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Über dieses Buch

Wie werden Handys hergestellt? Woraus bestehen sie? Was bedeutet es für die Umwelt, wenn immer die neusten Modelle angeschafft werden? Und was passiert mit den Geräten,wenn wir sie nicht mehr brauchen und zurückgeben?

Das Buch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise durch das Rohstoffleben eines Handys und zeigt, wie Alltagstechnik bewusster und umweltverträglicher genutzt werden kann. Durch seine fachdidaktische Einordnung und seine wissenschaftlich fundierten Inhalte ist das Buch ideal als Grundlage für Kurse an Schulen und Hochschulen geeignet. Die Rohstoff-Expedition: Entdecke, was in (d)einem Handy steckt! wurde im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert. Die Lern- und Arbeitsmaterialien wurden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, des INFU – Institut für Umweltkommunikation der Leuphana Universität Lüneburg und dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam entwickelt.

Kopiervorlagen und ergänzende Materialien sind frei unter
www.springer.com/978-3-662-44082-7 herunterladbar.

Die Autoren
Verantwortlich für didaktische Umsetzung: Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Kai Niebert unter Mitwirkung von Frederike Reinermann (INFU – Institut für Umweltkommunikation der Leuphana Universität Lüneburg)

Verantwortlich für Hintergrunddaten und -fakten: Katrin Bienge, Britta Bookhagen, Julia Nordmann, Maria J. Welfens unter Mitwirkung von Katharina Kennedy (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH und „Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam e.V.“)

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Weltbevölkerung wird sich im Jahr 2050 verglichen zum Stand Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts verdoppelt haben: knapp neun Milliarden Menschen werden im Jahr 2050 auf der Erde leben, die alle ein Recht auf ein gutes Leben mit ausreichend Nahrung, Sicherheit und Bildung haben (UNDES 2004). Dieser Zuwachs wird den Druck auf die natürlichen Rohstoffvorkommen, die biologische Vielfalt und das ökologische Gleichgewicht auf der Erde weiter verschärfen. Wie die Erde dann aussehen wird, ist heute noch unklar. Klar ist jedoch: Ein ressourcenschonender Konsum und effiziente Produkte sind notwendig, um allen Menschen eine gerechte Teilhabe am Wohlstand zu ermöglichen, ohne die ökologische Tragfähigkeit unseres Planeten zu zerstören.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

Fachdidaktische Grundlagen

Frontmatter

2. Die Rohstoff-Expedition: Eine fachdidaktische Einordnung

Zusammenfassung
Was will das vorliegende Material erreichen und wie lässt es sich im Unterricht verschiedener Fächer einsetzen? Auf diese Fragen gibt die fachdidaktische Einordnung Antwort.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

3. Die Rohstoff-Expedition als ein Beitrag zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Zusammenfassung
Das vorliegende Lern- und Arbeitsmaterial regt Lernende zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Themen der Nachhaltigkeit im Rahmen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an. Damit knüpft es an ein Bildungskonzept an, dessen Umsetzung in Schulen durch den Beitrag dieses Buches explizit gefördert werden soll. Die Hintergründe, Kernelemente und Hinweise zur didaktisch-methodischen Umsetzung dieses Bildungskonzepts werden im folgenden Kapitel vorgestellt.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

4. Die Rohstoff-Expedition verstehen: Fachdidaktische Perspektiven

Zusammenfassung
„Sagen sie uns doch gleich, was richtig ist – dann lernen wir das!“ Besonders in Situationen, in denen es keine eindeutigen Lösungen gibt und Lernende Probleme lösen sollen, werden solche Ansinnen an Lehrende herangetragen. Darin zeigt sich eine Fixierung auf den Stoff und auf die wissenschaftlich fundierten Fakten. In dieser Aussage spiegelt sich aber auch die Scheu vor Unsicherheit wider. Diese Unsicherheit resultiert aus den Schwerpunkten, die besonders im naturwissenschaftlich orientierten Unterricht gesetzt werden: der Unterricht ist stark in der Vermittlung von Fachwissen und Erkenntnismethoden, jedoch schwach in der Ermöglichung und Initiierung von Lernprozessen in den Kompetenzbereichen Kommunikation und Bewerten. Daraus erwächst der Auftrag, die letztgenannten Kompetenzen – ergänzt um die Handlungskompetenz – stärker in den Blick zu nehmen und entsprechende Lernmaterialien zu entwickeln – ohne die anderen Kompetenzbereiche zu schwächen.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

