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11.08.2015 | Entsorgung | Im Fokus | Onlineartikel

Technologiemetalle dezentral zurückgewinnen

Autor:
Julia Ehl
1:30 Min. Lesedauer

Metalle zur Produktion von Hochtechnologie sind endlich und kommen oft aus dem Ausland. Die Abhängigkeit stellt für die Industrie ein Risiko dar, dass vermindert werden soll. Recyclingstrategien werden erforscht.

Die Metalle Gallium, Germanium, Neodym und ihre Begleitelemente haben eine große wirtschaftliche Bedeutung. Die Produktion von Geräten mit Mikroelektronik ist ohne diese Technologiemetalle kaum möglich und ein Ersatz durch einen ausreichend vorhandenen Stoff nach dem derzeitigen Wissensstand nicht in Sicht. Die Abhängigkeit der deutschen Industrie von den Rohstoffen und Lieferanten im Ausland ist sehr groß und mitunter risikoreich. Innerhalb des Förderprogramms  "r4 – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung und Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe" sollen Wege gefunden werden, deutsche Hersteller und die Produktion in Deutschland von dieser Abhängigkeit zu befreien.

Suche nach den geeigneten Recyclingstrategien

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Im Rahmen des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Programms wird am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg an der Entwicklung einer vollständigen Prozesskette zur Rückgewinnung von Gallium, Germanium, Neodym, Tantal und den Begleitmetallen Dysprosiumund Indium, gearbeitet. Ausgehend von den bisherigen Verwertungsprozessen wird im Projekt "Modulare Prozesskette zur dezentralen Rückgewinnung von ausgewählten Technologiemetallen – gagendta" ermittelt, in welchen Bauteilen und welchen Stoffströmen die Metalle enthalten sind und welche geeigneten Recyclingstrategien sich daraus ergeben.

Die gesamte Wertschöpfung im Blick

Projektbeteiligte

Fraunhofer UMSICHT, Fraunhofer IGB, Fraunhofer
IPA, Fraunhofer ISC, Technische Hochschule
Nürnberg, ALBA Electronics Recycling GmbH,
Innova Recycling GmbH, Kautz Vorrichtungsbau
GmbH und Hubert Tippkötter GmbH.

Bisher erforschte Verfahren verbrauchen zum Teil viele Ressourcen und sind sehr energieintensiv. Ziel des Projektes ist es daher auch, ökologische, ökonomische und soziale Standards sicher zu stellen. Deshalb wird für die untersuchten Prozesse die gesamte Wertschöpfungskette bilanziert. Im Ergebnis soll ein modular aufgebautes System entstehen, das in den bestehenden Recyclingbetrieben integriert werden kann.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt