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Über dieses Buch

Bernhard Riederer untersucht Auswirkungen der Elternschaft auf Glück und Zufriedenheit. Er zeigt, dass das individuelle und gesellschaftliche Umfeld beeinflussen, welche Konsequenzen Kinder für das Wohlbefinden der Eltern haben. In Einklang mit geringen Geburtenraten, Problemen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der ‚Regretting Motherhood‘-Debatte erläutert die Glücksforschung, dass sich Kinder in westlichen Gesellschaften tendenziell negativ auf ihre Eltern auswirken. Die empirische Analyse von Daten 30 europäischer Staaten verdeutlicht jedoch, dass es zu positiven wie negativen Effekten kommt. Faktoren auf Individual-, Paar- und Gesellschaftsebene beeinflussen den Zusammenhang zwischen Kindern und Wohlbefinden systematisch. Dazu zählen in erster Linie Lebensabschnitt, Partnerschaftsstatus, Prozesse zwischen den Partnern, Kinderbetreuung und gesellschaftlich dominante Wertvorstellungen.

Der Autor

Dr. Bernhard Riederer ist Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wittgenstein Centre (IIASA, VID/ÖAW, WU), Vienna Institute of Demography/Österreichische Akademie der Wissenschaften.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Sie Kinder haben wollen oder nicht? Erfreuen Sie sich am Lachen eines Kindes oder ärgern Sie sich über das laute Schreien? Sind Sie bereits Vater oder Mutter und kennen die Momente, in denen man es mit den Kindern manchmal schwer hat, aber sich dennoch über jeden kleinen Erfolg freut, ob es die ersten Schritte sind oder der Abschluss einer schulischen oder beruflichen Ausbildung ist? Oder befinden Sie sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter und freuen sich auf Tage, an denen Sie Ihre Kinder besuchen, und ärgern sich aber auch so manches Mal über ihre Entscheidungen und ihr Verhalten?
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 2. Sozialwissenschaftliche Theorie

Das vorliegende Kapitel präsentiert und kritisiert verschiedene theoretische Zugänge, die einen eindeutig positiven oder negativen Zusammenhang von Kindern mit dem Wohlbefinden der Eltern erwarten lassen. Naturalistische Verhaltenstheorien aus Humanethologie (Eibl-Eibesfeldt, 2004) und Soziobiologie (Van den Berghe, 1979, 1981), funktionalistische Ansichten (z.B. Claessens, 1979) sowie Rational-Choice-Perspektiven (Becker, 1974a, 1993; Huinink, 1995, 2002) argumentieren – teils explizit, teils implizit – für einen positiven Zusammenhang zwischen Elternschaft und Wohlbefinden.
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 3. Ein sozialökologischer Zugang

Die bisher diskutierten theoretischen Ansätze liefern wertvolle Argumente für Effekte von Kindern auf das elterliche Wohlbefinden. Dennoch weisen diese Theorien auch Schwächen auf und bleiben in ihrer Erklärungskraft für den Zusammenhang zwischen Kindern und dem persönlichen Wohlbefinden beschränkt. In diesem Kapitel erfolgt zunächst eine Darstellung der bisherigen empirischen Befunde zu den Effekten von Kindern auf das Wohlbefinden.
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 4. Individuelle Kontextfaktoren

In diesem Kapitel wird auf die Bedeutung individueller Faktoren eingegangen. Der individuelle Kontext betrifft in erster Linie die persönliche Situation, in der sich ein Individuum befindet. Hauptfaktoren sind hier insbesondere Geschlecht, Lebensphase (bzw. Alter), Partnerschaftsstatus sowie soziale Einbettung und soziale Lage.
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 5. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Wohlfahrtsstaatliche und kulturelle Rahmenbedingungen haben großen Einfluss auf Lebensqualität, Familienleben sowie persönliches Wohlbefinden, und man kann diesen weder im Berufs- noch im Privatleben entkommen (Kovacheva et al., 2011). Doch obwohl eine Vielzahl von Studien zeigt, dass der gesellschaftliche Kontext in vielfältiger Weise auf die Situation von Eltern wirkt, ist bisher nur wenig darüber bekannt, inwiefern dieser den Effekt von Kindern auf die Lebenszufriedenheit und das Lebensglück der Eltern verändert. Das vorliegende Kapitel will dazu beitragen, diese Forschungslücke zu schließen.
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 6. Die Bedeutung der Kinderzahl für die Erklärung des Wohlbefindens

Bisher haben sich die Ausführungen in den Kapiteln 4 und 5 darauf konzentriert, wie sich die Kinderzahl auf Lebenzufriedenheit und Lebensglück auswirkt und wie individuelle und gesamtgesellschaftliche Kontextfaktoren den Effekt der Kinderzahl verändern können. Dabei wurde jedoch nichts darüber ausgesagt, wie relevant nun Kinder im Vergleich zu anderen das Wohlbefinden beeinflussenden Faktoren sind. Um dem nachzugehen, werden in diesem Abschnitt finale Modelle anhand des gesamten EVS-Samples (nicht nach Altersgruppen differenziert) geschätzt, in die auch nicht-kinderbezogene Variablen auf Makro- und Mikroebene eingehen, und standardisierte Koeffizienten ausgewiesen.
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 7. Intra- und interindividuelle Prozesse

Wie bereits in Kapitel 3.4 ausgeführt wurde, folgt an dieser Stelle eine Analyse von Prozessen auf Individual- und Paarebene. Durch diese soll u.a. verdeutlicht werden, worauf Ross und Huber (1985) bereits vor über 30 Jahren hinwiesen; nämlich darauf, dass sich positive und negative Effekte von Kindern auf das Wohlbefinden der Eltern gegenseitig aufheben und dadurch einen Effekt in der Nähe von Null hervorbringen können (ebd., S. 324). Belastungen durch jüngere Kinder verdecken bei größerer Kinderzahl zunehmend die positiven Effekte der Elternschaft.
Bernhard Edwin Riederer

Kapitel 8. Diskussion und Einbettung der Befunde

Der Ausgangspunkt der meisten Arbeiten, die sich mit den Effekten von Kindern auf die Eltern beschäftigen, ist der in den Industriestaaten in den letzten Jahrzehnten deutlich erkennbare Geburtenrückgang (Balbo et al., 2013; Lutz et al., 2006; Morgan & Taylor, 2006; Sobotka, 2004). Erklärt werden soll, warum Menschen keine oder immer weniger Kinder haben. Insofern ist es nicht überraschend, dass negative Aspekte der Elternschaft in den Vordergrund der Betrachtungen rücken.
Bernhard Edwin Riederer

Backmatter

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