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08.02.2010 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

acatech plant integriertes Forschungskonzept für Embedded Systems 2.0

Autor:
Caterina Schröder

Im Milliardenmarkt der eingebetteten Systeme hat Deutschland nach Ansicht der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) eine starke Position - könnte sie aber bei der nächsten Generation, den "Cyber-Physical Systems" (CPS), einbüßen. Deshalb hat die acatech auf einem Symposium am 2. Februar 2010 in München gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ein "Integriertes Forschungskonzept Cyber-Physical Systems" auf den Weg gebracht.

Bei den Cyber-Physical-Systems handelt es sich durch die Verschmelzung der realen physischen Welt und digital-virtuellen Welten quasi um die nächste Generation von Embedded Systems. Denn bereite heute werden die eingebetteten Systeme zunehmend miteinander vernetzt. Sie erheben nicht nur Daten und verarbeiten sie vor Ort, sondern leiten diese weiter, kommunizieren mit anderen eingebetteten Systemen und mit Zentralrechnern. Sie werden Teil des virtuellen Raums und bilden so als physikalische Objekte die neuen Cyber-Physical-Systems. Die CPS ermöglichen neue industrielle Anwendungen mit hohem wirtschaftlichem Potenzial, etwa selbststeuernde Logistiksysteme, neue Systeme zur Verkehrssteuerung oder intelligente Stromnetze (Smart Grids).

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften möchte in dem "Integrierten Forschungskonzept Cyber-Physical Systems" vorhandene Initiativen vernetzen. Ziel des Projekts sind laut acatech ein schlüssiges Konzept für Forschung und Entwicklung und konkrete Schritte, die starke Position Deutschlands im Bereich Embedded Systems auszubauen. Denn, "im Bereich Embedded Systems haben wir noch nicht den Blick für das Gesamtsystem. Forschung und Entwicklung auf diesem komplexen Gebiet sind zu unkoordiniert. Sie sind über zu viele Branchen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen hinweg verstreut", kritisiert acatech-Präsident Henning Kagermann.

Bei der Erarbeitung des Konzepts kann die Akademie auf mehrere Initiativen aufbauen, etwa des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der High-Tech-Strategie (SPES 2020, IKT 2020), des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie (Nationale Roadmap Embedded Systems) und der EU-Plattform ARTEMIS.

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