erhöht. Die Methode wird anhand des Beispiels der Beziehung zwischen interkultureller Intelligenz und interkultureller Anpassung bei Auslandsentsendungen illustriert. Die Ergebnisse zeigen, dass interkulturelle Intelligenz eine notwendige Bedingung für interkulturelle Anpassung darstellt. Die Kombination von Meta-Analyse und NCA bietet wertvolle neue Erkenntnisse zu notwendigen Bedingungen in der Unternehmensführungsforschung und ermöglicht eine differenzierte Betrachtung komplexer Phänomene.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungEin zentraler Forschungsbereich der Unternehmensführung ist die Identifikation notwendiger Bedingungen – jener Einflussfaktoren, die zwingend vorhanden sein müssen, damit ein Ergebnis eintritt und die somit für das Erreichen von Zielen und Zielausprägungen in Organisationen entscheidend sind. Die Necessary Condition Analysis (NCA) bietet einen quantitativ-empirischen Analyseansatz, um solche Bedingungen zu erkennen. Üblicherweise basieren NCA-Studien auf Primärdaten, die jedoch Einschränkungen hinsichtlich der Robustheit, Generalisierbarkeit und Replizierbarkeit der NCA-Ergebnisse und damit der identifizierten notwendigen Bedingungen aufweisen können. Meta-Analysen integrieren empirische Ergebnisse aus unterschiedlichen Studien und stützen sich somit auf eine breitere Datenbasis, was eine robustere Grundlage für die Ableitung von Erkenntnissen schaffen kann. Aufgrund dieser unterschiedlichen Datengrundlagen bieten meta-analytische Studien jedoch bislang nur begrenzte Möglichkeiten zur Bestimmung notwendiger Bedingungen. In diesem Beitrag schlagen wir vor, Meta-Analyse und NCA zu kombinieren, um die Limitationen von Primärdaten in der NCA zu überwinden und gleichzeitig eine neue theoretische Perspektive für meta-analytische Studien aufzuzeigen. Wir erläutern die konzeptionellen und methodischen Grundlagen der NCA und entwickeln einen Ansatz, der auf Basis von meta-analytischen Ergebnissen und unter Verwendung von Bootstrapping- und Monte-Carlo-Methoden synthetische Datensätze erzeugt, auf deren Basis individuelle NCAs durchgeführt und deren Ergebnisse aggregiert werden. Anhand eines Beispiels aus der internationalen Unternehmensführung veranschaulichen wir die Anwendung des integrierten Ansatzes und diskutieren die damit verbundenen Möglichkeiten und Herausforderungen. Die Kombination von Meta-Analyse und NCA ermöglicht neue Einblicke in notwendige Bedingungen in der Unternehmensführung, trägt zur Weiterentwicklung des theoretischen Verständnisses dieser Bedingungen bei und ermöglicht die Entwicklung präziserer Empfehlungen für die Praxis. -
Entscheidungen unter Rechtsunsicherheit – Gibt es eine Legal Judgement Rule?
Ulrich Burgard, Carsten HeimannDer Fachbeitrag beleuchtet die Herausforderungen von Entscheidungen unter Rechtsunsicherheit für Geschäftsführer und untersucht, ob es eine Legal Judgement Rule gibt, die wie die Business Judgement Rule bei unternehmerischen Entscheidungen eine Haftung ausschließt. Der Text analysiert die unterschiedlichen Ansichten und Rechtsprechungen im Außen- und Innenverhältnis und diskutiert die Anforderungen an die Entscheidung des Geschäftsleiters. Es wird hervorgehoben, dass im Außenverhältnis keine Privilegierung bei einer unter rechtlicher Unsicherheit erfolgten Fehleinschätzung der Rechtslage besteht, während im Innenverhältnis im Einzelfall am Verschulden fehlen kann. Der Beitrag betont die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung der Rechtslage und der Einholung von Rechtsrat sowie die Notwendigkeit einer Abwägung zwischen der Wahrscheinlichkeit rechtmäßigen Handelns und dem Unternehmensinteresse. Abschließend wird festgehalten, dass eine Legal Judgement Rule, die bereits eine Pflichtverletzung ausschließt, nicht existiert, aber eine abgewogene Entscheidung die Verantwortlichkeit für eine Fehlentscheidung entfallen lassen kann.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungUnternehmerische Entscheidungen sind ihrer Natur nach mit Unsicherheit und dadurch mit Risiken verbunden. Ob eine Investition erfolgreich sein wird oder nicht, kann man im Vorhinein nicht mit Sicherheit sagen. Müssten Unternehmensleiter für jede – im Nachhinein – falsche unternehmerische Entscheidung haften, würde dadurch erstens das Unternehmensrisiko von dem Unternehmensträger auf dessen Manager verlagert, was zweitens zu einem risikoadversen Verhalten führen würde. Deswegen ist seit langem anerkannt, dass es für unternehmerische Entscheidungen einen „safe harbour“ geben muss. Der Gesetzgeber hat diesen Gedanken in § 93 Abs. 1 Satz 2 AktG normiert, eine Vorschrift, die heutzutage gesellschaftsformübergreifend angewendet wird. Diese sog. „Business Judgement Rule“ gilt aber von ihrem Wortlaut her nur für unternehmerische Entscheidungen. Entscheidungen haben aber oft auch juristische Aspekte. Und die juristische Unsicherheit, was erlaubt und was ver- bzw. geboten ist, kann genauso groß sein wie die unternehmerische Unsicherheit. Und das führt zu der Frage dieses Beitrags, nämlich ob die Business Judgement Rule auch für Entscheidungen unter rechtlicher Unsicherheit gilt. -
Vom Glück des Unvollkommenen – ökonomische Vorteile von Marktunvollkommenheiten auf den Absatzmärkten aus Perspektive der Unternehmensführung
Thomas BürkleDieser Fachbeitrag untersucht die ökonomischen Vorteile von Marktunvollkommenheiten auf den Absatzmärkten aus der Perspektive der Unternehmensführung. Er analysiert, wie Unternehmen begrenzte Rationalität, asymmetrische Informationsverteilung, Transaktionskosten und Verbraucherpräferenzen strategisch nutzen können, um Geschäftsmodelle zu optimieren und Gewinnpotenziale zu erschließen. Der Beitrag beleuchtet auch die Auswirkungen der Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf Marktstrukturen und -prozesse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung des Branchenstrukturmodells von Porter und den daraus abgeleiteten Wettbewerbsstrategien. Abschließend wird diskutiert, wie Marktunvollkommenheiten als existenzbegründend und -sichernd für Unternehmen fungieren können. Der Text bietet eine detaillierte Analyse und praktische Anwendungen, die für Professionals in der Unternehmensführung und im Marketing von großem Interesse sein werden.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungMarktunvollkommenheiten werden in der Literatur häufig als Ursache von Ineffizienzen oder für das Versagen von Märkten betrachtet. Der vorliegende Artikel fokussiert die individuelle Unternehmenssicht und arbeitet potenzielle Vorteile für die Unternehmensführung angesichts unvollkommener Märkte heraus. Diese Vorteile basieren darauf, dass Unvollkommenheiten manche Geschäftsmodelle überhaupt erst ermöglichen oder den Grundstein für attraktive Gewinnmargen legen. Die bekannten Wettbewerbsstrategien von Porter basieren ebenfalls elementar auf dem Vorliegen entsprechender Unvollkommenheiten und werden nachfolgend in diesen Kontext gestellt.
