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Über dieses Buch

Dieses Buch zur gleichnamigen Veranstaltung beinhaltet Beiträge angesehener Autoren aus Wissenschaft und Praxis. Es dient zum Wissenstransfer von praxisrelevanten Projektbeispielen, aktuellen Forschungserkenntnissen und der Wirkungsweise neu entwickelter Materialien an die Handlungsakteure im Bausektor. Dabei soll aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten zur Verringerung des Energiebedarfs und Verbesserung des Nutzerkomforts durch die Steigerung der Energieeffizienz an denkmalgeschützten Gebäuden zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Nutzung von Solarenergie im Campusquartier

Die TU Dresden verzeichnet durch Campuserweiterungen und intensivierte Nutzung seit Jahren einen kontinuierlich ansteigenden Elektroenergieverbrauch. Im Jahr 2015 belief sich dieser auf 56 GWh [1], was nach aktuellen Angaben des BDEW [2] näherungsweise dem Stromverbrauch privater Haushalte einer Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern entspricht. Der damit verbundene Kohlendioxid(CO2)-Ausstoß erreichte mit ca. 25.000 t einen neuen Höchststand.

Dennis Thorwarth, Annina Gritzki, Maartje van Roosmalen, Sebastian Horn, Bernhard Weller, Clemens Felsmann

Solms-Hohensolmser Schloss – Energetische Sanierung, realer Verbrauch nach 5-Jähriger Nutzung

Um das Jahr 1479 ließen die Grafen von Solms-Lich einen älteren, an der Stadtmauer von Butzbach gelegenen Fruchtspeicher zu einem repräsentativen Schloss ausbauen. Das Solms-Hohensolmser Schloss diente fortan als Amtshaus und Witwensitz. Von 1879 bis 2004 wurde das Gebäude als Amtsgericht von Butzbach im Wetteraukreis, Hessen genutzt, danach stand es einige Jahre leer, bevor eine neue Nutzung gefunden wurde. Über drei Jahre dauerten die Revitalisierungsarbeiten des Schlosses. Inzwischen wurde das Projekt abgeschlossen und das historische Bauwerk seiner Bestimmung als Kultur- und Lebenszentrum übergeben.

Ulrich Grimminger

Ökologische Stadtreparatur am Venusberg – Kombination aus Umnutzung und Niedrigenergiebauweise

Ein leerstehender und zunehmend verfallender Gebäudekomplex aus den 1890er Jahren, bestehend aus ehemaligen Stall- und Remisengebäuden eines Fuhrwagenbetriebes, soll für eine erneute Nutzung vollständig umgestaltet werden. Prägend für den Gebäudebestand ist eine Ziegelsichtigkeit mit bauzeittypischen Gliederungselementen.

Christian Peters

Umnutzung einer Friedhofskapelle

In Berlin-Kreuzberg wurde auf einem alten, als Gartendenkmal geschützten, Friedhof eine funktionslos gewordene Einsegnungskapelle aus dem Jahr 1892 erfolgreich umgebaut und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Kapelle unterliegt dem Ensembleschutz, ihre Außenhülle dem Denkmalschutz. Die Baumaßnahme steht exemplarisch für die Umwidmung von Kirchengebäuden in Deutschland; ebenso hat die neue Nutzung als Praxisstandort und Wohnraum exemplarischen Charakter durch die besondere Lage auf einem Friedhof.

Matthias Brandner, Moritz Brümmer

Energetische und denkmalgerechte Sanierung eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung

Das Studentendorf Schlachtensee ist im Rahmen des US-amerikanischen Reeducation-Programms ab 1957 in mehreren Bauabschnitten entstanden. Die Architekten Fehling, Gogel, Pfankuch entwickelten eine feingliedrige Architektur, Fassaden mit Fensterbändern aus Stahlverbundfenstern, Eternitpaneelen und kontrastierenden Kratzputzflächen. Die Herausforderung der denkmalgerechten und energetischen Sanierung lag in der Erneuerung der Fassade unter Erhaltung der Feingliedrigkeit und Sicherung der bauphysikalischen Eigenschaften.

Winfried Brenne, Ulrich Nickmann

Das Pinguincafé im Dresdner Zoo – Nutzungskonzept für einen Wiederaufbau

Bei dem Pinguincafé handelt es sich um ein Zeugnis der Nachkriegsarchitektur der DDR, welches über mehrere Jahrzehnte Bestandteil der gastronomischen Strukturen im Dresdner Zoo war. Von 1973 bis 2015 konnten hier bis zu 50 Gäste im Innenbereich und zusätzlich weitere 200 Personen auf der Terrasse bewirtet werden.

