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Über dieses Buch

Die in dem Buch versammelten Beiträge der Festschrift für Gert Schmidt sprechen einzelne Facetten der globalen Wandlungsdynamik des Kapitalismus mit dem Ziel an, den „Wandel des Wandels“ in der Ökonomie greifbar werden zu lassen. Sie begeben sich auf die Suche nach einem neuen Muster der „institutional nestedness“ und der normativen Ordnung von globalen Wirtschaften, kapitalistischen Organisationen und ökonomischen Eliten. Ist fortwährende Globalisierung eine Begleiterscheinung des sich automatisch reproduzierenden Kapitalismus? Die Vorstellung einer Globalisierung als „Auto“-Kapitalismus spielt auf das Spannungsfeld zwischen einem sich selbst reproduzierenden, verselbständigten globalen Kapitalismus und seinen neuen institutionellen Prägungen an.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Die Navigation in der Krise: an sich und für sich

Zusammenfassung
„Die Festschrift beginnt mit einem Schauspiel in drei Akten, eine Hommage an die Küchengespräche des Autors, Günter Bechtle, mit Gert Schmidt. Erstaufführung: Rom 02.12.12“
Günter Bechtle

Im offenen Wagen… durch soziale Welten… die „Windsbräute“ im Rücken (Ein wür-digendes Schauspill in fear Szänen)

Zusammenfassung
Meine Damen und Herren, der Anlass, der uns heute zusammenführt, ist ein trauriger und ein schöner zugleich. Traurig, weil uns Gert Schmidt in seiner „institutionalisierten Form“ langsam zu entschwinden droht. Und schön, weil dies nicht nur ein Abschied, sondern auch eine „Freisetzung“ ist, die es sich immer zu feiern lohnt.
Markus von Pohlmann

Globalismus oder Globalität? Zwei unterschiedliche Ansätze zum Verständnis der heutigen Weltgesellschaft

Zusammenfassung
In seiner Einführung des von ihm mitherausgegebenen Sonderbandes der „Sozialen Welt“, der sich dem Thema der „Globalisierung“ widmet, spricht Gert Schmidt davon, dass die sozialwissenschaftliche „Rhetorik“ in Sachen Globalisierung an das Motiv der „Sichtbarmachung“ geknüpft ist (Schmidt 1999: 12). Die Frage des Sichtbarmachens ist aber ihm zufolge „modellierbar“.
Philipp Hessinger

Der „Geist“ des Kapitalismus und seine Trägerschichten

Zusammenfassung
Der „Geist“ des Kapitalismus ist eine Chiffre in der wissenschaftlichen Diskussion um die Entwicklung des Kapitalismus. Die Rede vom „Geist“ lädt offensichtlich zu Spekulationen ein und die Assoziationen sind vielfältig, die ein solcher Ausdruck weckt. Webers Werk, dem wir Begriff und Konzept entnehmen, ist in diesem Aspekt denn auch eher vorsichtig tastend angelegt (vgl. dazu neuerdings zu einer Kritik daran auch Steinert 2010).
Markus Pohlmann

Profitable Destruction between Experimentality and Governmentality: A theoretical perspective

Zusammenfassung
Despite the “post-neoliberal” predictions of neoliberalism’s demise triggered by the recent “great recession” of 2007-11, the political economy of contemporary capitalism has continued to operate as a formidable engine of social transformation and the selective accumulation of wealth. It is generally recognized that the interpretation and meaning of these claims of change and continuity varies with the political perspective of the observer as well as the participants.
Wolf Heydebrand

Insignien des Erfolgs. Zur Konstruktion von Elite in Autobiographien

Zusammenfassung
Von solchen Büchern handelt der folgende Beitrag. Er widmet sich dem autobiographischen Schreiben der Wirtschaftelite der Gegenwart. Der Blick ist dabei vor allem auf die Kommunikations- und „Vermarktungsstrategien“ dieser Ego-Dokumente in einem spezifischen Kontext medialer Öffentlichkeit gerichtet.
Renate Liebold

Die Arbeit des „boundary-spanning“ – Der Expatriate als Protagonist transnationalen Arbeitens?

