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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Aus- und Weiterbildungsprozesse sind in jüngster Zeit häufiger Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Überregionale Zeitungen widmen sich in Artikeln oder Serien diesem Thema und signalisieren damit dessen gesellschaftliche Bedeutung. Die Diskussionen werden dabei vor dem Hintergrund der internationalen Konkurrenzfähigkeit unserer Volkswirtschaft geführt. Dazu notwendige Entwicklungen im technologischen und kaufmännischen Bereich erzeugen einen hohen Bedarf an Aus- und Weiterbildung: zum einen, um entsprechende Innovationen rasch hervorzubringen, zum anderen, um Kenntnisse und Fertigkeiten für deren zielgerichteten Einsatz, trotz hoher Innovationszyklen, parat zu haben.
Roland Schäfer

2. Begriffliche und methodische Grundlagen

Zusammenfassung
Der Begriff des Lernens wird in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedlich definiert. Die Differenzen, die meist aus unterschiedlichen Ausgangspositionen und Zielsetzungen der Autoren resultieren, spiegeln die Komplexität des Lernbegriffs wider. Nachfolgend werden verbreitete Definitionen des Lernens kurz beschrieben und im Hinblick auf die Verwendung des Lernbegriffs in dieser Arbeit diskutiert. Ausführliche Diskussionen zum Lernbegriff sind beispielsweise [Cube65, S. 67ff.] und [Stei81, S. 50ff.] zu entnehmen.
Roland Schäfer

3. Ein Bewertungsschema für computergestützte Lernumgebungen aus Sicht des selbstgesteuerten Lernens

Zusammenfassung
In der Literatur sind zahlreiche Bewertungsschemata für computergestützte Lernumgebungen dargestellt (vgl. [Diep84], [Thom89], [Witt93]). Die mit den Bewertungsschemata verfolgten Einsatzzwecke sind vielfältig. Zum einen fungieren sie als Grundlage für Kaufentscheidungen, zum anderen als Orientierung oder Checkliste bei der Konstruktion von Lernumgebungen (vgl. [Bier94, S. 125]). Häufig sind jedoch die der Konzeption zugrunde liegenden Annahmen und Sichten des Bewertungsschemas unzureichend beschrieben. Eine Orientierung an bewährten Metaphern oder Modellen ist kaum sichtbar. Dies verschleiert die didaktische Grundposition des Bewertungsschemas, was dessen Verwendung und Nutzen einschränkt. Im folgenden wird daher zunächst der Hintergrund für das hier vorgestellte Bewertungsschema beschrieben, anschließend dessen Merkmale.
Roland Schäfer

4. Analysen ausgewählter Lernumgebungen aus Sicht des selbstgesteuerten Lernens

Zusammenfassung
Die untersuchten Lernumgebungen lassen sich fachlich weitestgehend der allgemeinen Betriebswirtschaftslehre zuordnen. Betriebswirtschaftliche Verfahrenstechniken nach [Meye83, S. 55], wie Methoden der Buchführung, der Jahresabschlußerstellung sowie der Finanzierungs- und Investitionsrechnung, bilden den inhaltlichen Schwerpunkt. Die betrachteten Lerninhalte lassen sich strukturiert in den Lernumgebungen abbilden. Lernen durch Forschung zur Erreichung eines noch nicht bekannten Wissensstandes wird nicht betrachtet. Die Lernumgebungen verfolgen das Ziel, den Erwerb von Sach- und Handlungswissen im jeweiligen Fachgebiet zu unterstützen, das Gegenstand einer universitären Ausbildung im wirtschaftswissenschaftlichen Grundstudium ist. Eine Anwendung dieses Wissens in realitätsgetreuen Situationen wird nicht als Lernziel verfolgt. Korrespondierend zum Lerninhalt werden vorwiegend Erwachsene in der Aus- oder Weiterbildung adressiert.
Roland Schäfer