Sebastian Horn, Jakob Klever, Maria-Magdalena Lichtblau, Thomas Naumann, Bernhard Weller

Das Prinzip der Schwesterlichkeit – Mitversorgung von Denkmälern durch Plusenergiegebäude

Die Stuttgarter Weißenhofsiedlung wurde als Wegbereiter des Internationalen Stils weltberühmt. Am 17. Juli 2016 wurden zwei Häuser der Siedlung, das Einfamilienhaus und das Doppelhaus der Architekten Le Corbusier und Pierre Jeanneret, Teil des UNESCO Weltkulturerbes [1,2]. Die Mustersiedlung bestand ursprünglich aus 21 Experimentalbauten, von denen 10, als Folge des Zweiten Weltkriegs, verloren gingen [3].

Marc-Steffen Fahrion, Kurt Denzel, Werner Sobek

Dämmen oder Erhalten? Zum Umgang mit Plattenverkleidungen denkmalwerter Architektur der Moderne

Die Denkmäler der Moderne kommen in die Jahre und stehen zur umfangreichen Sanierung an. Hinsichtlich der Fassadensanierung gibt es besondere Probleme wegen der komplexen Abhängigkeiten von Untergrund, Verankerung, energetischer Ertüchtigung und des Umgangs mit den Plattenverkleidungen. Aus der Perspektive der Denkmalpflege hat der Erhalt der hochwertvollen bauzeitlichen Plattenfassaden absolute Priorität

Roswitha Kaiser

Baukonstruktive Problemfelder und Schadensmechanismen bei der energetischen Optimierung im Denkmalbestand

Die energetische Optimierung des baukonstruktiven Gefüges denkmalgeschützter Gebäude bildet seit vielen Jahren einen grundlegenden Teilbereich der diesbezüglichen Sanierungstätigkeit in Deutschland. Dabei werden sowohl die verfügbaren Sanierungstechniken sowie die zugehörigen Planungs- und Simulationswerkzeuge kontinuierlich weiterentwickelt. Eine Rückschau auf zahlreiche, in den vergangenen 15 Jahren analysierte Schadensfälle im energetisch optimierten Denkmalbestand zeigt aus der Sicht der Verfasser, dass ein wesentliches Verbesserungspotenzial insbesondere im Hinblick auf die planungsvorbereitenden Voruntersuchungen am Denkmalobjekt besteht.

Thomas Naumann, Benno Günther, Stefanie Kunze

Denk|mal klimaneutral

Zwar in Ihrer Stückzahl gering, verbrauchen historische Gebäude aber oft ein Vielfaches an Energie vergleichbarer Neubauten und sanierter Standardbauten. Statt historische Gebäude als Ausnahme von Sanierungsbemühungen auszuklammern, erreicht innovatives Projektmanagement mit strukturiertem Wissenstransfer und konsensorientierten Fachdiskursen Klimaschutzziele und behutsamen Denkmalerhalt gleichermaßen.

Sabine Gabriel-Stahl

Vergleichende Untersuchung unterschiedlicher Innendämmsysteme und deren Bewertung bei Einsatz in der Alten Schäfflerei Kloster Benediktbeuern

Im Forschungsprojekt „Innendämmungen“, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wurden unterschiedliche Innendämmsysteme in der Alten Schäfflerei des Klosters Benediktbeuern eingebaut. Dabei erfolgte eine möglichst breite Auswahl an Systemen, wie z.B. mineralische kapillaraktive Dämmstoffe, innovative, hochdämmende und dabei dünne Systeme (unter Verwendung von Aerogel) sowie Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen. Neben Plattendämmung wurden auch Dämmputze sowie Trockenbausysteme eingesetzt.

Martin Krus, Stefan Bichlmair, Ralf Kilian

Mindestwärmeschutz vs. Denkmalschutz

Von den rd. 20 Millionen Gebäuden im Bundesgebiet sind rd. 1 Mio. als Baukulturdenkmale erfasst. Daneben existiert noch eine große Zahl an Objekten, die von den kommunalen Behörden ebenfalls als besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingestuft werden. Ähnlich weitreichend ist die Definition der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW für das Programm Effizienzhaus Denkmal: Objekte in Gebieten mit einer Erhaltungs-, Gestaltungs- und Altstadtsatzung oder einer Satzung zum Erhalt des Stadtbildes, Objekte in einem Sanierungsgebiet zur Erhaltung baukulturell wertvoller Bausubstanz oder der besonderen städtebaulichen Lage.

Volker Drusche

Villa Castelli: Sanierung mit Innendämmung auf nZEBStandard. Nutzerüberlegungen zur Nachhaltigkeit

Die am Comer See gelegene Villa Castelli ist seit ungefähr 140 Jahren im Besitz der Bauherrenfamilie. Um das Gebäude besser nutzen zu können, sollte es grundlegend energetisch saniert werden, ohne seinen historischen Charme zu verlieren. Entscheidend für den Bauherren war dabei neben der zu erreichenden Wohnqualität auch die langfristige Nachhaltigkeit der Investition.

Alexandra Troi, Oscar Stuffer, Valentina Cari

Kostenüberschreitung bei der Instandsetzung von Denkmälern: vermeiden!

