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2017 | OriginalPaper | Chapter

Im Schwebezustand reisen

Auslandstournee (2000) von Ayşe Polat

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Möchte man die gesellschaftstreibende Kraft von Migration verstehen, so lohnt besonders ein Blick auf das Phänomen, die sie am ehesten als solche auszeichnet: das Reisen. Der in einer der produktivsten Phasen des Migrant_innenkinos entstandene Film Auslandstournee der deutsch-kurdischen Filmemacherin Ayşe Polat stellt das Unterwegssein in den Mittelpunkt der Road-Movie-Story um einen schwulen Migranten, der einem kleinen Mädchen hilft, seine Mutter zu finden. Der Film bringt das subversive Potential von Hybridität (Bhabha) und Transkulturalität an die Oberfläche, irritiert und bereichert damit aber auch gleichzeitig Identitätspolitiken, kulturelle Bilderrepertoires (Silverman) und Repräsentationsregime (Hall), die festlegen, wie und was wir als die Wirklichkeit der Migration wahrnehmen und gestalten. Der vorliegende Artikel arbeitet in Anlehnung an postkoloniale Theorien jene Lektüre des Films heraus, die hilft, seine subversiven Repräsentationspolitiken sichtbar zu machen.

Metadata
Title
Im Schwebezustand reisen
Author
Martina Priessner
Copyright Year
2017
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-15352-6_14