-
-
Teil II: Personalwirtschaftliche Perspektive der Unternehmensführung
-
Frontmatter
-
Ambidextrous Leadership als Grundlage für die Personaleinsatzplanung
Jan LaserAmbidextrous Leadership ist eine Führungsform, die sowohl die Effizienz bestehender Prozesse als auch die Innovation und Erschließung neuer Märkte fördert. Dieser Fachbeitrag untersucht, wie Führungskräfte durch die Kombination von Exploration und Exploitation eine Balance zwischen diesen beiden Bereichen herstellen können. Es werden verschiedene Führungstypen identifiziert und Kriterien für die Mitarbeiterbeurteilung entwickelt, die in ein mathematisches Entscheidungsmodell einfließen. Das Modell ermöglicht eine optimale Mitarbeiterallokation, um die Eignung von Führungskräften für verschiedene Rollen zu bewerten. Abschließend werden Schlussfolgerungen gezogen und offene Forschungsthemen aufgezeigt, die weitere Untersuchungen erfordern. Der Beitrag bietet eine detaillierte Analyse der Anforderungen an Führungskräfte im Kontext von Ambidextrous Leadership und zeigt auf, wie diese in die Personaleinsatzplanung integriert werden können.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungAmbidextrous Leadership kombiniert die Fähigkeit, sowohl neue Märkte zu erschließen (Exploration) als auch Effizienzsteigerungen (Exploitation) flexibel zu fördern. Dieses Führungsmodell kann in der Personaleinsatzplanung genutzt werden, um Führungskräfte zu identifizieren, die in der Lage sind, Exploration und Exploitation auszubalancieren, um das Unternehmen in einem dynamischen Umfeld erfolgreich zu führen. Dieser Beitrag präsentiert ein präskriptives Entscheidungsmodell zur Personaleinsatzplanung, das die Anforderungen des Ambidextrous Leaderships berücksichtigt und eine systematische Zuordnung von Mitarbeitenden zu geeigneten Positionen ermöglicht. Zudem werden angrenzende Themenfelder wie die Datenerhebung beleuchtet, um die Grundlagen und Voraussetzungen für das mathematische Modell zu verdeutlichen. -
Wirkung von Recruiting-Plattformen auf Mitarbeiterbindung
Jan MalmendierDer Fachbeitrag untersucht die Wirkung verschiedener Recruiting-Plattformen auf die Mitarbeiterbindung und analysiert die Bedeutung von digitalen Kanälen wie Karrierenetzwerken, Stellenbörsen und Unternehmenswebseiten. Es wird aufgezeigt, wie diese Kanäle die Art und Weise, wie Unternehmen Talente gewinnen und binden, prägen. Der Beitrag beleuchtet die Vor- und Nachteile der einzelnen Kanäle und zeigt auf, wie eine Kombination aus digitalem Recruiting und Mitarbeiterempfehlungen zu einer höheren Qualität der Bewerber und einer stärkeren Mitarbeiterbindung führen kann. Praktische Beispiele und empirische Daten untermauern die Analyse und bieten wertvolle Einblicke in die erfolgreiche Umsetzung von Recruiting-Strategien. Der Text betont die Bedeutung einer nachhaltigen und wirtschaftlich sinnvollen Personalgewinnung und zeigt, wie eine überlegene Recruiting-Strategie einen direkten Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens leisten kann.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDer Beitrag untersucht, wie verschiedene Wege im Recruiting die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit beeinflussen. Das Recruiting hat sich stark gewandelt – digitale Stellenbörsen, Karrierenetzwerke, Unternehmenswebseiten und Mitarbeiterempfehlungen haben deutlich an Bedeutung gewonnen. Digitale Stellenbörsen und Karrierenetzwerke wie LinkedIn und XING sind die wichtigsten Kanäle hinsichtlich Reichweite, führen aber nicht immer passende Bewerbungen mit hoher Qualität und kulturellem Fit zum Unternehmen. Unternehmenswebseiten entwickeln sich zu zentralen Employer-Branding-Plattformen mit personalisierten Inhalten. Mitarbeiterempfehlungen bieten eine hohe Qualität, kulturellen Fit und geringe Kosten, jedoch mit begrenzter Reichweite. Die Bewertung der Kanäle zeigt: digitales Recruiting ist effektiv für Reichweite, Mitarbeiterempfehlungen überzeugen bei Qualität und Bindung. Eine Kombination beider Ansätze wird empfohlen. Ein Praxisbeispiel bei einem mittelständigen Unternehmen zeigt, wie durch eine integrierte Recruiting-Plattform („Direct to Talent“) die Bewerbungsquote vervierfacht, die Passgenauigkeit gesteigert und die Onboarding-Zeit verkürzt werden konnte. -
Nudging im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Lukas Noeßelt, Heike Schenk-MathesDer Fachbeitrag beleuchtet die Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) und konzentriert sich auf die Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens durch Nudging. Es werden die drei Säulen des BGM – Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung – vorgestellt, wobei der Fokus auf der dritten Säule liegt. Bewegte Pausen als verhältnispräventive Maßnahme werden als effektive Methode zur Integration von Bewegung in den Arbeitsalltag diskutiert. Der Beitrag erklärt, wie Nudging als kostengünstiges und einfaches Instrument der Verhaltensmodifikation eingesetzt werden kann, um Mitarbeiter zur Teilnahme an bewegten Pausen zu motivieren. Eine Vorstudie untersucht die Wirksamkeit von Nudging in Bezug auf die Teilnahme an bewegten Pausen. Die Ergebnisse zeigen, dass Nudging die Teilnahmequote erhöhen kann, jedoch weitere Forschung notwendig ist. Der Beitrag schließt mit einem Fazit, das die Bedeutung von Nudging im Kontext der betrieblichen Gesundheitsförderung hervorhebt und auf mögliche Herausforderungen wie Reaktanz und die Notwendigkeit größerer Studien eingeht.