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Über dieses Buch

Charlotte Nguébong-Ngatat operationalisiert den Begriff ‚Entwicklung‘ und untersucht und klassifiziert die außenpolitischen Instrumente des Engagements Chinas in Kamerun. Sie zeigt Wege auf, wie Kamerun, China, Frankreich, die EU und in Kamerun tätige nichtstaatliche Akteure ihre jeweiligen Interaktionen konstruktiver gestalten können. Sie belegt, dass das Engagement Chinas überwiegend das Wachstum, die Verbesserung der Beschäftigungsverhältnisse und der Handlungsfreiheit der kamerunischen Regierung unterstützt und damit auch die Afrikapolitik anderer Akteure (Frankreich, EU) im Land verdrängt. Das Buch liefert damit einen Beitrag zur Diskussion, ob der Beijing Consensus Entwicklungsimpulse für die Partnerländer Chinas in Afrika erzeugt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Viele Expertinnen und Experten diagnostizieren eine wachsende Marginalisierung Afrikas in der Weltpolitik seit Ende des Kalten Krieges. Einerseits werden strukturelle Bedingungen afrikanischer Staaten wie fehlende Kapitalbildungsfähigkeit, „fortschrittfeindliche Traditionen“, Menschenrechtsverletzungen sowie schwache politische Institutionen bis hin zu politischer Instabilität vieler Staaten als Ursache für die Unterentwicklung des Kontinents angeführt (vgl. Kohler-Koch 2003: 14; Gu 2006: 60f). Andererseits wird der Rückgang der russischen wie auch der amerikanischen Interessen nach dem Zerfall der Sowjetunion genannt, und zwar dahingehend, dass Afrika für die USA, die EU und die Weltsicherheitspolitik unwichtig sei (vgl. Tull 2005: 5; Frynas/Paulo 2006: 229).

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 2. Historische Entwicklung des Entwicklungsbegriffs

In der Weltgeschichte bestehen viele Versuche, das Konzept „Entwicklung“ zu bestimmen, kontextuell anzupassen oder messbar für die Wissenschaft zu machen. Diese Versuche reichen vom heuristischen über normativen hin zum empirischen, hermeneutischen und teleologischen Wissen darüber, wie „Entwicklung“ zustande kommt, wie sie von Menschen zu gestalten ist, welche Ziele und Zwecke damit verfolgt werden sollten und warum der Prozess in bestimmten zeitgeschichtlichen und lokalen Kontexten nicht den erwarteten Erfolg herbeiführt. Gleichzeitig entstehen verschiedene Konzepte von „Entwicklung“ aus den teils historischen, teils ideologi-schen oder teils geopolitischen Perspektiven heraus, die Welt neu zu definieren, Machtansprüche durchzusetzen oder anzufechten.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 3. Operationalisierung der Forschungshypothese

Dieses Kapitel rückt Merkmale ins Blickfeld, welche die positiven und negativen Effekte des Engagements Chinas in Kamerun aufzeigen und somit eine Abschätzung desselben Engagements ermöglichen können. Wie bereits im ersten Kapitel angesprochen, gründen die vorliez`genden Ausführungen in der Annahme, dass das chinesische Engagement in Kamerun entwicklungsfördernd ist. Der Begriff „entwicklungsfördernd“ muss allerdings zunächst definiert und operationalisiert werden: was ist Entwicklung und wie lässt sie sich anhand konkret beobachtbarer Fakten messen? Ginge es nur um die Bestimmung der partizipialen Konstruktion „fördernd“, wäre die Aufgabe schnell erledigt, denn „fördernd“ verweist auf eine Unterstützung, die zur guten Entwicklung bzw. Weiterentwicklung einer Person, einer Gruppe von Personen oder eines Objekts führt (vgl. Götz/Haensch/Wellmann 1998).

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 4. Die außenpolitischen Instrumente Chinas

Dieses Kapitel untersucht die verschiedenen Herangehensweisen Chinas in der Kontaktaufnahme und in der Weitergestaltung seiner Interaktion mit anderen Ländern weltweit. Zunächst soll der Begriff „außenpolitische Instrumente“ definiert und eine Typologie derselben aufgestellt werden. Darauf folgt ein Überblick über das politische System Chinas, seine Interessen und Ziele.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 5. Die außenpolitischen Instrumente Chinas in Kamerun

