Skip to main content
main-content

03.04.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Uni-Das-Award für Hans-Georg Metzler

Autor:
Katrin Pudenz
2:30 Min. Lesedauer

Mit dem Uni-Das-Award wurde nun Hans-Georg Metzler (links im Bild) geehrt. Der Daimler-Forscher ist der erste Preisträger dieser Auszeichnung für herausragende Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Fahrerassistenzforschung. Uni-Das (Das steht für Driver Assistance System) ist ein Forschungsverband, der von führenden Wissenschaftlern fünf deutscher Universitäten im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden ist. Mit dem Preis ehrt der universitäre Forschungsverband Metzler für seine Bemühungen, das Autofahren sicherer zu machen. Dies teilte die Technische Universität Darmstadt mit. Der Uni-Das-Wissenschaftspreis für herausragende Dissertationen ging an Dr. Mirko Mählisch (rechts im Bild).

Metzler gilt als Pionier der Fahrassistenzforschung und hat in der Forschung von Daimler die Entwicklung zahlreicher Fahrassistenzsysteme angeschoben, die heute in Serie sind, erklärt die TU. So sei seine frühe Vision des sehenden Fahrzeugs mittlerweile Wirklichkeit geworden. In seiner Laudatio unterstrich Uni-DAS-Sprecher, Prof. Dr. Hermann Winner von der TU Darmstadt, dass gerade in der Anfangszeit des Wirkens von Metzler eine sehr hohe Überzeugungskraft notwendig war, um die damals noch als visionär angesehenen Ziele des assistierten, Unfälle vermeidenden Fahrens zu vertreten.

Metzler studierte Elektrotechnik an der TU Berlin und arbeitete anschließend fünf Jahre am Hahn-Meitner-Institut über Architekturen großer Messsysteme für medizinische Anwendungen. 1978 wechselte er in die Stuttgarter Forschung der damaligen Daimler-Benz AG. In den ersten Projekten entwickelte Metzler Fahrerinformationssysteme, aber bereits Anfang der 1980er Jahre hat er in dem Projekt "Autonom Mobile Systeme" die Grundbausteine für die elektronische Fahrzeugführung gelegt, so die TU. Dieses Projekt war auch der Ausgangspunkt für Prometheus - Zusammenschluss aller europäischer Fahrzeughersteller und assoziierter wissenschaftlicher Einrichtungen. Hier wurden die Grundlagen für die heute selbstverständlichen Fahrerassistenzsysteme gelegt. Metzler ist seit Mitte 2010 im Ruhestand. Er engagiert sich aber weiterhin in Projekten der Daimler-Forschung, berichtet die TU Darmstadt.

Mirko Mählisch erhielt für seine Dissertation den Uni-Das-Wissenschaftspreis. In seiner Arbeit beschäftigte er sich mit der "Filtersynthese zur simultanen Minimierung von Existenz-, Assoziations- und Zustandsunsicherheiten in der Fahrzeugumfelderfassung mit heterogenen Sensordaten". Mählisch studierte an der TU Chemnitz Informatik und promovierte an der Universität Ulm. Mittlerweile ist er bei Audi in der Serienentwicklung, Fahrerassistenzsysteme und integrierte Sicherheit beschäftigt.

Der Forschungsverband ist im vergangenen Jahr gegründet worden, um das Niveau der universitären Fahrerassistenz-Forschung in Deutschland langfristig zu sichern, so die TU Darmstadt. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins arbeiten wissenschaftlich eng zusammen, koordinieren Forschungsanfragen und Forschungsanträge untereinander, treten gemeinschaftlich in Gremien auf und fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs. Als Nachfolger von Prof. Winner, der als erster Sprecher von Uni-DAS turnusgemäß ausscheidet, wurde Prof. Dr. Markus Maurer von der TU Braunschweig gewählt. Mauer betonte, dass mit den Wissenschaftspreisen der weltweit führenden Stellung der deutschen Forschung und Entwicklung auf dem Fahrerassistenzgebiet Rechnung getragen wird, aber trotzdem die Plattform auch auf weitere Universitäten im In- und Ausland ausgedehnt werden soll.

Premium Partner

    Bildnachweise