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungIm modernen Unternehmenskontext hängt der Erfolg maßgeblich von motivierten, engagierten und gesunden Mitarbeitern ab, wobei die Ausschöpfung des kognitiven Leistungspotenzials durch eine intakte körperliche Gesundheit sowie ausreichende regelmäßige Bewegung positiv beeinflusst wird. Unternehmen müssten folglich daran interessiert sein, die Bewegung in die überwiegend von sitzender Arbeit geprägten Prozesse zu integrieren und somit die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. In diesem Zusammenhang nimmt das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), insbesondere die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), eine bedeutende Rolle ein. Ein zentrales Anliegen ist es, die Mitarbeiter zur Teilnahme an gesundheitsfördernden Maßnahmen zu motivieren. Zu diesem Zweck bieten sich diverse Instrumente der Verhaltenswissenschaften an, darunter auch das Nudging. Letzteres zielt darauf ab, durch subtile Hinweise und ohne finanzielle Anreize freiwillige Verhaltensänderungen herbeizuführen. Unternehmen könnten dieses Instrument nutzen, um die Wahrnehmung gesundheitsfördernder Angebote durch ihre Mitarbeiter zu erhöhen. In diesem Beitrag werden daher erste Ergebnisse einer Studie präsentiert, die den Einsatz von Nudging zur Verhaltensmodifikation im Rahmen des Konzepts der „bewegten Pause“ untersucht. -
Vom Beruf zur Berufung – einige personalwirtschaftliche Überlegungen
Dorothea AlewellDer Fachbeitrag untersucht das Konzept der Berufung in der Arbeitswelt und seine Entwicklung von religiösen Wurzeln zu modernen, säkularen Definitionen. Es wird analysiert, wie Berufung die Identität, Motivation und Zufriedenheit von Menschen beeinflusst und welche Herausforderungen und Chancen sich im Ruhestand ergeben. Der Text beleuchtet verschiedene Definitionen von Berufung, von klassischen spirituell-religiösen Ansätzen bis hin zu modernen, individuumszentrierten Konzepten. Es wird diskutiert, wie Berufung die berufliche Identität und Zufriedenheit beeinflusst und welche positiven sowie negativen Auswirkungen sie haben kann. Zudem werden Strategien für den Umgang mit Berufung im Ruhestand vorgestellt, einschließlich der Möglichkeit, berufungsrelevante Aufgaben in neuen Kontexten zu realisieren. Der Beitrag schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung von Berufung im beruflichen Leben und die Notwendigkeit, diese auch im Ruhestand weiterzuentwickeln.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungMit dieser Festschrift wird mein hoch geschätzter Kollege Thomas Spengler zum Ende seines aktiven Berufslebens als Professor geehrt. Am Anfang des formalen Daseins als Professor:in an einer deutschen Hochschule steht es, einen Ruf zu erhalten. „Berufen zu werden“, das ist im Deutschen ein durchaus schillernder Ausdruck: Wer hat da ge- und berufen – eine Universität als Institution und späterer Arbeitgeber? Oder steckt noch mehr dahinter – ein höherer Sinn, die eigenen Gaben, Talente und Prägungen, oder eine höhere Macht? Wird der Beruf auch zur Berufung? Oder war der Ruf, den man erhielt, nur ein beamtenrechtlicher, formaler Akt? Man lebt sein Leben vorwärts, und versteht es rückblickend – so wird vielleicht auch erst zum Ende der beruflichen Laufbahn deutlicher, ob der Beruf auch Berufung war. Anlässlich des Ruhestandseintritts von Thomas Spengler spüre ich dem Begriff und dem Konzept der „Berufung“ aus einer personalwirtschaftlichen Perspektive nach. -
Der KI-basierte Rekrutierungsprozess im Personalwesen: Eine Literaturanalyse
Kai Heinrich, Elena ParafeevaDer Fachbeitrag untersucht den Einsatz von KI-basierten Systemen im Rekrutierungsprozess und deren Auswirkungen auf die Personalbeschaffung. Der Text beleuchtet die Vorteile wie Effizienzsteigerung und Kostensenkung, aber auch die Herausforderungen im Hinblick auf Fairness, Transparenz und ethische Bedenken. Besonders betont wird die Bedeutung der Wahrnehmung von KI-Systemen durch Bewerber und die Notwendigkeit, menschliche und algorithmische Entscheidungsfindung zu kombinieren. Der Beitrag liefert praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen, um einen fairen und inklusiven Rekrutierungsprozess zu gewährleisten. Zudem werden zukünftige Forschungsfragen aufgezeigt, die sich mit der Akzeptanz und Transparenz von KI-Systemen in der Personalbeschaffung beschäftigen.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungSysteme welche auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, werden zunehmend im Personalwesen eingesetzt, um Entscheidungsprozesse aus Gründen der Effizienz und Kosteneinsparung zu automatisieren. Trotz Bedenken hinsichtlich dieses Ansatzes gibt es nur begrenzte Kenntnisse darüber, wie Bewerber diese Systeme wahrnehmen und ob diese Wahrnehmungen ihre Bereitschaft zur Bewerbung beeinflussen. In diesem Forschungsbeitrag wird daher eine Literaturanalyse durchgeführt, um die Frage zu beantworten, welche Faktoren die Wahrnehmung eines KI-gestützten Rekrutierungsprozess durch potenzielle Bewerber beeinflussen. Es werden dabei drei Literaturströmungen identifiziert: KI-basierte Systeme im Rekrutierungsprozess, Wahrnehmung von KI-Systemen sowie Fairness im Rekrutierungsprozess. Nach der Darlegung und Auswertung verschiedener Studien innerhalb dieser Strömungen, werden diese zusammenfassend diskutiert, praktische Handlungsempfehlungen abgeleitet sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschung gegeben. -
