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24.10.2014 | Bankvertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Filiale ist nicht mehr länger gleich Filiale

Autor:
Stefanie Burgmaier
1:30 Min. Lesedauer

Geschäftsstellen von Banken werden nicht aus dem Stadtbild verschwinden. Sie müssen sich aber wandeln und stärker differenzieren.

Deutsche, Franzosen, Briten und Spanier sind sich ausnahmsweise einmal einig. 63 Prozent von ihnen halten die Bankfiliale weiter für den wichtigsten Kanal eines Geldinstituts. Allerdings bemängeln sie, dass die Öffnungszeiten zu kurz sind, der Service zu langsam ist, die Mitarbeiter zu wenig aufmerksam und die Standorte zu unattraktiv sind.

Vier Typen von Geschäftsstellen

„Die Filialen müssen sich wandeln“, folgerte daraus Jens Bohlen, Executive Vice President Banking bei Wincor Nixdorf, auf einer Pressekonferenz anlässlich des International Management Seminars in Istanbul. Seiner Ansicht nach wird es künftig vier verschiedene Typen von Geschäftsstellen geben:

  • Die Miniatur-Filiale: Sie ist hochautomatisiert und stellt vor allem Selbstbedienungseinrichtungen zur Verfügung. Bankmitarbeiter sucht der Kunden dort vergeblich.

  • Die Express-Filiale: Sie kombiniert SB-Geräte mit persönlicher Kommunikation. Dabei können Mitarbeiter live oder per Video angesprochen werden.

  • Die Voll-Filiale: Sie entspricht in etwa den heute bekannten Geschäftsstellen. Hier sind Selbstbedienung, Service und Beratung an einem Platz zu finden.

  • Die Flagship-Filiale: Sie wird an wichtigen Knotenpunkten einer Stadt errichtet und ist Ausstellungsraum der Bank und Treffpunkt der Kunden zugleich. Hier stehen Experten zur Verfügung.

Wichtige Rolle der Technologie

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In allen Typen übernimmt die Technik eine wichtige Rolle. „Schon heute haben 95 Prozent der Transaktionen in einer Filiale mit Technologie zu tun“, hat Bohlen errechnet. In der Zukunft soll die Technik genutzt werden, um bessere Anknüpfungspunkte zum Kunden zu finden und zu nutzen.

Dass sich Filialen wandeln müssen, hat auch Holger J. Kern, Experte für Finanzdienstleistungen bei Pricewaterhouse Coopers, im Bankmagazin ausgemacht. Sie müssten im besten Sinne Anlaufstelle werden. „Eines der Hauptprobleme von Bankfilialen ist es, dass die Kunden sie nicht gern aufsuchen“, stützt Kern die Ergebnisse der Analyse von Wincor Nixdorf.

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