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1.1 Problemstellung Der Boden ist als oberste Schicht der Erdkruste die Grundlage aller Lebens­ aktivitäten. Seit Jahrtausenden wird er vom Menschen genutzt und dadurch nachhaltig geprägt. Die Entwicklung der modernen Industriegesellschaft mit einer damit einhergehenden Erhöhung der Nutzungsintensität hat diese natür­ liche Lebensgrundlage jedoch besorgniserregend gefährdet. Die Belastungen beschränken sich dabei nicht nur auf hochindustrialisierte Länder, sondern treten weltweit auf. Die Schadstoffbelastung der Böden, der Landschaftsver­ brauch, aber auch die Versteppung, Versalzung, Erosion oder die Ver­ drängung zweckmäßiger Bodennutzungen auf immer ärmere Standorte sind Probleme, deren Bedeutung sich jeder bewußt machen muß und die auf allen Ebenen der Umweltpolitik angegangen werden müssen. Die Bundesrepublik hat sich dieser Aufgabe im Vergleich zu dem seit rund 100 Jahren institutionalisierten Gewässer-und Immissionsschutz relativ spät angenommen. Erst Mitte der 80er Jahre ist der Bodenschutz in das Blickfeld öffentlichen Interesses gerückt. Sichtbare Erfolge der in der "Bodenschutzkonzeption" von 1985 propagierten ,,Leitlinien des Boden­ schutzes", beschränken sich jedoch weitgehend auf die Altlastenbehandlung.

Table of Contents

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Boden ist als oberste Schicht der Erdkruste die Grundlage aller Lebensaktivitäten. Seit Jahrtausenden wird er vom Menschen genutzt und dadurch nachhaltig geprägt. Die Entwicklung der modernen Industriegesellschaft mit einer damit einhergehenden Erhöhung der Nutzungsintensität hat diese natürliche Lebensgrundlage jedoch besorgniserregend gefährdet. Die Belastungen beschränken sich dabei nicht nur auf hochindustrialisierte Länder, sondern treten weltweit auf. Die Schadstoffbelastung der Böden, der Landschaftsverbrauch, aber auch die Versteppung, Versalzung, Erosion oder die Verdrängung zweckmäßiger Bodennutzungen auf immer ärmere Standorte sind Probleme, deren Bedeutung sich jeder bewußt machen muß und die auf allen Ebenen der Umweltpolitik angegangen werden müssen.
Sabine Kühner

2. Die Dimension des Bodenschutzes

Zusammenfassung
Der Boden kann schon lange nicht mehr als das „vergessene Umweltmedium“ bezeichnet werden. Zu deutlich sind inzwischen die ökologischen wie auch finanziellen Probleme zu Tage getreten, die infolge der Bodenbelastungen entstanden sind. Berechnungen über die Kosten der Bodenzerstörung in den alten Bundesländern belaufen sich über 22–60 Mrd. DM jährlich1. Hinzu kommen enorme Bodenbelastungen in den neuen Ländern, deren Anteil an der Gesamtfläche auf ca. 42% geschätzt wird2. Seit der Vorlage der Bodenschutzkonzeption 1985 durch die Bundesregierung sind in zahlreichen Ländern und Kommunen Bodenschutzprogramme erstellt worden. Darüber hinaus haben Baden-Württemberg und Sachsen Bodenschutzgesetze erlassen. In Berlin, Hessen und auf Bundesebene liegen Gesetzesentwürfe zum Bodenschutz vor.
Sabine Kühner

3. Die Raumordnung und ihre ökologische Dimension

Zusammenfassung
„Ökologische Neuorientierung der Raumordnung“ als weiterer Beleg für den derzeitig inflationären Gebrauch der Begriffe „Ökologie” bzw. „ökologisch“?
Sabine Kühner

4. Raumordnung und Bodenschutz — Handlungsauftrag und Handlungsinstrumente

Zusammenfassung
Die Erörterung des Themenfeldes Bodenschutz hat gezeigt, daß der Boden vielfältigen Belastungen ausgesetzt ist. Sie alle resultieren aus seiner direkten oder indirekten Nutzung. Die Prioritäten der Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung liegen demzufolge auf nutzungsbezogenen Handlungsansätzen:
  • Minimierung von problematischen Stoffeinträgen (qualitativer Bodenschutz)
  • Trendwende im Landverbrauch (quantitativer Bodenschutz)1.
Sabine Kühner

5. Die Weiterentwicklung der Raumordnung zu einer „Bodenschutzplanung“

Zusammenfassung
Die Erstellung von Bodeninformationsgrundlagen und ihre Auswertung für planerische Zwecke stehen bislang im Vordergrund wissenschaftlichen Forschungsinteresses. Die Erarbeitung von Strategien zur Umsetzung der Bodenschutzkonzepte bzw. -maßnahmen in die aktuellen Prozesse räumlicher Planung wird dagegen eher vernachlässigt. Es kann jedoch gerade die Durchsetzung einer potentialgerechten Nutzung als eines der wesentlichen Probleme des Bodenschutzes angesehen werden.
Sabine Kühner

6. Abschließende kritische Betrachtung

Zusammenfassung
Die Bodenschutzdiskussion ist von zwei zentralen Leitprinzipien bestimmt:
  • dem Vorsorgeauftrag und
  • der Querschnitts- und Koordinationsaufgabe.
Sabine Kühner

7. Literaturverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Sabine Kühner

8. Anhang

Ohne Zusammenfassung
Sabine Kühner

Backmatter

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