Zukunft der Arbeit: Eine empirische Untersuchung von Erwartungen und Wünschen von Hochschulabsolventen
Daniel Baier, Alexandra Rese, Ann-Katrin ZieglerIn diesem Fachbeitrag wird eine empirische Untersuchung der Erwartungen und Wünsche von Hochschulabsolventen an ihren zukünftigen Arbeitsplatz vorgestellt. Die Studie basiert auf Befragungen, die im Frühjahr 2018 und Frühjahr 2025 durchgeführt wurden und vergleicht die Ergebnisse der beiden Zeitpunkte. Die Untersuchung konzentriert sich auf gestaltbare Arbeitsplatzmerkmale, die aufgrund der Digitalisierung leicht veränderbar sind, wie flexible Arbeitszeit, flexibler Arbeitsort und Social Workplaces. Die Kano-Methodik wird als Alternative zur logistischen Regression verwendet, um die Beziehung zwischen der Erfüllung von Merkmalen und der Gesamtzufriedenheit zu modellieren. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der pandemiebedingten Veränderungen und der geänderten Wirtschaftssituation die Erwartungen und Wünsche der Hochschulabsolventen an ihren Arbeitsplatz weitgehend stabil geblieben sind. Die Befragten erwarten weiterhin, dass Unternehmen die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes vorsehen, Freiraum für Weiterentwicklung bieten sowie die gegebenen Möglichkeiten zu Arbeitsort- und Arbeitszeitflexibilisierung nutzen. Trendigen Arbeitsplatzveränderungen wie Social Workplace und Coworking Spaces gegenüber sind viele Hochschulabsolventen indifferent eingestellt. Als wichtiges gefordertes neues Merkmal ist hingegen regelmäßiges Feedback und transparente Kommunikation zu nennen. Die Studie verdeutlicht, dass die Kano-Methodik es ermöglicht, mit wenig Aufwand die Erwartungen und Wünsche eines Zielsegments an seinen künftigen Arbeitsplatz zu ermitteln und dass die erzielten Ergebnisse sich gut dazu eignen, um den Arbeitsplatz und seine Bewerbung sinnvoll zu gestalten. Der Beitrag schließt mit einem methodischen Vergleich und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsprojekte.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDer Arbeitsplatz vieler unterliegt heute einem durch Digitalisierung und Flexibilisierung getriebenen Wandel, der sich auf mögliche Arbeitszeit- und Arbeitsortsmodelle, die technische Ausstattung im Büro und zu Hause, Führungskonzepte und arbeitsplatzbegleitende Dienstleistungen auswirkt. Viele Unternehmen nutzen diese Gestaltungsmöglichkeiten, um besonders attraktiv für Bewerber zu sein. Sie entwickeln und bewerben Arbeitsplatzmerkmale, die den Vorstellungen möglicher künftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst gerecht werden. In diesem Beitrag untersuchen wir die Erwartungen und Wünsche von Hochschulabsolventen an ihren Arbeitsplatz. Ausgewertet werden zwei nahezu identische Befragungen Studierender, die erste vom Frühjahr 2018, die zweite vom Frühjahr 2025. Es zeigt sich, dass die Wichtigkeit von Arbeitsplatzmerkmalen erstaunlich stabil ist, aber auch, dass durch Digitalisierung viele – inzwischen oft einfach zu realisierende – Veränderungen des Arbeitsplatzangebots den Erwartungen und Wünschen der kommenden Hochschulabsolventen besser gerecht werden. Der Einsatz der Kano-Methodik zur Wirkungsanalyse stellt eine Alternative zu einem Spengler und Malmendier (2006) vorgeschlagenen Einsatz einer logistischen Regression zur Modellierung der Arbeitsplatzwahl dar. -
Regelbasierte Führungsstilwahl unter Berücksichtigung individueller Persönlichkeitsdeterminanten
Kim Michelle StaufenbielDas Kapitel analysiert die Weiterentwicklung des normativen Entscheidungsmodells von Vroom & Yetton (1973) zur Führungsstilwahl. Es wird die Integration von individuellen Persönlichkeitsdeterminanten wie Leistungsmotiv und Anspruchsniveau diskutiert, um die Partizipationsrate präziser zu bestimmen. Der Beitrag zeigt, wie durch die Anwendung von Fuzzy-Logik und die Berücksichtigung von Motivations- und Qualifikationsaspekten eine differenziertere und realitätsnähere Führungsstilwahl ermöglicht wird. Die Erweiterung des Modells um diese Determinanten führt zu einer präziseren Abbildung realer Führungskonstellationen und bietet eine methodisch kohärente, inhaltlich fundierte und operationalisierbare Fortschreibung des klassischen Modells. Das Fazit betont die Relevanz dieser Erweiterung für die Führungstheorie und deren praktische Anwendung in organisationalen Entscheidungsprozessen.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDer vorliegende Beitrag greift das unscharfe, regelbasierte Entscheidungsmodell nach Siegling, Spengler & Herzog (2023) auf, das auf dem Normativen Entscheidungsmodell von Vroom & Yetton (1973) basiert und erweitert dieses um zentrale individuelle Einflussgrößen. Aufbauend auf den bestehenden sieben Regelblöcken wird das Modell um die Merkmale Motivation und Qualifikation eines Mitarbeiters bzw. mehrerer Mitarbeiter ergänzt. Die Ausprägung der Motivation ergibt sich dabei aus den Ausprägungen des Leistungsmotivs und dem Anspruchsniveau einer zu treffenden Entscheidung. Durch die Kombination von Motivation und Qualifikation lässt sich ein situationsspezifischer Reifegrad ableiten, der in Anlehnung an die Situative Führungstheorie nach Hersey et al. (1996) die Partizipationsrate weiter differenziert. Unter Verwendung der Fuzzy-Logik wird exemplarisch gezeigt, dass die Berücksichtigung motivationaler und qualitativer Persönlichkeitsmerkmale im Rahmen der Modellerweiterung zu deutlich veränderten Partizipationsempfehlungen führen kann.