Zusammenfassung
Kaum eine Begriffsbildung der letzten zwanzig Jahre weist eine vergleichbare „Karriere“ in der öffentlichen und sozialwissenschaftlichen Debatte auf wie der Globalisierungsbegriff. „Globalisierung“ gilt als Chiffre für die wichtigsten politischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen, sowohl in nationalem als auch in globalem Maßstab.
Ursula Mense-Petermann

Standorte innovativer Unternehmen in Europa. Zwischen industriellen und dienstleistungsbasierten Ansiedlungsmustern

Zusammenfassung
Die Globalisierung der Wirtschaft ist ein zentrales Forschungsfeld von Gert Schmidt. Zu diesem Thema hat er zahlreiche Projekte initiiert, ein Sonderheft der „Sozialen Welt“ herausgegeben (Schmidt/Trinczek 1999) und das DFG-Schwerpunktprogramm 197 zum Thema „Globalisierung. Regulierung und Restrukturierung der Arbeit in den Spannungsfeldern von Globalisierung und Dezentralisierung“ (1984-2004) initiiert.
Martin Heidenreich, Nina Baur

Wie viel Automobilität braucht der Mensch? Die Kei-Kleinwagen als zukunftsweisende lokale Spezialität der global agierenden japanischen Automobilindustrie

Zusammenfassung
Bei den Fahrzeugen, die im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen werden, handelt es sich um kleine „Dimensionen“. Beschleunigungswerte von 0 auf 100 km/h sowie Höchstgeschwindigkeit finden in keinem Verkaufsprospekt oder den Testberichten in der Fachpresse auch nur beiläufig Erwähnung, und auch die Anzahl bzw. Anordnung der Auspuffrohre sowie der Motorensound, den diese erzeugen, sind für die Kaufentscheidung des Kunden die womöglich unwichtigsten Kriterien.
Holger Bungsche

Der Kommunismus in Böhmen

Zusammenfassung
Von der Globalisierung hat man sich einiges versprochen: Sie wurde mit dem Ende der Geschichte gleichgesetzt (Fukuyama 1992), da sie global auf die Generalisierung der „civil society“ hinauslaufe, oder als das Merkmal einer zweiten Moderne präsentiert (Beck 1999), weil sie eine reflexive Gesellschaft mit sich brächte. Man erklärte sie zu einer „win-win“-Entwicklung, durch die sich ein globaler Wohlstand anbahnen würde (Wiesenthal 1999), oder – im Gegenteil – als ein Siegeszug der neoliberalen Kälte bezeichnet, die breite Breschen in die Schutzwälle des Wohlfahrtstaates schlägt (Bourdieu 2004).
Ilja Srubar

Globalisierung und Arbeitsmarktpolitik anders gedacht: das Konzept der Übergangarbeitsmärkte. Eine international vergleichende Perspektive

Zusammenfassung
Wohl kaum ein Reformprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war derart umstritten, wie jenes, welches unter der landläufigen Bezeichnung „Hartz-Reformen“ bekannt geworden ist. Der eigentliche Gegenstand dieser Reformen stellte im Ansatz so etwas wie eine umfassende „soziale Neukonstruktion des Arbeitsmarktes“ dar, wobei die gegebenen Anreize neu gesetzt, der gesamte Vermittlungsprozess neu organisiert und die hier gehandelte Leistung (nämlich Arbeitskraft) – mehr oder weniger implizit – gesellschaftlich neu definiert wurde.
Philipp Hessinger

Inequality and the American ruling class that does not rule

Zusammenfassung
A massive contradiction lies at the heart of contemporary American and perhaps also European society. Postmodern culture in the form of individual emancipation and rights granted to minorities, women and gays has been far more successful, at least in advanced industrial countries, than one might possibly have imagined, while the current economy is a great failure – mired in inequality, declining incomes for the middle class and almost as much poverty as existed in the nineteenth century.
Wallace Katz
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