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08.12.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Porsche präsentiert den neuen 911 Turbo und 911 Turbo S

Autor:
Angelina Hofacker

Von null auf 100 km/h in drei Sekunden: Porsche hat die Leistung des Biturbo-Sechszylindermotors seiner Topmodelle 911 Turbo und 911 Turbo S noch einmal um 15 kW erhöht. Auf der North American International Auto Show in Detroit (11. bis 24 Januar 2016) soll die neue Modellgeneration erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der 3,8-l-Sechszylinder-Ottomotor mit Biturbo-Aufladung im Porsche 911 Turbo leiste jetzt 397 kW (540 PS). Wie die Ingenieure von Porsche berichten, konnte die Leistung des Motors durch geänderte Einlasskanäle im Zylinderkopf, neue Einspritzdüsen und erhöhten Kraftstoffdruck gesteigert werden. Dank neuem Turbolader mit größerem Verdichter erreiche der Ottomotor im Modell 911 Turbo S nun eine Leistung von 427 kW (580 PS). Porsche setzt dabei, als einziger Hersteller laut eigener Aussage, weiterhin Turbolader mit variabler Turbinengeometrie in Verbindung mit Ottomotoren ein.

Neuerdings verfügen die Motoren zudem über die so genannte Dynamic-Boost-Funktion, um das Ansprechverhalten noch weiter zu verbessern, berichtet der Hersteller. Dabei bleibe der Ladedruck beim Lastwechsel - also bei kurzem Lösen des Gaspedals - erhalten. Die Porsche-Ingenieure erreichen dies, indem nur die Kraftstoffeinspritzung unterbrochen wird, die Drosselklappe aber offen bleibt. So soll der Motor praktisch verzögerungsfrei auf erneutes Gas geben reagieren. Im Sport- und Sport Plus-Modus sei diese Funktion deutlicher ausgeprägt als im Normal-Modus.

Verbessertes Motor- und Getriebemanagement soll Verbrauch senken

Grundsätzlich sollen die neuen Hochleistungssportwagen atemberaubende Fahrleistungen bei nochmals verringertem Kraftstoffverbrauch erreichen. Für alle Varianten habe Porsche durch ein weiterentwickeltes Motor- und Getriebemanagement mit überarbeiteten Schaltkennfeldern ein Minus von 0,6 Liter auf 100 Kilometer erreichen können.

Der neue Porsche 911 Turbo absolviert den Sprint von null auf 100 km/h in drei Sekunden. Das 911 Turbo S Coupé benötige sogar nur 2,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des 911 Turbo beträgt 320 km/h – plus fünf km/h im Vergleich zum Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit des 911 Turbo S Coupé liegt mit 330 km/h um zwölf km/h höher als bislang. Der Kraftstoffverbrauch (kombiniert, NEFZ) des 911 Turbo und auch des 911 Turbo S sollen bei 9,1 l/100 km liegen, die CO2-Emissionen bei 212 g/km. Den Kraftstoffverbrauch (kombiniert, NEFZ) der Cabriolets beziffert der Hersteller mit 9,3 l/100 km. Die Modelle sollen von Anfang an als Coupé und Cabriolet verfügbar sein.

Sport Chrono-Paket

Das neue GT-Sportlenkrad mit 360 Millimeter Durchmesser, dessen Design aus dem 918 Spyder stammt, verfügt nun in den Modellen 911 Turbo und 911 Turbo S serienmäßig über den so genannten Mode-Schalter. Er besteht aus einem schrittweise drehbaren Ring, mit dem die vier Programme Normal, Sport, Sport Plus und Individual angewählt werden können. Die Einstellung Individual soll es dem Fahrer ermöglichen, sein ganz individuelles Fahrzeug-Setup zu konfigurieren und zu speichern. Ebenfalls neu enthalten im Sport-Chrono-Paket ist der so genannte Sport Response Button in der Mitte des Mode-Schalters. Inspiriert vom Rennsport sollen so per Knopfdruck Motor und Getriebe auf bestmögliches Ansprechverhalten eingestellt werden. Damit beschleunige das Fahrzeug für bis zu 20 Sekunden optimal, beispielsweise für einen Überholvorgang, berichten die Entwickler. Eine Anzeige im Kombiinstrument in Form eines ablaufenden Timers informiert den Fahrer über den Zeitablauf. Die Sport Response-Funktion könne beliebig oft und aus jedem Fahrprogramm aufgerufen werden.

