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Über dieses Buch

In diesem Buch untersucht Johanna Dichtl den Beitrag der Finanzwirtschaft zur Energiewende, bei der ihr gemeinhin eine Schlüsselrolle zugeschrieben wird, da sie – ebenso wie die Energieversorgung – mit allen Teilbereichen der Wirtschaft und Gesellschaft verbunden ist. Allerdings wird die Finanzwirtschaft von den einen als Teil des Problems und von anderen als Teil der Lösung angesehen – eine Ambivalenz, die diese Arbeit vor dem Hintergrund der Finanzierung von erneuerbaren Energieprojekten und Infrastrukturinvestitionen beleuchtet. Es werden verschiedene Rollen von Finanzakteuren identifiziert, sodass eine Lücke zum Verständnis von Hemmnissen und Treibern der Energiewende geschlossen wird.​

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Untersuchung verfolgt das übergeordnete Ziel, einen konzeptionellen und vor allem empirischen Beitrag zum Verständnis der vielschichtigen Interaktionen und Wirkmechanismen zwischen Finanzwirtschaft, d. h. Finanzakteuren und -institutionen, und nachhaltiger Entwicklung am Beispiel einer Energiewende zu liefern. Zentrales Erkenntnisinteresse ist es, die unterschiedlichen Beiträge verschiedener Finanzakteure zur Energiewende und deren Ursachen zu ergründen. Zu diesem Zweck wird eine vergleichende, vornehmlich auf qualitativen Forschungsmethoden gestützte Untersuchung der Rolle von Finanzintermediären und -investoren bei der Finanzierung erneuerbarer Energien (EE) und energiewendebezogener Infrastrukturen am Beispiel der Untersuchungskontexte Deutschland und Polen vorgenommen

Johanna Dichtl

Kapitel 2. Nachhaltige Entwicklung und die Nachhaltigkeitswende

In diesem Kapitel wird das Nachhaltigkeitskonzept als multidimensionales Paradigma vorgestellt. Eine – in Anlehnung an die deutsche Energiewende so benannte – Nachhaltigkeitswende ist aufgrund der Komplexität und der Dringlichkeit, mit der globale menschgemachte Probleme wie der Klimawandel angegangen werden müssen, erforderlich. Zur Untersuchung der Rolle von Finanzintermediären und -institutionen bei einer solchen Nachhaltigkeitswende wird ein Analyserahmen entworfen, der sich auf konzeptioneller Basis von der Transitionsheuristik der Geography of Sustainability Transitions ableitet.

Johanna Dichtl

Kapitel 3. Finanzierung nachhaltiger Entwicklung am Beispiel der Energiewirtschaft

Um ein grundlegendes Verständnis für die Rolle der Finanzwirtschaft bei der Energiewende zu schaffen, werden im Folgenden die Grundlagen der Finanzierung konventioneller und erneuerbarer Energieerzeugung behandelt und die Besonderheiten der Finanzierung von erneuerbaren Energien und Infrastrukturen dargelegt (Kapitel 3.1). Die Finanzierung der Energiewende bedarf erheblicher Investitionen, die allerdings nicht in ausreichendem Maße getätigt werden (Kapitel 3.2). Trotz dieser Investitionslücke sind Prozesse im Energiesektor feststellbar, die Ausdruck einer Finanzialisierung sind (vgl. Kapitel 3.3).

Johanna Dichtl

Kapitel 4. Forschungsdesign und Methodik der empirischen Untersuchung

Dieses Kapitel stellt das Untersuchungsdesign und die Methodik der empirischen Forschung vor. Kapitel 4.1 fasst zunächst die grundlegende Konzeption der Erhebung zusammen, d. h. erklärt das von Forschungsfrage und -gegenstand beeinflusste wissenschaftstheoretische Forschungsverständnis sowie die gewählten qualitativen Forschungsinstrumente. Die Auswahl von Beispielbranche (Energiesektor) und Untersuchungskontext (Deutschland und Polen) werden in Kapitel 4.2 begründet. Kapitel 4.1 beschreibt das methodische Vorgehen, d. h. legt den Prozess der Erhebung und Auswertung der Daten offen.

Johanna Dichtl

Kapitel 5. Vorstellung der Untersuchungskontexte

Der Analyserahmen umfasst das Finanz- und Energieregime und die Interaktionen der Akteure auf Regime- und Nischenebene, sodass zunächst die Finanzsysteme (Kapitel 5.1) und anschließend die Energiesektoren (Kapitel 5.2) und Energiepolitik (Kapitel 5.3) Deutschlands und Polens vorgestellt werden. Durch die Charakterisierung der beiden jeweiligen Untersuchungskontexte wird ein grundsätzliches Verständnis sowohl für die Rahmenbedingungen der Unternehmens- und Investitionsfinanzierung als auch für die Struktur und Organisation des Energiesektors in Deutschland und Polen geschaffen. Besonderes Augenmerk liegt jeweils auf den Investitions- und Finanzierungsbedingungen für den erneuerbaren Energiesektor.

Johanna Dichtl

Kapitel 6. Die Rollen von Finanzintermediären und Investoren bei Transitionsprozessen der Energiewirtschaft – Empirische Befunde

Nachfolgend werden fünf verschiedene Akteurstypen identifiziert, die aus regime-, struktur- und kontextspezifischen Gründen sowohl Treiber als auch Hemmnis (oder sogar beides gleichzeitig) für das Voranschreiten einer Energiewende sind. Dabei werden institutionelle Investoren (vgl. Kapitel 6.1) – die mit Abstand größten (privaten) Finanziers von Klimaschutz- und grünen Aktivitäten –, Geschäftsbanken – die vor allem als Finanzintermediäre wirken (vgl. Kapitel 6.2 und Kapitel 6.4) –, strategische Investoren als bislang eine der wichtigsten Finanzierungsquellen für grüne Aktivitäten (vgl. Kapitel 6.5) sowie Privatinvestoren im Sinne von Haushalten (vgl. Kapitel 6.4) beleuchtet sowie verschiedene blockierende Kräfte einer Energiewende aufgeschlüsselt (vgl. Kapitel 6.3).

Johanna Dichtl

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

Gemäß der Vielschichtigkeit der Bestandteile des Finanzsektors lässt sich der Beitrag von Finanzintermediären und –institutionen nicht mit einer Wirkrichtung umschreiben, sondern es wurden verschiedene Rollen unterschiedlicher Akteurstypen identifiziert, die aus regime-, struktur- und kontextspezifischen Gründen sowohl Treiber als auch Hemmnis (oder sogar beides gleichzeitig) für das Voranschreiten einer Energiewende sind (vgl. Kapitel 7.1). Der konzeptionelle Beitrag dieser Arbeit liegt in der Integration des Aspekts der Finanzierung bzw. der Finanzwirtschaft in die Mehrebenenheuristik der GoST-Forschung sowie in der Spezifizierung der Bezüge zwischen den Ebenen (vgl. Kapitel 7.2). Daraus ergeben sich verschiedene Handlungsimplikationen für die (Weiter-)Entwicklung einer Nachhaltigkeitswende (vgl. Kapitel 7.3).

Johanna Dichtl

Backmatter

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