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Bürobau

weitere Buchkapitel

Kapitel 6. Teilnehmende Beobachtung Preisgericht Justizzentrum

Um herauszufinden, um welche Art der Informationsgewinnung und Erkenntnis es sich bei einem Preisgericht handeln könnte, verfolgt die vorliegende Arbeit einen beispielhermeneutischen Ansatz. Die Beobachtungen des Autors aus der teilnehmenden Beobachtung von Preisgerichtsverfahren sind das empirische Material, auf das sich die Auswertungen stützen. Damit werden die konkrete, einmalige Situation der Entwurfsbewertung und das damit verbundene spontane Sprechen der Preisrichter für die Untersuchung zugänglich.

Marcus van Reimersdahl

Kapitel 9. Die Wirtschaft

Treffen zwei Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinander, neigen sie dazu, das Verhalten ihres Gegenübers anhand ihrer eigenen Einstellungen und Werte zu interpretieren. Zugleich trägt auch jeder Mensch bestimmte Vorstellungen über andere Nationen und Kulturen in sich. Der Deutsche ist fleißig und sehr präzise, was wiederum oft als übertriebener Perfektionismus gewertet wird.

Enikö Bucs, Hatto Brenner

Kapitel 7. Qualitätsmanagement

Bauinvestitionen werden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Dabei haben die Auftraggeber ein vorrangiges Interesse daran, das von ihnen vorgegebene Gestaltungs-, Funktions- und Qualitätsziel mit einem möglichst geringen Aufwand zu realisieren, was man im übertragenen Sinne als Maximalprinzip bezeichnen könnte. Die Auftragnehmer verfolgen vorrangig das Ziel, die vom Auftraggeber definierten Anforderungen mit einem möglichst geringen Aufwand zu erfüllen (Minimalprinzip).

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Akzeptanz von Lean Construction auf Baustellen

Dieses Kapitel liefert dem Leser ein Stimmungsbild aus vier Großprojekten im Industriebau. Dabei werden die Beteiligten täglicher Abstimmungsrunden zu ihrer Einschätzung eines Kanban-Board-basierten Systems in ihren Lean Construction-Projekten befragt. Die Interviewpartner beschreiben in qualitativen Interviews die Wirkungsweise des Systems in ihrer täglichen Arbeit und erklären die Zusammenhänge von großteils weichen Aspekten, die sich aus einer neuen Form der Zusammenarbeit ergeben. Dabei zielen die Antworten auf die Bedeutung von Kommunikation und Vertrauen im Projektteam ab. Sie weisen aber auch auf einen verbesserten Überblick des Projektablaufs, die Einhaltung von Prognosen und die Unterstützung in der eigenen Ablaufplanung hin. Das Kanban-Board wird hier als Mittel für eine Steigerung der eigenen Leistung im Bauprojekt bestätigt.Viele Kritiker sehen gerade in der Akzeptanz von Lean Construction auf Baustellen eine große Herausforderung. Stolze Mitarbeiter der Baubranche stehen neuen Steuerungsmechanismen tatsächlich oft kritisch gegenüber. Zudem trägt die englische Bezeichnung „Lean Construction“ zur Verstärkung der Ablehnung bei, wird dahinter doch ein Managementansatz vermutet, der mit Rationalisierung und steigendem Druck auf die Beteiligten einhergehen könnte.In der Tat zeigt die Erfahrung in Bauprojekten, die bisher noch keine Berührung mit Lean Construction hatten, dass die Ablehnung zu Beginn groß ist. Das bereits in Beitrag Fiedler, „Lean Thinking“ zuvor angesprochene Management-Commitment ist hier der entscheidende Motivator, um ein Team zu Beginn eines Projektes zur Mitarbeit zu bewegen. Nachhaltig ist sanfter Druck in der Startphase aber nicht, zur weiteren Motivation hilft nur die Erkenntnis der Projektbeteiligten, einen tatsächlichen Mehrwert aus den neuen Ansätzen zu ziehen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass die Einführung von Lean Construction in Bauprojekten meist nach kurzer Zeit wegen fehlender Akzeptanz bei den Ausführenden zum Erliegen kommt. Dabei identifiziert die Studie vor allem die fehlende Schulung der betroffenen Mitarbeiter als Hauptgrund für das Scheitern, also eine mangelnde Qualifikation. Die Mitarbeiter erhalten zu Beginn des Projekts nicht das notwendige Handwerkszeug, um ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge und die Vorteile entwickeln zu können. Aus der Argumentationskette der Motivation von Können, Wollen und Dürfen geht hervor, dass Mitarbeiter zu Anfang vielleicht ein Lean Construction-Projekt ausführen wollen und dürfen, das Können wird aber nicht vermittelt. Nach kurzer Zeit führt das zu Frustration, die in bleibender Ablehnung der Methodik und Denkweise mündet.Der gegenteilige Effekt zeigt sich dagegen in Projekten, bei denen die Projektbeteiligten schlanke Bauprozesse als eine Form der eigenen Optimierung entdeckt haben. Mitarbeiter, die mit dem notwendigen Wissen um die Mechanismen und einem entsprechenden Entscheidungsspielraum ausgestattet sind, erkennen in der Zusammenarbeit mit Kollegen die Vorteile des Systems schnell für sich. Diese Mitarbeiter erhalten dadurch einen inneren Antrieb, in einem Lean Construction-Projekt das Optimum für ihr Gewerk, zugleich aber auch den Erfolg des gesamten Projektes, zu erreichen.Dieses Kapitel soll dem Leser einen Einblick geben, worin Baubeteiligte den Mehrwert eines Lean Projektes für sich identifizieren und was sie zur Kooperation und Kollaboration mit anderen Gewerken bewegt. Dazu wurden in einer Studie Bauleiter von Nachunternehmern, Bauleiter von Generalunternehmern, Objektüberwacher, Projektsteurer und Planer in vier Projekten befragt. Alle Projekte waren von Anfang an als Lean Projekte aufgesetzt. Die Befragung fand gegen Ende des Projektes statt, sodass die Interviewten bereits längere Erfahrung damit hatten sammeln können.Die Interviews zielten auf qualitative Ergebnisse ab, die mit einem standardisierten Interviewleitfaden zu vorher definierten Variablen rund um die Arbeit mit einem Kanban-Board erhoben wurden. Das Kanban-Board ist dabei der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Es steht symbolisch für die neue Form der Zusammenarbeit in Projekten, Kollaboration und Kooperation sowie für die Ausrichtung auf ein gemeinsames Projektziel. Mit dem Kanban-Board wird Transparenz über den Ablauf der nächsten vier bis sechs Wochen erreicht, die allen Beteiligten den Bauablauf klar vor Augen führt. Solch eine Form der Transparenz liegt zu Beginn nicht im Interesse aller Gewerke, insbesondere diejenigen, die ein Projekt mit zu geringer Mannstärke oder einem zu geringen Maschineneinsatz planen, haben hier verständlicherweise Vorbehalte, ihre Defizite offenzulegen. Die Visualisierung der Ablaufplanung und die nachfolgende Synchronisation der Abläufe einzelner Gewerke führen zu einer schonungslosen Aufdeckung von Minderleistern, spätestens nach den ersten Tagen ihrer Leistungserbringung auf der Baustelle. Daher ist das Kanban-Board ein zentraler Bestandteil in Lean Construction-Projekten.Die Interviews zu dieser Studie erfolgten in der Regel in einem persönlichen Gespräch, teilweise aber auch per Telefon und dauerten jeweils mehr als eine Stunde.

