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13-05-2014 | Wertpapiergeschäft | Im Fokus | Article

Was Anleger beim Crowdfunding beachten müssen

Author:
Stefanie Hüthig
1:30 min reading time

Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Geld Sinn stiften. Crowdfunding bietet Investments zum Anfassen. Doch die Engagements bergen auch Risiken.

Bei der Crowdfunding-Webseite Kickstarter gibt es Ärger. „USA: Erste Klage wegen Crowdfunding-Reinfall“ titelte der Nachrichtendienst „Heise Online“. Das Kartenspiel-Projekt „Asylum“ hatte über Kickstarter 810 Geldgeber angelockt. Diese haben im Oktober 2012 insgesamt rund 25.000 US-Dollar in das Projekt investiert. Eine Lieferung erfolgte nicht. Nun soll der Fall vor Gericht gehen.

Dieses Beispiel zeigt das Dilemma des Crowdfundings. Anleger wollen einen Sinn in ihrem Investment erkennen, der über die reine Rendite hinausgeht. Crowdfunding-Projekte bieten oftmals Identifikationsfläche und das Ergebnis lässt sich sogar anfassen. Auch der Kreditnehmer hat etwas davon. Die Schwarmfinanzierung verschafft ihm schon vor dem Start des Projekts Publicity. Nebenbei ist diese Art von Kapitalbeschaffung ein aussagekräftiges Marktforschungsinstrument. Klappt es nicht, genügend Investoren zu mobilisieren, sei das möglicherweise ein Zeichen für eine fehlende Projektreife oder die unzureichende Entwicklung der Geschäftsidee, wie Rechtsanwalt und Springer-Autor Christopher Hahn im Interview mit Springer für Professionals erklärt. Das alles sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Crowdfunding auch Risiken birgt.

Die vier Arten von Crowdfunding

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Der Begriff Crowdfunding bezeichnet grundsätzlich eine alternative Finanzierungsform, bei der viele Menschen kleine Geldbeträge in ein Gründungsprojekt investieren, schreibt Bankfachklasse-Autorin Carmen Mausbach in ihrem Beitrag "Als Gründer den Schwarm finanzieren". Mittlerweile existieren weltweit über 100 Crowdfunding-Plattformen. Diese haben verschiedene Schwerpunkte und Regeln. Generell wird zwischen vier Crowdfunding-Arten unterschieden. Einen Überblick liefert die folgende Grafik. Entscheidend für die Klassifizierung seien die vertragliche Form der Geldzuwendung und der Status des Geldempfängers, wie Mausbach erläutert.


Anleger sollten bereits vor der Auswahl eines Projekts die passende Crowdfunding-Platform für ihr Investment auswählen. Allerdings kann auch die passende Plattform dem Investor nicht garantieren, dass er die gewünschte Gegenleistung wirklich bekommt. Das hat der Fall des Kartenspiel-Projekts "Asylum" gezeigt.

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