5. Eine Lernumgebung zum selbstgesteuerten Lernen im Überblick

Zusammenfassung
Die Gestaltungsvorschläge der Arbeit spiegeln sich in den Lernumgebungen „Jahresabschluß“ [FeKu96a] und „Jahresabschluß II“ wider.
Roland Schäfer

6. Spezifikation des Wissensmodells als Grundlage der Lernvorgänge

Zusammenfassung
Bei der Beschreibung des Modellierungsziels kann zwischen Sach- und Formalzielen unterschieden werden (vgl. [FeSi94, S. 166]). Das Sachziel, welches Art und Umfang der Modellbildung beschreibt, kann nach Stachowiak anhand der Fragen:
a)
Modell wovon?
 
b)
Modell für wen?
 
c)
Modell wann?
 
d)
Modell wozu?
 
Roland Schäfer

7. Spezifikation des Lernermodells als Grundlage der Lernvorgänge

Zusammenfassung
Bei der Beschreibung des Modellierungsziels kann zwischen Sach- und Formatzielen unterschieden werden (vgl. [FeSi94, S. 166]). Das Sachziel, welches Art und Umfang der Modellbildung beschreibt, kann nach Stachowiak anhand der Fragen:
a)
Modell wovon?
 
b)
Modell für wen?
 
c)
Modell wann?
 
d)
Modell wozu?
 
Roland Schäfer

8. Spezifikation von Verfahren zur Unterstützung der Lernvorgänge

Zusammenfassung
Die Gestaltungsziele für die Verfahren zur Unterstützung der Lernvorgänge lassen sich nach Sach- und Formatzielen differenzieren (vgl. [FeSi94, S. 166]). Die inhaltliche Beschreibung sowohl der Sach- als auch der Formalziele spiegelt das Bewertungsschema für selbstgesteuerte Lernprozesse aus Kapitel 3 wider. Das Sachziel, d.h. der Zweck der hier dargestellten Verfahren, ist die Unterstützung des Lernenden bei der Durchführung der im Bewertungsschema beschriebenen Aufgaben. Das jeweilige Formatziel der Verfahren ist die Maximierung des Unterstützungsgrades, der sich aus der Kombination der Merkmale potentieller Handlungsspielraum, Unterstützungsreichweite und Verfahrensqualität ergibt (vgl. Abschnitt 3.3). Beispielsweise lassen sich korrespondierend zu der Aufgabe Nr. 6 des Bewertungsschemas Sach- und Formatziel des entsprechenden Lösungsverfahrens folgendermaßen beschreiben:
  • Sachziel: Unterstützung des Lernenden bei der Wahl des Lemwegs in der expositorischen Interaktion.
  • Formalziel:Maximierung des Unterstützungsgrades als eine Kombination aus potentiellem Handlungsspielraum, Unterstützungsreichweite und Verfahrensqualität, wobei letztere insbesondere durch die Merkmale Effektivität, Adaptivität und Handhabbarkeit des Verfahrens bestimmt wird.54
Roland Schäfer

9. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Zusammenfassung
Gegenstand dieser Arbeit war sowohl die Analyse als auch die Gestaltung computergestützter Lernumgebungen im Hinblick auf die Unterstützung selbstgesteuerter Lernprozesse. In die Untersuchungen wurden nur computergestützte Lernumgebungen einbezogen, deren Einsatz auf den Erwerb von Sach- und Handlungswissen, nicht jedoch auf die Anwendung von Problemlösewissen in realitätsgetreuen Situationen, ausgerichtet ist. Vorrangige Gestaltungsziele waren einerseits eine flexible Nutzung sowohl expositorischer als auch exploratorischer Lernstrategien, die klassische Tutor- oder Hypertext-Systeme nur unzureichend anbieten; andererseits sollten die Verfahren der Lernumgebung den individuellen Zielen und Präferenzen des Lernenden Rechnung tragen und ihn bei der Lernzielbildung, Lernwegplanung, Lernwegsteuerung sowie bei der Lernerfolgskontrolle unterstützen.
Roland Schäfer

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