GABLER BUSINESS-WISSEN A-Z Projektmanagement
- 2006
- Buch
- Verfasst von
- Bernhard Hobel
- Silke Schütte
- Verlag
- Gabler
Über dieses Buch
Ein Lexikon zum Thema Projektmanagement. Sie werden dieses Nachschlagewerk besonders dann anwenden, wenn Sie konkrete Fragen haben. Dieser Fall kann schnell eintreten, dann bleibt wenig Zeit für eine Schulung oder die Lektüre eines umfassenden Lehrbuches.
Wichtige Fragestellungen werden hier im Lexikon direkt beantwortet, ohne dass Sie sich lange einarbeiten oder umständlich suchen müssen. Die „Schritt-für-Schritt-Anleitungen“ helfen Ihnen ebenso sich zu orientieren wie die Übersicht „auf einen Blick“. Wie Sie aus diesem Buch den größten Nutzen ziehen können, zeigen Ihnen die „Hinweise für den Leser“. Welche Methoden versprechen Erfolg? Wir haben unsere in vielen Projekten gewonnenen Erkenntnisse aus der Praxis des Projektmanagements für Sie als Projektleiter zusammengestellt. Dabei verbindet uns beispielsweise eine grundsätzliche Erfahrung bei der Einführung von Managementinformationssystemen: Immer wieder waren Aufträge zunächst getrieben von Sachfragen, sowie fachlichen und technischen Anforderungen. Doch schnell wurden diese überdeckt und ließen den rein methodischen Projektmanagementansatz zurücktreten. Im Vordergrund standen plötzlich die sehr unterschiedlichen Interessen, vor allem aber Befürchtungen der Beteiligten und Betroffenen. Das Management musste zum Beispiel lernen, mit einer ungewohnten Transparenz der Unternehmenskennzahlen konfrontiert zu werden.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Einführung
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungHeute wird viel über Projekte gesprochen. Jede beliebige Tätigkeit, jedes Vorhaben avanciert zum Projekt. Dabei sollten aus unserer Sicht eher komplexere Vorhaben als Projekte behandelt werden, die nicht mehr innerhalb einer einzigen Organisationseinheit bewerkstelligt werden können. -
Das Projekt Konferenzcharter bei Fine Sails
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungEs war Abend geworden. Spätsommerlicher Dunst hing über dem Flensburger Hafen. Bodo Kaminski saß in seinem Büro. Er lehnte sich, die Arme verschränkt, in seinem schwarzen Ledersessel zurück. Sein Blick fiel auf die beiden repräsentativen Zweimaster, die wie ein Dutzend weiterer top-tauglicher Segelboote schon seit Jahren zur Flotte von Fine Sails gehörten. Drei Jahre war es nun etwa her, seit er hier im Marketing eingestiegen war, bei Fine Sails, dem renommierten Charterunternehmen für Segelboote in der Ostsee, an der Côte d’Azur und an der kroatischen Küste. -
A
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungSynonym zum Ablaufplan wird auch der Begriff Durchführungsplan verwendet. Alle Pläne werden unter dem Begriff → Projektplan subsummiert. Der Projektplan entsteht in der → Feinplanung. -
B
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungDarstellung des → Projektplans (Ablauf- oder Durchführungsplan) in Form von Balkenverläufen. Auch als Gantt-Diagramm/-plan bezeichnet. Er entsteht in der → Feinplanung und wird von Software-Werkzeugen automatisch erzeugt. -
C
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungKaminski hatte die Crew gut eingebunden, einige hatten bei Planungen mitgewirkt und alle wurden regelmäßig informiert. Alles war bereit für den ersten großen Testlauf, den Piloten. Ein Incentive für die „High Potentials“ der Vertriebsmannschaft der Silicat GmbH war geplant. Drei Tage lang auf der Ostsee. -
D
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassung„Hätte ich doch eine Teamassistenz!“ Kaminski holte tief Luft. Wo in alles in der Welt steckte jene Mail? Er hatte sich vor einem Jahr mit seinem Auftraggeber über die Wahl des Partners Conferences&Events verständigt. Leider erwies sich die Entscheidung als schlecht, der Partner war zunehmend unzuverlässig, die guten Mitarbeiter aus der Anfangszeit wurden nach und nach durch unerfahrene Kollegen ersetzt. Jetzt wollte Geschäftsführer Linden die Entscheidung von damals nachvollziehen. Und dazu brauchte Kaminski jenes Mail! -
E
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungDie Earned-Value-Analyse, also die Analyse des Fertigstellungswertes (oder Arbeitswertes), ist vor allem ein für den Auftraggeber interessantes Verfahren, um den aktuellen Arbeitsfortschritt eines Projekts zu bewerten. Mit ihr können unter anderem Kosten- und Zeitabweichungen differenziert ausgewertet werden (→ Controlling, Schritt 5). -
F
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungBodo Kaminski hatte nach der Genehmigung seines Konzepts nicht viel Zeit mit Detailplanung verschwendet, wie er sagte. Sein Zimmerkollege hatte ihn in seinem Verhalten noch grinsend bestätigt: „Planung ersetzt doch ohnehin den Zufall durch den Irrtum! Taten sind gefragt!“ -
G
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungBodo Kaminski hatte für die Phase 1 seines Projekts zwei kleine „Dream-Teams“ zusammengestellt: Zum einen waren das Kollegen aus dem Bereich Vertrieb und Marketing; sie sollten die Konzepte für Vertrieb, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und für die Zusammenarbeit mit den Partnern ausarbeiten. Zum anderen gab es ein Team mit Kollegen aus der Abteilung Technik. Später, in Phase 2, wollte er die in den Teams erarbeiteten Konzepte zusammenführen und das ganze pilotieren. -
