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Über dieses Buch

Tassilo Wanner entschlüsselt die Hintergründe der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den USA und dem Heiligen Stuhl. An konkreten Beispielen aus dem Innern des Weißen Hauses und des Vatikans belegt er, wie eng das bilaterale Verhältnis in der entscheidenden Phase des Kalten Kriegs war. Der Autor ermöglicht außerdem einen einzigartigen Blick auf die praktischen Mechanismen der Diplomatie des Heiligen Stuhls. Tassilo Wanner hat Einsicht in Hunderte Geheimvermerke des Weißen Hauses nehmen können und Forschungsinterviews mit damals handelnden Akteuren vom amerikanischen Außenminister bis zu hochrangigen Kurienkardinälen durchgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Zeitenwende zwischen Washington und Rom – Einordnung des Forschungsanliegens

Als die Vereinigten Staaten von Amerika und der Heilige Stuhl am 10. Januar 1984 offizielle diplomatische Beziehungen zueinander aufnahmen, bedeutete dies eine Zeitenwende in den amerikanisch-vatikanischen Beziehungen zu einem weltpolitisch delikaten Zeitpunkt: Immerhin beendete dieser Akt eine fast 120-jährige Phase, während der Washington und Rom keine oder nur inoffizielle Kontakte pflegten; und immerhin hatte sich der Ost-West-Konflikt nach einer langen Periode der Entspannung zuvor deutlich verschärft, wie etwa der sowjetische Einmarsch in Afghanistan und der Nato-Doppelbeschluss verdeutlichten.

Tassilo Wanner

Chapter 2. Untersuchungsrahmen

Angesichts der Tatsache, dass die Beantwortung der einzelnen übergreifenden forschungsleitenden Fragen also ein komplexes Bündel von Teilanalysen verschiedener Kodeterminanten zur Voraussetzung hat, die in fast allen Fällen wesentlicher Bestandteil der Untersuchung hinsichtlich mehrerer dieser Fragen zu sein haben, soll zuerst die komplette Reihe der notwendigen Teilanalysen im Fokus dieser Arbeit stehen – namentlich Analysen bezüglich (1) der jeweiligen Interessenlagen, (2) der Ordnung der für den vorliegenden Fall relevanten Entscheidungszentren innerhalb der beiden politischen Systeme, (3) der gegenseitigen Perzeption, (4) der jeweiligen Machtressourcen, (5) der Struktur des internationalen Systems, (6) der die Handlungskorridore im Kontext des vorliegenden Falls determinierenden nationalen und internationalen Normen sowie (7) der verschiedenen Verhaltensmuster im bilateralen Dialog. In einem weiteren Schritt sollen die daraus resultierenden Schlussfolgerungen bezüglich der drei übergreifenden forschungsleitenden Fragen und in diesem Zuge deren Beantwortung den Abschluss dieser Studie bilden. Damit bietet sich für diese Untersuchung hinsichtlich der Theoriebasis ihrer Methodik die internationale Konstellationsanalyse der Münchner Schule des Neorealismus an, deren Grundlagen Gottfried-Karl Kindermann geschaffen hat.

Tassilo Wanner

Chapter 3. Hintergründe und Rahmenbedingungen – fünf erste Teilanalysen

Die Systemanalyse bildet in der Konstellationsanalyse eine bedeutende Grundlage der auf sie folgenden Untersuchungen, ist ihr wesentliches Ziel doch die Identifikation derjenigen Entscheidungsträger, deren – unter anderem – Perzeptionen und Interessen zentrale Objekte weiterer Teilanalysen zu sein haben. Für diesen Abschnitt soll als spezifische forschungsleitende Frage daher eine solche maßgeblich sein, die der bestmöglichen Durchführung der folgenden Teiluntersuchungen dienlich ist.

Tassilo Wanner

Chapter 4. Zusammenhänge und Vorgehensweisen – zwei weiterführende Teilanalysen

Wie kaum eine andere der sieben im Zuge der Konstellationsanalyse zu beleuchtenden Dimensionen des Untersuchungsgegenstands ist die Struktur des internationalen Systems, innerhalb derer dieser sich entwickelte, bereits Objekt der anderen Teiluntersuchungen gewesen. Nun wird sie zum Hauptgegenstand einer eigenen Analyse. Dies bringt es mit sich, dass hierbei immer wieder auf bereits erwähnte und diskutierte Zusammenhänge referenziert werden wird.

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Chapter 5. Heilige Allianz damals, heilige Allianz heute? – Synopse und Ausblick

Das bilaterale Verhältnis zwischen Washington und Rom war während der letzten Phase des Ost-West-Konflikts in hohem Maß von Freundschaftlichkeit geprägt. Hervorzuheben sind dabei eine starke Parallelität von als wesentlich eingestuften Interessen sowie eine gegenseitige Wahrnehmung als Gesprächspartner auf Augenhöhe. Schwerwiegende Konflikte zwischen den USA und dem Heiligen Stuhl aus dieser Zeit sind nicht bekannt; die wenigen feststellbaren Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse wurden jeweils unaufgeregt beigelegt. Nachgewiesen werden konnte außerdem ein starker Bedeutungszuwachs des bilateralen Austauschs im Untersuchungszeitraum.

Tassilo Wanner

Backmatter

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