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Über dieses Buch

Dieses Buch behandelt die wichtigsten Aspekte des European Train Control System (ETCS) als Bestandteil des European Rail Traffic Management System (ERTMS). Lars Schnieder führt, ausgehend von den rechtlichen Grundlagen, in die technischen Grundprinzipien von ETCS ein. Der Autor stellt den Aufbau- und die Wirkungsweise der unterschiedlichen Ausrüstungsstufen dar und beschreibt die einzelnen Komponenten der Fahrzeug- und Streckeneinrichtung. Mit den von ETCS unterstützten Betriebsarten wird aufgezeigt, wie ETCS in den verschiedenen Ländern in den Bahnbetrieb integriert werden kann. Durch die Darstellung grundlegender technischer Zusammenhänge und Sicherungsfunktionen wird ein Verständnis für das zukünftige einheitliche Europäische Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystem geschaffen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Historie und Motivation für ETCS

Zusammenfassung
In den letzten mehr als hundert Jahren haben sich in Europa sehr stark national geprägte Eisenbahnsysteme herausgebildet. In der Vergangenheit erschwerten technische und betriebliche Hemmnisse einen grenzüberschreitenden Bahnverkehr oder machten diesen in der Praxis gar unmöglich. In der Folge war der Verkehrsträger Schiene im intermodalen Wettbewerb zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Kommission der Europäischen Union hat dies Mitte der 90’er Jahre des letzten Jahrhunderts erkannt und ein umfangreiches Maßnahmenpaket erlassen. Dieses Maßnahmenpaket zielt neben der Verwirklichung der vier Grundfreiheiten im europäischen Binnenmarkt (Freiheit des Kapital-, Waren-, Dienstleistungs- und Personenverkehr) auf einen qualitätsgerechten, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Eisenbahnverkehr.
Lars Schnieder

Kapitel 2. Gesetzliche Grundlagen und Spezifikationen zu ETCS

Zusammenfassung
Mit dem Ziel eines sicheren und leistungsfähigen grenzüberschreitenden Schienenverkehrs hat die Kommission der Europäischen Union seit Mitte der 90’er Jahre des letzten Jahrhunderts umfangreiche rechtliche Regelungen erlassen. Diese wurden nachfolgend von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt. In diesem Kapitel wird die grundsätzliche Struktur gesetzlicher Grundlagen auf europäischer Ebene und hierauf basierender Spezifikationen zu ETCS vorgestellt.
Lars Schnieder

Kapitel 3. Ausrüstungsstufen des ETCS

Zusammenfassung
Das European Train Control System (ETCS) kennt verschiedene Ausrüstungsstufen. Diese werden in den Spezifikationsdokumenten auch Level s genannt. Die Ausrüstungsstufen stehen für unterschiedliche technische und betriebliche Verhältnisse zwischen Strecke und Zug. Die Definition der jeweiligen Ausrüstungsstufe hängt vorwiegend davon ab, mit welchen ETCS-Komponenten die Strecke ausgerüstet ist und wie die Informationen auf den Zug übertragen werden. Mit den verschiedenen Ausrüstungsstufen können Bahnbetreiber die Strecken nach ihren jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen ausrüsten. Fahrzeuge mit ETCS-Fahrzeuggeräten beherrschen die meisten Ausrüstungsstufen. Dies ermöglicht den freizügigen Einsatz der Fahrzeuge auf unterschiedlich ausgerüsteten Strecken in Europa.
Lars Schnieder

Kapitel 4. Technische ETCS-Komponenten

Zusammenfassung
Um sicherzustellen, dass ETCS-Fahrzeuggeräte eines Herstellers ohne Probleme auf Streckenbereichen mit ETCS-Streckeneinrichtungen eines anderen Herstellers verkehren können, werden in den gültigen ETCS-Spezifikationen entsprechende Schnittstellen verbindlich festgelegt. Am Luftspalt zwischen Fahrzeug- und Streckeneinrichtungen sind diese Schnittstellen eindeutig herstellerübergreifend festgelegt und damit beliebig austauschbar. Innerhalb der ETCS-Streckeneinrichtung sowie der ETCS-Fahrzeugeinrichtung existieren verschiedene unterscheidbare technische Komponenten. Innerhalb der Fahrzeug- und Streckeneinrichtung sind die einzelnen Komponenten untereinander jedoch nicht beliebig austauschbar. Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen ETCS-Komponenten auf der Strecke und auf dem Fahrzeug dar.
Lars Schnieder

Kapitel 5. Betriebsarten und Betriebsartenübergänge

Zusammenfassung
Das European Train Control System (ETCS) verfügt über verschiedene Betriebsarten (Modi). Die Betriebsarten gewährleisten einen sicheren Schienenverkehr in verschiedenen betrieblichen Situationen (beispielsweise im Rangierbetrieb oder bei Fernsteuerung einer Lokomotive am Ende des Zuges aus einem Steuerwagen. Je nach Betriebsart übernimmt das Fahrzeuggerät unterschiedliche Umfänge an Überwachungs-funktionen. Soweit technisch möglich, wird die Betriebsart dem Triebfahrzeugführer mit einem entsprechenden Symbol auf der Führerstandsanzeige angezeigt. Im Betrieb sind Wechsel zwischen den verschiedenen Betriebsarten erforderlich. ETCS sieht Betriebsartenübergänge vor und knüpft diese an klare definierte Voraussetzungen, welche vom Fahrzeuggerät überwacht werden.
Lars Schnieder

Kapitel 6. Funktionsweise von ETCS

Zusammenfassung
Für ein einheitliches Verhalten des Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystems ETCS müssen die grundlegenden Funktionsprinzipien festgelegt werden. In diesem Kapitel werden ausgewählte Grundprinzipien dargelegt. Dieses Kapitel beginnt mit einer Darstellung des Fahrerlaubnis. Es schließt sich eine Darstellung der Lokalisierung des Fahrzeugs an. Abschließend werden die Grundsätze der Überwachung von Bremskurven und Geschwindigkeiten beschrieben.
Lars Schnieder

Kapitel 7. Ausblick

Zusammenfassung
Seit seiner Einführung hat sich das European Train Control System (ETCS) langsam in Europa etabliert. In Deutschland sind erste Strecken mit ETCS ausgerüstet. Auch weltweit beginnt sich ETCS immer mehr durchzusetzen. Auf der Grundlage mehrjähriger Erfahrungen – auch in internationalen Projekten – fließen neue Anforderungen in die kontinuierliche Weiterentwicklung des ETCS sein. Dieses Kapitel richtet den Blick auf zukünftig absehbare Trends für den Einsatz des ETCS in Deutschland, Europa und weltweit.
Lars Schnieder

Backmatter

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