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07.09.2009 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Toyota setzt auf unterschiedliche Batterietechnologien

Autor:
Caterina Schröder

Da auch in Zukunft unterschiedliche Mobilitätskonzepte differenzierte Lösungen verlangen werden, setzt Toyota auf Weiterentwicklung sowohl der bewährten Nickelmetallhydrid-Batterien (NiMH) als auch der Lithium-Ionen-Speicher (Li-Ion). Aus diesem Grund ist auch das neue Batteriewerk, ein Joint Venture mit Panasonic, auf die Herstellung von NiMH- und Li-Ion Batterien ausgelegt. Die Produktion ist bereits angelaufen, ab dem Jahr 2010 können hier bis zu einer Million Batterien jährlich produziert werden.

Der Speicher übernimmt bei der elektrischen Mobilität eine wesentliche Rolle, da er die Reichweite des Fahrzeugs bestimmt. Dabei sind die Anforderungen eines Elektrofahrzeugs und eines Plug-in Fahrzeugs an die Batterie andere als die eines Vollhybriden. Zudem müssen die genutzten Energiespeicher auch den Anforderungen an Kosten, Lebensdauer, Sicherheit und eine effektive Produktion genügen. Hinsichtlich dieser Anforderungen bleibt nach Meinung der Japaner die Nickel-Metallhydrid-Batterie für einen Vollhybriden wie den neuen Toyota Prius die beste Lösung. Sie habe ihre Dauerhaltbarkeit in mehr als zehn Jahren Serienproduktion unter Beweis gestellt und wurde dabei immer wieder hinsichtlich Gewicht und Leistungsfähigkeit verbessert. Toyota hat gemeinsam mit Entwicklungspartner Panasonic die Lade- und Entladestrategie während der Rekuperations- und Beschleunigungsphasen so ausgelegt, dass die NiMh-Akkus (Foto) ohne Leistungsverluste ein Autoleben überstehen können.

Bei einem Plug-in-Hybriden, wie ihn Toyota derzeit erprobt, liegt der Fokus der Batterieentwickler auf höheren elektrischen Fahranteilen. Zudem muss die Batterie extern über das Plug-in-Kabel geladen werden können. Entsprechend dieser Vorgaben ist laut Toyota der Grad der Leistungsaufnahme während der Fahrt zu begrenzen, damit die Möglichkeit des Nachladens an der Steckdose gewahrt bleibt. Insgesamt benötige eine solche Batterie eine höhere Kapazität, was für einen Vollhybriden ohne Plug-in-Funktion nutzlos wäre. Auch für ein reines Elektrofahrzeug gelten hinsichtlich der Batterienutzung andere Kriterien. Hier entfällt die Option, während der Fahrt in größeren Mengen Strom zu erzeugen. Der Speicher muss also die Ladekapazität für die gesamte Fahrtstrecke bieten und immer wieder voll entladen und geladen werden. Für diesen Einsatz stellen laut Hersteller nach derzeitigem Stand der Entwicklung Lithium-Ionen-Batterien den besten Kompromiss dar.

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