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21.05.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Shell-Eco-Marathon: 2980 km mit 1 l Benzin, 315 km mit 1 l Diesel

Autor:
Katrin Pudenz

Sieger des 29. Shell Eco-Marathons ist das Team La Joliverie aus dem französischen Nantes. Mit 1 l Benzin schaffte die Mannschaft eine Strecke von 2980 km und belegte damit den ersten Platz in der Klasse der Prototypen mit Verbrennungsmotor. In der Klasse der straßentauglichen Urban-Concepts belegte die Hochschule Offenburg mit dem Fahrzeug namens Schluckspecht Platz 1, indem sie mit 1 l Dieselkraftstoff 315 km weit fuhr.

Während des dreitätigen Wettbewerbs rund um die Ahoy Arena in Rotterdam fieberten mehr als 50.000 Besucher mit den 183 Teams aus ganz Europa und Nordafrika und erlebten die 3000 Schüler und Studenten hautnah beim Fahren auf der Strecke und Schrauben in den Boxen. Bei dem Shell Eco-Marathon handelt es sich um einen Energieeffizienz-Wettbewerb der sich an Studenten-Teams aus aller Welt richtet. Ziel ist die Konstruktion und das Fahren eines Fahrzeugs, das mit möglichst wenig Kraftstoff eine möglichst große Strecke zurücklegen kann. Sowohl konventionelle Kraftstoffe als auch alternative Energiequellen sind für den Antrieb dieser Fahrzeuge zugelassen. Es gibt zwei Wettbewerbskategorien: Prototypen und Urban-Concept. Die Prototypen sind stromlinienförmige Fahrzeuge, deren Konstruktion darauf abzielt, den Luftwiderstand zu reduzieren und den Kraftstoffverbrauch zu minimieren. Die Fahrzeuge in der Kategorie Urban-Concepts ähneln im Prinzip konventionellen Autos, Straßentauglichkeit ist eine Voraussetzung.

Beim diesjährigen Shell Eco Marathon konnten sich auch die deutschen Teams gut behaupten, wie Shell berichtete. Weit abgeschlagen von La Joliverie, aber dennoch mit sich voll zufrieden, seien die Studenten der Technischen Hochschule Mittelhessen gewesen. Sie seien mit 1 l Benzin 1046 km weit (Rang 7) gekommen und schafften damit 338 km mehr als im vergangenen Jahr.

In der Klasse der straßentauglichen Urban-Concepts stellte die Hochschule Offenburg einen neuen Rekord mit dieselbetriebenem Verbrennungsmotor auf. Das Hochschul-Team fuhr mit Schluckspecht 315 km weit, belegte Platz 1 und brach damit den bislang geltenden Rekord aus dem Jahr 2008, so das Mineralölunternehmen. "Statt zu schlafen haben wir die ganzen Nächte durchgeschraubt und damit unser Fahrzeug verbessert. Das hat sich ausgezahlt", freute sich Maschinenbaustudent David Schilli.

Emotionale Achterbahn seien die Teams in den Kategorien mit Alternativen Energien gefahren. Kurz vor Schluss schoben sich die Studenten vom TUfast Eco Team der Technischen Universität München mit ihrem batteriebetriebenen Prototypenfahrzeug noch auf den 2. Rang (958 km/kWh). "Wir sind als letztes Fahrzeug auf die Strecke gelassen worden. Fast wären wir ohne Ergebnis nach Hause gefahren - und dann das. Spannender geht es kaum", sagte Team-Mitglied Philipp Juretzkow. Gewinner dieser Kategorie war das Team SCS Pasquet (Lycee Pasquet) aus Frankreich mit 1224 km/kWh.

Bei den Urban-Concepts mit Batteriebetrieb landeten drei deutsche Teams unter den ersten zwölf Platzierungen: Der AERIS II der Fachhochschule Trier kam mit 339 km/kWh auf Platz 2, die Schüler des Oberstufenzentrum Ostprignitz belegten mit 179 km/kWh den 4. und das Team Mobileo vom Leo-Sympher Berufskolleg aus Minden mit 90 km/kWh den 12. Platz. Auch in dieser Kategorie kam das Gewinnerteam aus Frankreich: Es war die Mannschaft electricar solution (Lycee des metiers de l'energie dans les systems autimatises) mit 376 km/kWh.

In der Klasse Prototypen mit Wasserstoff gingen in diesem Jahr sieben der insgesamt 19 deutschen Teams an den Start. Platz 1 ging an das Team H2A, Hogeschool von Amsterdam (die Niederlande) mit 342 km/kWh. Als bestes deutsches Team belegte die Mannschaft Fortis Saxonia von der Technischen Universität Chemnitz mit 235 kw/kWh Rang 5. Das Team ThaiGer der Fachhochschule Stralsund und dem Stralsunder Hansagymnasium (158 km/kWh) erreichte Platz 9 und das Team NAOB vom Nicolaus-August-Otto Berufskolleg aus Köln (107 Kkm/kWh) Platz 12.

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