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2016 | OriginalPaper | Chapter

2. Eine kurze Geschichte der KI

Author: Klaus Mainzer

Published in: Künstliche Intelligenz – Wann übernehmen die Maschinen?

Publisher: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

Ein Automat ist im antiken Sprachgebrauch ein Apparat, der selbstständig (autonom) agieren kann. Selbsttätigkeit charakterisiert nach antiker Auffassung lebende Organismen. Berichte über hydraulische und mechanische Automaten werden bereits in der antiken Literatur vor dem Hintergrund der damaligen Technik erwähnt. In der jüdischen Tradition wird Ende des Mittelalters der Golem als menschenähnliche Maschine beschrieben. Mit Buchstabenkombinationen des „Buchs der Schöpfung“ (hebr.: Sefer Jezira) kann der Golem programmiert werden – zum Schutz des jüdischen Volkes in Verfolgungszeiten.
Mit Beginn der Neuzeit wird Automation technisch‐naturwissenschaftlich angegangen. Aus der Renaissance sind Leonardo da Vincis Konstruktionspläne für Automaten bekannt. Im Zeitalter des Barocks werden Spielautomaten auf der Grundlage der Uhrmachertechnik gebaut. P. Jaquet‐Droz entwirft ein kompliziertes Uhrwerk, das in eine menschliche Puppe eingebaut war. Seine „Androiden“ spielen Klavier, zeichnen Bilder und schreiben Sätze. Der französische Arzt und Philosoph J. O. de Lamettrie bringt die Auffassung von Leben und Automaten im Zeitalter der Mechanik auf den Punkt: „Der menschliche Körper ist eine Maschine, die ihre (Antriebs‐)Feder selbst spannt“ [1]. ...
Literature
1.
go back to reference de La Mettrie JO (2009) L’homme machine / Die Maschine Mensch. Meiner, Hamburg (übers. u. hrsg. v. C. Becker) de La Mettrie JO (2009) L’homme machine / Die Maschine Mensch. Meiner, Hamburg (übers. u. hrsg. v. C. Becker)
2.
go back to reference Leibniz GW (1996) Philos. Schr. VII. Olms, Hildesheim, S 32 (hrsg. C.I. Gerhardt, repr.) Leibniz GW (1996) Philos. Schr. VII. Olms, Hildesheim, S 32 (hrsg. C.I. Gerhardt, repr.)
3.
go back to reference Babbage C (1975) On the mathematical powers of the calculating engine. In: Randell B (Hrsg) The Origins of Digital Computers – Selected Papers. Springer, Berlin, S 17–52 (unpublished manuscript, Dec. 1837) Babbage C (1975) On the mathematical powers of the calculating engine. In: Randell B (Hrsg) The Origins of Digital Computers – Selected Papers. Springer, Berlin, S 17–52 (unpublished manuscript, Dec. 1837)
4.
go back to reference Lovelace C (1842) Translator’s notes to an article on Babbage’s Analytical Engine. Scientific Memoirs 3:691–731 (hrsg. V. R. Taylor) Lovelace C (1842) Translator’s notes to an article on Babbage’s Analytical Engine. Scientific Memoirs 3:691–731 (hrsg. V. R. Taylor)
5.
go back to reference Zuse K (1936) Verfahren zur selbsttätigen Durchführung von Rechnungen mit Hilfe von Rechenmaschinen. Deutsche Patentanmeldung Z 23624 (11. April 1936) Zuse K (1936) Verfahren zur selbsttätigen Durchführung von Rechnungen mit Hilfe von Rechenmaschinen. Deutsche Patentanmeldung Z 23624 (11. April 1936)
6.
go back to reference Turing AM (1936–1937) On computable numbers, with an application to the Entscheidungsproblem. Proc London Math Soc Ser 2(42):230–265 Turing AM (1936–1937) On computable numbers, with an application to the Entscheidungsproblem. Proc London Math Soc Ser 2(42):230–265
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go back to reference Turing AM (1987) Computing machinery and intelligence (1950). In: Turing AM (Hrsg) Intelligence Service. Schriften. Brinkmann u. Bose, Berlin, S 147–182 Turing AM (1987) Computing machinery and intelligence (1950). In: Turing AM (Hrsg) Intelligence Service. Schriften. Brinkmann u. Bose, Berlin, S 147–182
8.
go back to reference Feigenbaum EA, Feldman J (1963) Computers and Thought. McGraw-Hill, New York Feigenbaum EA, Feldman J (1963) Computers and Thought. McGraw-Hill, New York
9.
go back to reference Mainzer K (1985) Der Intelligenzbegriff in erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Sicht. In: Strombach W, Tauber MJ, Reusch B (Hrsg) Der Intelligenzbegriff in den verschiedenen Wissenschaften. Schriftenreihe der Österreichischen Computer Gesellschaft, Bd. 28. Oldenbourg, Wien, S 41–56 Mainzer K (1985) Der Intelligenzbegriff in erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Sicht. In: Strombach W, Tauber MJ, Reusch B (Hrsg) Der Intelligenzbegriff in den verschiedenen Wissenschaften. Schriftenreihe der Österreichischen Computer Gesellschaft, Bd. 28. Oldenbourg, Wien, S 41–56
10.
go back to reference Weitere Quellen zu den historischen Wurzeln der KI in K. Mainzer (1994), Computer – Neue Flügel des Geistes? Die Evolution computergestützter Technik, Wissenschaft, Kultur und Philosophie. De Gruyter, Berlin/New York, S 103 ff. Die Entwicklung der KI in den 1990er Jahren ist dokumentiert in der deutschen KI-Zeitschrift „Künstliche Intelligenz“ des Fachbereichs 1 der Gesellschaft für Informatik e. V. Weitere Quellen zu den historischen Wurzeln der KI in K. Mainzer (1994), Computer – Neue Flügel des Geistes? Die Evolution computergestützter Technik, Wissenschaft, Kultur und Philosophie. De Gruyter, Berlin/New York, S 103 ff. Die Entwicklung der KI in den 1990er Jahren ist dokumentiert in der deutschen KI-Zeitschrift „Künstliche Intelligenz“ des Fachbereichs 1 der Gesellschaft für Informatik e. V.
Metadata
Title
Eine kurze Geschichte der KI
Author
Klaus Mainzer
Copyright Year
2016
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-48453-1_2

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