Wie bereits erwähnt, begann der offizielle Kontakt zwischen der Volksrepublik China und der Republik Kamerun 1972. Zuvor hatte eine Kooperation zwischen der damaligen Rebellionspartei UPC und Taiwan Spannungen jahrzehntelang zwischen Kamerun und China zur Folge. Von Anfang an verknüpfte China die Diplomatie, die Wirtschaft, die Entwicklungshilfe und militärische Kooperation miteinander, so dass bereits nach zwei Dekaden eine breite Palette von außenpolitischen Instrumenten im Einsatz war.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 6. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun hinsichtlich der Beschäftigung

Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen des Engagements Chinas in Kamerun, die sich auf verschiedene Aspekte der Beschäftigung beziehen. Zunächst wird die bestehende Politik der Regierung dargestellt, um daraufhin die Effizienz und Effektivität der Maßnahmen deuten zu können. Mit Effizienz ist in Anlehnung an Gabler 2012 die Geeignetheit eingeleiteter Maßnahmen zur Erreichung des vorgegebenen Zieles in einer bestimmten Art und Weise gemeint, beispielsweise angesichts des Kosten-Nutzen-Verhältnisses.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 7. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun hinsichtlich des Wachstums

Im diesem Kapitel geht es darum, das Wachstum als Bestandteil der Entwicklung in Kamerun darzustellen und den Beitrag der sino-kamerunischen Kooperation zu dieser Lage herauszuarbeiten. Dafür werden die Wachstumsraten des realen Bruttonationaleinkommens (BNE), des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) sowie das Primäreinkommen dargestellt. Daraufhin werden die Folgen der Veränderungen in diesen Kategorien auf diverse Bereiche des Alltagslebens wie die Versorgung, die Bildung, die Gesundheit, die Gestaltung der Freizeitaktivitäten und die Sicherheit hin untersucht.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 8. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun: Strukturwandel und Partizipation

In seiner Außenpolitik preist China das Prinzip der Nicht-Einmischung in innere Angelegenheiten seiner Partnerländer. Ferner befürwortet Peking die Vorrangstellung der wirtschaftlichen Rechte vor den individuellen Freiheitsrechten der Menschen. Unter dieser Prämisse stellt sich die Frage: Konnten die von China in Kamerun verwendeten verschiedenen Instrumente in verankerten Strukturen und im Handeln der individuellen und kollektiven Akteure etwas ändern? Handeln ist dabei die Verwirklichung eines Gedankens.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 9. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun hinsichtlich der Unabhängigkeit und der Nachhaltigkeit

Wie bereits aus dem Literaturüberblick hervorgegangen sein soll, werden in der Kontroverse um China in Afrika oft Bedenken über die Unabhängigkeit der Zielstaaten während und nach der Projektdurchführung bekundet. Ferner dreht sich die Kontroverse darum, wie nachhaltig China und seine afrikanischen Partner Ressourcen erwirtschaften können bzw. wollen. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die einzelnen Komponenten der Frage der Unabhängigkeit afrikanischer Staaten in Kooperation mit China am Beispiel Kameruns unter die Lupe zu nehmen.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 10. Die Afrikapolitik Frankreichs

Aus zahlreichen Gründen ist Frankreich sowohl in der EU als auch in Afrika ein Akteur, dessen Politik in vielerlei Hinsicht für Kontroversen sorgt. Und dies hat sich im positiven wie im negativen Sinne erwiesen. Neben seinem Status einer ehemaligen Kolonialmacht ist Frankreich eine Atommacht, das fünfgrößte von 39 Geberländern der Öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) und besitzt einen permanenten Sitz im Sicherheitsrat der UNO.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 11. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf die Politik der EU gegenüber Kamerun

Die EU und China verkünden jeweils in ihren öffentlichen Stellungsnahmen, Afrika jeweils aus der Unterentwicklung heraus zu helfen. Beide Akteure verwenden in ihrer jeweiligen Afrikapolitik im Allgemeinen nicht nur unterschiedliche Instrumente, sondern ebenfalls unterschiedliche Strategien. Dies trifft insbesondere auf Kamerun zu.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Kapitel 12. Schlussfolgerung

In der vorliegenden Arbeit ging es darum, die Effekte, die das wachsende Engagement Chinas in verschiedenen Bereichen des Alltagslebens in Kamerun generiert und ihre Folgen auf die Politik der EU in Kamerun herauszuarbeiten. Dazu wurden unterzeichnete Abkommen und die jeweiligen Strategiepapiere der vier Akteure Kamerun, China, Frankreich und der EU gesichtet. Eine weitere wichtige Stütze der Arbeit bildeten die Einschätzungen aus Experteninterviews, der Presse und der Wissenschaft.

Charlotte Nguébong-Ngatat

Backmatter

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