-
-
Teil III: Methodenorientierte Perspektive der Unternehmensführung
-
Frontmatter
-
Vorteile der Fuzzy-Systeme bei der Lösung realer Probleme
Heinrich RommelfangerFuzzy-Systeme bieten eine innovative Methode zur Lösung realer Probleme, indem sie ungenaue Daten und vage Bewertungen mathematisch erfassen. Sie ermöglichen eine flexible und interaktive Entscheidungsfindung, die den menschlichen Entscheidungsprozess nachbildet und Expertenwissen nutzt. Der Text erklärt die Vorteile von Fuzzy-Systemen im Vergleich zu klassischen Modellen und zeigt auf, wie sie in der Praxis eingesetzt werden können. Besonders hervorzuheben ist die interaktive und schrittweise Vorgehensweise, die zusätzliche Informationen zielgerichtet und unter Abwägung der Kosten-Nutzen-Verhältnisse beschafft. Der Text erläutert auch, wie Fuzzy-Systeme in verschiedenen Branchen, wie der Finanzdienstleistung und der Industrie, eingesetzt werden können, um bessere Entscheidungen zu treffen. Abschließend wird die Bedeutung der Fuzzy-Mengen-Theorie für die Zukunft der Entscheidungsfindung und Optimierung diskutiert.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungKlassische Operations Research-Modelle benötigen exakte Daten. Um eine nichtzufriedenstellende Modellbildung zu vermeiden, ist daher zumeist eine umfangreiche Informationssammlung und -verarbeitung nötig. Dennoch können in der Realität aus Kostengründen, oder weil es Zukunftswerte sind, einige Modellparameter nur grob geschätzt werden. In den klassischen Modellen wird dann mit diesen „Mittelwerten“ gearbeitet und man läuft Gefahr, mit einem Modell zu arbeiten, das die Realität nicht ausreichend abbildet.Dieses Risiko lässt sich wirksam reduzieren, wenn man Fuzzy-Modelle verwendet. Hier lassen sich die subjektiven Vorstellungen eines Entscheidungsträgers so präzise modellieren, wie er dies beschreiben kann. Mittlerweile existieren für Fuzzy-Modelle überzeugende Lösungswege, die zumeist einen inter-aktiven Lösungsansatz verfolgen. Um Informationskosten zu sparen, sollte dabei das erste Modell nur aufgebaut werden mit den Informationen, die vorliegen oder einfach erworben werden können. Bei Beachtung von Kosten-Nutzen-Relationen werden dann zur Verbesserung des Modells schrittweise neue Informationen besorgt.Eine weitere erfolgreiche Anwendung der Fuzzy-Mengen-Theorie sind Fuzzy Control-Systeme, die seit 1979 häufig zur Steuerung komplizierter technischer Prozesse eingesetzt werden. Weniger bekannt ist aber, dass Fuzzy Logik-Modelle auch erfolgreich zur Unterstützung von Entscheidungs- und Bewertungsprozessen benutzt werden können. Da Fuzzy Logik-basierte Expertensysteme noch wenig bekannt sind, wird deren Vorgehensweise an Beispielen genauer erläutert und diskutiert. -
Strategisches Business Wargaming als datengetriebenes Instrument der modernen Unternehmensführung
Hagen LindstädtIn diesem Fachbeitrag wird das strategische Business Wargaming als ein datengetriebenes Instrument der modernen Unternehmensführung vorgestellt. Der Text beginnt mit einer Analyse der aktuellen globalen Herausforderungen, darunter politische, technologische und wirtschaftliche Umbrüche, die die Geschäftswelt prägen. Es wird betont, dass traditionelle Ansätze der Strategieentwicklung in einer Welt voller Unsicherheiten an ihre Grenzen stoßen. Der Beitrag erklärt, wie strategisches Business Wargaming Unternehmen hilft, komplexe Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Akteuren zu verstehen und mögliche Szenarien durchzuspielen. Der methodische Ansatz wird in vier Schritte unterteilt: Identifikation relevanter Akteure und Handlungsoptionen, Erfassung von Interessen und Präferenzen, Simulation von Aktions-Reaktions-Wirkketten und Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen. Der Text illustriert die Anwendung dieser Methode anhand eines Beispiels aus der Automobilindustrie, insbesondere im Kontext der Taiwan-Krise. Abschließend wird die Bedeutung datengetriebener Ansätze in der Unternehmensführung betont und die Notwendigkeit, intuitive Entscheidungen durch systematische Analysen zu ergänzen. Der Beitrag zeigt auf, wie Unternehmen durch strategisches Business Wargaming ihre Resilienz und Flexibilität in einer unsicheren und volatilen Welt erhöhen können.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungIn einer Geschäftswelt, die von disruptiven technologischen Innovationen und geopolitischen Krisen geprägt ist, wird die Fähigkeit, strategische Entscheidungen flexibel und auf Basis fundierter Analysen zu treffen, immer wichtiger. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren und gleichzeitig langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Strategisches Business Wargaming bietet einen strukturierten Ansatz, um diese Herausforderungen zu meistern und Unternehmen auf die Unwägbarkeiten der Zukunft vorzubereiten. Der Ansatz umfasst vier zentrale Schritte: die Identifikation relevanter Akteure und Handlungsoptionen, die Analyse der Präferenzen aller Akteure, die Bewertung von Aktions-Reaktions-Wirkketten sowie die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen. Besonders der vierte Schritt, die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in praxisorientierte Empfehlungen, ermöglicht es Unternehmen, flexible und robuste Strategien zu entwickeln. Dieser Beitrag erläutert den Business Wargaming-Ansatz und veranschaulicht seine Anwendung anhand praxisnaher Beispiele, die den Nutzen und die Relevanz der Methode in realen Geschäftsszenarien verdeutlichen. -