5. Die Rohstoff-Expedition nutzen: Aufbau und Einsatz des Materials

Zusammenfassung
Das vorliegende Lern- und Arbeitsmaterial orientiert sich am Lebenszyklus eines Handys und besteht aus insgesamt drei Lernmodulen sowie einem vorgeschalteten inhaltlichen Einführungsteil.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

6. Die Rohstoff-Expedition im Unterricht umsetzen: Exemplarische Anwendungsszenarien

Zusammenfassung
Das vorliegende Lern- und Arbeitsmaterial eignet sich für den Einsatz in verschiedenen Klassenstufen der Sek. I und II aller Schulformen. Es lässt sich flexibel mit individuell setzbaren Schwerpunkten und Umfängen einsetzen. An dieser Stelle werden Vorschläge für vier Unterrichtsabschnitte gegeben, die exemplarische Anwendungsmöglichkeiten des Lern- und Arbeitsmaterials im Unterricht aufzeigen. Die Unterrichtsabschnitte 1 bis 3 entsprechen inhaltlich den Lernmodulen I bis III. Sie können beliebig kombiniert werden und auch unabhängig voneinander eingesetzt werden. Der vierte Unterrichtsabschnitt dient der Zusammenfassung und Wiederholung der zuvor behandelten Inhalte aus den Unterrichtsabschnitten 1 bis 3. Nach einer kurzen Beschreibung der einzelnen Abschnitte sind die zugehörigen Materialien direkt im Anschluss eingefügt. Die vollständigen Verlaufspläne der Unterrichtsabschnitte befinden sich im Anhang B in tabellarischer Form. Diese beinhalten weitere Angaben zu Zielen, Methoden, Materialien, geförderten Kompetenzbereichen und zum Schritt vom Wissen zum Handeln.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

Backmatter

Einführung – Was (ver)braucht unser Konsum?

Frontmatter

7. Unser Konsum hat Folgen

Zusammenfassung
Mit unseren Entscheidungen, welche Konsumgüter wir auswählen und wie wir mit ihnen umgehen, sind vielfältige Folgen für Mensch und Umwelt verbunden.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

8. Wie viel Natur steckt in Konsumgütern? Der ökologische Rucksack

Zusammenfassung
Wie aber können wir ermessen, wie wir mit unserem Konsum zum weltweiten Ressourcenund Energieverbrauch beitragen? Ein Ansatz hierzu ist der ökologische Rucksack. Der ökologische Rucksack gibt an, wie viel Naturverbrauch in verschiedenen Konsumgütern (meist unsichtbar) steckt.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

9. Das Handy: Mobiler Begleiter mit schwerem Rucksack

Zusammenfassung
Ein Konsumgut, das einen steilen Aufstieg hinter sich und weite Verbreitung gefunden hat, ist das Handy4. Das Handy gehört zu den Informations- und Telekommunikationsgeräten, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts rasant entwickelt und unser Leben verändert haben. Diese prägende Wirkung kommt auch in begrifflichen Charakterisierungen unserer Zeit als der „elektronischen Revolution“, der „zweiten Moderne“ oder des „digitalen Zeitalters“ zum Ausdruck. Handys und Computer sind heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

10. Strategien: Leichter leben durch nachhaltigen Konsum

Zusammenfassung
Betrachtet man all die problematischen Folgen, die unsere ressourcenintensiven Konsumstile mit sich bringen, drängt sich die Frage auf:
Wie kann ein anderer Konsum aussehen, der gerecht und zukunftsfähig ist?
Unter dem Schlagwort „nachhaltiger Konsum“ hat sich über diese Frage eine lebhafte Debatte entwickelt.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

Backmatter

Modul I – Entstehung

Frontmatter

11. Das Handy: Bauteile und Stoffe

Abstract
Nahezu jeder Jugendliche über zwölf Jahren ist heutzutage im Besitz eines Handys (Statista 2012). Er nutzt dies – ganz klassisch – zum Telefonieren, aber auch um SMS zu verschicken oder um im Internet zu surfen. Das Handy wird also tagtäglich hundertfach zur Hand genommen. Was genau aber halten wir da eigentlich in den Händen?
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

12. Der Schatz im Handy

Zusammenfassung
Wie viel Natur allein in der Entstehungsphase eines Handys in den ökologischen Rucksack wandert, lässt sich am besten mit einem vertiefenden Blick auf die Prozesse und Abläufe der Rohstoffgewinnung und Produktion eines Handys erklären.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