„Wenn einer von Euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.“

Manfred v. Bentheim

Solaranlage und Baudenkmal. Zur Gestaltungsaufgabe neue Energietechnik auf alte Dächer und Fassaden

Das Gelingen der Energiewende entscheidet sich maßgeblich im Bausektor und dabei ist der Bestand von zentraler Bedeutung. Baudenkmäler betreffen zwar nur einen sehr kleinen Teil der bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäude, aber aufgrund der hohen baukulturellen Qualität stehen solche Bauten meist im Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit und haben eine weitreichende Signalwirkung. In den vergangenen Jahren wurden eine Reihe beispielhafter Projekte realisiert, bei denen die Integration aktiver Solartechnik auch bei Baudenkmalen oder im Bereich von geschützten baulichen Ensembles zu avancierten und anspruchsvollen Gesamtkonzepten führte.

Roland Krippner

Sichere Luftdichtheit bei der Dachsanierung von außen

Bei der Sanierung und energetischen Ertüchtigung von Steildächern ist oft nur die Sanierung von außen möglich. Vor allem, wenn der Dachraum bereits bewohnt ist und/oder sich auf der Innenseite Bekleidungen befinden, die erhalten bleiben sollen - wie es oftmals bei denkmalgeschützten Gebäuden der Fall ist.

Martin Großekathöfer, Stefan Hückstädt

Wärmeschutz mit Kapillarrohrmatten bei hohen Industriegebäuden ohne Dämmung von Außenwänden und Fenstern

Der Heizenergieverbrauch in Industriegebäuden ist hoch. Zudem gibt es oft komplexere technische und kaufmännische Herausforderungen als in Büro- und Wohngebäuden, z.B.

Antje Vargas

Feldmessungen von U-Werten zur Überprüfung der im Gebäudeenergieausweis (GEAK) hinterlegten U-Werte

Exakte Aussagen über die Qualität der Gebäudeisolation stellen die Basis für eine gut geplante energetische Sanierung. Allerdings wird heute noch meist mit ungenauen Schätzwerten gearbeitet. Unter der Projektleitung von Hässig Sustech wurden, in einer vom Bundesamt für Energie (BfE) der Schweiz in Auftrag gegebenen Studie, die im Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) hinterlegten UWerte mit rund 100 Feldmessungen überprüft [1].

Florian Wissmann, Holger Hendrichs, Werner Hässig

Holzfaserdämmung für die bauphysikalisch sichere Sanierung

Holz ist ein begehrter Rohstoff. GUTEX verarbeitet unbehandeltes Holz seit 85 Jahren zu verschiedenen Dämmprodukten. Seit 3 Jahren werden auch lose Holzfasern als Einblasdämmung für die Gefache in Dach- und Wand- sowie Decken angeboten. Hier punkten die klassischen Vorteile eines Holzfaserdämmstoffes: verbesserter Schallschutz, Sorptionsfähigkeit des Materials, hoher Strömungswiderstand, da von der Struktur her dichter als andere Materialien (daher auch bei Leckagen in der Luft- und Winddichtung robust), sehr hoher sommerlicher Hitzeschutz, optimaler winterlicher Kälteschutz, natureplus zertifiziert – als Nachweis für die Unbedenklichkeit des Baustoffs.

Sabine Euler, Walter L. Meyer

Instandsetzung von Wohngebäuden der 1980er Jahre in China

Viele Wohngebäude in China wurden in den 1980er Jahren errichtet. Die Energieeffizienz, die Qualität der Gebäude und die technischen Anlagen in diesen Gebäuden sind sehr schlecht. Die Strukturen des Wohnraumes entsprechen nicht den Ansprüchen der neuen chinesischen Generation.

Hans-Peter Leimer

Erdnahe Innendämmung – Vom konservativen Fachmonitoring zum Individualmonitoring

Mit Hilfe von neuartigen mobilen Klimaboxen sollen Innendämmungen an ihre Belastungsgrenzen geführt werden, um allgemein gültige Bewertungskriterien zu generieren. Anhand von innovativen Aerogel- und ökologischen Zellulose-Dämmstoffen werden Messungen und parallellaufende hygrothermische Simulationen im erdnahen Bereich (Sockel) durchgeführt. Das Forschungsprojekt stellt den ersten Schritt der Entwicklung eines neuartigen, sensorlosen Monitoringsystems für Innendämmungen insbesondere von Bestands- aber auch Neubauten dar, dessen Systematik weltweit angewendet werden kann.

Hans Hafellner

Akustisches Verfahren zur Dichtheitsprüfung

In der Industrie werden akustische Verfahren zu Dichtheitsprüfung seit längerer Zeit erfolgreich eingesetzt. Beispiele sind die Lecksuche in Druckluftleitungen, die Dichtheitsprüfung von Vakuumanlagen, LKW-Bremssystemen, Fahrzeugkabinen, und Frachträumen von Schiffen. Die Aufzählung ließe sich erweitern.

Nicki Bader, Peter Holstein, Karsten Eckert, Hans-Joachim Münch, Luc Holtkamp, Theo d’Archard van Eschut

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