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Die Studie „Das Adam-Smith-Projekt. Zur Genealogie der liberalen Gouvernementalität“ entwickelt mit Hilfe von Michel Foucault eine neue Perspektive auf das Denken von Adam Smith. Sie zeigt, dass das Werk des schottischen Aufklärers nicht in einen moralphilosophischen und einen wirtschaftswissenschaftlichen Teil zerfällt, sondern als ganzheitliches Projekt verstanden werden kann. Adam Smith ist ein Vordenker jener liberalen Gouvernementalität, die laut Michel Foucault bis heute die politische Verfasstheit westlicher Gesellschaften bestimmt.
»Der Mann mit den zwei Gesichtern« – so könnte man das Bild betiteln, das lange Zeit von Adam Smith gezeichnet wurde. Einerseits einfühlsamer Moralphilosoph, der mit der Theory of Moral Sentiments (TMS) seiner Zeit einen wahren Bestseller landete, andererseits kaltherziger Ökonom, der mit dem Inquiry Into the Nature and Causes of the Wealth of Nations (WN) die moderne Wirtschaftswissenschaft begründete. Die ersten Porträtisten des janusköpfigen Philosophen waren deutsche Nationalökonomen.
Heute sieht man in Adam Smith vor allem den Verfechter des freien Marktes. Seine Zeitgenossen nahmen ihn in erster Linie als Moralphilosophen wahr. Die Theory of Moral Sentiments (TMS) war so populär, dass sie zu Smiths Lebzeiten fünf Mal neu aufgelegt wurde. Bereits nach wenigen Monaten war die Erstauflage von 1759 vergriffen. Die Reaktionen waren so vielfältig, dass Smith bereits in der zweiten Auflage (1761) eine »Reihe von Zusätzen und Änderungen« (Eckstein 1925, XXXVI) einfügen musste.
Smith untersucht im Wealth of Nations die general principles of government in den Bereichen der Wirtschaftspolitik [police], der Landesverteidigung [arms] und der Steuerpolitik [revenue] (vgl. TEG 2; TMS 61 f.). Seine Hauptaufmerksamkeit gilt zweifellos der Wirtschaftspolitik. Mit Verve attackiert er den Merkantilismus, der in seinen Augen die britische Volkswirtschaft völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hat.
Das Adam-Smith-Projekt ist unvollendet geblieben. Eigentlich wollte Smith seine Analyse der moralischen Urteilspraxis des Menschen (TMS) und seine politisch-ökonomischen Untersuchungen (WN) durch ein großes Werk [great work] über die Geschichte und die Theorie der Rechtsprechung ergänzen. Im Advertisement zur letzten Auflage der TMS macht Smith explizit auf diesen missing link aufmerksam (vgl. S. 14 f.). Wahrscheinlich war Smiths Arbeit an diesem Teilprojekt relativ weit fortgeschritten.
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