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Über dieses Buch

Das Radio zählt immer noch zu den beliebtesten Medien. Jeder Deutsche hört täglich mehr als drei Stunden Radio. Aber wie steht es 20 Jahre nach dem Start privater Stationen um die Qualität des Programms? Hat sich die viel zitierte „Boulevardisierungsthese“ tatsächlich bewahrheitet? Werden die Sender der ihnen zugeschriebenen Rolle als Politikvermittler noch gerecht? In der vorliegenden Studie werden die stündlichen Hörfunknachrichten der öffentlich-rechtlichen Welle WDR 2 und des privaten Programmanbieters Radio NRW im Rahmen einer quantitativ-vergleichenden Inhaltsanalyse untersucht. Dabei stehen Anteil und Qualität politischer Meldungen im Vordergrund. Ziel der Untersuchung ist es, Aussagen über die Politikvermittlungskompetenz der beiden Sender zu treffen. Die Ergebnisse zeigen: Die privaten Nachrichten sind unpolitischer, boulevardesker und thematisch weniger vielfältig als die öffentlich-rechtlichen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
„Heute ist heute, gestern war gestern und morgen wird morgen sein“ (Arnold 1999: 132). So lautet für den Hörfunkjournalisten Bernd-Peter Arnold der Grundsatz der Nachrichtenberichterstattung im Radio. Dieser Satz klingt – wie Arnold selbst schreibt – wie eine Binsenweisheit und fasst doch prägnant einige der wichtigsten Eigenschaften des Mediums Hörfunk zusammen: Schnelligkeit und Aktualität.
Axel Primavesi

Kapitel 2. Massenmediale Politikvermittlung

Zusammenfassung
Das erste Kapitel der Arbeit widmet sich dem Begriff der Politikvermittlung. Nach der Definition des Begriffs und der Darstellung seiner Bedeutung für demokratische Gesellschaften beschäftigt sich der zweite Teil mit der Rolle von Massenmedien bei der Politikvermittlung. Kapitel 1.3 schließlich beschreibt den Wandel des Mediensystems.
Axel Primavesi

Kapitel 3. Das Medium Hörfunk

Zusammenfassung
Nach der Entwicklung der Hypothesen und vor der Darlegung der methodischen Vorgehensweise erfolgt in diesem Kapitel der Arbeit eine kurze Darstellung der Entwicklung des Hörfunks in den letzten Jahrzehnten. Darüber hinaus werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowohl für den öffentlichrechtlichen, als auch den privaten Hörfunk dargestellt und ein Überblick des bisherigen Forschungsstands bezüglich der Inhaltsanalyse von Radiosendern in der Bundesrepublik gegeben.
Axel Primavesi

Kapitel 4. Entwicklung eines Forschungsdesigns

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel erfolgt die Entwicklung und Darstellung des Forschungsdesigns zur vergleichenden Analyse der Informationsleistung der Hörfunknachrichten des öffentlich-rechtlichen Senders WDR 2 und des Rahmenprogrammanbieters Radio NRW. An die Vorstellung der Methode der vergleichenden Inhaltsanalyse und der Begründung der Entscheidung für diese Methode schließt sich ein Abschnitt zu forschungspraktischen Entscheidungen an. Der dritte Teil widmet sich der Operationalisierung der in Kapitel 1.4 dargelegten Hypothesen.
Axel Primavesi

Kapitel 5. Auswertung und Ergebnisse der Inhaltsanalyse

Zusammenfassung
Auf den folgenden Seiten werden die Ergebnisse der Inhaltsanalyse der Hörfunknachrichten von WDR 2 und dem privaten Rahmenprogrammanbieter Radio NRW, der u.a. die stündlichen Nachrichten für fast alle privaten Lokalsender in Nordrhein-Westfalen produziert, dargelegt. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass am Ende keine Aussagen über die Erfüllung oder Nicht-Erfüllung des Programmauftrags möglich sind. Denn dafür wären zum einen Programmstrukturanalysen des gesamten Sendeablaufs notwendig; zum anderen könnte dafür nicht mehr der Rahmenprogrammanbieter Radio NRW herangezogen werden, sondern die einzelnen Lokalsender mit den jeweiligen Übernahmen des Angebots von Radio NRW.
Axel Primavesi

Kapitel 6. Resümee

Zusammenfassung
In der Betrachtung der Untersuchungsergebnisse einer vergleichenden quantitativen Inhaltsanalyse der Hörfunknachrichten des öffentlich-rechtlichen Senders WDR 2 mit dem privat-kommerziellen Rahmenprogrammanbieter Radio NRW stechen für den Autor vor allem zwei eng miteinander verbundene Erkenntnisse hervor: Zum einen die derart eindeutige Bestätigung der „Entpolitisierungs-“ und „Boulevardisierungs-“ Hypothese sowie die Ergebnisse der Vielfalts- und Tiefenanalyse und zum anderen die daraus resultierenden deutlichen Unterschiede in der Nachrichtenberichterstattung zwischen WDR 2 und Radio NRW. Auch wenn beide Sender eine ähnliche Zielgruppe ansprechen und sich durch ein „magaziniertes“ Programm auszeichnen, verfolgen sie doch zwei unterschiedliche Nachrichtenkonzepte. Die zweite Welle des Westdeutschen Rundfunks bietet den Zuhörern Nachrichten mit einem relativ hohen Anteil politischer Meldungen aus den verschiedenen Ländern und Regionen der Welt sowie einem vergleichsweise geringen Anteil boulevardesker Themen.
Axel Primavesi

Backmatter

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