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Über dieses Buch

Einem erheblichen Teil der Weltbevölkerung den Weg aus der Armut zu ermöglichen, ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit und daher Diskussionsgegenstand dieses Buches. Der Erfolg westlicher Politik wird nach eigenem Selbstverständnis weitgehend daran gemessen, ob in der Dritten Welt die Wohlfahrt der Menschen soweit erhöht werden kann, dass keine materielle Not herrscht und darüber hinaus die Menschen an Kultur und Politik teilhaben können. Das Buch stellt sich folgende essenzielle Fragen: Wie hat sich die Wohlfahrt der Menschen in den Ländern der Dritten Welt im Zeitalter der Globalisierung verändert? Warum sind einige Länder und Regionen in Armut verharrt, haben sich andere davon befreien können und sind wieder andere wohlhabend geworden? Welche Rolle spielen dabei Staat und Markt? Lassen sich diese Entwicklungen von außen steuern, beispielsweise durch Entwicklungszusammenarbeit? Welche Zukunftsaussichten haben diese Länder?

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Der Wohlstand der Nationen

Zusammenfassung
Die Einführung sucht nach Antworten auf die Frage nach den Ursachen des Wohlstands der Nationen. Sie zeigt die Schwierigkeit, schlüssige Antworten zu finden am Beispiel der ersten industriellen Revolution in England. Sie schließt mit der Darstellung des Problems, dass komplexe gesellschaftliche Entwicklungen nicht prognostiziert werden können. Daraus ergibt sich, dass Entwicklungserfolge nicht nur ein Resultat von Planung, sondern weitgehend des zufälligen Zusammenspiels günstiger Umstände sind.
Oskar Kurer

Kapitel 2. Entwicklung aus langfristiger Perspektive

Zusammenfassung
Der erste Teil des Kapitels sucht nach einer Antwort auf die Frage, was Entwicklung überhaupt bedeuten könnte. Der zweite Teil betrachtet den Fortgang von Wohlstand und sozialer Entwicklung in den den wichtigsten Regionen der Welt anhand unterschiedlicher Indikatoren, sowohl über die Jahrtausende als auch während der Phase der Globalisierung.
Oskar Kurer

Kapitel 3. Wachstum ohne Ende oder: Ist Wachstum endlich?

Zusammenfassung
Ist Wachstum endlich? Werden mit steigender Bevölkerung und steigender Produktion natürliche Ressourcen knapp werden? Wird die Umwelt so belastet, dass Wachstum an sein Ende kommt? Solche Fragen haben dazu geführt, dass seit dem Beginn der Industriellen Revolution regelmäßig das Ende des Wachstums angekündigt worden ist. Das Kapitel gibt eine Übersicht über diese Endzeitprognosen von Malthus bis zum Club of Rome, die sich alle nicht bewahrheitet haben. Es wird gezeigt, dass sie auf denselben Überlegungen beruhen und deshalb die gleichen Schwachstellen hatten. Ob sich auch in Zukunft Endzeitszenarien vom Ende des Wachstums bewahrheiten werden, ist ungewiss. Oft wird behauptet, dass sich aus dem Konzept der Nachhaltigkeit Handlungsanleitungen bei diesen Ungewissheiten ergeben. Es wird ausgeführt, warum das nur sehr bedingt der Fall ist.
Oskar Kurer