Martin Fiedler

6. Instationäres Wärmeverhalten von Bauteilen und Gebäuden

Die Voraussetzungen für den Wärmetransportprozess „stationäre Wärmeleitung“ sind gleichbleibende Temperaturen zu beiden Seiten des Bauteils und die Abwesenheit von Wärmequellen oder -senken innerhalb des Bauteils. Es ist leicht nachvollziehbar, dass bei für ein Bauteil üblichen Randbedingungen diese Voraussetzungen typischerweise nicht gegeben sind.

Prof. Dr.-Ing. Anton Maas

Kapitel 20. Projektmanagement

Die Vorbereitung und Durchführung von Bauprojekten erfordert die Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Unabdinglich ist eine für die jeweilige Konstellation maßgeschneiderte Projektorganisation, ein wohlüberlegter terminlicher Ablauf sowie Termin- und Kostensteuerung bei gleichzeitiger Qualitätsüberwachung. Zur Umsetzung dieser Themen ist ein zielgerichtetes Projektmanagement erforderlich.

Sascha Kilb, Markus Weigold

13. Raumakustische Grundlagen für kleinere Räume

Vieles, was in Kap. 11 grundlegend ausgeführt ist, gilt auch für kleinere Räume, auch wenn Architekten und Fachplaner der akustischen Gestaltung in diesem Baubereich eine noch deutlich geringere Bedeutung beimessen. Geht es z. B. nur um Klassenzimmer, Büro-, Konferenz- oder Speiseräume, denken die meisten zwar an Schalldämmung (Minimierung der Übertragung von außen nach innen und hier von Raum zu Raum) aber kaum an Schalldämpfung (geeignete Absorption von Nutz- und Störschall im selben Raum). Ein Grund für diese Missachtung ist sicherlich, dass es für die Raumakustik leider keine baurechtlich verbindlichen Normen und Richtlinien gibt, wie sie seit Langem in DIN 4109-1989 und VDI 4100-2012 für die Bauakustik vorliegen. Dabei werden z. B. in Orchestergräben, Proben- und Unterrichtsräumen vielfach Schallpegel erzeugt, die weit über den an gewerblichen Arbeitsplätzen zulässigen liegen. Aber auch in vielen anderen Arbeitsbereichen mit hochqualifizierten und motivierten Arbeitnehmern herrschen unnötig hohe, ergonomisch und funktionell nicht zu verantwortende Dauerschallpegel. Es lässt sich leicht abschätzen, wie enorm der dadurch verursachte Verlust an Produktivität, die Zunahme von Fehlern, Ermüdung und Krankmeldungen ist (s. z. B. Stephenson 2009). Deshalb werden hier den kleinen Räumen zwei eigene Kapitel gewidmet, in denen es wieder um etwas von vorherrschenden Lehrmeinungen abweichende raumakustische Konzepte, um neuartige Schallabsorber sowie (Kap. 14) um mustergültige Fallbeispiele geht, die leicht zugänglich sind.

Helmut V. Fuchs

3. Local Workplaces

As noted in Chapter 1, the feasibility of corporate workplace models is analyzed against the backdrop of established local workplace models of Germany, USA and Japan, three countries representing three economic regions (Figure 3-1).

Martin Hodulak

5. Bürogebäude für die „Generation Y“ – Geschichtlicher Abriss der Corporate Architecture

Der Geist des sogenannten Taylorismus beziehungsweise Fordismus prägte das Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts und damit auch die Architektur. In der Spätphase der „Chicago School of Architecture“ gab es auch eine Absetzbewegung davon, die als Vorläufer eines Corporate Design beziehungsweise einer Corporate Architecture gelten kann. Heutzutage erschöpft diese sich nicht mehr nur darin, Muster von außen vorzugeben, sondern will einen identitätsstiftenden Unternehmensgeist aus den Arbeitsprozessen und der Belegschaft gewinnen.

Thomas Habscheid-Führer, Dr. Christian J. Grothaus

2.. Freizeit- und Handelseinrichtungen als Mittel der Unternehmenswerbung

Seit Ende der 1990er Jahre investieren einige global agierende Konsumgüterkonzerne verstärkt in den Bau imageorientierter Einzelhandels- und Unterhaltungseinrichtungen, die vom kleinen innerstädtischen Showroom bis zum großflächigen suburbanen Themenpark eine ganze Bandbreite verschiedener Formen umfassen. Bei allen Unterschieden bezüglich der Dimensionierung, Gestaltung und Nutzungskonzeption ist ihnen allen jedoch gemeinsam, dass sich der jeweilige Investor von seinem Projekt erhofft, Besuchern ein positives Erlebnis zu bieten, durch das die Kunden eine emotionale Präferenz für die beworbene Marke entwickeln. Da im Marketingbereich solche langfristig wirksamen Werbestrategien — abgeleitet vom englischen Wort für Marke, brand — als Branding bezeichnet werden, nennt man die Einzelhandels- und Unterhaltungseinrichtungen, die darauf ausgerichtet sind, den Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad bestimmter Marken zu erhöhen, dementsprechend Branding Center.1

4.. Sony Center Berlin

Das Sony Center Berlin ist ein multifunktionaler Großkomplex, der nicht nur die Europazentrale des japanischen Konzerns beherbergt, sondern auch Wohnungen, Einzelhandelsflächen, Entertainmenteinrichtungen und einen Showroom. Mit dieser Nutzungsmischung und seiner spektakulären Dachkonstruktion stellt das Branding Center das populärste Teilprojekt der Wiederbebauung des Quartiers am Potsdamer Platz dar. Dort errichtete Sony gemeinsam mit den Firmen Daimler und ABB sowie dem Milliard→ Otto Beisheim ein komplettes Stadtviertel, das als eines der umfangreichsten innerstädtischen Bauvorhaben der letzten Jahre in Europa gilt.

12. Planungssystematik und Projektmanagement

In allen Industrieunternehmen haben erhebliche Investitionen im Materialfluss für Transport-, Lager- und Informationssysteme in den letzten Jahren stattgefunden. Der Mechanisierungs- und Automatisierungsgrad hat einen hohen Stand erreicht. Umfangreiche Planungen sind erforderlich, damit diese langfristig festgelegten Investitionen technisch, wirtschaftlich und organisatorisch richtig und vertretbar sind. Da Güter, Kapazitäten, Raum, Personal, Zeit und Kapital der Verteuerung und Verknappung unterliegen, müssen sie rationell eingesetzt werden. Dies wird nur durch Planung erreicht.

III. Feuchte

Der Staat darf durch Vorschriften in das Baugeschehen nur dann eingreifen, wenn eine Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit der Menschen oder der Umwelt zu befürchten ist. In den Bauordnungen der Bundesländer wird in diesem Sinne Folgendes gefordert (Auszug aus BauO-NW) [54]:

Bauliche Anlagen ... sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und in Stand zu halten, dass

... insbesondere Leben, Gesundheit oder die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet sind (§ 3).

... durch Wasser, Feuchtigkeit ... Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen ... (§ 16).

F. Generationenmanagement

Im Einführungskapitel A.I wurde die allgemeine Notwendigkeit für Unternehmen, sich mit Generationenthemen auseinanderzusetzen, bereits ausführlich belegt. Die bisher erarbeiteten Erkenntnisse, insbesondere die Ergebnisse der Generationenmanagementstudie, bestätigen diese

Notwendigkeit

, die zusammengefasst aus folgenden Entwicklungen resultiert: Die Belegschaften altern und die Zahl der potenziell Erwerbstätigen sinkt aufgrund der fallenden Geburtenrate und der noch immer bestehenden Praxis der Frühverrentung. Gleichzeitig bestehen Probleme bei der Basisqualifikation der jungen, knapper werdenden Nachwuchskräfte und eine Lücke im Fachkräftenachwuchs. Die Sicherung der Innovationsfähigkeit hängt vom optimalen Einsatz dieser veränderten Alterszusammensetzung ab.

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Trotzdem werden vorhandene Potenziale insbesondere älterer Arbeitnehmern nicht ausgeschöpft. Die Bedeutung der Zeitgeistentwicklungen wird unterschätzt. Die Zusammenarbeit ist problembehaftet und die Integration der zumindest fünf Generationszusammenhänge mit ihrer unterschiedlichen Positionierung im Lebenslauf wird in den Unternehmen vernachlässigt. Zudem erfordern die Märkte eine Spiegelung ihrer vielfältigen Altersstruktur in der Unternehmenswelt, um Marktpotenziale rechtzeitig erkennen und wettbewerbswirksam angehen zu können. Komplexität und Dynamik des Unternehmensumfeldes können nur durch eine entsprechend komplexe Mitarbeiterstruktur aufgefangen werden. Unternehmen können sich hier durch zügige Einführung des Generationenmanagements vor allem in den Bereichen Personalmanagement und Marketing einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern verschaffen. Des Weiteren stehen rechtliche Anforderungen zu erwarten, denen Unternehmen gerecht werden müssen. Dies betrifft hauptsächlich Gleichstellungsrichtlinien der Europäischen Union, für die auch ältere Mitarbeiter als schutzwürdige Gruppe gelten.

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4. Projektmanagement

Projektmanagementverträge mit ihrer Vielzahl unterschiedlicher Erscheinungsformen — Projektsteuerung, Projektcontrolling, Construction Management etc. — haben naturgemäß kein einheitliches Leistungsbild. Den Vertragsparteien ist es überlassen, wie sie den Leistungsumfang im Einzelfall definieren und welche Aufgaben ein Projektmanager konkret übernehmen soll. Eine einheitliche rechtliche Qualifizierung von Projektmanagementverträgen ist daher nicht möglich. Das Leistungsbild wird in der Praxis häufig auf der Grundlage der „Untersuchungen zum Leistungsbild, zur Honorierung und zur Beauftragung von Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft, erarbeitet von der AHO-Fachkommission, Projektsteuerung/Projektmanagement bestimmt. Die Leistungsphasen der Projektsteuerung können an die entsprechenden Phasen der Objektplanung des § 15 HOAI gekoppelt werden. Jeder Vertrag ist jedoch individuell zu beurteilen.

Deutschland im Globalisierungsprozess: Zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung seit der Wiedervereinigung

Zu den Merkmalen der deutschen Volkswirtschaft zählt seit langem ihre Weltmarktorientierung. Deutschland ist eine der führenden Exportnationen und hat über Direktinvestitionen und Finanzinvestitionen ein beachtliches Auslandsvermögen aufgebaut. Gleichzeitig bietet es ausländischen Anbietern von Industrie-erzeugnissen einen kaufkräftigen Absatzmarkt und ausländischen Unternehmen einen wichtigen Produktionsstandort. Deutschland hat sich in das System der internationalen Arbeitsteilung integriert, sich gemäß der komparativen Kostenvorteile in der Produktion spezialisiert und auf diese Weise stetig Wohlfahrtsgewinne realisiert. So betrachtet, ist die Globalisierung der Wirtschaft, die in den vergangenen fünfzehn Jahren so stark in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatten getreten ist und bei den Weltwirtschaftsgipfeltreffen der sieben führenden Industriestaaten plus Russland (G-8) und den Sitzungen des Europäischen Rates der Staats- und Regierungschefs einen festen Platz auf der Tagesordnung einimmt, für Deutschland nichts Neuartiges.

Juergen B. Donges

6. Studioakustik

Tonstudios zählen zu den Gebäuden und Räumen mit den höchsten Ansprüchen an die akustische Gestaltung. Die Akustik, die bei Gebäuden für Wohn- oder Büronutzung häufig eher nebensächlich behandelt wird, wird im Studiobau zu einem zentralen Bestandteil der Funktion. Daher spielen in der Planung von Studios einerseits Schallschutz und Bauakustik, also die Schallübertragung zwischen Räumen innerhalb eines Gebäudes, die Schallabstrahlung durch ein Gebäude und die Schalleinwirkung von außen, vor allem aber die Raumakustik, also die Schallübertragung innerhalb eines Raumes eine wichtige Rolle. Bei bauakustischen Aufgabenstellungen unterscheidet sich die Vorgehensweise im Studiobau grundsätzlich nur wenig von der im Bereich „ziviler“ Bauten, wenngleich die Anforderungen bei weitem höher liegen, die Konstruktionen aufwändiger sind, und die Qualität der Ausführung von erheblich größerer Bedeutung ist. In der Raumakustik dagegen weichen die Zielsetzungen im Studiobau so weit von denen beim Bau von Wohn-, Büro- und Konferenzräumen und selbst Theater- und Konzertsälen ab, dass bei der Planung völlig andere Sichtweisen und Beschreibungsformen auftreten und bei deren Umsetzung Konstruktionen notwendig werden, wie man sie kaum in anderen Bauten wiederfinden wird.

Peter Maier

7. Konsequenzen der Energieeinsparverordnung auf Konstruktion und Gestaltung der Gebäude

1. Strategieplanungsprozess

2. Anlaufphase

Die Baubetriebsführung betrachtet die Aufgaben der Abteilung „Bauausführung“, in vielen Bauunternehmen mit „Bauleitung“ bezeichnet. Die Aufgaben dieser Abteilung können projektspezifisch in vier Phasen untergliedert werden (siehe Abbildung 2):

die Anlaufphase (Kapitel 2),

die eigentliche Bauphase (Kapitel 3),

die Fertigstellungsphase (Kapitel 4),

die Gewährleistungsphase (Kapitel 5).

Fritz Berner, Bernd Kochendörfer, Rainer Schach

Familie als zentrale Berechtigungskategorie der Migration: Von der Transnationalisierung der Sorge zur Verrechtlichung sozialer Bindungen

Dieser Beitrag befasst sich mit dem Zusammenspiel von grenzüberschreitend gelebten Familienbeziehungen auf der einen Seite und familienbezogenen Einwanderungspolitiken auf der anderen. Anhand empirischer Daten wird ein Entscheidungskonflikt erläutert, der sowohl zwischen einer staatlichen Kinder- und Jugendschutzeinrichtung in Kap Verde als auch zwischen Mitgliedern einer kapverdischen Familie ausgetragen wird, die auf den kapverdischen Inseln, in Portugal und in den USA leben. Es wird gezeigt, dass die Frage, was ‚Familie‘ ist, welche Beziehungen dazu gezählt werden und welche Beziehungsinhalte damit verbunden werden, von Seiten dieser Akteure unterschiedlich beantwortet wird. Der Beitrag problematisiert, dass im Zuge der Regulation grenzüberschreitender Mobilität, die über spezifische Berechtigungskategorien erfolgt, eine rechtliche Konkretisierung sozialer Bindungen stattfindet, die den sozialen Konventionen und Konzeptionen von MigrantInnen und ihren Angehörigen widersprechen kann. Im Zentrum der Betrachtung stehen sowohl die administrativen Entscheidungen über grenzüberschreitende Mobilität, deren normative Kategorien ins Innere des Sozialen zurückwirken, als auch die familialen Praxen, die auf diese Kategorisierungen reagieren.

PD Dr. Heike Drotbohm

3. Empirische Untersuchung mittels Fallbeispielanalyse

Wie bereits in Kapitel 1.3 erläutert, werden im nun folgenden empirischen Teil die Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel mittels einer Fallbeispielanalyse untersucht. Eine Fallbeispielanalyse wurde gewählt, da durch diese Methode eine ausführliche Beschreibung und Rekonstruktion einer jeden Quartiersentwicklung möglich ist. Durch sie lässt sich das untersuchte Geschehen sehr genau und detailliert erfassen. Hierbei werden nicht nur Aussagen über den konkreten Fall getroffen, sondern er ist Gegenstand der Untersuchung, da er als ein typisches oder besonders aufschlussreiches Beispiel für die zuvor formulierte Fragestellung gilt.

Andreas Wieland

3. Das flexible Büro als symbolisch-materielles Arrangement der Flexibilisierung

Die im vorherigen Abschnitt dargestellten Veränderungen auf ökonomischer und organisatorischer Ebene verdeutlichen, dass die sich vollziehenden Reorganisationsprozesse weitreichende Konsequenzen für die Arbeitswelt haben. Die Heterogenisierung und Ausdifferenzierung von Beschäftigungs- und Arbeitsformen, Berufen usw. ist nur ein Teil der diversen Auswirkungen dieser beschriebenen Entwicklungen. Als direkte Handlungsfolge aus den organisatorischen Umstrukturierungen kann auch die Umgestaltung von Büroräumen interpretiert werden. Zum einen bedeutet dies auf einer baulichen Ebene die Umsetzung von Flexibilisierungsmaßnahmen in die Gestalt von Büroarchitektur, die sich in der schrittweisen Ausdifferenzierung der Büroformen äußert. Zum anderen entstehen auf organisatorischer Ebene spezifische Nutzungskonzepte.

Brigitte Petendra

3. Konstruktiver Ingenieurbau und Hochbau

Holz besteht aus Zellen unterschiedlichster Art, Größe und Form. Gleichartige Zellen sind zu Verbänden, den sog. „Geweben“, zusammengefasst. Im Hinblick auf ihre Funktion können drei Gewebearten unterschieden werden: Festigungsgewebe, Leitgewebe und Speichergewebe. Beim entwicklungsgeschichtlich älteren und daher einfacher aufgebauten

Nadelholz

übernehmen manche Zellen gleichzeitig mehrere Funktionen. Das auf einer höheren Entwicklungsstufe stehende

Laubholz

ist durch eine größere Vielfalt an Zellarten, die jeweils nur eine Funktion ausüben, gekennzeichnet. Bei Nadelhölzern besteht das Festigungsgewebe aus den Tracheiden, die auch das Wasser leiten, bei Laubhölzern aus den Libriformfasern und den Fasertracheiden. Im Laubholz wird das Wasser v. a. durch die Gefäße geleitet, die im Querschnitt auch als Poren bezeichnet werden. Sie besitzen im Vergleich zu anderen Zellen einen sehr viel größeren Durchmesser und große Gefäße sind häufig schon mit bloßem Auge zu erkennen. Die Holzzellen verlaufen ganz überwiegend in Stammrichtung. Die wenigen quer dazu verlaufenden Zellen bilden die Holzstrahlen.

Konrad Zilch, Claus Jürgen Diederichs, Rolf Katzenbach, Klaus J. Beckmann

2. Das Prozessmodell im Überblick

Die Fachwelt konnte sich bislang nicht auf eine allgemein anerkannte Definition des Begriffs „Projektentwicklung“ und die damit verbundenen Aufgaben der handelnden Akteure einigen (Schulte/Bone-Winkel, 2008, S. 27). Dieser Umstand dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die vorgelegten Definitionen überwiegend aus dem Blickwinkel der Immobilienwirtschaft und somit zu wenig „generisch“ betrachtet wurden.

Alexander Christian Norbert Muhm

4. Kernprozesse des Projektmanagements

Die vorliegende Arbeit unterscheidet strikt zwischen Aufgaben, welche die handelnden Akteure zu erfüllen haben, und den zum Zweck der Aufgabenerfüllung durchzuführenden Aktivitäten der jeweiligen Akteure. Dadurch wird festgelegt, welche Akteure welche Aufgabe jeweils auf welche Weise zu erfüllen haben. Unter Berücksichtigung von deren Kompetenz wird deren Handlungsspielraum ebenso wie deren Beziehung zueinander während der Aufgabenerfüllung bestimmt.

Alexander Christian Norbert Muhm

12. Planungssystematik und Projektmanagement

In allen Industrieunternehmen haben erhebliche Investitionen im Materialfluss für Transport-, Lager- und Informationssysteme in den letzten Jahren stattgefunden. Der Mechanisierungs- und Automatisierungsgrad hat einen hohen Stand erreicht. Umfangreiche Planungen sind erforderlich, damit diese langfristig festgelegten Investitionen technisch, wirtschaftlich und organisatorisch richtig und vertretbar sind. Da Güter, Kapazitäten, Raum, Personal, Zeit und Kapital der Verteuerung und Verknappung unterliegen, müssen sie rationell eingesetzt werden. Dies wird nur durch Planung erreicht.

Planung will bestehende Betriebsstrukturen verbessern, zukünftige Strukturen entwickeln, will Fehlinvestitionen vermeiden, also die Zukunft aktiv beeinflussen. Nach Wöhe ist Planung „die gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns durch Abwägen verschiedener Handlungsalternativen und Entscheidung für den günstigsten Weg“. Um dies so durchführen und erreichen zu können, muss eine zukunftsgerichtete Planung,

systematisch, methodisch, dynamisch, iterativ, flexibel, anpassungsfähig, genau, vollständig, eindeutig, kontinuierlich und wirtschaftlich

sein.

Heinrich Martin

B. Anforderungen an Green Buildings

Ob Wohngebäude, Büro-, Schul-, Freizeit- oder Industriegebäude – die Art der Nutzung spielt neben dem standortabhängigen Klima eine maßgebliche Rolle bei der Konzeption von energieeffizienten Gebäuden. Die Nutzungsanforderungen beziehen sich in der Regel auf den gewünschten Komfort und lassen sich in minimalen und maximalen Raumtemperaturen, Raumluftfeuchten oder Beleuchtungsstärken ausdrücken.

Michael Bauer, Peter Mösle, Michael Schwarz

D. Nachgefragt – Green Buildings im Detail

Das entscheidende architektonische Qualitätsmerkmal ist der Raum, das Volumen, der Ausblick, eine Dynamik der Überschneidungen und Beziehungen. Technische Errungenschaften können ein neues Raumkonzept beflügeln, aber nicht auslösen. Überzeugende Architektur ist Form gewordene Sinnlichkeit, Kultur, Moral, Botschaft. Identität stiftende Gebäude verlangen eine eindeutig definierte, anschauliche Architektur mit funktionalen Vorteilen, vor allem aber emotionaler Ausstrahlung.

