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2022 | Book

Beyond Agile

Ein neues System der Unternehmensorganisation in der Praxis

Authors: Prof. Dr. Alexander Güttler, Tobias Bruse

Publisher: Springer Berlin Heidelberg

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About this book

Streng hierarchische Führung oder total agile Demokratie? Die Unternehmensorganisation der Zukunft muss beides können. Wie das gelingen kann, beschreibt dieses Fachbuch ausführlich – in einem neuen Organisationsmodell, das beide Herangehensweisen situativ möglich macht. Und damit einen systemischen Brückenschlag zwischen „alter“ und „neuer“ Welt schafft.

Dabei gibt das Buch einen Überblick über aktuelle Formen klassischer sowie agiler Organisationsmodelle. Es beleuchtet die Entwicklung gängiger Organisationsformen von komplexen Hierarchien über Lean und Scrum bis hin zur Holokratie. Anschließend wird das innovative Konzept beschrieben, das die besten Ansätze vereint: situativ statt festgelegt, systemisch statt hierarchisch, lateral statt vertikal. Praxisnah am Beispiel einer Unternehmensberatung und Kreativagentur, die dieses Organisationsmodell seit über sieben Jahren lebt. Das Ergebnis? Beyond Agile.

Table of Contents

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Akribisch durchgeplante, hierarchische und „leane“ Organisationsformen auf der einen Seite. Hochflexible, demokratische und agile Strukturen auf der anderen Seite. Was wie ein diametraler Gegensatz klingt, muss in der Praxis nicht zwingend einer sein. Beim Blick in die Zukunft der Unternehmensorganisation geht es viel eher um den Brückenschlag von der Effizienz klarer Strukturen und der Innovationskraft dynamischer Systeme. Die Unternehmensberatung und Kreativagentur komm.passion übt sich seit 2014 in einem solchen Brückenschlag. Die besten Ansätze aus beiden Welten, die besten Methoden aus verschiedenen Modellen, wurden in ein System überführt. Dieses System ist keinesfalls theoretisch-akademisch geplant, sondern in der Praxis gewachsen. Mit einer Erkenntnis: Streng hierarchische Führung und agile Demokratie innerhalb einer Organisation schließen sich nicht aus – wenn das richtige System dahintersteht. Begleiten Sie uns auf einer Reise, bei der Freude an der eigenständigen Arbeit, Verantwortungsbewusstsein, hohe Innovationsfähigkeit, klare Regeln und Strukturen, Flexibilität und durchgängige Effizienzorientierung eine wetterfeste Ehe eingegangen sind.
Alexander Güttler, Tobias Bruse
Kapitel 2. Die Heilige Ordnung – Hierarchien
Zusammenfassung
Hierarchien sind das älteste Führungsmodell sozialer Gefüge. Pyramidenförmig geschichtete Entscheidungsebenen haben sich von der antiken Familie bis zur Verwaltung ganzer Imperien so sehr bewährt, dass sie auch heute noch als selbstverständlich empfunden werden. Doch der Wirtschaftsstandard Hierarchie bringt eine Vielzahl an Nachteilen mit sich. Einer der größten: Ihre Eigendynamik in Richtung wachsender Komplexität. Wird nicht aktiv gegengesteuert, nimmt die Zahl an Hierarchieebenen fast zwangsläufig zu und damit auch der Aufwand der Hierarchie, sich selbst zu verwalten. Darunter leidet nicht nur die Kreativität. Es existieren – ebenfalls seit der Antike – demokratische Gegenbewegungen, welche die Gesellschaft vom Individuum denken und durch das Empowerment des Einzelnen erhebliche Kräfte freisetzen. In der Wirtschaft kommen diese Gegenbewegungen aber sehr spät an. Erst der hohe Wettbewerbs- und Innovationsdruck globalisierter Märkte erzwingt eine Neubewertung der hierarchischen Organisation und sorgt für die Entwicklung neuer Konzepte, mit denen diese Organisationsformen optimiert oder sogar abgelöst werden. Es geht um mehr Dynamik und höhere Kreativität.
Alexander Güttler, Tobias Bruse
Kapitel 3. Schlankheitskuren aus Asien
Zusammenfassung