Kapitel 4. Entwicklungshemmnisse

Zusammenfassung
Nach den Vorstellungen der klassischen Ökonomie hätte der Aufholprozess der Entwicklungsländer unproblematisch werden sollen. Angezogen durch niedrige Löhne und hohe Profite würden in die Entwicklungsländer fließen und zusammen mit dem kontinuierlichen Aufbau einheimischer Ersparnisse und Investitionen für rasches sorgen. Die Investitionen in Sachkapital, ausgestattet mit den neuesten Technologien, verbunden mit steigender und neu entstehenden Organisationsformen in Wirtschaft und Verwaltung hätten rapide Produktivitäts- und Einkommensgewinne zur Folge. Die Entwicklung ist nicht so verlaufen. Das Kapitel stellt sich deshalb die Frage, welche Einflüsse die Industrialisierung in vielen Ländern behindert haben. In Frage kommen natürliche, wirtschaftliche, politische, kulturelle und gesellschaftliche Faktoren: die natürliche Umwelt, die geografische Lage, die Ausstattung mit natürlichen Ressourcen, der Zugang zu Finanzen, internationaler Handel, das institutionelle und politische Umfeld, Religion, Zivilgesellschaft und ethnische Vielfalt.
Oskar Kurer

Kapitel 5. Entwicklungspolitik

Zusammenfassung
Das Kapitel gibt eine Übersicht über eine Reihe von Politikbereichen, die die Entwicklungsdiskussion der letzten Jahrzehnte wesentlich geprägt haben. Vier Politikbereiche werden behandelt. Begonnen wird mit dem Washington Konsens, dessen Empfehlungen trotz heftiger Kritik die Grundlage für Stabilitätspolitik geblieben sind. Als nächstes werden unterschiedliche Ansichten vorgestellt, wie ein Land sich in die Weltwirtschaft integrieren soll, durch Freihandel oder durch Industrieförderung. Es folgt eine Beschreibung der Governance-Reformen und ihrer Auswirkungen in Subsahara-Afrika. Schließlich werden einige Aspekte der Sozial- und Umweltpolitik sowie die Probleme ihrer Implementation am Beispiel von Bildung angesprochen.
Oskar Kurer

Kapitel 6. Entwicklungshilfe

Zusammenfassung
Das Kapitel konzentriert sich auf zwei Fragen: Hat Entwicklungszusammenarbeit zur Entwicklung beigetragen oder hat sie gar schlechte Regierungsführung zementiert und so die Entwicklung der ärmsten Länder behindert? Entwicklungszusammenarbeit hat wesentliche Erfolge bei sozialer Entwicklung erzielt, ganz besonders bei der Förderung von Gesundheit. Nachhaltige Erfolge erfordern jedoch eine industrielle Entwicklung, nicht zuletzt, um die Ressourcen für soziale Entwicklung zu generieren. Dazu hat Entwicklungshilfe wenig beigetragen und war möglicherweise gar hinderlich. Das Kapitel gibt eine Übersicht über die Gründe, warum dies der Fall ist. Im Vordergrund stehen dabei die Organisationsstruktur der Entwicklungshilfe und ihre Zielsetzungen, die politischen Verhältnisse in den Empfängerländern und die Zusammenarbeit von Entwicklungsländern und Entwicklungsorganisationen.
Oskar Kurer

Kapitel 7. Wohlfahrt, Entwicklung, Wachstum. Zwischen Planung und Zufall

Zusammenfassung
Wir haben eine Reise hinter uns, die mit der Industrialisierung in England vor 200 Jahren begann und im Zeitalter der Globalisierung endet. Zwei Jahrhunderte lang hat sie das Leben jeder Generation von neuem umgepflügt. Die Industrialisierung hat sich rasch nach Westeuropa und Nordamerika verbreitet und den Industrienationen ungeahnten Wohlstand gebracht, die Arbeitsbelastung halbiert und die Lebensdauer verdoppelt. Sie hat heute weite Teile der Welt erreicht, wo sie extreme Armut fast zum Verschwinden gebracht und ähnlich massive soziale Fortschritte herbeigeführt hat. In anderen Teilen der Welt sind diese Wohlfahrtsgewinne begrenzt, ganz besonders in Subsahara-Afrika und Teilen Südasiens. In vielen dieser Länder fehlen wesentliche Voraussetzungen für eine Industrialisierung, die von außen mit Hilfe herkömmlicher Mittel wie Entwicklungshilfe kaum beeinflussbar sind.
Oskar Kurer

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