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Über dieses Buch

Matthias Heinrichs untersucht, inwiefern bei Going Concern-modifizierten Bestätigungsvermerken – abhängig von der Kompetenz des Managements – reflexive, d.h. selbsterfüllende (self-fulfilling) oder selbstzerstörende (self-defeating) Prognoseeffekte auftreten. Der Autor stellt zunächst die wesentlichen konzeptionellen und normativen Rahmenbedingungen und Erkenntnisse vorangegangener Studien dar. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung kann erstmalig gezeigt werden, dass sich ein bei mittlerer Managementkompetenz bestehender Selbsterfüllungseffekt mit abnehmender Managementkompetenz vergrößert. Die Untersuchung beleuchtet diesen Zusammenhang auch im Kontext von Handlungsspielraum und fremdfinanzierungsbedingten Agency-Problemen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Eine zentrale Annahme der US-amerikanischen Rechnungslegung ist der Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern-Annahme). Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Tätigkeit die Angemessenheit dieser Annahme zu beurteilen. Zudem muss er im Bestätigungsvermerk ggf. explizit auf erhebliche Zweifel am Unternehmensfortbestand (substantial doubt about the entity’s ability to continue as a going concern) hinweisen.
Matthias Heinrichs

Kapitel 2. Prognosereflexivität im Kontext der prüferischen Berichterstattung

Zusammenfassung
Um zu beleuchten, inwiefern die prüferische GC-Berichterstattung als Prognose verstanden werden kann, werden nachfolgend dafür zentrale Begriffsbestimmungen vorgenommen. Der Begriff der Prognose findet sich in vielen Lebensbereichen weitestgehend synonym mit Begriffen wie Prophezeiung, Projektion und Vorhersage. Zunächst werden deshalb Begriff und Strukturmerkmale der Prognose erläutert und an den entsprechenden Stellen von scheinbar sinnverwandten Begriffen abgegrenzt.
Matthias Heinrichs

Kapitel 3. Managementkompetenz

Zusammenfassung
Die vorliegende Untersuchung soll unter besonderer Berücksichtigung von Managementkompetenz (managerial ability) erfolgen. Das Management erscheint bereits aus funktionaler Sicht besonders berücksichtigungswürdig, da es durch die Teilprozesse der Planung, der Organisation, des Personaleinsatzes, der Führung und der Kontrolle wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen sollte. Eine einheitliche Begriffsverwendung für Managementkompetenz aus einer institutionellen Sicht findet sich in der Literatur indes nicht.
Matthias Heinrichs

Kapitel 4. Prüfungsforschung zu reflexiven Prognoseeffekten

Zusammenfassung
Die prüferische Berichterstattung im GC-Bereich stellt seit Jahren einen Schwerpunkt im Bereich der Prüfungsforschung dar. Carson et al. (2013) führen zentrale Forschungsergebnisse der vergangenen 40 Jahre überblicksweise zusammen und identifizieren dabei drei zentrale Teilbereiche: So fokussieren vergangene Untersuchungen (1) auf die Determinanten der Abgabe einer GCO. Es wird mithin die Frage erhellt, welche Mandanten- und Prüfercharakteristika, welche Kennzeichen der Prüfer-Mandantenbeziehung und welche Umweltfaktoren die Abgabe einer GCO erklären können.
Matthias Heinrichs

Kapitel 5. Formulierung der Forschungsfrage und Ableitung der Hypothesen

Zusammenfassung
Aus dem Forschungsüberblick wird deutlich, dass das Phänomen reflexiver Prognoseeffekte bereits verschiedentlich untersucht wurde. Insb. neuere, methodisch anspruchsvollere Studien zeigen dabei zumeist einen fixen Selbsterfüllungseffekt. Eine theoretisch fundierte Untersuchung von Determinanten findet sich bislang nicht. Gänzlich unbeleuchtet bleibt bislang die Rolle des Managements in diesem Kontext.
Matthias Heinrichs

Kapitel 6. Empirische Untersuchung

Zusammenfassung
Untersucht werden US-amerikanische, börsennotierte Unternehmen im Zeitraum 2000 bis 2013 (14 Jahre). Es wird auf nachfolgende Datenbanken zurückgegriffen: Audit Analytics (Daten zur Abschlussprüfung), Compustat North America (Jahresabschlussdaten), CRSP (Kapitalmarktdaten und freiwillige Liquidationen), New Generation Research BankruptcyData (Insolvenzen) und UCLA-LoPucki Bankruptcy Research Database (Insolvenzen). Für die Jahre 2001 bis 2016 können die folgenden 2.002 Insolvenzanträge bzw.
Matthias Heinrichs

Kapitel 7. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis über mögliche reflexive Prognoseeffekte bei der prüferischen Berichterstattung zur Angemessenheit der GC-Annahme zu erweitern. Determinanten solcher Effekte und mögliche Wechselwirkungen mit dem Management, dem bereits aus funktionaler Perspektive eine überragende Bedeutung in der Unternehmensschieflage zukommt, sind in der empirischen Prüfungsforschung bislang weitestgehend unbeachtet geblieben. Das ist bemerkenswert, da insgesamt ein breiter Literaturbestand existiert, der einen Einfluss des Managements und seiner Kompetenz auf verschiedenste Unternehmenserfolgsmaße belegt.
Matthias Heinrichs

Backmatter

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