K
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungDie Kick-off-Veranstaltung lief schon seit einer Stunde. Kaminski hatte über den Auftrag, den Stand der Vorarbeiten wie die mittlerweile festliegende Definition des Projekts berichtet und hatte das nun vollständige Team willkommen geheißen. -
L
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungDer Lenkungsausschuss ist das Auftraggebergremium. Die Minimalbesetzung des Lenkungsausschusses besteht aus den beauftragenden Einheiten (also aus Vertretern des Auftraggebers), die für die richtige Zielsetzung und den Projektnutzen und die Umsetzung der Projektergebnisse in die Linie verantwortlich zeichnen (→ Organisation, Schritt 3). -
M
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungDer Machtpromotor (auch Pate oder Sponsor) unterstützt das Projekt durch seine Autorität. Seine Hauptaufgabe besteht darin, auf Meinungen und Stimmungen im Unternehmen positiv und ausgleichend einzuwirken (→ Organisation, Schritt 3). -
N
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungVergleich des unveränderten Basisplans und aller Planungen des Projekts mit den tatsächlichen Istwerten zum Abschluss des Projekts. Dazu zählen auch Vergleiche im Rahmen des Risikound Qualitätsmanagements (→ Projektabschluss, Schritt 2). -
O
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungKaminski war an diesem Morgen schon früh im Büro. Er musste ein paar wichtige Entscheidungen fällen. -
P
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungEin unterstützendes Hilfsmittel, um den → Projektstrukturplan mit einer Objektorientierung oder funktionalen Orientierung in eine zeitliche Orientierung zu überführen (→ Grobplanung, Schritt 5). -
Q
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungBodo Kaminski lehnte sich entspannt in seinem Schreibtischstuhl zurück. Er hatte ein gutes Gefühl. Sein Team hatte hart gearbeitet und termingerecht die Konzeptarbeit abgeschlossen. Marketing-, Vertriebs- und PR-Konzepte lagen nun vor. Auch war man sich nach etlichen Sitzungen und Nachbesserungsschleifen über das Preissystem einig geworden. -
R
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassung„Personal und Sachmittel, die zur Durchführung von Vorgängen, Arbeitspaketen oder Projekten benötigt werden“ (nach DIN 69902). Auch als „Einsatzmittel“ bezeichnet. In der Regel wird der Begriff Ressourcen auch umfassend verwendet und schließt die Finanzmittel mit ein. -
S
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassung„A fool with a tool is still a fool!“ besagt ein englisches Sprichwort. Und in der Tat: Mit dem Einsatz von Software-Werkzeugen werden mangelndes Wissen und fehlende Fähigkeiten hinsichtlich Planung und Management von Projekten nicht kompensiert. Die methodische und soziale Kompetenz bleibt wesentliche Voraussetzung für eine hohe Projektprofessionalität. Erwarten Sie keine Wunder von Werkzeugen! Die überbordende Funktionalität täuscht schnell eine niemals erreichbare Planungssicherheit vor. Das Gegenteil ist oft der Fall, denn Tools verleiten zu einer Informationsflut, die den Blick auf das Wesentliche versperrt. Außerdem spricht gegen den Tool-Einsatz der recht hohe Einarbeitungsaufwand. -
T
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungAnastasiya Rumba riss sich zusammen. Sie wollte nicht zeigen, wie sehr Sie die Kritik an ihrer Person kränkte. Sie war eine gute PR-Frau, konnte hervorragend texten und hatte einen guten Draht zu vielen Redaktionen von Lokalblättern, Segel-Magazinen, Radiosendern. Wer hatte behauptet, Konzeptarbeit sei ihre Stärke? Ihr war nicht einmal klar, welche Rolle das Konzept überhaupt spielte! Mit oder ohne Konzept – im späteren Verlauf des Projekts würde sie schließlich gute Arbeit leisten. -
V
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungEnde Juni wurde die erste Teilzahlung an das Partnerunternehmen fällig. In der Tat, mit „Conference & Events“ schien Fine Sails einen kompetenten Partner im Boot zu haben, der seit langem Konferenzen organisierte. Das vereinbarte Aufgabenspektrum reichte von der Suche nach Guest-Speakern zu vorgegebenen Themen über den Versand der Einladungen bis zur Betreuung der Teilnehmer an Bord. -
W
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungFür die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit eines Projekts gibt es verschiedene Methoden. Durch die Gegenüberstellung von Aufwand und Projektnutzen dienen sie dem Auftraggeber als Entscheidungsgrundlage für die Beauftragung des Projekts (→ Nutzenmanagement, Schritt 3). -
Z
Bernhard Hobel, Silke SchütteZusammenfassungKaminski hatte Dieter Faustus, verantwortlich für das Teilprojekt Konzepte, gerade noch davon abhalten können, in den Flieger nach Südfrankreich zu steigen. Warum war ihm nicht klar, dass es zunächst doch nur um den deutschen Markt ging? -
Backmatter
- Titel
- GABLER BUSINESS-WISSEN A-Z Projektmanagement
- Verfasst von
-
Bernhard Hobel
Silke Schütte
- Copyright-Jahr
- 2006
- Verlag
- Gabler
- Electronic ISBN
- 978-3-8349-9102-7
- Print ISBN
- 978-3-409-12547-5
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-8349-9102-7
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