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04.10.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Projekt iZeus erprobt einheitliches, multimodales Smart-Traffic-Konzept

Autor:
Katrin Pudenz
2 Min. Lesedauer

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekt iZeus (intelligent Zero Emission Urban System) soll bis Mitte 2014 durch neuartige Mehrwertdienste ein einheitliches, multimodales Smart-Traffic-Konzept entwickelt und innerhalb des Flottentests mit rund 100 Elektro- und Hybridfahrzeugen (Smart Fortwo electric drive, Mercedes-Benz Vito E-Cell, Opel Ampera und Toyota Prius) erprobt werden.

Die dazugehörige reichweitenoptimierte Navigation wurde von den Projektpartnern PTV Group, TWT und dem KIT entwickelt. Im Rahmen des Projektes wurde nun der Startschuss für einen Flottentest gegeben, dabei erhielten die Testteilnehmer Schlüssel und Navigation-Tablets für die Elektrofahrzeuge.

Die EnBW stellt für den Flottentest die in Vorgänger- und Parallelprojekten installierte öffentliche Ladeinfrastruktur von über 600 Ladepunkten in ganz Baden-Württemberg zur Verfügung. Der Zugang zur Ladeinfrastruktur wird mithilfe der EnBW-Elektronauten-Ladekarte und einer EnBW-Prepaid-Ladekarte ermöglicht. Ein weiterer Fokus von iZeus ist die Entwicklung und Evaluation von diskriminierungsfreien und skalierbaren Zugangs- und Abrechnungssystemen für die (halb-) öffentliche Ladeinfrastruktur. Die Erprobung dieser Systeme schließt Teilnehmer aus dem kommunalen Umfeld sowie Stadtwerke und B2B-Partner mit ein. So beteiligt sich beispielsweise die Stadt Ingelfingen an dem Projekt.

Das in iZeus erarbeitete Konzept geht mit der Verknüpfung von Verkehrs- und Energiesystemen durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) über Roaming und neuartige Abrechnungskonzepte hinaus. Es sieht ebenso die optimierte Integration erneuerbarer Energiequellen und eine Stabilisierung der Verteilungsnetze durch dezentrales Energie- und Lademanagement vor. Projektpartner SAP erforscht zu diesem Zweck die Bündelung von Elektrofahrzeugen, um mögliche Lastverschiebungspotentiale automatisiert berechnen und den Netzbetreibern anbieten zu können. Um erneuerbare Energien mittels Elektromobilität in das Energiesystem zu integrieren, sind intelligente Stromnetze und dezentrale, stationäre Stromspeicher notwendig. Die Speicher sollen zukünftig helfen, die Netzqualität auf gewohntem Niveau zu halten, indem sie Regelleistung, Spannung und Last selbstständig steuern. Sie müssen in der Lage sein, den Energiebedarf und die Schwankungen bei der Erzeugung aufeinander abzustimmen. Im Rahmen des Projekts testet Projektpartner ads-tec einen stationären Speicher im Mittelspannungsnetz der EnBW in Esslingen.

Das Projekt

Im Forschungsprojekt werden Konzepte und Anwendungsbeispiele für die Integration von Elektromobilität in den Privatverkehr sowie in den urbanen Wirtschaftsverkehr erarbeitet. Ziel der Forschung ist es, ein einheitliches Verkehrskonzept zu entwickeln, das anhand von Flottentests mit einer signifikanten Anzahl von Fahrzeugen erprobt und demonstriert werden soll. Zu den Projektpartnern zählen neben EnBW als Konsortialführer, Opel, ads-tec, Daimler, die Fraunhofer-Institute ISI und ISE, das KIT, PTV Group, SAP und TWT. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der IKT für Elektromobilität II durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

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