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13-03-2014 | Innovationsmanagement | Im Fokus | Article

So werden Sie kreativer

Author:
Andreas Nölting
2 min reading time

Kreativitäts-Blockade im Unternehmen: Viele Innovationsprozesse scheitern schon an der internen Organisation, zeigt eine Studie. Das Pyramidenprinzip hilft dabei, kreative Ideen zu entwickeln.

Der Mittelstand gilt gemeinhin als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft schlechthin. Gepriesen wird der legendäre Tüftler, der es mit seiner Idee, seiner Schaffenskraft und seinem kaufmännischen Wissen aus der deutschen Provinz zum Weltmarktführer gebracht hat.

Der Unternehmensberater und Wirtschaftsprofessor Hermann Simon hat viele erfolgreiche Mittelständler in Deutschland identifiziert und sie als "Hidden Champions“ bezeichnet. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie mit ihren Produkten Weltmarktführer sind (zumindest unter den ersten Dreien), einen Umsatz von weniger als drei Milliarden Euro haben und in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind. Beispiele für diese edle Kategorie sind: Die Basler AG in Ahrensburg (Mikroelektronik), Johannes Klais Orgelbau in Bonn oder die Heraeus Holding aus Hanau (Edelmetalle).

Die Angst vor dem Neuen

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Doch einer Studie des Marktforschungsinstituts Forsa (im Auftrag der Altana Gruppe) ist es um die Innovationsfähigkeit der deutschen Industrie nicht gut bestellt. Den Firmen mangele es an einer Innovationskultur, heißt es, was gerade jungen, kreativen Talenten zu schaffen mache. Nur zwei von fünf befragten Managern geben ihrem Unternehmen für die Innovationsfähigkeit gute Noten - kein gutes Zeugnis.

Warum so viele Innovationsprozesse scheitern und was Manager dagegen tun sollten, beschreiben Gerhard Schewe und Stefan Becker in ihrem Buch "Innovationen für den Mittelstand“. Es sind vor allem innerbetriebliche Prozesse, die die Kreativität der Mitarbeiter häufig bremsen. Die Autoren nennen etwa "Organisationsbarrieren“ wie das Problem des "Nicht-Voneinander-Wissens“ als einen Grund. Die fehlende Übersicht in einem Unternehmen über das große Ganze führe so zu suboptimalen Ergebnissen im Innovationsprozess. Dann gebe es Fälle, in denen Angestellte nicht miteinander arbeiten wollten, weil sie aus unterschiedlichen Denkwelten kommen – etwa Techniker und Kaufleute.

Die Innovationsblockade bremst

Auch Angst kann den Innovationsprozess bremsen. So unterstütze nicht jeder Mitarbeiter widerspruchslos den Appell, sich von bisher praktizierten Verhaltensweisen oder erfolgreichen Produkten verabschieden zu müssen. Aus Furcht vor Konsequenzen verschließen sich viele Mitarbeiter den Neuerungen. Es kommt zu einer Innovationsblockade.

Erfolgreiches Innovationsmanagement hingegen erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Als eines der Werkzeuge stellen die Autoren das Pyramidenprinzip vor, das aus der Beratungspraxis stammt. Der Aufbau einer solchen Pyramide hilft, die komplexen Sachverhalte einfach und klar zu strukturieren. Es sollten zunächst nur die Vorschläge beherzigt werden, die simpel und mit minimalen Ressourcen umsetzbar seien. Schon so könnten Erfolge im Innovationsmanagement erreicht werden.

 

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