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25.02.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

TU Chemnitz und Faurecia vereinbaren Leichtbau-Forschungskooperation

Autor:
Katrin Pudenz

Die Technische Universität Chemnitz und Automobilzulieferer Faurecia wollen im Bereich Leichtbau ihre Kompetenzen bündeln. Zu diesem Zweck sind das Unternehmen und das Exzellenzcluster Merge der Hochschule eine Forschungskooperation eingegangen. Die entstehenden Innovationen mit praxisnaher Entwicklung sollen speziell auf die künftigen Bedürfnisse der Automobilbranche zugeschnitten werden. Neben neuartigen Material- und Designansätzen stehen auch die Anforderungen an Sicherheit und Komfort im Fokus der Experten.

In einem ersten Projekt soll Forscher Chaitanya Bhirud von Faurecia India die Wissenschaftler des Exzellenzclusters bei einem Autositzkonzept unterstützen. Statt der klassischen Bauweise aus Metall und Polymerweichschaum setzte das Team auf ein neues Materialkonzept mit faserverstärkten Kunststoffen in Kombination mit textilen Polstermaterialen. Diese Neuentwicklung soll insbesondere einen besseren Klimakomfort des Polsters erzielen. Wie die Experten ferner betonen, bieten Faserverbundwerkstoffe bieten zudem ein hohes Leichtbau-Potenzial, woraus ein reduziertes Fahrzeuggewicht und ein niedrigerer CO2-Ausstoß resultieren. Die Sitzkonstruktion soll später seinen Platz im Merge-Demonstratorfahrzeug - ein VW up! - finden.

Textilien als Polster- und auch Verstärkungsmaterial

Professor Lothar Kroll, CEO Bundesexzellenzcluster Merge, erklärt: "Die TU Chemnitz belegt immer wieder Spitzenplätze bei Rankings in puncto Anwendungsbezug und Praxisnähe sowohl in der Ausbildung als auch Forschung. Die Forschungskooperation mit Faurecia ist ein weiterer Beleg dafür. Mit Faurecia verbindet uns das gemeinsame Interesse an der Erforschung und Entwicklung leichter Strukturen für automobile Anwendungen. Gerade Sitzstrukturen sind dabei ein hochspannendes Betätigungsfeld, da beim Einsatz von Textilien als Polster- und auch Verstärkungsmaterial in Strukturkombination Gewicht eingespart werden kann. Faser-Kunststoff-Materialien bieten hierfür zahlreiche innovative Ansätze. "

Lars Janssen, Manager Innovation Purchasing bei Faurecia, betont: "Wir freuen uns sehr, mit der TU Chemnitz einen idealen Partner an unserer Seite zu haben. Die Hochschule verfügt über langjährige Erfahrung und eine hervorragende Expertise im Bereich Automotive. Wir wollen gemeinsam neue, besonders effiziente Wege im Leichtbau beschreiten und die weltweit führende Position von Faurecia auf dem Markt der Fahrzeug-Erstausrüstung ausbauen."

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