Behandlungsentscheidungen und Ambulantisierung im modernen Krankenhausmanagement
Samir M. Said, Martin Wolf, Andreas Uphaus, Judit Hahn, Bodo VogtIn diesem Kapitel wird die komplexe Landschaft des modernen Krankenhausmanagements in Deutschland untersucht, insbesondere unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und medizinischen Herausforderungen. Der Text analysiert die steigenden Defizite, die Insolvenzgefahr von Kliniken und die Abnahme der Krankenhausbetten und -einrichtungen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Ambulantisierung als strategische Antwort auf diese Herausforderungen, die sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen schonen soll. Die Studie untersucht die Kosten- und Erlösstrukturen von zwei medizinisch gleichwertigen Behandlungsmethoden bei Vorhofflimmern: Katheterablation und medikamentöse Antiarrhythmika. Die Ergebnisse zeigen, dass ökonomische Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Behandlungsmethode spielen. Die Analyse basiert auf einer empirischen Einzelfallstudie, die prospektiv die Kosten und ökonomischen Anreize der Rhythmuskontrolltherapie bei Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem Vorhofflimmern vergleicht. Die Studie liefert wertvolle Einblicke in die Entscheidungsprozesse im Krankenhausmanagement und die Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln, die den Zielkonflikt zwischen medizinischen und ökonomischen Aspekten berücksichtigen, um eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Patientenversorgung zu gewährleisten.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungKrankenhausinsolvenzen nehmen aufgrund von Unterfinanzierungen aktuell stark zu und die Ergebnisse der geplanten Krankenhausreform sind derzeit noch nicht absehbar. Gleichzeitig nimmt die Ambulantisierung auch aus Kostengründen erheblich zu. In dieser Situation sind im modernen Krankenhausmanagement bei allen Behandlungsentscheidungen auch die wirtschaftlichen Konsequenzen der Behandlung zu berücksichtigen, ohne gleichzeitig die medizinische Wirksamkeit der Behandlung für die jeweiligen Patienten zu beeinträchtigen. Ein Entscheidungsproblem tritt also genau dann auf, wenn mindestens zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden medizinisch zu einem vergleichbaren Ergebnis, aber zu unterschiedlichen wirtschaftlichen Ergebnissen für ein Krankenhaus und für das Gesundheitssystem führen. Vor allem wird dies deutlich, wenn für ein Krankheitsbild gleichzeitig eine invasive und eine konservative Therapiemethode möglich ist, da die invasiven Therapien in unserem Gesundheitssystem für die Krankenhäuser in den meisten Fällen mehr Gewinn erbringen. Dies soll in diesem Beitrag anhand der Behandlung einer Herzrhythmusstörung thematisiert werden. -
Zur Diskontierung von Sicherheitsäquivalenten bei Zinsänderungsrisiko
Dennis Dreusch, Gunnar Niemann, Peter ReichlingIn diesem Fachbeitrag wird die Sicherheitsäquivalentmethode zur Bewertung risikobehafteter Investitionen unter Berücksichtigung von Zinsänderungsrisiken untersucht. Die Autoren analysieren, wie volatile Zinsstrukturen die Bewertung von Projekten mit unterschiedlichen Laufzeiten beeinflussen können. Dabei zeigen sie, dass Zinsänderungen nicht nur häufig auftreten, sondern auch ökonomisch substanziell sein können. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Einführung des Konzepts der modifizierten Duration, das die Sensitivität des Investitionswertes gegenüber Zinssatzänderungen misst. Die Autoren leiten adjustierte Bewertungsmaße ab, die potenzielle Zinssatzänderungen berücksichtigen und in der Bewertung von Investitionsprojekten nutzen können. Zudem wird die Bedeutung der Konvexität zur Berücksichtigung nicht-linearer Effekte von Zinsänderungen diskutiert. Der Beitrag bietet praktische Orientierungen für den Umgang mit Zinsänderungsrisiken und sensibilisiert für die Problematik in der Bewertung von Investitionsprojekten.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDie Diskontierung von Sicherheitsäquivalenten ist eine mögliche Methode zur Analyse risikobehafteter Zahlungsströme, indem diese in zu sicheren Zahlungen äquivalente Beträge transformiert und anschließend mit risikolosen Zinssätzen diskontiert werden. Das Verfahren geht mit restriktiven Annahmen einher, die insbesondere in der deutschsprachigen Literatur kontrovers diskutiert wurden. In dieser Diskussion blieb bisher weitgehend unberücksichtigt, dass die Sicherheitsäquivalentmethode eine statische Zinsstrukturkurve unterstellt und damit Zinsänderungsrisiken vernachlässigt werden. Dieser Umstand ist problematisch, da Zinsänderungsrisiken im Rahmen der Investitionsrechnung längerfristige Projekte mit zeitlich nachgelagerten Auszahlungen stärker treffen und Vergleiche zwischen Projekten unterschiedlicher Laufzeiten und Zahlungszeitpunkten verzerren können. In diesem Beitrag beleuchten wir die Sicherheitsäquivalentmethode daher vor dem Hintergrund einer volatilen Zinsstrukturkurve. Wir zeigen, dass Veränderungen der Zinsstrukturkurve nicht nur häufig auftreten, sondern auch innerhalb kürzester Zeit ökonomisch bedeutsam sein können. Um Lösungsansätze zu entwickeln, greifen wir auf das aus dem Risikomanagement bekannte Konzept der Duration zurück. Wir schlagen eine Anpassung der zugrunde liegenden Methodik vor, um Zinsrisiken in der Bewertungsrechnung zu berücksichtigen. -
Rigour trifft Relevance: Wie Fuzzy Logic und Service-Dominant Logic voneinander lernen können?
