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Über dieses Buch

​Silke Schwarz widmet sich der umstrittenen Frage nach Gendergerechtigkeit. Der transdisziplinäre Theorieteil verknüpft gängige Theorien sozialen Wandels aus den Bereichen Soziologie, Gender Studies und Psychologie und schließt mit einer Ethnographie indonesischer Genderverhältnisse. Im Ergebnisteil analysiert die Autorin mittels einer methodischen Triangulation, wie die eigene Rolle und psychische Identität innerhalb von Partnerschaft, Elternschaft, dem Erwerbsleben und der Gemeinde, also wie Subjektivität in einem zentraljavanischen Dorf erlebt wird, wie eine Positionierung im Alltag erfolgt und Anerkennung und Teilhabe erlebt bzw. gewonnen werden. Das Buch ist durchzogen von immer wieder aufgenommenen kritischen Reflexionen des eigenen Vorgehens als integraler Bestandteil bei Fragen nach Gerechtigkeit in transkulturellen, islamisch geprägten Kontexten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Die vorliegende theoretisch-empirische Arbeit liefert einen Beitrag zur Debatte über Gendermainstreaming-Bemühungen, wobei kulturpsychologische Aspekte besonders berücksichtigt werden.
Silke Schwarz

2. Sensibilisierende Konzepte der Untersuchung

Diese Untersuchung folgt dem Forschungsstil der Grounded Theory (siehe Kapitel 4). Dieser ist durch ein Spannungsfeld von Unvoreingenommenheit bzw. Offenheit für den Untersuchungsgegenstand und bestimmten sog. sensibilisierenden Konzepten gekennzeichnet. Letztere bezeichnen ein Vorwissen über bestehende Theorien, Untersuchungen und Alltagserfahrungen, das dabei hilft, die eigene theoretische Sensibilität zu erhöhen, das „Gespür dafür, wie man über Daten in theoretischen Begriffen nachdenkt“ (Strauss, 1991, S. 50). Welche Theorien und Untersuchungen herangezogen werden, ist immer das Ergebnis eines nicht unfehlbaren Auswahlprozesses. Das Wissen um bereits entwickelte, scheinbar fruchtbare Konzepte ist notwendige Voraussetzung, aber möglicherweise auch Ballast, der die Kreativität behindern kann. Daher ist es besonders wichtig, über die sensibilisierenden Konzepte Rechenschaft abzulegen und diese kritisch zu reflektieren.
Silke Schwarz

3. Fragestellung

Infolge eines Erdbebens erhielt ein javanisches Dorf Unterstützung von lokalen NGOs, die Gendermainstreaming-Anliegen mit ihren Wiederaufbauhilfen verbanden. In der vorliegenden Arbeit untersuche ich, inwiefern die bestehenden Genderverhältnisse durch diese Ausnahmesituation möglicherweise beeinflusst, wenn nicht sogar in Frage gestellt werden. Umgekehrt kann in derartigen Extremsituationen auf Bekanntes und Bewährtes zurückgegriffen werden, so dass sich Beständigkeiten erneuern.
Silke Schwarz

4. Methodische Basis und Durchführung der Untersuchung

Zu Beginn dieses Kapitels zeige ich die vier methodologischen Zugänge dieser Arbeit auf. Anschließend wird die Datenbasis der vorliegenden Untersuchung erläutert und die gewählten Datenerhebungs- sowie Auswertungsmethoden vorgestellt.
Silke Schwarz

5. Ergebnisteil

Im ersten Unterkapitel 5.1. des Ergebnisteils wird dargestellt, was Dorfbewohner_innen und Aktivist_innen als erstrebenswert und gerecht in Bezug auf die Geschlechterverhältnisse empfinden (5.1.1.). Es folgt ein Analysefokus auf den Lebensbereich ‚Haushalt und Kinder’ (5.2.2.). Dabei gehe ich der Frage nach, in welchem Verhältnis die Idealvorstellungen zu den Alltagsbeschreibungen stehen. Auf dieser Grundlage entwickle ich beispielhaft eine Typologie für den Lebensbereich ‚Haushalt und Kinder’.
Silke Schwarz

6. Erkenntnisbeiträge durch reflexive Momente

Dieses Kapitel widmet sich den Themen Subjektivität und Reflexivität und legt mögliche Einflüsse durch meine eigene Person und Involviertheit offen:
  • „Notions of subjectivity and reflexivity are drawn from postmodern, poststructuralist and social constructionist epistemologies that have challenged the heavy reliance of psychology (and most modern sciences) on a positivist paradigm of value-free, objective, measurement-focused research and a concomitant commitment to ‚evidence-based’ practice” (Gridley & Turner, 2005, S. 372).
Silke Schwarz

7. Diskussion

In diesem Kapitel werden Ergebnisse der Analysearbeit mit den eingangs eingeführten Theorien und Konzepten zusammengeführt und anhand weiterer Forschungsergebnisse diskutiert. Zuerst gehe ich auf das Spannungsverhältnis zwischen sozialem Wandel und sozialen Beständigkeiten sowie zwischen Selbstund Fremdbestimmung ein (siehe 7.1.). Ich diskutiere, inwiefern Wandel sich in Form von etwas eher Neuem zu vollziehen scheint oder Wandel eher auf der Grundlage von Bewahrung stattfindet und beleuchte dabei auch die Bedingtheiten sozialen Wandels bzw. das unter 5.2. dargestellte heuristische Modell sozialen Wandels (siehe 7.1.1.). Daran schließt sich eine zusammenfassende Bilanzierung der unter 5.3. dargestellten Strategien sozialen Wandels an (siehe 7.1.2.). Es folgt eine kritische Bilanzierung differenzfeministischer Ansätze vor dem Hintergrund der Kulturspezifika des Untersuchungsortes (siehe 7.2.) Anschließend bewerte ich das methodische Vorgehen (siehe 7.3.). Das Diskussionskapitel schließt mit zusammenfassenden Schlussbemerkungen (siehe 7.4.).
Silke Schwarz

Backmatter

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