Michael Bauer, Peter Mösle, Michael Schwarz

C. Konzeption, Bau und Betriebsoptimierung von Green Buildings

Eine maßgebliche Randbedingung zum Entwickeln, Planen und Bauen von Gebäuden mit niedrigem Energiebedarf ist neben der Nutzung das lokale Klima. Über Jahrhunderte hinweg wurden – angepasst an die jeweilige Klimaregion – bauklimatisch vernünftige Gebäude entwickelt, die mit einem wirtschaftlichen Energie- und Ressourceneinsatz einen ausreichenden Komfort bieten.

Michael Bauer, Peter Mösle, Michael Schwarz

13. Deckenauflagen und Unterdecken

Fußböden unterliegen einer vielfältigen Nutzung, zu nennen sind zum Beispiel:

Fußböden in Wohn- und Bürogebäuden

Fußböden in Werkshallen, Laboren, Verkaufs- und Ausstellungsräumen

Fußböden für Parkdecks und interne Fahrstraßen

Fußböden für Lagerflächen.

Dr.-Ing. Thomas Schrepfer, Holger Stehr

C. Durchströmung von Gebäuden

Die Durchströmung eines Gebäudes setzt eine Druckdifferenz zwischen innen und außen sowie Öffnungen voraus. Auch alle Undichtigkeiten sind Öffnungen. In der Vergangenheit waren Gebäude so undicht, dass auch bei geschlossenen Türen und Fenstern ein beachtlicher Luftaustausch stattfand.

Die Druckdifferenz für die freie (natürliche) Lüftung am Raum oder am Gebäude entsteht entweder durch Winddruck oder durch Auftrieb infolge von Temperaturunterschieden zwischen innen und außen oder aus einer Überlagerung von beiden. Wind sorgt für Über- und Unterdruckzonen auf der Luv- und Leeseite des Gebäudes.

Klaus Fitzner

3. Konstruktiver Ingenieurbau und Hochbau

Holz besteht aus Zellen unterschiedlichster Art, Größe und Form. Gleichartige Zellen sind zu Verbänden, den sog. „Geweben“, zusammengefasst. Im Hinblick auf ihre Funktion können drei Gewebearten unterschieden werden: Festigungsgewebe, Leitgewebe und Speichergewebe. Beim entwicklungsgeschichtlich älteren und daher einfacher aufgebauten

Nadelholz

übernehmen manche Zellen gleichzeitig mehrere Funktionen. Das auf einer höheren Entwicklungsstufe stehende

Laubholz

ist durch eine größere Vielfalt an Zellarten, die jeweils nur eine Funktion ausüben, gekennzeichnet. Bei Nadelhölzern besteht das Festigungsgewebe aus den Tracheiden, die auch das Wasser leiten, bei Laubhölzern aus den Libriformfasern und den Fasertracheiden. Im Laubholz wird das Wasser v. a. durch die Gefäße geleitet, die im Querschnitt auch als Poren bezeichnet werden. Sie besitzen im Vergleich zu anderen Zellen einen sehr viel gröβeren Durchmesser und groβe Gefäβe sind häufig schon mit bloβem Auge zu erkennen. Die Holzzellen verlaufen ganz überwiegend in Stammrichtung. Die wenigen quer dazu verlaufenden Zellen bilden die Holzstrahlen.

Peter Schießl, Birgit Meng, Günther Rößler, Petra Schröder, Bernd Schwamborn, Annette Spengler, Bernd Wallner, Hans-Dieter Hegner, Udo Wiens, Bruno Hauer, Josef Hegger, Tobias Dreßen, Konrad Zilch, Ralf Schneider, Gerhard Sedlacek, Gerhard Hanswille, Wolfgang Brameshuber, Detleff Schermer, Heinrich Kreuzinger, Johann-Dietrich Wörner, Claudia Freitag, Rolf Eligehausen, Werner Fuchs, Rolf Katzenbach, Christian Moormann

11. Integrationstechnologien im CAFM

Warum werden heute viele IT-Systeme nicht so effektiv eingesetzt, wie es zu erwarten wäre? Das liegt mitunter an den unzulänglichen Fähigkeiten und verwendeten Technologien dieser Systeme aber nicht selten auch an ihrer ungenügenden Integration in die komplexe IT-Unternehmenslandschaft (Koch et al. 2011b).

Alwin Schauer, Rita Görze, Reiko Hinke, Thomas Kalweit, Dr. Stefan Koch, Dr. Dirk Ranglack

6. Instationäres Wärmeverhalten von Bauteilen und Gebäuden

Die Voraussetzungen für den Wärmetransportprozess „stationäre Wärmeleitung“ sind gleichbleibende Temperaturen zu beiden Seiten des Bauteils und die Abwesenheit von Wärmequellen oder -senken innerhalb des Bauteils. Es ist leicht nachvollziehbar, dass bei für ein Bauteil üblichen Randbedingungen diese Voraussetzungen typischerweise nicht gegeben sind. Im Verlaufe des Tages ändern sich die äußeren und inneren Randbedingungen für ein Bauteil sowohl im Winter als auch im Sommer. Bild 6-1 stellt die Einflussgrößen auf das Wärmeverhalten eines Bauteils schematisch zusammen.

Prof. Dr.-Ing. Anton Von Maas

7.. Fallstudienanalyse

Mithilfe der Analyse von drei Fallstudien werden in Kapitel 7 unterschiedliche Projektentwick-lungen beleuchtet, der Einfluss der individuellen institutionellen Rahmenbedingungen auf die Transaktionskosten und die Investitions- und Allokationsentscheidungen analysiert und vor dem Hintergrund der lokalen Zielsetzungen eingeordnet.

Christoph Meyer zum Alten Borgloh

12. Planungssystematik und Projektmanagement

In allen Industrieunternehmen haben erhebliche Investitionen im Materialfluss für Transport-, Lager- und Informationssysteme in den letzten Jahren stattgefunden. Der Mechanisierungsund Automatisierungsgrad hat einen hohen Stand erreicht. Umfangreiche Planungen sind erforderlich, damit diese langfristig festgelegten Investitionen technisch, wirtschaftlich und organisatorisch richtig und vertretbar sind. Da Güter, Kapazitäten, Raum, Personal, Zeit und Kapital der Verteuerung und Verknappung unterliegen, müssen sie rationell eingesetzt werden. Dies wird nur durch Planung erreicht.

Heinrich Martin

7. Passive Solarenergienutzung

Die passive Solarenergienutzung liefert einen signifikanten Beitrag zur Energiebedarfsdeckung jedes Gebäudes, hauptsächlich durch die von Verglasungen transmittierte kurzwellige solare Einstrahlung, die Tageslicht zur Verfügung stellt und durch Absorption an Bauteilen in Wärme umgesetzt wird. Als passiv wird dabei die Form des Energietransports bezeichnet, der allein durch Wärmeleitung, Solar- und Wärmestrahlung und freie Konvektion stattfindet, d. h. nicht leitungsgebunden ist und ohne mechanische Hilfsenergie auskommt. Die solare Einstrahlung wird ohne Transportverluste von der Gebäudehülle oder internen Speichermassen absorbiert.

Ursula Eicker

8. Lichttechnik und Tageslichtnutzung

Die Lichttechnik ist in erster Linie mit der Bereitstellung einer ausreichenden, blendfreien Beleuchtung von Arbeits- und Wohnräumen befasst. Licht übernimmt jedoch auch die wichtige Funktion der Orientierung im Innenraum und der Zeit und ermöglicht den Bezug zum Außenraum. Diese Qualitäten werden vorwiegend durch Tageslicht geliefert und tragen entscheidend zum visuellen Komfort bei.