In Zeiten, in denen es einem Unternehmen „gut“ geht, mag die eine oder andere – eigentlich nur dekorative – Abstimmungsschleife kein Problem sein. Doch bei erhöhtem Wettbewerbsdruck und Globalisierung, kann organisatorische Sorglosigkeit schnell zum Stolperstein werden. Das gilt auch in Zeiten begrenzter Mittel und Rohstoffe. Daher begann die Evolution der Unternehmensorganisation in der Nachkriegszeit in Asien. In ihrem Mittelpunkt steht ein Schlagwort: Effizienz. Von der Kärtchenrevolution „Kanban“ für die Produktion, über „Kaizen“, das systemische Verbessern in kleinen Schritten, bis hin zu KVP und RACI. RACI ist auch heute noch ein Standard-Modell zur Entwirrung von Verantwortlichkeiten in bestimmten Arbeitsprozessen. Dieses wird zum Beispiel eingesetzt, wenn es darum geht, Unternehmen „leaner“ zu machen. Im Lean-Management geht es im Kern um die Ausdünnung unnötiger Hierarchie- und Personalstrukturen zugunsten größerer Effizienz. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen „Schlankheitskuren“ der letzten Jahrzehnte.
Alexander Güttler, Tobias Bruse
Kapitel 5. Ein systemischer Brückenschlag
Zusammenfassung
Modelle zur Optimierung hierarchischer Strukturen wie Kanban und Kaizen lassen sich eigentlich nicht mit basisdemokratischen Gegenentwürfen wie Soziokratie oder Holakratie vereinbaren. In der Praxis wird aber genau das versucht, um die Vorteile einer straffen, transparenten Organisation mit der Kreativität eigenbestimmter Teams zu kombinieren. Einen theoretischen Unterbau erhalten diese Versuche durch systemische Konzepte, welche das in demokratischen Ansätzen meist ausgeblendete Problem der Führung angehen. Dieses wird beispielsweise im Sankt Galler Management-Modell thematisiert. Es geht um ein neues Verständnis von Führung, dass systemisch statt hierarchisch ist und nicht (nur) vertikal, sondern auch lateral funktionieren kann. Was das bedeutet, erklärt dieses Kapitel.
Alexander Güttler, Tobias Bruse
Kapitel 6. komm.passion – Eine Agentur erfindet sich neu
Zusammenfassung
Seit 2014 arbeitet die Unternehmensberatung und Kreativagentur komm.passion in einem System, das die beiden Trendwellen rund um Effizienz und Agilität der letzten Jahre vereint. Dieses System bedient sich verschiedener Facetten, Aspekte und Methoden der bekannten Konzepte. komm.passion hat sich von einer klassischer Silo-Matrix zur lateralen Cloud entwickelt, in der sich alle Mitarbeiter:innen standortübergreifend und flexibel als Kreise rund um die Kundenprojekte oder internen Aufgaben organisieren. Im Zentrum steht das PO-System, denn jedes Projekt hat genau einen „Project Owner“ – der für das Projekt verantwortlich ist, sein Team zusammenstellt und Aufgaben verteilt. Parallel dazu gibt es das Mentoren-System auf der HR-Seite. Denn Mitarbeiterführung- und entwicklung in lateralen Organisationen funktioniert nicht entlang disziplinarischer Führungslinien. Der dritte zentrale systemische Aspekt ist das Kompetenz-System, über das Wissen erhalten, verteilt und aufgebaut wird. Dieses Kapitel zeigt, wie das komm.passion-System im Detail funktioniert und was die Agentur seit 2014 bei ihrem Brückenschlag aus Effizienz und Agilität gelernt hat.
Alexander Güttler, Tobias Bruse
Kapitel 8. Ausblick
Zusammenfassung
Ein Grundgedanke der Agilität ist sinngemäß: „Fertig gibt’s nicht.“ Dementsprechend sind weder das System bei komm.passion noch das 3A-Modell der Heilige Gral der Unternehmensorganisation. Aber sie sind ein entscheidender Brückenschlag zur Verbindung der „alten und neuen Welt“ von Unternehmensorganisation. Dieser Brückenschlag kann in Zukunft wohlmögliche Basis für weitere Modelle und Systeme werden, die weit mehr sind als „agil“.
Alexander Güttler, Tobias Bruse
Metadata
Title
Beyond Agile
Authors
Prof. Dr. Alexander Güttler
Tobias Bruse
Copyright Year
2022
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65034-9
Print ISBN
978-3-662-65033-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65034-9

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