Backmatter

Modul II – Nutzung

Frontmatter

13. Das Handy: Ein fester Begleiter im Jugendalltag

Zusammenfassung
Der Kommentar des Western Union Telegraph, einer großen Zeitung aus den USA, zu einer neuen, zum Patent angemeldeten Erfindung aus dem Jahr 1876 hat inzwischen Bekanntheit erlangt als ein kurioser Beleg für große Fehleinschätzungen technologischer Innova tionen: „Dieses Telefon hat so viele Mängel, dass es nicht ernsthaft als Kommunikationsmittel taugt. Das Ding hat für uns an sich keinen Wert“ (nach Nowotny 2004). Heute wissen wir, dass das Telefon die Kommunikation im 20. Jahrhundert verändert und geprägt hat.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

14. Wie nachhaltig ist die Handynutzung?

Zusammenfassung
Der ökologische Rucksack eines Handys speist sich in der Nutzungsphase zum einen daraus, was wir wie oft und wie lange mit dem Handy machen, z. B. telefonieren, SMS schreiben, im Internet surfen. Zum anderen wird aber auch durch den Vertrieb über den Fachhandel und die Bereitstellung des Mobilfunknetzes Natur verbraucht. Neben diesen ökologischen Folgen sind zudem weitere soziale und verbraucherpolitische Folgen gemeint, wenn danach gefragt wird, wie nachhaltig unsere Handynutzung ist. Diese werden im Folgenden für die Phasen Auswahl und Beschaffung eines Handys sowie Ge- und Verbrauch eines Handys dargestellt. Auf die Phase Recycling und Wiederverwertung geht das Lernmodul III (ab Seite 117) ausführlich ein.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

15. Perspektiven für eine nachhaltige Handynutzung

Abstract
Wie kann es gelingen, vor dem Hintergrund der dargestellten Probleme die Nutzung von Handys nachhaltiger zu gestalten? Wenngleich es die eine Antwort auf diese Frage nicht gibt, so lassen sich doch eine Reihe von Ansatzpunkten nennen, die bei Politik, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbrauchern ansetzen.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

Backmatter

Modul III – Recycling und Wiederverwertung

Frontmatter

16. Das Handy als Schubladen-Schatz

Zusammenfassung
Ein Handy ist oft nur sehr kurz in Gebrauch. Im Schnitt benutzen wir ein Handy gerade einmal 18 Monate, bevor wir es durch ein neues ersetzen. In Deutschland werden so Jahr für Jahr mehr als 35 Millionen neue Handys gekauft. Was aber passiert mit den alten Handys? Zu einem großen Teil verschwinden diese ganz einfach in der Schublade (siehe Detailinfo 13). Inzwischen lagern rund 86 Millionen Althandys ungenutzt in deutschen Haushalten (BITKOM 2012). Da die Bestandteile eines normalen Handys zu 65 – 80 % recycelt werden könn(t)en, schlummert so ein nicht unerheblicher Rohstoffschatz in deutschen Schubladen. Der Materialwert dieser aussortierten Handys wird vom Umweltbundesamt auf 65 – 83 Millionen Euro geschätzt (Kammholz 2011, Hagelüken 2009, Reller et al. 2009). Die Rückgabequoten von Handys sind trotzdem nur gering. Offensichtlich scheinen wir die Bedeutung des Handys als „Rohstoffquelle“ und der Städte als Rohstoffmine – zum „Urban Mining“15 – bisher zu unterschätzen.
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

17. Den Rohstoff-Schatz heben – aber wie?

Zusammenfassung
Von alten, nicht mehr genutzten Handys können wir uns auf unterschiedlichen Wegen trennen. Neben dem fachgerechten Recycling in spezialisierten Anlagen können ausrangierte Handys auch von neuen Besitzerinnen und Besitzern als Gebrauchtgerät weiterverwendet werden (englisch: Reuse, siehe Beispiel 8). Es mangelt auf jeden Fall nicht an Programmen, Konzepten und Ideen, um den Schatz in den Schubladen zu heben:
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

18. Handyrecycling – so funktioniert‘s!

Zusammenfassung
Das aus dem Englischen stammende Wort Recycling ist inzwischen ein allgemein gebräuchlicher Begriff geworden. Wir recyceln, wenn wir Altpapier oder Glas zum Container bringen oder den Gelben Sack vor die Tür stellen. Genau genommen meint Recycling „die Rückführung eines Abfallstoffs in den Produktionsprozess“ (DERA 2011: 23). Wie aber muss man sich das vorstellen? Was passiert mit unserem Handy, nachdem wir es z. B. bei unserem Mobilfunkanbieter abgegeben haben?
Julia Nordmann, Maria J. Welfens, Daniel Fischer, Claudia Nemnich, Britta Bookhagen, Katrin Bienge, Kai Niebert

Backmatter

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