Ursula Eicker

16. Oberflächenschutz

Baustoffe besitzen eine unterschiedliche, meist sogar eine unzureichende Beständigkeit gegen Witterungs- und Nutzungseinwirkungen. Versieht man deren exponierte Oberflächen mit einer Beschichtung, kann die Lebens- und Nutzungsdauer der Baustoffe und damit auch diejenige des aus den Baustoffen entstandenen Bauwerks deutlich gesteigert werden. Dieser Oberflächenschutz, oft sind es sogar Oberflächenschutzsysteme, besteht im Regelfall aus Beschichtungen, die ein- bzw. mehrlagig auf Bauteile appliziert werden. Dabei handelt es sich zunächst um flüssige Beschichtungsstoffe, dem Typ nach also Halbfertigfabrikate, die auf den Bauteiloberflächen zu Oberflächenschichten verfestigen und dann ihre Schutzwirkung entfalten. Überwiegend sind es organische Polymerbeschichtungen. Zu einem gewissen, allerdings geringen Anteil werden auch mineralisch abbindende Beschichtungsstoffe eingesetzt. Oberflächenschutzsysteme nach dieser Definition haben in der Regel Schichtdicken ≤ 5 mm.

Günter Neroth, Dieter Vollenschaar

1. Anlass, Gegenstand und Zielsetzung

Anfang 2004 wurde in Deutschland einer der ersten Verträge einer Kommune mit einer privaten Projektgesellschaft für eine Hochbaumaßnahme abgeschlossen, der mit Fug und Recht als „echte“ Public Private Partnership (PPP) zu bezeichnen ist. Es handelt sich bei diesem Projekt um die Sanierung und den Betrieb von zwölf Schulen der Stadt Monheim.

Torsten Offergeld

3. Claim-Management bei der Planung von Immobilien

Die Planung ist die erste der in dieser Untersuchung betrachteten Lebensphasen einer Immobilie, an der die Methoden und Instrumente des Claim-Managements anhand von sieben praktischen Beispielen verdeutlicht werden. In dieser Phase stehen sich im Wesentlichen zwei Parteien (Bauherren und Planer) gegenüber, die wechselseitig Ansprüche aufgrund von Leistungsänderungen gelten machen können. Bevor nun die Beispiele1 bis 7 im Einzelnen besprochen werden, folgen zunächst einige Vorbemerkungen zur Planerseite und zur Bauherrenseite, um ein leichteres Verständnis der Praxisbeispiele zu ermöglichen.

Dipl.-Ing. Dr. rer. pol. habil. Rolf F. Toffel, Dipl.-Ing. Dr. rer. soc. oec. Friedrich Wilhelm Toffel

1. Strategieplanungsprozess

Zur Darstellung des Strategieplanungsprozesses wird, bezugnehmend auf den theoretischen Bezugsrahmen des Buchs,

zuerst das „ganzheitliche Management“ bzw. das „kybernetische systemorientierte Managementmodell“ als hierarchisch interaktiv gestalteter Prozessrahmen für die Planung und Gestaltung des Unternehmens als sozio-technisches System in einer externen und internen Umwelt dargestellt,

dann das Zielsystem von Unternehmen erläutert, um sich mit dem Leistungsprogramm unter Beachtung von markt- und ressourcenorientierten Gesichtspunkten zu positionieren, und

anschliessend der strategische Planungsprozess mit seinen Werkzeugen und Methoden erläutert, um unter Beachtung der Stärken und Schwächen des Unternehmens die richtigen, chancenreichen Märkte und Kunden zu selektionieren, daraus den operativen Umsetzungsprozess abzuleiten und Aktivitäten und Massnahmen zur Zielerreichung zu ergreifen.

Gerhard Girmscheid

6. Organisation von Bauunternehmen

Die Organisationsstruktur eines Unternehmens gliedert sich in die Gesamtunternehmensorganisation und die Geschäftseinheitenorganisationen (SGE). Sie ist durch die Zweckbestimmung, den Entwicklungsstand, die Unternehmens- und Geschäftsfeldstrategie, die Wertschöpfungsprozesse, die Aufgaben und das potenziell verfügbare Personal beeinflusst. Dadurch ist die Organisationsgestaltung eines Unternehmens durch das hinterlegte Managementmodell des Unternehmens determiniert (Bild 172).

Gerhard Girmscheid

11. Schallabsorber in der Raumakustik

Im

Grundlagenteil

(Kap. 1 bis 10) wurde versucht, einen aktuellen Überblick über Materialien und Bauteile zu geben, die es beratenden und planenden Ingenieuren und Architekten ermöglichen, Lärmschutz und Raumakustik nach dem neusten Stand der Technik zu gestalten. Dabei wird der Schwerpunkt auf die Schalldämpfung bei tiefen Frequenzen und den Einsatz faserfreier Absorber mit glatten, möglichst geschlossenen Oberflächen gelegt. Etwa 70% des dortigen Stoffes behandeln neuartige Werkzeuge und Hilfsmittel zur Lösung akuter Probleme der technischen Akustik.

In den Kapiteln 11 bis 13 geht es darum, die praktische Anwendung konventioneller wie innovativer Akustik-Elemente in 3 ausgewählten Arbeitsbereichen exemplarisch darzustellen. Für die Auslegung und den Bau von

Schalldämpfern

(Kap. 13) wird ein detailliertes, aber einfach handhabbares Rechenprogramm zugrunde gelegt, welches dem Berater oder/und Planer lufttechnischer Anlagen bei der Erfüllung der jeweiligen, natürlich stets frequenzabhängigen Emissions- oder Immissionsanforderungen nach den allgemein und strikt geltenden Normen und Richtlinien die nötige Sicherheit gibt. Auch das komplexe Simulationsprogramm für

Freifeldräume

(Kap. 12) zielt zusammen mit einem innovativen Auslegungsund Auskleidungskonzept auf die akribische Einhaltung der von den einschlägigen internationalen Standards vorgegebenen, sehr engen Toleranzen, wiederum selbstverständlich frequenzabhängig und auf Bruchteile eines dB genau.

Helmut V. Fuchs

2. Anlaufphase

Die Baubetriebsführung betrachtet die Aufgaben der Abteilung „Bauausführung“, in vielen Bauunternehmen mit „Bauleitung“ bezeichnet. Die Aufgaben dieser Abteilung können projektspezifisch in vier Phasen untergliedert werden (siehe Abb. 2):

die Anlaufphase (Kapitel 2),

die eigentliche Bauphase (Kapitel 3),

die Fertigstellungsphase (Kapitel 4),

die Gewährleistungsphase (Kapitel 5).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

Kapitel 11. Oberflächenschutz

Baustoffe besitzen eine unterschiedliche, meist sogar eine unzureichende Beständigkeit gegen Witterungs- und Nutzungseinwirkungen. Versieht man deren exponierte Oberflächen mit einer Beschichtung, kann die Lebens- und Nutzungsdauer der Baustoffe und damit auch diejenige des aus den Baustoffen entstandenen Bauwerks deutlich gesteigert werden. Dieser Oberflächenschutz, oft sind es sogar Oberflächenschutzsysteme, besteht im Regelfall aus Beschichtungen, die ein- bzw. mehrlagig auf Bauteile appliziert werden. Dabei handelt es sich zunächst um flüssige Beschichtungsstoffe, dem Typ nach also Halbfertigfabrikate, die auf den Bauteiloberflächen zu Oberflächenschichten verfestigen und dann ihre Schutzwirkung entfalten. Überwiegend sind es organische Polymerbeschichtungen. Zu einem gewissen, allerdings geringen Anteil werden auch mineralisch abbindende Beschichtungsstoffe eingesetzt. Oberflächenschutzsysteme nach dieser Definition haben Schichtdicken ≤ 5 mm.