Herbert WoratschekIn diesem Fachbeitrag werden die Fuzzy-Logik und die Service-Dominant Logic (SDL) als zwei unterschiedliche, aber komplementäre Ansätze zur Entscheidungsfindung und Wertschöpfung in der Betriebswirtschaftslehre vorgestellt. Die Fuzzy-Logik ermöglicht die Verarbeitung unsicherer Informationen und bietet eine methodische Strenge bei der Bewertung von Entscheidungsprozessen. Die SDL hingegen betont die dynamische und kollaborative Wertschöpfung durch Interaktion und Service-Netzwerke. Der Beitrag diskutiert die Stärken und Schwächen beider Ansätze und zeigt auf, wie sie sich gegenseitig bereichern können. Durch die Kombination von Fuzzy-Logik und SDL können unternehmerische Entscheidungen sowohl präzise als auch ökosystemisch ausgerichtet werden. Der Text liefert praktische Beispiele und theoretische Grundlagen, um die Anwendungsmöglichkeiten beider Methoden zu verdeutlichen. Abschließend wird die Bedeutung einer integrierten Methodik für zukünftige Forschung und Praxis hervorgehoben.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDer Beitrag verbindet die Frankfurter Wurzeln von Thomas Spengler und Herbert Woratschek mit zwei komplementären Forschungssträngen: Die Fuzzy-Logik liefert methodische Strenge („rigour“), indem sie Unsicherheit über Zugehörigkeitsgrade quantifizierbar macht. Die Service-Dominant Logic (SDL) bietet strategische Relevanz („relevance“), weil sie Wertschöpfung als ko-kreativen Prozess immaterieller Ressourcen versteht. Damit ist die SDL weitreichender als die traditionelle Produktlogik, weil sie einen strategischen Orientierungsrahmen beispielsweise für Plattform-Geschäftsmodelle, Abo-Erlöse und Partnerökosysteme bietet.Im Zentrum steht ein konstruktiver Dialog beider Ansätze. Die Fuzzy-Logik kann in SDL-Ökosystemen konkret aufzeigen, welche Interaktionen wie stark zum gemeinsamen Wert beitragen – etwa durch fuzzy-basierte Co-Creation-Scores für Sponsoren, Fans oder Entwickler. Umgekehrt inspiriert die SDL Fuzzy-Modelle dazu, dynamisch zu bleiben: Funktionen werden iterativ angepasst, sobald sich Rollen oder Nutzererwartungen ändern. So entsteht ein lernendes Regelwerk, das sowohl Präzision als auch Flexibilität gewährleistet.Praxisnah skizziert der Beitrag integrierte Dashboards, die harte Fuzzy-Kennzahlen (z. B. Ressourcenbeiträge) mit weichen SDL-Indikatoren (Engagement, Community-Effekte) kombinieren. Unternehmen können damit Touchpoints priorisieren, Partnernetzwerke orchestrieren und Kundenbindung stärken – und zwar datengetrieben und kollaborativ.Der Ausblick lädt Forschung und Lehre ein, dieses hybride Instrumentarium auszubauen: Machine-Learning-gestützte Anpassung von Mitgliedschaftskurven, Co-Creation-Benchmarking und interdisziplinäre Ausbildung schaffen eine Brücke, auf der Rigour und Relevance gemeinsam eine zukunftsfähige, serviceorientierte Betriebswirtschaft formen. -
Das Signifikanzritual: Kurzgeschichte einer lieb gewonnenen Tradition
Alexandra SeidelDer Fachbeitrag beleuchtet die historische Entwicklung und die aktuellen Kontroversen rund um den p-Wert als zentrales Instrument der Hypothesenprüfung. Er zeigt auf, wie der formelhafte Umgang mit Signifikanzgrenzen zu Fehlinterpretationen und Verzerrungen wissenschaftlicher Schlussfolgerungen führen kann. Die Kritik am Signifikanzritual umfasst die Probleme des p-Hacking, des Publikationsbias und die Reduzierung komplexer empirischer Befunde auf ein eindimensionales Kriterium. Der Text diskutiert alternative Methoden wie Effektgrößen, Konfidenzintervalle und bayesianische Ansätze, die eine fundiertere und transparentere Bewertung statistischer Ergebnisse ermöglichen. Abschließend wird betont, dass ein differenzierter Umgang mit statistischer Evidenz nicht nur methodische, sondern auch strukturelle Reformen erfordert, um die wissenschaftliche Praxis zu verbessern.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungDie Einführung des statistischen Signifikanztests durch Fisher (Fisher, 1926) markierte einen Wendepunkt in der empirischen Forschung, wobei sich der p-Wert (insbesondere \(p\hspace{0.17em}<\hspace{0.17em}\text{0,05}\)) rasch zur dominierenden Entscheidungsgrundlage entwickelte. Mit der normativen Etablierung eines festen Schwellenwerts durch Neyman und Pearson wurde das ursprünglich als heuristisch gedachte Instrument schrittweise ritualisiert: Die Dichotomisierung von Ergebnissen in „signifikant“ oder „nicht signifikant“ führte zu einer Vereinfachung komplexer empirischer Sachverhalte und verdrängte die kontextuelle sowie inhaltliche Einordnung der Ergebnisse. Im Rahmen einiger methodenkritischer Debatten wird