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26.09.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Schnelles Aushärten mithilfe von Mikrowellentechnik

Autor:
Katrin Pudenz

In Jena wurde eine Methode entwickelt, mit der das Aushärten von Verbundstoffen auf Carbonfaserbasis erheblich beschleunigt werden kann. Grundlegen hierfür soll die Mikrowelle sein. Das Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie der Universität Jena (IMT) präsentiert diese Methode anlässlich der Composites Europe in Stuttgart.

"Um ein Bauteil aus diesem Verbundstoff herzustellen, werden die Carbonfasern in einem formvorgebenden Werkzeug fixiert, in das anschließend flüssiges Harz injiziert und durch die Fasern gedrückt wird", erklärt Dr. Jörg Bossert vom IMT. "Um das gewünschte Bauteil zu erhalten, muss das Harz nun aushärten." Dabei werde das Teil meist unterstützend erwärmt, was viel Energie benötige. Um diese Aushärtung zu beschleunigen, haben Materialwissenschaftler um Bossert gemeinsam mit der Thüringer Firma Schmuhl Faserverbundtechnik eine Methode entwickelt, die auf Mikrowellentechnik basiert. "Ähnlich wie bei einem Mikrowellenherd, bei dem die Nahrung aber nicht das Plastikgefäß erhitzt werden soll, erwärmen wir das Harz nicht aber die Form", erläutert der Jenaer Materialexperte. "Das spart sowohl Energie als auch Zeit." Was bei anderen Methoden sechs bis zwölf Stunden dauere, schaffe die Mikrowelle in rund einer Stunde. Sicher könne auch diese Vorgehensweise noch optimiert werden. So fehle es beispielsweise  noch am idealen Material für das Matrix-Werkzeug, da Metall etwa für das Zusammenwirken mit Mikrowellen nicht geeignet sei und andere Stoffe sich zu schnell abnutzten. Bossert ist aber zuversichtlich, dass dafür bald eine geeignete Lösung gefunden werde.

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