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20-10-2016 | Recycling | Im Fokus | Article

Verfechter des Baustoffrecyclings werden geehrt

Author: Christoph Berger

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Zwei der drei diesjährigen Preisträger des Deutschen Umweltpreises kommen aus dem Bauwesen. Beide, Angelika Mettke und Walter Feeß, beschäftigen sich mit dem Recycling von Baustoffen.

Professorin Dr. Angelika Mettke lehrt an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im Arbeitsgebiet Bauliches Recycling. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Analyse von ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen zur Vermeidung, Verminderung und hochwertigen Verwertung von Bauabfällen. Walter Feeß ist Geschäftsführer der Heinrich Feeß GmbH & Co. KG in Kirchheim/Teck. Laut Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zählt auch er zu den Wegbereitern für Recycling-Beton.

Das Kreislaufprinzip ist besonders für die ökologische Qualität und daraus folgend auch für die ökonomische Qualität relevant. Es besagt lineare Stoffströme in ein zirkuläres Stoffstromsystem mit kaskadischer Stoffverwertung einzubetten.
(Aus dem Kapitel "Neue Abwicklungsformen im Hochbau und Infrastrukturbereich – Lebenszyklusorientierung“ des Springer-Fachbuchs „Projektabwicklung in der Bauwirtschaft – prozessorientiert")

DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann betonte: "Für konventionellen Beton werden Schotter und Kies in großen Gruben abgebaut. Der Flächenverbrauch ist immens und hinterlässt karge Landschaften, die aufwendig für die Natur wieder hergestellt werden müssen. Außerdem gehen wertvolle land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen verloren. Altbeton aus Abbruch-Bauten für Recycling-Beton zu verwenden, ist ein wichtiges Standbein, um den Flächenverbrauch einzudämmen und Deponien zu entlasten."

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Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz

Die Entwicklung hin zu einem verantwortungsvollen Umgang und Bauen beschreibt auch Gerhard Girmscheid im Kapitel "Neue Abwicklungsformen im Hochbau und Infrastrukturbereich – Lebenszyklusorientierung" des Springer-Fachbuchs "Projektabwicklung in der Bauwirtschaft – prozessorientiert". Darin geht er unter anderem auch auf das Verantwortungsprinzip, die ökologische Qualität – "durch die Verwendung von Baustoffen mit geringer grauer Energie und von grossteils rezyklierten und rezyklierbaren Materialien können sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile generiert werden und somit kann die Produktproduktivität der Gebäude und Infrastrukturen drastisch gesteigert werden" –, das Kreislaufprinzip und das Material ein. Zum Beispiel schreibt er: "Einerseits ist der vermehrte Einsatz von rezykliertem Material im Projekt zu fördern. Dies kann durch gezielte Ausschreibung erfolgen. Bei Metallkonstruktionen können beispielsweise rezyklierte Metalle mit Zertifikatnachweis, dass diese aus dem Recyclingprozess stammen, verlangt werden. Auch im Massivbau kann gezielt Recyclingbeton in der Ausschreibung nachgefragt werden." Im Kapitel "Geräte zur Betonherstellung und Betonverteilung" des Springer-Fachbuchs "Maschinen im Baubetrieb" wird "Restbetonrecycling" thematisiert – mitsamt dem dafür notwendigen Gerät.

Mit ihrem ausdauernden Einsatz für das Baustoffrecycling sei es Mettke und Feeß gelungen, den Rohstoffverbrauch in nachhaltige Bahnen zu lenken. Sie würden so einen kontinuierlich und großartigen Beitrag zum Schutz unserer Ressourcen und zum Klimaschutz leisten, erklärte Bottermann weiter.

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