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19.09.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Siemens rüstet Elektroautos mit neu konzipierter IKT aus

Autor:
Katrin Pudenz

Neue IKT von Siemens für Elektroautos: Auf diese Weise sollen verschiedene Funktionen im Fahrzeug über eine einheitliche und zentralisierte Rechnerplattform zu steuern sein. Ziel ist das Zusammenspiel der Assistenz-, Sicherheits- und Infotainmentsysteme zu vereinfachen.

Siemens rüstet Elektroautos mit neu konzipierter Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) aus. Grundidee ist, wie die Siemens-Forscher erläutern, verschiedene Funktionen im Fahrzeug über eine einheitliche und zentralisierte Rechnerplattform zu steuern, statt wie heute jedes einzelne System mit eigener Hard- und Software zu versehen. So soll das komplizierte Zusammenspiel der vielen Assistenz-, Sicherheits- und Infotainmentsysteme vereinfacht werden. Außerdem ermögliche die Trennung zwischen Software und ausführender Technik das einfache Nachrüsten neuer Funktionen. So wie eine Smartphone-App die vorhandene Technik im Gerät, beispielsweise GPS oder Kamera, für eigene Anwendungen nutzt, könnte man künftig im Auto auf Basis von integrierten Standard-Komponenten wie Abstandssensoren, Steuerungseinheiten oder Anzeigeelementen neue Funktionen anbieten. Entwickelt hat dieses IKT-Konzept die globale Siemens-Forschung Corporate Technology (CT) mit Partnern im Förderprojekt Race (Robust and Reliant Automotive Computing Environment for Future eCars).

Rechnerplattform, Kommunikationsnetze und Software für E-Lieferwagen

Mit dieser IKT-Architektur wird die Einführung neuer Funktionen im Elektroauto einfacher, kostengünstiger und auch in Kleinserien realisierbar, betonen die Ingenieure. Um diese Möglichkeiten in der Praxis zu testen, statten CT-Forscher bis Dezember 2014 einen elektrischen Lieferwagen der Firma StreetScooter mit der neuen Technik aus. Das Auto soll eine von CT entwickelte standardisierte Rechnerplattform sowie Kommunikationsnetze und Software erhalten. Anhand der ebenfalls bereitgestellten Software-Entwicklungsumgebung könne das Unternehmen StreetScooter dann in dem System neue Funktionen erarbeiten und in das Auto integrieren.

Für Race haben die Forscher von Siemens CT neben der zentralen Rechnerplattform und der Kommunikationstechnik auch die Software entwickelt, die alle Systeme zusammenführt und ihren sicheren Betrieb gewährleistet. Damit vereinfacht sich auch die Integration von sicherheitskritischen Systemen, wie sie zum Beispiel für autonomes Fahren benötigt werden. erklären die Experten.

Förderprojekt Race

Das Förderprojekt Race (Robust and Reliant Automotive Computing Environment for Future eCars) läuft noch bis Ende 2014. Siemens ist Konsortialführer, weitere Partner sind TRW Automotive, AVL Software and Funktions, fortiss, die Universität Stuttgart, die TU München, die RWTH Aachen sowie das Fraunhofer Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC).

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