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23.09.2010 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Technogerma und Fraunhofer IISB: Neues Testzentrum für Elektrofahrzeuge

Autor:
Michael Reichenbach

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) in Erlangen schafft sich mit einem neuen Testzentrum von Technogerma eine in dieser Form innovative Infrastruktur für das Entwickeln von Elektrofahrzeugen an. Das Projekt wurde mit rund vier Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Das Testzentrum verfügt über speziell zugeschnittene Mess-, Analyse- und Prüfeinrichtungen, um elektrische Antriebe und Energiespeicher hinsichtlich ihrer elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) und der Systemzuverlässigkeit zu untersuchen. Das Kernelement bildet ein klimatisierbarer Allrad-Rollenprüfstand von Technogerma. Mit diesem Prüfstand in schlüsselfertiger Containerbauweise können Elektrofahrzeuge unter arktischen wie auch unter hochsommerlichen Bedingungen erprobt werden. Denn die Reichweite eines Elektrofahrzeugs hängt nicht nur von den Fahrzeugdaten, dem maximalen Energieinhalt und Ladezustand der Batterie sowie von Fahrzyklus und Fahrweise ab: Auch Nebensysteme, wie beispielsweise die Innenraumklimatisierung, die Heizung für Innenraum und Scheiben oder die Beleuchtung, beeinflussen die Reichweite - ebenso die temperaturabhängigen Eigenschaften der Batterie. Auf dem Antriebsprüfstand können dazu unter anderem Wirkungsgradkennfelder elektrischer Fahrzeugantriebe ermittelt und Steuer- und Regelalgorithmen optimiert werden.

Ulrich Schüller (rechts im Bild), Leiter der Abteilung Wissenschaftssystem im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), eröffnete im Juli 2010 im Beisein von Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (Bildmitte) und IISB-Leiter Prof. Lothar Frey (links im Bild) das Testzentrum in Erlangen im Rahmen der Feier zum 25. IISB-Jubiläum. Ein besonderes Augenmerk der Erlanger Forscher gilt der zentralen Komponente von Elektrofahrzeugen, der Batterie. Umfangreiche Testeinrichtungen erlauben elektrische und thermische Untersuchungen sowohl von Einzelzellen als auch von gesamten Fahrzeugbatteriesystemen und der dazu gehörenden Elektronik. Dank eines speziell geschützten Prüfcontainers können die Forscher die Energiespeicher dabei bis an ihre Leistungsgrenzen - und bei Bedarf auch etwas darüber hinaus - belasten, um beispielsweise die Betriebssicherheit zu verifizieren.

(Foto: Fraunhofer IISB / Kurt Fuchs)

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