diese Praxis als Quelle für Missverständnisse und Fehlanreize identifiziert, etwa durch p-Hacking und Publikationsbias, die eine strukturelle Verzerrung des Forschungsstandes begünstigen.Das zentrale Defizit liegt darin, dass der p-Wert häufig falsch interpretiert und die Unsicherheit wissenschaftlicher Befunde ausgeblendet wird. So wird zum Beispiel durch die Replikationskrise aufgezeigt, dass signifikante Ergebnisse nicht zwangsläufig robuste Evidenz erzeugen. Es gibt verschiedene Reformvorschläge wie einen Verzicht auf strikte Signifikanzschwellen zugunsten eines multiperspektivischen Evidenzbegriffs, welcher Effektgrößen, Konfidenzintervalle und kontextbezogene Bewertung einbezieht. Bayesianische Ansätze erweitern die Methodik durch Einbeziehung von Vorwissen. Größer gedacht erscheint zudem eine strukturelle Veränderung von Anreizsystemen und die Intensivierung statistischer Ausbildung notwendig, um Unsicherheiten als Bestandteil wissenschaftlicher Praxis zu re-etablieren und so die Abkehr vom mechanischen Signifikanzritual zu vollziehen. -
Äquivalenzbetrachtungen ausgewählter Defuzzifizierungsverfahren
Sebastian HerzogIn diesem Fachbeitrag werden zwei zentrale Defuzzifizierungsmethoden, das Niveau-Ebenen-Verfahren und die Flächenschwerpunktmethode, detailliert verglichen. Der Autor untersucht die Bedingungen, unter denen beide Verfahren äquivalente Ergebnisse liefern, insbesondere bei symmetrischen Trapezformen. Durch analytische Betrachtungen und numerische Beispiele wird gezeigt, wie die Flächenschwerpunktmethode die gesamte Zugehörigkeitsfunktion abbildet und hochgradige Zugehörigkeiten stärker gewichtet. Das Niveau-Ebenen-Verfahren hingegen approximiert die Flächenschwerpunktmethode durch diskrete Betrachtungen ausgewählter Alpha-Niveau-Mengen und zeichnet sich durch geringere Rechenkomplexität und höhere Transparenz aus. Der Beitrag diskutiert die Vor- und Nachteile beider Methoden und deren Eignung für verschiedene Anwendungsfälle. Abschließend wird die praktische Relevanz der Erkenntnisse für die Auswahl geeigneter Defuzzifizierungstechniken in unscharfen Bewertungs- und Entscheidungsmodellen hervorgehoben.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungUnscharfe Bewertungs- und Entscheidungsmodelle (z. B. unscharfe Regelsysteme) basierend auf der Fuzzy-Set-Theorie dienen dazu, komplexe Bewertungs- und Entscheidungssituationen mit vagen Informationen (computergestützt) zu verarbeiten. Dabei werden (ggf.) scharfe Inputwerte mithilfe von Zugehörigkeitsfunktionen in sogenannte unscharfe Mengen überführt, mit denen sich linguistische Ausdrücke, wie „gering“, „mittel“ oder „hoch“ mathematisch beschreiben lassen. Um aus den verarbeiteten unscharfen Informationen (ggf.) präzise Bewertungs- oder Entscheidungswerte abzuleiten, werden Defuzzifizierungsverfahren eingesetzt. In der Literatur existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze zur Defuzzifizierung, deren Auswahl stets in Abhängigkeit vom jeweiligen Anwendungszweck zu erfolgen hat. Der vorliegende Beitrag fokussiert sich mit der Betrachtung des Niveau-Ebenen-Verfahrens und der Flächenschwerpunktmethode auf einen gezielten Vergleich zweier solcher Verfahren. Ziel des Beitrags ist es, die methodischen Beziehungen sowie potenziellen Äquivalenzbedingungen zwischen zwei etablierten Defuzzifizierungsmethoden systematisch zu analysieren. Aufbauend auf einer strukturierten Analyse typischer Zugehörigkeitsfunktionsverläufe werden beide Verfahren sowohl theoretisch als auch anhand numerischer Beispiele verglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, situationsspezifisch eine geeignete Defuzzifizierungstechnik für betriebliche Bewertungs- und Entscheidungssysteme auszuwählen.
-
-
Backmatter
- Titel
- Zwischen Wissen und Nichtwissen
- Herausgegeben von
-
Sebastian Herzog
Kim Michelle Staufenbiel
Tobias Volkmer
Olga Metzger-Volkmer
- Copyright-Jahr
- 2026
- Electronic ISBN
- 978-3-658-50111-2
- Print ISBN
- 978-3-658-50110-5
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-50111-2
Die PDF-Dateien dieses Buches wurden gemäß dem PDF/UA-1-Standard erstellt, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Dazu gehören Bildschirmlesegeräte, beschriebene nicht-textuelle Inhalte (Bilder, Grafiken), Lesezeichen für eine einfache Navigation, tastaturfreundliche Links und Formulare sowie durchsuchbarer und auswählbarer Text. Wir sind uns der Bedeutung von Barrierefreiheit bewusst und freuen uns über Anfragen zur Barrierefreiheit unserer Produkte. Bei Fragen oder Bedarf an Barrierefreiheit kontaktieren Sie uns bitte unter accessibilitysupport@springernature.com.