VDI Prof. D. Vollenschaar

5. Empirische Befunde zur Planung, Gestaltung und Projektentwicklung von Shopping-Centern

In den folgenden Abschnitten erfolgt eine Experteneinschätzung der Shopping-Center-Märkte Deutschlands, Großbritanniens sowie der USA, wie sie sich aus nationaler und internationaler Perspektive darstellt. Hierbei handelt es sich um eine differenzierte Bewertung sowohl aus quantitativer als auch aus qualitativer Perspektive, eine Kommentierung der wesentlichen Rahmenbedingungen, Planungs- und Gestaltungstrends, die für die weitere Entwicklung der Betriebsform Shopping-Center als zentral erachtet werden, eine Prognose zukünftiger Projektentwicklungsengagements sowie um eine abschließende Evaluation ausgewählter neuerer Erscheinungsformen von Shopping-Centern, welche jeweils in Form einer differenzierten Stärken-Schwächen-/Chancen-Risiken-Analyse (SWOT-Analyse)1 vorgenommen wird. Im Gegensatz zu den Abschnitten 5.1.1.1 bis 5.1.1.3, die jeweils aus einem internationalen Fokus erörtert werden, bezieht sich die Gesamtbewertung der jeweiligen Shopping-Center-Typen in Abschnitt 5.1.1.4 ausschließlich auf den deutschen Shopping-Center-Markt. Dies begründet sich vor allem in den nationalen bzw. kulturellen Differenzen der jeweiligen Shopping- Center-Märkte. So kommt etwa Bahnhofs-Shopping-Centem in den Vereinigten Staaten und Großbritannien im Vergleich zum deutschen Markt (fast) keine Bedeutung zu, wohingegen die Ausprägungsform des Urban Entertainment Centers im angloamerikanischen Sprachraum seit vielen Jahren eine weitreichende Verbreitung findet.

Simone Besemer

6. Baustoffe und Bauteile

Glas ist gut wärmeleitend und daher zur Vermeidung von Wärmeverlusten ebenso wenig geeignet, wie zur Verhinderung ungewünschter Wärmegewinne. Die thermischen Eigenschaften von Gläsern wurden in den letzten Jahren aber erheblich für die Anwendungsbereiche Optimierung von Wärmegewinnen bzw. von Wärmeverlusten verbessert.

Prof. Dipl.-Ing. Fred Ranft, Dr.-Ing. Bernhard Frohn

3. Kostenermittlung in frühen Phasen: Kostenschätzung

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) verlangt als Bestandteile der Bauplanung, Bauvorbereitung, Bauausführung und der Dokumentation vier Arten der Kostenermittlung. Das sind die Kostenschätzung;die Kostenberechnung;der Kostenanschlag unddie Kostenfeststellung.

Universitäts-Professor Dr.-Ing. Rainer Schach, Hochschuldozent Dr. rer. oec. habil. Wolfgang Sperling

4. Kostenberechnung, Kostenverursachung, Kostenbeeinflussung — Grundlagen der Kostensteuerung in der Gebäudeplanung und Bauteiloptimierung

Die Kostenberechnung dient der angenäherten Ermittlung der erwarteten Kosten. Anders, als die vor ihr stehende, überschlägig arbeitende und unverbindliche Kostenschätzung werden verbindliche Aussagen verlangt, die in guter Näherung wirklichkeitsnah sein sollen. Bei wiederholt errichteten Bauwerken aus gleicher Planung und Ausführung ist das kein Problem. Unvergleichlich schwieriger ist es, für ein üblicherweise als Einzelobjekt zu errichtendes Bauwerk mit einem Wertumfang von Hunderttausenden im einfachen Fall und mehreren Millionen Mark im Standard die Kosten in guter Näherung richtig vorherzubestimmen Das muss die Kostenberechnung leisten. Insgesamt dient sie auf der Seite des Bauherrn den folgenden Zielen: Information des Bauherrn und der weiteren Betroffenen über die näherungsweise erwarteten Baukosten; genauer, als dies die Kostenschätzung tun konnte;Grundlage der Entscheidung über die Durchführung der Investition, zur Fortführung der Planung und zur Vorbereitung der Ausführung;Zielobjekt und Arbeitsgegenstand bei den Beratungen mit der Bank zum Zweck der Sicherung der Baufinanzierung;Verbindliche Honorargrundlage für die Leistungsphasen 1 bis 4 und vorläufige Honorargrundlage in den Leistungsphasen 5 bis 7 bei Gebäuden, Freianlagen und raumbildenden Ausbauten; für die Leistungsphasen 1 bis 4 auch bei Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen;Beurteilungsrahmen für den nachfolgenden Kostenanschlag;Lieferung bauwerksspezifischer und bauteilkonkreter Ansätze zur Kostenkorrektur bei dringendem Bedarf und zur Kostenstützung der Bauteiloptimierung (Optimierung der Bauwerksteile).

Universitäts-Professor Dr.-Ing. Rainer Schach, Hochschuldozent Dr. rer. oec. habil. Wolfgang Sperling

6. Zusammenfassung, Ergebnisse, Erkenntnisse und Empfehlungen

Sebastian Brandt hatte vor etwa 500 Jahren in einem Blatt zum Narrenschiff denjenigen als Narren bezeichnet, der bauen will und nicht voranschlägt, was das kosten wird und ob er auch nach Kenntnis des Kostenvoranschlags noch bauen will. Seine Grafik zeigt, dass durch falschen Umgang mit den Kosten der Bauherr verarmen kanndas Bauwerk zur Investitionsruine wird undauch die Bauleute unterschiedlich geschädigt die Baustelle verlassen.

Universitäts-Professor Dr.-Ing. Rainer Schach, Hochschuldozent Dr. rer. oec. habil. Wolfgang Sperling

1. Besonderheiten des Bauens mit den Folgen für die maßgeblichen Projektbeteiligten

Es zählt zu den elementaren und uralten Lebenserfordernissen des Menschen, sich zu kleiden, sich zu ernähren und zu wohnen. Arbeit ist in der Regel wirtschaftliche Existenzgrundlage und zugleich Bestandteil der physischen, geistigen und sozialen Entwicklung. Ausbildung und Bildung im Ganzen sind Voraussetzung des Arbeitsprozesses und die Erholung ist Bedingung, damit Kraft für neues Arbeiten reproduziert wird. Was jeder Einzelne so ganz selbstverständlich durchlebt, hat sich im Ganzen längst zu großen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen entwickelt. Sie bieten den Raum und die Grenzen zur Entwicklung dieser individuellen Grundbedürfnisse. Andere zum Teil auch grundlegende Bedürfnisse existieren daneben. Von ganz wenigen Ausnahmen besonders im ideellen Bereich und in der unberührten Natur abgesehen, verlangen alle dahinterstehenden Lebensbereiche, alle Wirtschaftsbereiche, auch Landwirtschaft und Wasserwirtschaft auf irgendeine Weise das Bauen (Bild 1.1.1).

