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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Corporate Compliance, d. h. die unternehmensweite Organisation aller Maßnahmen zur Sicherstellung normenkonformen Verhaltens der Mitarbeiter und Organe eines Unternehmens, welche in Deutschland ursprünglich primär Wertpapierdienstleister betraf, rückt seit einigen Jahren auch für andere Branchen in den Fokus des Interesses. Ursächlich hierfür sind u. a. die durch den Sarbanes-Oxley-Act (SOA) im Jahr 2002 geänderten Anforderungen an die Corporate Governance eines international agierenden Unternehmens, eine allgemein stark zunehmende Regelungsdichte sowie drastische Erhöhungen der Strafen im Bereich des Korruptions-, Kartell- und Kapitalmarktstrafrechts. Daher drohen potenziell hohe Schäden aus Corporate-Compliance- Verstößen. Neben unmittelbaren finanziellen Schäden kommen i. d. R. durch Reputationsverluste verursachte mittelbare Schäden in Betracht.
Lars Junc

Kapitel 2. Konzeption der Corporate-Compliance-Berichterstattung

Der Begriff „Corporate Compliance“ ist weder in der Wissenschaft noch in der Praxis einheitlich definiert. Um ihn angemessen zu beschreiben, wird er zunächst in seine Bestandteile zerlegt.
Lars Junc

Kapitel 3. Messung der Corporate-Compliance-Berichterstattungsqualität

Die eigene empirische Untersuchung verfolgt drei Ziele: Neben der Messung der Corporate- Compliance-Berichterstattungsqualität ausgewählter deutscher börsennotierter Unternehmen geht sie der Frage nach, welche unternehmensspezifischen Merkmale Einfluss auf die Qualität der Corporate-Compliance-Berichterstattung haben. Des Weiteren wird analysiert, ob zwischen Corporate-Compliance-Berichterstattungsqualität und Eigenkapitalkosten eines Unternehmens ein Zusammenhang besteht.
Lars Junc

Kapitel 4. Empirische Analyse

Die in Kapitel drei evaluierte Corporate-Compliance-Berichterstattungsqualität wird im folgenden Kapitel vier in zweierlei Hinsicht untersucht: In einem ersten Schritt werden verschiedene unternehmensspezifische Merkmale analysiert, welche einen Einfluss auf die Qualität der Corporate-Compliance-Berichterstattung haben könnten. Grundlage dieser Untersuchung bildet die Agency-Theorie, weil in Kapitel 2.2.2.4 herausgestellt wurde, dass mit einer Corporate-Compliance-Berichterstattung der Versuch unternommen werden soll, die zwischen den Unternehmen und den (potenziellen) Investoren bestehenden Agency-Kosten zu reduzieren. Folglich sollten die Unternehmen, bei denen hohe Agency-Kosten zu vermuten sind, ebenfalls eine hohe Qualität der Corporate-Compliance-Berichterstattung aufweisen. Anschließend wird in einem zweiten Schritt untersucht, ob die Corporate-Compliance-Berichterstattungsqualität tatsächlich die Agency-Kosten und damit gleichzeitig die Eigenkapitalkosten eines Unternehmens senken kann oder ob der ebenfalls vorstellbare umgekehrte Einfluss, d. h. die Eigenkapitalkosten beeinflussen die Corporate-Compliance-Berichterstattungsqualität, zu konstatieren ist.
Lars Junc

Kapitel 5. Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wird erstmalig eine Corporate-Compliance-Berichterstattung umfassend thematisiert und operationalisiert. Neben einer theoretischen Analyse der Corporate-Compliance-Berichterstattung wird diese im Rahmen einer empirischen Studie untersucht. Hierbei wird folgendes Vorgehen gewählt: Nach der Erläuterung der Grundlagen einer Corporate Compliance wird agencytheoretisch begründet, mit welcher Intention Unternehmen über Corporate Compliance berichten. Es wird herausgestellt, dass mit einer Corporate-Compliance-Berichterstattung grundsätzlich das Ziel verfolgt wird, Informationsasymmetrien zwischen den Unternehmen und den (potenziellen) Investoren zu reduzieren. Konkret sollen durch das Signal normenkonformer Geschäftspraktiken, die unternehmensweit durch speziell aufeinander abgestimmte Maßnahmen sichergestellt werden, Unsicherheiten aufseiten der (potenziellen) Investoren reduziert und die Reputation des Unternehmens weiter aufgebaut bzw. geschützt werden. In der Konsequenz soll hierdurch die von den (potenziellen) Investoren für die Überlassung ihres Kapitals geforderte Risikoprämie, die aus Unternehmensperspektive den Eigenkapitalkosten entspricht, reduziert werden.
Lars Junc

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