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20.08.2018 | Additive Fertigung | Nachricht | Onlineartikel

Forscher wollen Bionik mit additiver Fertigung kombinieren

Autor:
Patrick Schäfer
1 Min. Lesedauer

Ein Forschungsprojekt an der TH Mittelhessen in Friedberg möchte Erkenntnisse aus der Bionik in die additive Fertigung einbringen. Am Beispiel eines Wastegate-Stellers soll das Potenzial ermittelt werden.

Am Kompetenzzentrum für Automotive, Moblilität und Materialforschung der TH Mittelhessen in Friedberg untersucht Professor Dr. Udo Jung das Potenzial der Bionik im Leichtbau. Das Projekt nutzt dafür das Fertigungsverfahren des Metall-Laserstrahlschmelzens, bei dem ein von einem CAD-Datensatz gesteuerter Laserstrahl bei hohen Temperaturen nacheinander dünne Pulverschichten verschmilzt. 

"Additive Fertigungsverfahren für metallische Werkstoffe ermöglichen deshalb eine hohe Gestaltungsfreiheit in der Konstruktion hochbeanspruchter Bauteile. Mit unserem Projekt verfolgen wir das Ziel, Bionik und additive Fertigung für den Leichtbau zu nutzen. Wir werden zwei Prozesse erarbeiten: ein rechnergestütztes Verfahren zur Auffindung von optimalen Strukturen mithilfe der Bionik und einen Herstellungsprozess für additiv gefertigte Bauteile mit hoher Oberflächenqualität ohne Nachbearbeitung", sagt Udo Jung.

Der beispielhaft hergestellte elektrohydraulisch Wastegate-Steller soll im Vergleich zu einem herkömmlichen, elektromechanischen Modell leistungsfähiger und leichter sein und nur halb so viel Energie verbrauchen. Unterstützt werden die Forschungen von FKM Sintertechnik aus Biedenkopf und dem Automobilzulieferer Woco aus Bad Soden-Salmünster. Das über zwei Jahren laufende Projekt wird vom Land Hessen mit gut 300.000 Euro gefördert.

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