Universitäts-Professor Dr.-Ing. Rainer Schach, Hochschuldozent Dr. rer. oec. habil. Wolfgang Sperling

Globalisierung, Global City

Die Vermehrung und die Intensivierung von weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen wird als Globalisierung bezeichnet. Im Zuge der Globalisierung verändern sich die Rahmenbedingungen von Wirtschaft und Politik, Standorte werden neu bewertet und selektiv in die sich ausdifferenzierende internationale Arbeitsteilung einbezogen. Davon sind besonders die Städte betroffen, deren Rolle in einer globalen Ökonomie sich verändert gegenüber ihren traditionellen Funktionen als nationale oder regionale Zentren. Außerdem, so die Vertreter der ‚World City-‘ bzw. der ‚Global City‘-These, bilde sich ein neuer Stadttypus heraus, in dem Kontroll- und Produktionsfunktionen für die neue Ökonomie der Finanzdienstleistungen lokalisiert sind. Im folgenden soll zunächst genauer definiert werden, welche Erscheinungen unter dem Begriff Globalisierung zusammengefasst werden, anschließend werden deren Folgen für die Städte umrissen, darunter die Konturen der sog. Global Cities.

Hartmut Häußermann, Frank Roost

Kapitel 4. Metropole im Wellenbad: Das Immobiliengeschäft in Berlin in den 90er Jahren

Der Immobilienmarkt spielt eine aktive Rolle bei der Strukturierung des Stadtraumes hinsichtlich Art und Intensität der Nutzungen. Er hat maßgebenden Einfluß auf die Herausbildung des städtischen Standortgefüges. In Berlin hat sich nach der Vereinigung beider Stadthälften ein verändertes Standortgefüge ausgebildet. Insbesondere im östlichen Stadtzentrum ist eine „neue City“ als Büro- und Geschäftszentrum entstanden.

Stefan Krätke, Renate Borst

Internationales Städtesystem im Zeitalter der Globalisierung

Das internationale Städtesystem ist in der Gegenwart vor allem durch die Debatten um »Globalisierung und Regionalisierung« der Wirtschaft sowie »Standortkonkurrenz« auf wachsendes Interesse gestoßen. Die wirtschaftliche Entwicklung von Städten und Stadtregionen wird heute von erheblich ausgeweiteten Aktionsräumen der Produktion, der Finanzwirtschaft und der Dienstleistungen bestimmt. Städte müssen angesichts ihrer zunehmend grenzüberschreitenden Verflechtungsbeziehungen als Teile eines Systems konkurrierender Standortzentren betrachtet werden. Infolge der Einbettung städtischer Ökonomien in die großräumige internationale Arbeitsteilung, des Bedeutungszuwachses multi-regionaler Unternehmen und der mit neuen Kommunikations- und Transportsystemen erweiterten funktionsräumlichen Verflechtungen ist die isolierte Betrachtung einer Stadt nicht mehr gerechtfertigt. »Insbesondere Großstädte stehen teilweise in weltweiter Stadtkonkurrenz und werden von internationalen wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen massiv beeinflußt. (...) Von der relativen Position der Stadt in diesem großräumigen Konkurrenzsystem hängt ihre weitere Entwicklung entscheidend mit ab.«1 Globalisierung ist zu einem Schlüsselbegriff in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft avanciert und stellt die Erweiterung des Organisationsraumes der Wirtschaft zu einem tendenziell weltumspannenden räumlichen Beziehungsgefüge heraus. Globalisierung verstärkt die Konkurrenz zwischen den Wirtschaftsregionen, insbesondere zwischen Städten (bzw. Stadtregionen), die sich als »Motoren« der regionalen Entwicklung darstellen. Das Städtesystem ist als ein Netz von wirtschaftlichen Aktivitätszentren zu verstehen, die über Lieferverflechtungen, Kapitalverflechtungen und Kontrollbeziehungen, Transportbeziehungen und Informationsflüsse miteinander verbunden sind.

Stefan Krätke

5. Steigerung des Shareholder Value mit Integriertem Immobilienmanagement

Im letzten Kapitel ist die Shareholder Value-Analyse den Anforderungen betrieblicher Immobilien angepaßt worden, indem die Spezifika betrieblicher Immobilien berücksichtigt wurden. Darauf aufbauend soll in diesem Kapitel die Verwendung der Shareholder Value-Analyse durch das betriebliche Immobilienmanagement gezeigt werden. Die in die Gesamtunternehmenssteuerung eingebettete Kombination aus betrieblichem Immobilienmanagement und Shareholder Value-Analyse soll als Integriertes Immobilienmanagement (IIM) bezeichnet werden. Die Shareholder Value-Analyse wird dabei für folgende Zwecke eingesetzt: Identifizierung von WertsteigerungspotentialenBewertung von WertsteigerungsmaßnahmenFrüherkennung wertrelevanter Entwicklungen Darüber hinaus wird in diesem Kapitel noch auf die Beschreibung von Wertsteigerungsmaßnahmen des Immobilienmanagements ausführlich eingegangen. Zum Abschluß des Kapitels wird noch einmal ein Gesamtüberblick des Integrierten Immobilienmanagements gegeben und die notwendige Arbeitsschritte in ihrer Reihenfolge vorgestellt.

Lars Grünert

Kapitel 7. Solararchitektur

Die gezielte Nutzung der Sonnenenergie in Gebäuden hat eine lange Geschichte. Die passive Nutzung der Sonnenenergie wird häufig von der römischen Zeit an datiert. Werbung für ein „Anbau-Kollektor-Speicher-System“erschien bereits in Zeitungen vom Jahre 1890. In den 30er und 40er Jahren dieses Jahrhunderts waren sonnentemperierte Wohnhäuser sehr in Mode. Der Begriff „passive Sonnenenergienutzung“hat sich in den USA in den 70er Jahren in der Öffentlichkeit stark verbreitet.

S. Robert Hastings

5. Partner des Baumanagers

Bei großen und komplexen Projekten, die eines besonderen Managements bedürfen, tritt dem Baumanager der Auftraggeber als Bauherr in der Regel nicht als natürliche, sondern als juristische Person gegenüber. Bei großen öffentlichen, privaten, industriellen oder gewerblichen Bauvorhaben hat es der Baumanager mit auf einer bestimmten höheren Stufe der Verantwortungsleiter stehenden Vertretern der institutionellen Auftraggeberseite zu tun.

Dr.-Ing. Wolfgang Rösel

5. Partner des Baumanagers

Bei großen und komplexen Projekten, die eines besonderen Managements bedürfen, tritt dem Baumanager der Auftraggeber als Bauherr in der Regel nicht als natürliche, sondern als juristische Person gegenüber. Bei großen öffentlichen, privaten, industriellen oder gewerblichen Bauvorhaben hat es der Baumanager mit auf einer bestimmten höheren Stufe der Verantwortungsleiter stehenden Vertretern der institutionellen Auftraggeberseite zu tun.

Dr.-Ing. Wolfgang Rösel

Industrielle Revolution

Verstärkte Hygiene und höhere Bodenerträge führen um 1760 zu einem erstmaligen Anstieg der Bevölkerung, Mechanisierung, rationellere Bewirtschaftung, Bauernlegen und eine neue Fluraufteilung zugunsten der adligen Landbesitzer zu einem in England, dem damals führenden Industriestaat, sich bildenden Überangebot an Arbeitskräften. Auswanderung oder Ansiedlung in der Nähe von Städten mit entsprechenden Industriegebieten ist die Folge. Ein ständig wachsendes Heer von Arbeitern führt zu ungesunden Verhältnissen, deren Auswirkungen bekannt und folgenschwer sind: hohe Profite auf der einen, Hungerlöhne auf der anderen Seite.

Professor Dr.-Ing. Martin Grassnick
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