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Über dieses Buch

"Die automobile Antriebstechnik der Zukunft ist elektrisch […]". So lautete das Credo der Experten auf dem Fachkongress Elektromobilität 2011 in Frankfurt. Vor allem politisch motiviert rückt die Elektromobilität in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Die Europäische Union verabschiedete 2009 eine Verordnung zur Minderung der CO2-Emissionen für neue Personenkraftwagen und die Bundesregierung verfolgt die Zielvorgabe von einer Million Elektrofahrzeugen auf Deutschlands Straßen bis zum Jahr 2020. Doch welches Potenzial besitzen Elektrofahrzeuge tatsächlich? Können sie einen bedeutenden Beitrag zur Lösung energie- und umweltpolitischer Problemstellungen leisten? Ist die Zielsetzung der Bundesregierung von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020 realistisch? Welche Faktoren und Rahmenbedingungen beeinflussen die Entwicklung der Elektromobilität? Kann das Elektroauto eine wirtschaftliche Alternative zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen darstellen und für welchen Nutzertypen eignet sich das Elektroauto als tägliches Verkehrsmittel? Das vorliegende Buch liefert eine kritische Betrachtung der Rahmenbedingungen sowie der Einflussfaktoren rund um die Elektromobilität. Anhand einer vergleichenden Fallstudie wird aufgezeigt, unter welchen Bedingungen Elektrofahrzeuge zukünftig auf wirtschaftlicher Augenhöhe mit herkömmlichen PKW konkurrieren können. Schließlich bietet es mit einem Scoring-Modell Entscheidungshilfen zum Vergleich von Alternativen bei der Anschaffung elektrisch angetriebener Fahrzeuge an und ermöglicht so die Bewertung individueller Entscheidungsprobleme.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Mobilität spielt seit jeher eine entscheidende Rolle. Und auch das Thema Elektromobilität ist nicht neu. Bereits 1881 präsentierte Gustav Trouvé mit seinem E-Dreirad das erste offiziell anerkannte batteriebetriebene Elektrofahrzeug. Während sich Elektro-fahrzeuge und Benziner um die Jahrhundertwende auf Augenhöhe befanden, leiteten billiges Öl und bedeutende Fortschritte bei den Verbrennungsmotoren auf dem Höhepunkt der Elektromobilität die Wende ein.
Mathias Bertram, Stefan Bongard

2. Grundlagen

Zusammenfassung
Zu Beginn werden die Begrifflichkeiten Mobilität und Verkehr definiert und abgegrenzt. Um das Mobilitätsbedürfnis und das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer in Deutschland aufzuzeigen, gilt es die zentralen Mobilitätskenngrößen Verkehrsaufkommen, Verkehrsleistung und Motorisierungsgrad zu betrachten. Die Größenordnung sowie das zahlenmäßige Potenzial der Elektromobilität soll anschließend anhand der zeitlichen Entwicklung von Pkw-Bestand und Neuzulassungen erstmals dargelegt werden. Energiebedarf und CO2-Emissionen zeigen auf, welchen Beitrag der Pkw-gebundene Personenverkehr und insbesondere die Elektromobilität hinsichtlich klima- und umweltpolitischer Zielvorgaben in Deutschland leisten können. In einem letzten Schritt wird auf die diversen Konzepte der Elektrifizierung bei Personenkraftwagen eingegangen.
Mathias Bertram, Stefan Bongard

3. Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Elektromobilität

Zusammenfassung
Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist es Elektrofahrzeugen nicht möglich, gegen technisch ausgereifte und vor allem im Anschaffungspreis günstigere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu bestehen. Doch um energie-, umwelt- und klimapolitische Zielsetzungen auf internationaler und nationaler Ebene erfüllen zu können, bedarf es auch im Verkehrssektor erheblicher Anstrengungen zur Minderung von Emissionen und Verbrauch (siehe Kapitel 2.4 oder auch Kapitel 3.1.3). Da die ehrgeizigen Ziele auf lange Sicht nicht einzig durch die Optimierung konventionell motorisierter Fahrzeuge zu erreichen sind, unternehmen Wirtschaft, Wissenschaft und vor allem die Politik erhebliche Anstrengungen, um das Elektroauto konkurrenzfähig zu machen. Welche Faktoren die Elektromobilität in Deutschland künftig beeinflussen werden und welche Rahmenbedingungen zu schaffen sind, soll im Folgenden Kapitel untersucht werden.
Mathias Bertram, Stefan Bongard

4. Fallstudien

Zusammenfassung
Liegt in vielen Diskussionen rund um die Elektromobilität der Fokus auf technologischen und politischen Aspekten, ist es letztendlich der Kunde, der über Erfolg und Misserfolg von Elektrofahrzeugen entscheidet. Aus einer Vielzahl von Nutzerbefragungen leitete die NPE hierbei vier Schlüsselbereiche der Nutzerakzeptanz ab. Die Alltagstauglichkeit, die ökologischen Eigenschaften, das Ladeverhalten und die Nutzungskosten. Da der Erfolg der Elektromobilität insbesondere von ökonomischen Faktoren beeinflusst wird, sollen diese im Rahmen der Fallstudien näher betrachtet werden.
Mathias Bertram, Stefan Bongard

5. Bewertungsschema für den Alternativenvergleich

Zusammenfassung
In dem vorangegangenen Kapitel 4 wurden Fallstudien vorgestellt, die mit zahlreichen spezifischen Annahmen zu verschiedenen Szenarien führten. Für Privatpersonen, die tatsächlich ein elektrisch betriebenes Fahrzeug als Mobilitätsalternative in Betracht ziehen, sind diese Fallstudien allerdings nur von begrenztem Nutzwert.
Mathias Bertram, Stefan Bongard

6. Ausblick und Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Optionen, Automobilität nachhaltiger zu gestalten, sind vielfältig. Auch wenn der Verbrennungsmotor und mit ihm die konventionellen Kraftstoffe kurz- und mittelfristig die Mobilität im motorisierten Individualverkehr in Deutschland bestimmen werden, gilt es aus energiepolitischer Perspektive eine Strategie zu verfolgen, die sich auf ein breites Portfolio an alternativen Antriebs- und Kraftstofftechnologien stützt. Langfristig ist dabei die Abkehr vom Energierohstoff Erdöl zu verfolgen. Die Elektromobilität bietet hierbei optimale Möglichkeiten. Wann sich die Elektromobilität durchsetzen wird, ist mittel- und langfristig neben den Anschaffungskosten auch von der Verfügbarkeit und der Kostenentwicklung der einzelnen Energieträger abhängig. Steigt der Erdölpreis in den kommenden Jahren wie von den Experten prognostiziert, so gibt es der Elektromobilität die Chance, weiter zu den konventionell motorisierten Fahrzeugen aufzuschließen und ihren Kostennachteil durch die geringeren variablen Kosten zu reduzieren. Bereits heute könnte der Strombedarf, der durch eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland entstehen würde, problemlos durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
Mathias Bertram, Stefan Bongard

Backmatter

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