Lesen Sie mehr über das Fahrwerk, Infotainmentsystem und Design der neuen Modellgeneration auf Seite 2.

Porsche Stability Management

Das Porsche Stability Management (PSM) der 911 Turbo-Modelle verfügt nun über einen neuen PSM-Sport-Modus: Über einen kurzen Druck auf die PSM-Taste in der Mittelkonsole werde das System in einen besonders sportlichen Modus versetzt - und zwar unabhängig vom gewählten Fahrprogramm. Der separat schaltbare PSM-Sport-Modus soll über eine deutlich stärkere Verschiebung der Eingriffsschwelle des PSM verfügen als dies beim Vorgänger im Sport-Plus-Modus der Fall war, und soll so - etwa auf der Rundstrecke - ein noch näheres Herantasten an den Grenzbereich ermöglichen. Das Aufleuchten der PSM-Warnlampe und ein Hinweis im Kombiinstrument signalisieren, dass die Fahrstabilisierung durch das PSM in dem Fall eingeschränkt ist. Im Hintergrund bleibe das System jedoch auch im PSM-Sport-Modus stets aktiv. Darüber hinaus könne über einen langen Druck auf die PSM-Taste wie gewohnt das System komplett deaktiviert werden.

Das Fahrwerk der neuen 911 Turbo-Modelle mit serienmäßigem Porsche Active Suspension Management (PASM) soll nun eine nochmals größere Spreizung zwischen Performance und Komfort bieten. Darüber hinaus biete der 911 Turbo S eine fahrdynamische Komplettausstattung. Der Wankausgleich Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) sei ebenso serienmäßig wie die Keramik-Bremsanlage PCCB. Zu den neuen Optionen für alle 911 Turbo-Modelle zählen der radarbasierte Spurwechselassistent und ein Liftsystem für die Vorderachse, mit dem bei niedrigen Geschwindigkeiten die Bodenfreiheit unter der Frontspoilerlippe um 40 Millimeter vergrößert werden kann.

Neues Infotainmentsystem mit Online-Navigation

Mit dem Generationswechsel zieht serienmäßig auch das neu entwickelte Infotainmentsystem PCM mit Online-Navigation in das Cockpit der 911-Turbo-Modelle ein. Dank serienmäßigem Connect Plus-Modul biete es zahlreiche neue und erweiterte Connectivity-Funktionen. Die Navigation soll zudem auf aktuelle Verkehrsinformation in Echtzeit zurückgreifen. Routen und Orte können mit Hilfe von 360-Grad- und Satellitenbildern visualisiert werden. Zusätzlich verarbeite es jetzt auch Eingaben per Handschrift. Darüber hinaus sollen sich nun auch Mobiltelefone und Smartphones über WLAN, Bluetooth oder Kabel schneller, einfacher und umfassender integrieren lassen. Und ausgewählte Fahrzeugfunktionen können nun auch aus der Ferne gesteuert werden.

Überarbeitetes Design

Die neue Generation des 911 Turbo übernehme wesentliche Merkmale des Designs der aktuellen Carrera-Modelle, die um die typischen 911 Turbo-Besonderheiten ergänzt werden, berichten die Designexperten von Porsche. Das neu geformte Bugteil mit seitlichen Airblades und den schmalen LED-Bugleuchten mit Doppelsteg sollen in Kombination mit der zusätzlichen Lamelle im mittleren Lufteinlass die Front noch breiter wirken lassen. In der Seitenansicht zeigt sich der Hochleistungssportwagen mit neuen 20-Zoll-Rädern. Die neuen Türgriffe kommen jetzt wie bei den Carrera-Modellen ohne eingesetzte Kunststoffschalen aus. Umfassend geändert wurde laut den Designern auch das Heck: Sowohl die Austrittsöffnungen für die Abgasanlage im Heckteil als auch die Doppelendrohre selbst seien im Design angepasst worden. Das Heckdeckelgitter wurde ebenfalls neu gestaltet und ist nun dreiteilig ausgeführt: rechts und links mit längs angeordneten Lamellen, in der Mitte mit einem separaten Deckel für optimierte Luftansaugung des Motors. Die dreidimensionalen Heckleuchten mit Vierpunkt-Bremslicht und Aura-Beleuchtung sind aus der 911-Carrera-Reihe bekannt.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.06.2015 | Titelthema | Ausgabe 6/2015

„Maximale Spreizung zwischen Performance und Fahrkomfort“

08.12.2015 | Automobil + Motoren | Bildergalerie | Galerie

Porsche 911 Turbo und 911 Turbo S

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